Axman
  • aus Spanien
  • Mitglied seit 13. Januar 2022

Beiträge von Axman

    Du glaubst doch nicht wirklich, dass die alle OHNE Traineren? :S

    Ich wollte höflich sein :saint:   ^^


    Zitat von Ruebchen

    Bloß weil der Vater Führerhart ist, muss Axel es ja nicht unbedingt sein.

    Ich unterscheide halt immer Härte vorne am Helfer und eben Führerhärte.

    Vielleicht hat's bei Axel nur für Härte vorne gereicht :D

    Aber wie gesagt, das ist doch das Beste was einem passieren kann.

    Ich denke schon, dass ein entsprechender Umgang mit dem Hund in der Aufzucht bereits vorhandene Härte fördern kann, aber ich glaube nicht, dass man einen von Natur aus führerharten Hund sich sensibel ziehen kann. :/

    Ja, da bin ich wirklich froh, dass bei Axel die Härte für hinten auf der Strecke geblieben ist ^^ ^^ Wir hatten nur einmal eine Meinungsverschiedenheit auf dem Workshop im November und da hat er doch schnell eingesehen, dass es besser miteinander als gegeneinander funktioniert. Die Mischung ist wirklich perfekt.

    Ich finde nicht, dass das weit aus dem Fenster gelehnt ist. Wie gesagt, das war der Grund warum 2 Geschwister von Ero verkauft wurden. Der SD war eigentlich super, aber sie waren in der UO und in den Gehorsamsteilen des SD "zu weich für den Führer". Und das waren nichtmal alte Hasen, die waren beide Anfang 30. Ich glaube nicht, dass es an der Fähigkeit hapert, sondern an der Bereitschaft umzudenken.

    Beide haben mittlerweile neue Hunde.

    Anscheinend kann man auf denen rumkloppen ohne dass sie kuschen.

    Und in 4 Jahren werden diewahrscheinlich wieder verkauft, weil "zu hart und dominant, machen kein AUS mehr" :D :S

    Tja schade, offenbar gibt es viele junge alte Hasen. Dann gehöre ich wohl zu den alten jungen Hasen. :D :D Am Wochenende auf dem Turnier gab es auch etliche alte Hasen. Wie deutlich man sehen konnte auf welche Weise die Hunde gearbeitet werden!!


    Das tollste war, der als einziger mit einem Vorzüglich im Schutzdienst nach Hause ging, war ein HF und Trainer, der nachweislich nur mit "glücklichen" Hunden arbeitet. Ein Genuss zu sehen! Der Hund hatte, deutlich erkennbar, einen riesen Spass, und trotzdem waren die AUS perfekt. Im Gegensatz zu denen von den Brüllern, brüllen reicht wohl irgendwann nicht mehr. 8o


    Ich hoffe noch auf mehr Leute zu treffen, die ihre Hunde deshalb in IGP trainieren, weil es den Hunden Spass macht und sie erfüllt.


    Ich träume davon Axel auf ein gutes Niveau zu bringen ohne Hilfsmittel, nur durch durchdachtes Training. Mein Vertrag mit mir selbst ist, an dem Punkt aufzuhören wo ich sehe, dass es ohne Hilfsmittel nicht mehr weitergeht.

    Ja, ich hoffe, dass das noch viele andere Leute an wichtigen Positionen im Hundesport rechtzeitig erkennen. Wahrscheinlich nicht. Es geht einfach zu vielen um Ruhm und Geld.


    Harte, komromisslose Hunde sind nicht nur in Spanien beliebt. Auch in DE und AT (eigentlich überall :D) stehen solche Hunde, besonders entsprechende Deckrüden, hoch im Kurs.

    Immer noch härter, extremer, aggressiver müssen sie sein.

    Das ist eigentlich ziemlich interessant für mich. Es bedeutet für mich im Umkehrschluss, dass auch solche Hunde ohne Stachel- und Elektrohalsbänder bis auf internationales Niveau trainierbar sind. Österreicher (und auch andere stachel- und elektrofreie Nationen) mischen doch immer ganz vorne mit. :/ Oder entgeht mir da was? Denke ich einfach zu ehrlich? ^^


    Mir wollte man bisher immer verkaufen, dass Hunde die so extrem hart, aggressiv und unsensibel sind, schlicht und einfach ohne entsprechende Hilfsmittel nicht trainierbar sind, bzw. nicht kontrollierbar, zumindest auf höherem Turnierniveau nicht.


