Pepper
  • Mitglied seit 5. Januar 2022

Beiträge von Pepper

    Bei uns steht diese Herausforderung auch im Raum.

    Nur ist die Hündin eine Zwergpudeldame und der intakte Rüde halt Pepper.

    In der Zeit werde ich mit dem Van einfach das Weite suchen.

    Ich tue das meinem Hund nicht an...jetzt im Januar reicht es schon, das hier läufige Hündinnen ohne Ende
    die üblichen Spazierwege mit ihrem Duft versehen. Ist für Pepper einfach mehr Stress.


    Also, hätte ich die Wahl, würde ich das auf keinen Fall tun...einfach im Sinne des Hundes.

    Sie hat sich ausbalanciert und auf eine Freigabe gewartet, dass sie wieder runter kann.

    Da sind unsere unterschiedlichen Ansätze erkennbar.

    Entscheidend ist ja immer, was will man vom Hund.

    Ich würde Milas Verhalten für mich nicht positiv bewerten.

    Mir hat mal jemand erzählt, das sein Hund, sobald er eine Bank sieht, sich von der Seite mit den Vorderläufen drauflegt und wartet.

    Auf meine Frage nach dem "warum" sagte er: "Wenn wir uns aus den Augen verlieren weiß ich, er wartet auf einer Bank."

    Ich dachte damals "Boah, was der schon mit 6 Monaten alles kann..."

    Pepper konnte sowas alles nicht...bis heute.

    Heute sehe ich das komplett anders und sehe die Unterschiede.


    Nicht falsch verstehen: Ich finde es toll wenn Hunde Dinge können.

    Mir ist nur die Beziehung wichtiger als das Kunststück. Wenn beides da ist: Mega


    Wir diskutieren ja hier im Grunde, das oft die Konditionierung - also weil der Hund etwas kann/gelernt hat - als soziale Beziehung missverstanden wird.

    Vielleicht bringt es das auf den Punkt?


    Konditionierung baut das Verhalten technisch auf

    Erziehung entscheidet, wann, warum und wie verbindlich es ist


    Ein Hund kann konditioniert sein, zu kommen –

    aber unerzogen, wenn er nur hört, wenn er gerade Lust hat.


    Konditionierung bringt dem Hund bei, was funktioniert.

    Erziehung bringt ihm bei, was gilt.


    Wie oben schon erwähnt, es geht nicht um das entweder/oder.

    Ich möchte jetzt mal hören, ganz genau beschrieben, wie jemand erzieht ohne zu konditionieren.

    Er sagt das so nicht Angie :*
    Ich zitiere mich mal selbst, wo ich ihn zitiere:

    Bei den Basics im Gehorsam oder der Zielobjektsuche ist immer wieder Konditionierung dabei, aber
    höchste Priorität hat immer die soziale-emotional erzieherische Basis.

    Es geht um das gänzliche Fehlen oder die falsche Gewichtung zwischen Konditionierung und dem sozial-emotionalen Aspekt. Im Prinzip ist es das, wo man bei euch Hundesportlern inzwischen Punkte zieht, wenn der Hund nicht freudig (und Freude ist m.E. ein total emotional-soziale Ausdruck der Richtung HH geht) arbeitet.


    Es ist immer schwierig, wenn wir mit schwarz-weiss Argumenten kommen oder die Diskussion dahin abrutscht.


    1 x Klicker = "Maschine an"
    2x Klicker = "Maschine aus"
    Leckerchen rein, und alle sind zufrieden?


    Eben nicht...und davon spricht Baumann.

    Weil es eine andere, viel tiefer sitzende Motivation gerade bei unseren Gebrauchshunden gibt.
    Wofür schätzen wir den "will to please", wenn wir alles rein mit Konditionierung machen können?


    Wenn ich im Raum oder 2h auf dem Tennisplatz bin, schaut Pepper mich an...er ist immer "bei mir".

    Klar, bringt er auch mal jemand anderes den Ball...aber wenn ich mich räusper oder eine Anweisung gebe, macht
    er das, ohne zu zögern.
    Er hat nie ein Leckerchen gesehen, weil die ihn nicht interessieren.
    Spielzeug ok, aber wenn ich sage "liegenlassen, weitergehen" dreht er sich um und geht, ohne einen Blick zurück.


    Ich hab das andere Ende des Themas, nämlich die Konditionierung vernachlässigt 8o

    Einfach weil ich zu faul und ein bisschen zu doof dazu bin.

