Axman
  • aus Spanien
  • Mitglied seit 13. Januar 2022

Beiträge von Axman

    Einfach von oben nach unten durch alles inklusive Rohr durchbohren, die Schrauben an der Unterseite des Rohres mit Muttern festziehen

    Es gibt Hoffnung!! Axel ist jetzt bald 4 und seit ca 1 knappen Jahr ist er erwachsen, mental und körperlich. Er wird nie ein ruhiger Hund sein, aber all die Dinge, die er gelernt hat kann er jetzt gut umsetzen und anwenden, er kann sich kontrollieren bzw kontrollieren lassen.

    Aber ich will nicht tauschen gegen einen ruhigeren Hund! All diese wahnsinns Freude an Training und Arbeit, immer 100% dabei und Einsatz, das ist schon ein Geschenk. :)

    Dein Hund klingt so, als würde er auch unheimlich leicht übererregt sein, also emotional hochfahren auf Reize und dann kommt er mit sich selber nicht mehr klar, Hirn schaltet zum grossen Teil aus.


    Das ist besonders in diesem Alter wohl ganz extrem, wenn die Hunde eh schon diese Neigung haben. Da kann es sogar zu so Situationen kommen, wo sie total ausser sich um sich schnappen, nach allem was gerade verfügbar ist.


    Das kann leicht unter Aggression oder Dickköpfigkeit eingeordnet werden, ist aber eher ein "sich in Reizen, Trieben und Instinkten verlieren" weil der Hund es (noch) nicht sortieren kann. Natürlich kann ausserdem auch eine Resourcenverteidigung reinspielen, sind aber verschiedene Paar Schuhe.


    Bei Axel kommt noch eine extreme Reaktion auf Schmerz hinzu. Tut ihm etwas weh, mutiert er zur reissenden Bestie. In meinen Augen ebenfalls eine übertriebene Reaktion auf einen Reiz den er in dem Moment nicht einordnen kann.


    Man kann natürlich schwer beurteilen, woran es bei euch tatsächlich liegt, aber ich würde auch auf jeden Fall Abstand von körperlichen Auseinandersetzungen nehmen. Lieber Routine, Sicherheit und Sturköpfigkeit von Seiten des Hundeführers. Ausdiskutieren kann man es normalerweise auch, indem man einfach immer der Sturere ist. Da muss man aber dann auch Kleinlich sein und gelassen auf jedem Millimeter beharren.

    Inzwischen wieder recht flott, also zu langsam gehen wir nicht, ich würde schon sagen, gutes Tempo, sie trabt auch neben mir her, ist also meistens im Takt.

    :thumbup:

    Ich meinte vor allem, dein Tempo bei der Arbeit an sich, Wechsel und Übergänge in der Übung, Belohnung verabreichen, Timing, geplanter Abbruch, Wiederansatz, etc.


    Aber ja, ich bin ganz bei Waschbär es gibt einfach zu viele Dinge die man sehen müsste. Die DU bestimmt selber sehen kannst. Sich selber so oft wie möglich filmen ist soooooo nützlich

    Crazys Sache sind die Übungen mit Action. Ich muss wahrscheinlich die für sie langweiligen Sachen wie eben z. B. die Fußarbeit spannender machen. Ich habe beim letzten Mal mehr mit Futter bestätigt und war selbst "aufgedrehter", das nimmt sie natürlich gut mit. Aber es lässt dann halt auch sehr schnell wieder nach, wenn ich "normaler" bin. Sie spiegelt mich dabei quasi. Wenn ihre Aufmerksamkeit dann trotzdem bei mir bleiben würde, wäre ich zufrieden.

    Obwohl du selbst aufgedrehter bis, schweift ihre Aufmerksamkeit ab?


    Was mir noch einfällt ist das Arbeitstempo. Wie ist Crazys Arbeitstempo? Habt ihr das gleiche Arbeitstempo?


    Was machst du wenn Crazy sich ablenken lässt?

    Ich habe nochmal nachgedacht über intrinsische vs. extrinsische Motivation.


    Das erste ist, joa intrinsische Motivation ist super, aber ehrlich gesagt, ich glaube es gibt nur wenige Hunde die genug intrinsische Motivation haben im FUSS neben uns herzulaufen. Oder andere alberne Sachen mit uns zu machen (albern aus Hundesicht). Vielleicht ist der Unterschied zwischen Phaja und Crazy in anderen Dingen begründet? Mehr Unsicherheit bei Phaja, daher mehr Kontaktaufnahme? Oder, ja, es gibt wohl Hunde, die finden Menschen als das Interessanteste was auf dem Erdball herumkraucht.


    Klar, der Hund KANN intrinsisch motiviert sein mit uns zu sein, in unserer Nähe zu sein, von uns berührt zu werden, Interaktion mit seinem Menschen (unterschiedliche Gewichtung je nach Hund), Mensch als Rudelpartner oder -autorität kann intrinsisch motivierend sein.


    Aber reicht das, um einen Hund dazu zu bewegen, die Sachen mit uns zu machen, die wir wollen?