    Ich will mich hier mal outen. Ich bin eigentlich gar kein totaler Gegner vom Elektrohalsband. Ich glaube dass die Dinger, mit den Einstellungen die sie heute bieten, eigentlich ganz toll sind. Sie erfordern einen Trainer, der sich sehr gut auskennt mit Lernpsychologie und Hundeverhalten und Training, aber dann bieten sie Möglichkeiten des Trainings die an Grobheit weit UNTER Halsband und Leine in den Händen von Otto Normal HH liegen. Aber ok.


    Absolut total bei dir!!!!

    Ich habe mit Axel auch diese fantastische Konstellation erwischt! Ich wusste es Anfangs nicht, aber als Helfer und Profitrainer immer wieder schwärmten von Axels Aggression und Kampfbereitschaft, und ich "waaas, mein Axelchen Aggressiooon?" Mittlerweile habe ich verstanden wie das gemeint ist. Mein Helfer sagt: "Ja klar, du merkst nicht was da rüber kommt, du stehst am anderem Ende von deinem Hund"


    Ich bin zwar erst am Anfang, aber ich LIEBE es auch bereits. So sehr, dass ich Angst habe, wenn Axel ca 5 Jahre alt ist und ich wieder einen Welpen möchte, dieser nicht so ist.


    Gestern war ich auf der Selectiva de la Comunidad Valenciana, die Qualifikation für die Teilnahme an den Prüfungen auf nationalem Niveau. Landesmeisterschaft? Wie funktioniert das in D oder Ö?


    Dort habe ich den Besitzer von Axels Vater getroffen und wir haben uns unterhalten über wie sich die beiden ähneln bzw unterscheiden. Er meinte er sei sehr zufrieden mit Axels Vater, denn er brauche einen "harten" Hund, denn er selbst sei nicht zu besonders viel Sensibilität fähig und er brauche einen Hund der nicht so schnell etwas übelnimmt.


    Das brachte mich zum nachdenken. In meinen Augen ist Axel kein "harter" Hund, obwohl alle immer, schon als er klein war, behaupteten "tienes un perro muy duro", "du hast einen sehr harten Hund". Also entweder ist Axel nicht "hart" oder es können auch "harte" Hunde sensibel bzw. gut lenkbar sein. Hat es evtl doch mit entprechender Vorabeit vom Welpenalter an zu tun? oder mit der Art des Trainings?


    Glauben vielleicht viele, die schon Erfahrung im IGP Hundesport haben gar nicht daran, dass es auch Hunde gibt die beides sein können? Aggressiv und kampfbereit vorne, aber sensibel und Führig am anderen Ende?


    Oder, und jetzt lehne ich mich mal ganz weit raus: Gibt es unter den alten Hasen vielleicht zu wenige die über die Fähigkeiten verfügen auf andere Weise zu trainieren? Die erst "Übertreten" müssten in eine andere Glaubensfraktion und das hiesse umlernen? Dazu aber nicht bereit sind und deshalb passende Hunde für ihren harten Stil brauchen?

    Man kann auch mit einem stabilen Schlüsselring einen Zugstopp in das ganz normale Kettenhalsband einbauen.

    Ja genau, so einen zusätzlichen Ring habe ich dran gemacht.

    Es ist nicht notwendig eigentlich, weil die Leine kann man ja so einhängen dass sich nichts zuzieht. Aber mit dem Ring kann sich auch nichts zuziehen falls er wo hängen bleibt oder so.

    Ich weiss, sicherlich unnötig aber ich hatte so einen starken Schlüsselring rumliegen

    Ich bin auch sehr angetan von Axels erstem "fur saver" Halsband. Der englische Ausdruck Fellschoner ist wirklich passend.


    Ich habe es gekauft wegen der Vorschriften bei Prüfungen, aber ich muss sagen, ein sehr angenehmes Halsband. Kühl im Sommer, macht keinen Abdruck im Fell, bleibt nicht nass nach dem Schwimmen, liegt locker am Hals, wirkt leicht und geschmeidig. Ich habe einen Zugstop reingemacht.


    Axel scheint es zu mögen, bzw. ist es ihm schnuppe. Ich werte das als Ausdruck seiner Zufriedenheit.

    Hallo,

    ich hatte gestern eine interessante Unterhaltung mit einem Freund und Trainingskameraden, der auch gleichzeitig mein SD-Helfer für Axel ist.

    Wir unterhielten uns über seinen neuen Welpen, jetzt gerade 6 Monate alt, und mein Kamerad erzählte mir wie extrem unterschiedlich vom Temperament dieser kleine Kerl sei, im Vergleich zu den anderen Hunden die er hat.


