Jap, nette und @KleineMama, da wären wir wieder bei Kleinschrittig und "das Endbild ist meistens nicht das womit wir anfangen". Man braucht sich nicht an einer Methode festnageln, und sagen "so, Versuch und Irrtum oder gar nischt". Man wechselt während der Trainingseinheit und verwendet das was gerade passt.
Wenn der Hund noch nicht 3 Schritte bei mir in Position laufen kann, dann warte ich nicht bis zum 4. Schritt wo er dann wegläuft. Dann kann mein Hund eben noch keine 3 Schritte in Fussposition laufen, sondern erst 1 oder maximal 2. Und das ist auch überhaupt kein Problem. Man muss keine Angst haben, dass er in 1 Schritt, nochmal 1 Schritt, nochmal 1 Schritt etc, nicht Fuss laufen lernen würde.
Stelle dir Fusslaufen als aneinandergereihte Grundposition vor. Grundposition, zack, Belohnung, Grundposition, zack, Belohnung usw usw. Wenn der Hund die Grundposition klar hat, ich meine wirklich klar, dann kann er Fuss gehen. Weil du gehst von GP zu GP: GP...1Schritt ....GP, zack, Belohnung. Das ganze spielt sich in Momenten ab, in gaaanz kurzen Einheiten. Sekunden unter Umständen.
Eventuell ist für einen Hund, der Probleme hat die Aufmerksamkeit bei mir zu behalten, das Thema "Aufmerksamkeit bei mir" ,der Schritt, der vor dem Fussgehen kommt. Dann fange ich an mit "zu mir gucken", "zu mir kommen", "in die Nähe meiner linken Seite kommen", "noch näher an meine linke Seite kommen", "meiner linken Seite in kleinem Abstand folgen wenn ich drehe (1/2 Sekunde)", "den Popo einschwenken" etc etc, tausend Sachen die man da machen kann.
Man kann ein, ich nenne es "Endbild" oder "fertiges Bild", in 20 Pinselstriche aufspreuseln. Man tut sich leichter, wenn man sich nicht so streng an eben dieses "fertige Bild" klammert, sondern davon loslässt und an den Schritten arbeitet die einen näher zu diesem Bild hinbringen.
Wenn fehlende Aufmerksamkeit ein Thema ist, versuche ich die eigentliche Arbeit in ein Spiel, zB mit dem Ball einzustreuen, immer wieder die Arbeitsschritte auflösen und ins Ballspiel übergehen. Dann kurz, man kann es oft dem Hund einfacher machen die gesuchte Position zu finden wenn man sich selbst viel bewegt, dreht, wendet, etc.
Wie @Rudi schon sagt, es ist schwer, so auf die Entfernung, und ohne konkrete Angaben.
Aber insgesamt ist meistens der grösste Fehler beim "Fussgehen beibringen", dass man zu schnell vom Hund Fussgehen verlangt. Fussgehen ist eine wirklich schwierige Übung und braucht richtig richtig viel Zeit um zu gedeihen. Wie ein empfindlicher Sämling.