    Deshalb kann mein Hund auch nix...außer mir jeden Stock im Wald bringen, damit ich ihn wegwerfe oder verstecke :/

    Aber was er macht, macht er für mich und würde das auch wohl für Dich tun, weil er "erzogen" ist und nicht, weil Du den Klicker drückst.
    Und wenn Du jetzt sagst "jaaa aber das er das macht wurde konditioniert. Sicher, er musste irgendwann mal verstehen, was ich von ihm will. Macht er es nicht, gab´s nen Anschiss, machte er es, gab´s nix.
    Das Maline und tanja_and_pets war mein Versäumniss.


    Ich habe dieses soziale, das emotionale zu wenig gewichtet, weil ich als Mensch einfach dazu anfangs noch nicht fähig war. Ich hatte einfach nur Glück, das dieser Hund sich so felsenfest für mich entschieden hat.
    Vielleicht war es auch die klare Linie (Sicherheit, Planungssicherheit), die das bewirkt hat.

    Zerrgeln ohne sozialen Aspekt ist reine Konfrontation.

    So jedenfalls verstehe ich das, was Thomas Baumann da transportiert. :S

    Die abschliessenden Worte von TB gefallen mir sehr, da finde ich mich wieder.


    Sehr erfrischend auch seine Einstellung zu rein positivem Training.

    Wollte nochmal kurz zurück zu Thomas Baumann.

    Mir gefällt richtig gut, das er seine Aussagen mit dedizierten Videos untermauert.

    Mich hat schon damals sein Video mit Pablo total geflasht. Hatte ich so noch nie gesehen, geschweige hätte
    ich es ohne seine Erklärungen und Kommentare verstanden, was da passiert. :thumbup:

    Ansonsten finde ich seine klare Haltung auch sehr erfrischend.
    Wir haben hier ja schon oft über Bindung vs. Konditionierung diskutiert.
    Seine Beispiele zeigen m.E. deutlich wo da die Unterschiede liegen und das eben nicht
    ALLES Konditionierung istbzw. auch nicht sein sollte.


    Dabei möchte ich das eine nicht gegen das andere ab- oder aufwertet sehen.

    Er macht an einer Stelle ja auch klar den Unterschied zwischen Sport und Alltagfunktionalität des Hundes.


    Beziehung trainieren? Jap. Liebe geht durch den Magen....

    Halte ich für sehr gefährlich...je nach Grundcharakter des Hundes hast Du dann auch schnell einen
    Oppotunisten kreiert. :D


    Bei mir heisst alles gleich, nämlich Training. Erziehung ist Training, Beziehung ist Training, Spielen ist Training und alles im Alltag ist ebenfalls Training. 8o Futter- und Balljunkies sind sie von Natur aus, man muss das einfach nur vernünftig nutzen.

    Das sehe ich genau so. ALLES ist Training, oder wie Jessat es mal formuliert hat: Training ist immer!

    Das ist aus meiner Sicht auch der größte Fehler, der passiert und wo soviel Potential liegen gelassen wird.
    Und das meine ich nicht verurteilend. Ein Familienhund, wo im täglichen To-Do der Menschen soviel zu managen ist, wird nie so "trainiert" werden wie bei einem Pepper, bei dem sich Herrchen 24/7 Gedanken darüber machen kann, wie er die Beziehung zu seinem ersten DSH positiv beeinflussen kann. :rolleyes:

    Ich hab mal meine Kernsätze aus dem Video rausgeschrieben:

    "Konditionierung gilt als primitivste Form des Lernens.
    Bei den Basics im Gehorsam oder der Zielobjektsuche ist immer wieder Konditionierung dabei, aber
    höchste Priorität hat immer die soziale-emotional erzieherische Basis.
    Damit ist Erziehung die wertvollste Art des Lernens."

    Hunde die viel Konditioniert und wenig erzogen werden, haben einen stark ausgeprägten matereiellen Fokus (Spielzeug, Leckerli), sprich die Orientierung des Hundes gilt recht einseitig fokussiert dem Spielzeug
    und die soziale Orientierung interessiert den Hund nicht."


    Diese soziale Komponente hat TB schonmal in einem Video zum Zerrgeln erklärt.
    Das hat mir so die Augen geöffnet, was ich da bisher vernachlässigt habe, das hat mich ziemlich traurig gemacht.:-(

    Die Vevor sieht gut aus und ist bis 68kg zugelassen, meiner wiegt ja nur etwas über vierzig.