    Er meinte, der Kleine fürchte weder Tod noch Teufel, wäre sehr unabhängig und in allem was er tut, obsessiv und stur. Gleichzeitig wäre er aber geil auf Arbeit, im Sinne von Futter oder (Beiss)spielzeug verdienen, und hätte mein Kumpel nicht konsequent von Anfang an die Methode "Futter Verdienen" angewendet, würde der Kleine ihn nicht mit dem Ar...... anschauen beim Training :D Er hat den Kleinen gerade zum ersten Mal einem befreundeten Figuranten vorgestellt und die beiden waren von den Socken über die Unerschrockenheit und Entschlossenheit in solch zartem Alter.


    Die Abstammung der kleinen "Bestie"😍, ist von in Spanien sehr bewährten Linien die üblicherweise bei den Oberen der IGP Ranglisten zum Einsatz kommen. Ich erwähnte schon mal, dass beinharte Hunde hier sehr beliebt sind, weil sie harte Einwirkung im Training wegstecken können, also das Gegenteil von Sensibel.


    Wir sprachen über Sinn und Zweck der Zucht von Hunden mit solcher Genetik unter dem Gesichtspunkt der sich stetig entwickelnden ethischen Ansprüche an den Umgang mit Tieren, weil man u.U. damit rechnen muss, dass ein solcher Hund evtl an einem bestimmten Punkt in der SD Ausbildung, nicht unbedingt mit Leckerli und Spieli zu beeindrucken sein könnte.


    Im Internet habe ich bei amerikanischen Trainern schon gehört, dass sie Hunde die "Handler Sensitive" sind, also sensibel auf Einwirkung ihres HF reagieren, ablehnen, und die Entwicklung in der Zucht hin zu sensibleren Hunden in den Arbeitslinien nicht gut finden.


    Wir sprachen gestern, dass wir glauben, dass aber wahrscheinlich, der einzige Weg Beisssportarten in Zukunft am Leben erhalten zu können, der ist, relativ sensible Hunden, die sich gut lenken und leiten lassen zu züchten.


    Was fällt euch dazu ein?

    Hab eine vergessen die bei kleinen/jungen (beissenden) Welpen oder Hunden geringer Grösse gut funktioniert:


    Hochheben und am Rumpf mit beiden Händen festhalten (falls er um sich beisst) vom Körper weghalten.


    Bei allen Blockaden gilt: möglichst keine Emotion, kein Reden, kein Beruhigen oder Mahnen. Einfach diese körperlich einschränkende Situation schaffen und den Hund sich damit auseinandersetzen lassen.


    Dafür wurde ich in einem anderen Forum, äh, nicht sehr nett behandelt.

    die Möglichkeiten die HSH oben vorgeschlagen hat würde ich nicht als Gewalt in der Hundeerziehung bezeichnen, um der es in diesem Thread ja geht, wenn rechtzeitig ausgeführt und wenn sich die Persönlichkeit des HH über ihre körperlichen und mentalen Kräfte bewusst ist den Hund evtl. bis zu 10 Minuten oder länger, ruhig auf dem Rücken zu halten und evtl. Reaktionen wie sie @Azemba befürchtet, widerstehen zu können. Das Problem, die Schwierigkeit und Herausforderung bei dieser Vorgehensweise ist dass HH nicht hochdreht wenn der Hund hochdreht und evtl um sich schnappt. Wahrscheinlich für viele HH mit Vorsicht zu empfehlen?

    Ich bin der Meinung es muss nicht "auf den Rücken legen" sein. Aber "Blockieren" JA


    Gehörte auch zu Axels "Grundausbildung". Bei übermässiger Aufführerei, auf die Leine stellen, sodass der Hund ins Liegen befördert wird und so lange drauf stehen bleiben bis Ruhe einkehrt. Fuss von der Leine nehmen, wenn Hund wieder anfängt mit randalieren: selbe Prozedur. Das wäre die "Fuss auf Leine" Blockade.


    Eine weitere Blockade ist "am Halsband fixieren". Der Hund wird am Halsband festgehalten, sodass es unangenehm für ihn ist, leicht nach oben.(Ich spreche nicht von Vorderbeine in der Luft und würgen!)


    Das Problem mit den Blockaden ist in Deutschland wohl, wenn dich einer dabei sieht haste wahrscheinlich schnell eine Anzeige. Ich hatte auch davon Abstand genommen diese Methoden hier zu nennen, denn ich wollte nicht als Neue im Forum womöglich einen Shitstorm auslösen.