    Wenn ich gründlich nachdenke, muss ich zu der Einsicht gelangen, dass, nein, intrinsische Motivation reicht wahrscheinlich meistens nicht aus, um anspruchsvollere, kompliziertere Übungen für uns auszuführen.


    Ich verstehe schon, dass du Cinja , die intrinsische Motivation als Teil der Gesamtmotivation ansiehst und dein Wunsch ist, diese zu stärken aber irgendwie glaube ich, der effektivere Ansatz wäre doch, nochmal über die extrinsische Motivation nachzudenken, zu analysieren was man da verbessern kann in der Fussarbeit. Oft muss man deutlich weiter zurückgehen in der Ausbildungsstufe um der Sache an die Wurzel zu gehen, als man es sich wünschen würde.


    Abgesehen davon ist mir immer in Erinnerung, dass nach einer Zeit die Übung selbstbelohnend werden sollte, zumindest zu einem gewissen Grad. Wenn man sich jede Übung/Kommando als sekundären (tertiären......) Verstärker vorstellt, wie ein Clicker, macht das Sinn.


    Peter Scherk sagt das so schön, in seinem Buch: "Den Hoffnungspunkt verschieben". Da geht es um die Belohnung einer Übung durch die nächste Übung, weil der Hund ja jede einzelne Übung über den ganzen Zeitraum hinweg so viel belohnt bekommen hat, dass die Übung, durch die Erwartung der Belohnung einen gewissen selbstbelohnenden Status bekommt. (Thema Dopamin wurde ja in letzter Zeit gerne zitiert)


    Also ohne viel zu wissen, wie deine Trainingsarbeit aussieht, würde ich bei den extrinsischen Faktoren ansetzen, daran arbeiten, dass Crazy auch mit Beute in Aussicht in die Konzentration gehen kann. Grössere Distanz zum Motivator? Mit einfachen Übungen anfangen um ihr viele Erfolgserlebnisse zu geben, nach dem Motto "boah, ich habs geschafft mich zusammenzureissen, boah bin ich gut".


    Zurück zur Arbeit mit konkreter Ablenkung, Konzentrationsübungen, z.B. in so einfachen Dingen wie PlatzBleib, mit Ballverlockung halten, in Grundstellung kommen obwohl Ball da liegt etc. Mönsch schwierig, ich weiss ja nicht, was du alles so machst. Erzähl doch mal :)

    ICH finde Fußlaufen auch langweilig !!

    Könnte das vielleicht auch ein Grund sein, warum Django es langweilig findet? :/

    Es geschieht sehr leicht, dass die Fussarbeit langweilig gestaltet wird. Wenn man Fussarbeit zwischen verschiedenen Elementen einbaut, kommt nicht so viel Langeweile auf.

    Es sei denn man hat einen übermotivierten Hund, dann gestaltet man es langweiliger, damit er bisschen runterkommt.

    Axman:

    Du, da mach ich mir ehrlich gesagt nicht so einen Kopf drum wegen dem wischen.


    Wenn wir einen Spülmaschinentab pur lutschen, fallen wir auch tot um, gleichzeitig machen die wenigen Rückstände am Geschirr aber gar nichts. :)

    Ja, bei den Temperaturen in Deutschland ist das evtl auch nicht so Thema. Aber hier bei uns war das dann schon etwas eklig, nach ein paar Tagen sah man schon die Futter und Lutschrückstände auf dem Boden und Schrankecken in der Küche. Bei mir ist das nochmal eine Extraeinladung für Ameisen, Wespen und Fliegen etc.

    Ich muss erwähnen, dass ich überhaupt kein Sauberkeitsfanatiker bin. Echt gar nicht.

    Ich habe Axel auch eine zeitlang das Futter in der ganzen Küche verstreut.

    Dann muss man mehr putzen, weil die fettigen Rückstände bleiben am Boden, zusammen mit den Schlabberrückständen, bei unseren Temperaturen zumindest im Sommer nicht sehr hygienisch.

    Zum Bodenputzen kann man dann aber kein Reinigungsmittel benutzen, sondern möglichst nur Wasser. Wasser alleine löst aber die Fettreste nicht, also wäre das beste Dampfreinigen.

    Deshalb habe ich dann auf Schlingnapf umgestellt.

    Oh, vergessen.

    Wenn Crazy sich komplett ablenken lässt, nur weil jemand am Versteck rumhängt und nicht mit dir Verbindung halten will, würde ich knallhart sagen, "okay, anflehen tu ich dich auch nicht, dann ist hier Ende" und zum Auto gehen, Hund aufräumen. Nach ein paar Minuten wieder rausholen, gleiches nochmal testen, gleiche Prozedur. (das kann eine Weile dauern, bis die Zusammenhänge für sie klar werden und braucht Durchhaltekraft vom HF)


    Das geht nur mit einem Hund, der arbeiten WILL und im Auto bleiben beim HP als eher nachteilig empfindet, aber du sagest ja, dass Crazy ja schon ein motivierter Hund ist.


    Insgesamt, wenn Langeweile für sie doof ist, kann man das gut nutzen.