    Vielleicht hat die hier jemand zufällig im gebrauch.

    Vevor habe ich auf einem Hundespaziergang bei jemand anderem kennengelernt und fand die super praktisch, weil klappbar.

    Machte auch einen wertigen Eindruck.


    Persönlich hab ich die ersten 3 Jahre eine ausziehbare Rampe genutzt. Allerdings wiegt die gut das 4-fache der Vevir Treppe 🤷🏻

    sie hat keine Box, würde in der aber auch bellen, da bin ich mir sicher


    da sie ein Großteil des Tages mein Schatten ist, ist es oft so, dass ich es ja unterbinden kann, aber es wäre natürlich schon schöner, wenn sie weniger auslösen würde und vor allem auch dann nicht wenn ich nicht direkt "Druck" machen kann weil ich zu weit weg bin

    Die Box wäre mir einen Versuch wert.

    Auch das sie Dir - so interpretiere ich das mal - 3/4 des Tages hinterher läuft, ist ja eher ungewöhnlich.

    Sowas würde ich bei Pepper auch nicht dulden.

    Der Sack ist eh schon sehr präsent in meinem Leben, da brauche ich auch Raum für mich, in dem er mich nicht anschaut oder mit in den Hacken steht :D


    Gibt es eigentlich sowas wie einen Kontrollzwang bei Hunden?

    Für mich fehlt mehr Info zu dem "warum".

    Lexy ist ja jetzt keine nervlich total angekratzte Mali-Hündin, die dauernd überreagiert, weil es in
    Ihrer Genetik so verankert ist.


    Es war ja auch schon immer so, es ist so als ob sie erst reagiert und gar nicht erst nachdenkt was/wer da kommt. Der Reiz löst die Reaktion aus und dazwischen wird nicht nachgedacht ob der Reiz überhaupt eine Reaktion erfordert.

    Wenn sie dieses Verhalten bereits früher als junger Hund oder gar Welpe gezeigt hat, gab es da ein Bedürfnis das aus ihrer Sicht nicht befriedigt wurde? Oder hat sie etwas falsch verknüpft?


    Ich hatte das früher schonmal angedeutet, dass ich es erstaunlich finde für einen solchen Hund, dass er nach 7 Jahren immer noch nicht weiss die Geräusche die wir im Haus machen einzuschätzen und nicht zu reagieren, wenn sie merkt das wir es sind.

    Das würde ich ausschließen. Sie wird das für sich persönlich genau richtig einschätzen.
    Woher sollte sonst die Kostanz in ihrem Verhalten kommen? :/


    Es ist sicher ein Teil ihrem sehr stark ausgeprägtem Territorialverhalten geschuldet, da sich da von Anfang an was eingeprägt hat wie "bei Geräuschen im Haus muss ich es verscheuchen - sofort", aber es gibt keinen Lerneffekt, das es so sinnlos ist wenn wir uns im Haus bewegen anzuschlagen :-/

    Na ich weiß nicht. Mir fehlt da die Erfahrung, um ehrlich zu sein. Trotzdem fällt es mir schwer zu glauben, das ein Hund
    mit starkem Territorialverhalten nicht weiß, wo sein Territorium anfängt und wo es aufhört.
    Am Gartenzaun bellen, ok.
    An der Haustür bellen, ok.
    Aber im Haus wenn jemand den Raum verlässt und nach oben geht?
    Hunde riechen, ob jemand der zum Rudel gehört präsent, also im Haus ist. Und solange jemand von der obersten Heeresleitung präsent ist, braucht es kein Territorialverhalten, sprich bellen.


    Das mein Mann wenn ich mich im Haus bewege und nach oben komme mit ihr spricht und zu ihr sagt gleich kommt Frauchen, baut leider noch mehr Spannung auf die sich dann erst recht entlädt :(

    Das spricht für mich ebenfalls dafür, das es nichts mit Territorialverhalten zutun hat.


    Wir haben Lexy ja in Waldbrunn nur kurz im Zusammenspiel mit Pepper kennengelernt und es ist immer leicht ein schnelles und einfaches Urteil zu fällen.

    Wenn ich mich recht erinnere, ging sie - als wir die beiden auf dem Nachbarfeld frei laufen ließen - zuerst profilaxtisch nach vorne. Als sie dann merkte, das von Pepper keine Gefahr ausgeht, hat sie ihn sogar irgendwann zum Spiel aufgefordert. Dabei suchte sie aber immer wieder Kontakt zu Dir nette (und suchte Schutz?).

