Ich bin grade etwas überrascht, dass das so Thema ist. Ich hab hier keinerlei Probleme, also wenn ich laufe, lauf ich halt einen Bogen um den Hund bzw wenn es ein Pfad ist warte ich auch, aber auf Pfaden bin ich ja eh nicht im Tempotraining, aber mich hat noch NIE ein Hund beachtet wenn ich vorbei gelaufen bin, maximal "Ey wer bistn du?"-Blick. Und meinem Hund sind Jogger schnurzegal, ich hab ihr beigebracht zu mir zu kommen wenn sie einen sieht, damit sie nicht aus Versehen vor die Füße gerät, oder den Läufer stört, aber hier nimmt auch keiner Tempo raus nur weil da n Hund frei oder angeleint läuft. Vielleicht bin ich hier bisschen in einer Großstadtblase, wo Hunde halt mit allem klar kommen müssen weil es sonst für die Halter zu stressig ist, und die Hunde die das nicht packen kommen halt weg
Ich versuche mir grade nur zu erklären, woher diese unterschiedliche Wahrnehmung kommt.
Ja, ich glaube auch das kommt sehr auf die Gegend an, in der man wohnt/lebt.
Wenn hier in Münster beispielsweise ein Hund ein Problem mit Fahrrädern hätte...ich glaube, ich muss nicht weiter schreiben. 😅
Zum anderen glaube ich an das Prinzip der "sich selbst erfüllenden Prophezeiung".
Beispiel: HH erwartet Probleme mit Joggern (da reicht schon die Sorge oder Unsicherheit , das etwas passieren KÖNNTE).
Hund spürt, das HH irgendwie anders ist, Hund reagiert neugierig auf "das was da wohl kommt", Jogger wäre einfach vorbeigelaufen, merkt aber das Interesse des Hundes, ist möglicherweise nicht so Hunde affin und deutet das falsch, Hund merkt das, wird noch neugieriger und zack, kippt die Situation und für den HH erfüllt sich seine Erwartung: Jogger = Problem
Deshalb bin ich ja auch Verfechter von "der Hund muss alles kennenlernen, der HH noch viel mehr".
Ich spreche hier von der Phase Welpe bis Ende Junghund. HH und Hunde wachsen da ja im besten Fall zum Team zusammen und kennen sich am Ende in und auswendig.
Dazu müssen diese Situationen aber durchlebt werden. Der HH erlebt seinen Hund und kann korrigierend auf ihn & auf sich selbst einwirken.
Jede zusätzliche Erfahrungen machen HH und Hund im besten Fall gleichermaßen souveräner und binden sie vertrauensvoll aneinander.
Für ganz neue Situationen später können beide dann aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen und generalisieren.
Ich weiß, das ist natürlich sehr idealistisch und auch rein theoretisch betrachtet und nicht immer zu 100% in der Realität umsetzbar.
Das macht es aber dadurch nicht falsch. Für mich ist das das tägliche, erstrebenswert Ziel mit meinem Hund.