    Vermutlich ist es komplexer und nur ein Anteil von ihrem aktuellen Verhalten könnte eine gewisse Unsicherheit sein.


    Es wurde dann besser als ich sie einfach konstant gestreichelt habe, wenn sie gebellt habe einfach zur Beruhigung und dann habe ich sie noch ermutigt und generell so ein bisschen gefeiert, wenn sie nur so diese leisen Mini wuffer gemacht hat. Oft schaue ich auch selbst mal aus dem Fenster was los ist und erkläre ihr dann das wir überleben werden, aber das man ja auch wirklich nie wissen kann.

    So habe ich es bei Pepper bei den wenigen Situationen, wo er im Haus plötzlich die Ohren Richtung Tür gespitzt hat, auch gemacht. Er hatte sich dann aufgerichtet oder ist sogar aufgestanden, als wir im Wohnzimmer saßen, hat Richtung Haustür geschaut und kurz "gebufft".

    Danach schaute er mich an.

    Da ich im Verhältnis zum Hund eher schwerhörig bin :D , hatte ich natürlich nix gehört.
    Egal, "bleib" gesagt, zur Tür gegangen, Tür geöffnet und sehr konzentriert nach rechts und links geschaut.

    Dann Hund gerufen, mit ihm zusammen geschaut und ruhig mit ihm gesprochen "schau Dicker, alles in Ordnung".

    ERGÄNZUNG: Will sagen, nur weil wir aus Menschensicht in einer Situation kein Problem sehen, beurteilt der Hund das vielleicht völlig anders und wir müssen dem Hund in einer, für ihn adäquaten Weise reagieren und zeigen, das wir die Lage unter Kontrolle haben.
    Machen wir das dann nicht, wir er uns das in der Sache (oder im schlimmsten Fall generell) nicht mehr zutrauen und selbst reagieren. So zumindest meine grundsätzliche Herangehensweise an die Gedankenwelt meines Hundes. :)


    Jetzt ist ein nicht bellender, von Natur aus ruhiger Pepper natürlich keine Herausforderung.

    Will damit nur sagen das ich der Meinung bin, das ein Hund der "klar im Kopf" ist immer einen Grund für sein Verhalten hat, welches es rauszufinden gilt.


    Vielleicht habt ihr einen Trainer in der Nähe, den ihr mal nach Hause holen könnt. Oft sieht ein Externer Dinge, für wir im täglichen Alltag inzwischen blind geworden sind.
    Ich drück euch die Daumen!

    Axman Milben kann ich mir gut vorstellen. Die überleben ja u.U. auch in Decken oder gemeinsam genutzen Kuschelecken. :thumbup:


    Von uns kann ich sagen, das es meist eine Kette von Umständen ist, die dazu führen das ich mal an ein Ohr ran muss.

    Entweder der Kollege musste mit seinen Löffeln wieder durchs hohe Gestrüpp und da ist irgendwas reingefallen, und sei es irgendwas kleines. Dieser Schmodder der da sonst so drin ist klebt ja auch ganz nett mal was fest.
    Zu Hause juckt ihn das dann irgendwann und er fängt an, sich den halben Hinterlauf mit Krallen voran in´s Ohr zu stecken und zu kratzen.
    Dann unterbinde ich das, wenn er vehement weitermacht, spüle ich es ihm mit otoPiú aus, das reicht dann so meist.

    Nachts bekomme ich das aber nicht mit und dann kann es passieren, das er sich da im Ohr ne Stelle wund kratzt.
    Dann kann es darin enden das wir zum Tierarzt müssen, um da diese weiße Paste reinzudrücken.

    Aber das das Ohr stinkt hatten wir noch nie...dann ist m.E. aber auch schon höchste Eisenbahn.

    Och komm bitte... an Katzen-Freigängern in der Nachbarschaft steckt sich mein Hund mit Ohr-Hefen an? Echt jetzt?


    Aber klar, welcher Schäferhund kennt das nicht...man streift so durchs Dickicht und zack, steckt einem ein Zweig im Ohr, mit dem sich Kater Karlo von nebenan gerade in den Ohren gekratzt hat. 🤨


    Und wenn es draußen sehr trocken ist, werden sie zu Flug-Hefen und sammeln sich in den Löffeln des DSH.

    Was ist das? 🤔