    Blockaden sind ganz fantastisch. Konsequent angewendet bei Welpen und Junghunden wirken sie Wunder, sind frei von Emotionen und Schimpferei und tun nicht weh.

    Was wir oft vergessen, ist, dass die Methoden die man anwendet auch zum Halter passen müssen. Nicht alle Halter (HF) können mit allen Methoden umgehen. Einem "weichen" Menschen (ich meine das nicht bewertend) kann man keine harten Methoden aufbürden (ich meine nicht hart im Sinne von brutal, auch hier keine Wertung, nur Veranschaulichung). Viel zu wenig in der Hundeerziehung haben wir die Persönlichkeit der Person auf dem Plan.

    Was dann im Umkehrschluß bedeutet das nicht jeder Halter jeden Hund auch halten kann/halten sollte. Vielleicht wäre es dann besser, anstelle von Erziehungstipps zu geben, öfter auch mal zur Abgabe in geeignetere Hände zu raten? :/


    Ich stell mir grad die Reaktionen vor ... ^^

    Da wären wir wieder bei dem Leidensdruck den du genannt hast. 😉 Ich bin auf jeden Fall dafür, Leuten zu empfehlen ein neues Zuhause für den Hund zu suchen wenn die Situation für Hund und Halter so belastend ist, dass Stress einen so grossen Teil des Lebens einnimmt, dass es ungesund für alle Beteiligten ist.


    Hier im Forum hatte ich nicht den Eindruck dass dies so wäre, eher, dass die Personen versuchen ein bestimmtes Verhalten ihres Hundes zu verbessern. Im Sinne von "es ist doof, dass das (noch) nicht besser klappt" oder "es wäre schön wenn wir das hinkriegen könnten" , "es nervt, deshalb arbeiten wir an einer Verbesserung" und NICHT "es ist unerträglich und wir verzweifeln" oder "wir können nicht normal leben, wir können nur nachts spazieren gehen" etc

    Hier die Methode eines mir bekannten Hundetrainers zum Aufbau einer starken Bindung zwischen Hund und Trainer und einer guten Arbeitseinstellung. Ich weiss, solche Methoden sind bei vielen Leuten nicht besonders beliebt. Ich erkläre es trotzdem neutral und bewertungsfrei zur Information,


    Der Hund bekommt seine komplette Tagesration Futter aus der Hand, während den mehrmals am Tag stattfindenden Übungseinheiten. Wenn der Hund abschweift und seine Aufmerksamkeit während einer Übungseinheit anderen Dingen widmet als seinem menschlichen Trainingspartner, wird die Übungseinheit abgebrochen und es gibt kein Futter und keine weitere Ü-Einheit mehr an diesem Tag. Laut dem Hundetrainer kommt es wenn überhaupt nur sehr kurzzeitig mal am Anfang zu Abschweifung oder Desinteresse, das Konzept begreift der Hund sehr schnell.


    Habe ich damit gearbeitet? War mit Axel nicht notwendig aber ich habe es einer Bekannten mit einem Angsthund empfohlen. Hat Wunder gewirkt.

    Würde ich damit arbeiten? Ja

    Unter welchen Umständen würde ich damit arbeiten? Hunde die zur Verbesserung ihrer Lebensqualität lernen müssen, dass der Mensch der wichtigste Bestandteil ihres Lebens ist und das alles im Hundeleben nur über und durch den Menschen stattfindet.

    Waaaa, Luna ich wollte ja genau NICHT, dass sich das was ich geschrieben habe so anhört als hätte der Halter, HF, versagt😲


    Ich wollte nur prinzipiell ausdrücken, dass es verschiedene Methoden und Wege gibt ans Ziel zu gelangen und welchen man wählt eben auch von den persönlichen Vorlieben, Einstellungen und Anlagen des Einzelnen abhängt.


    Mein Weg mit Axel war 1. der Null 8 15 Gegenkonditionierungs Weg. Guck mal ein Hund! -->Jippi, lecker Fressi oder Spielzeug aber Spielzeug war bei ihm nicht so gut, denn wenn er im Beutetrieb drin ist plus erhöhte Erregung durch spielen, dann existiert die Umwelt nicht mehr. Futter auf den Boden werfen ist auch eine gute Sache. Verlangen nach Futter kann erhöht werden, durch entweder ultraleckeres Zeug, wo man Zuhause schon drauf hin arbeiten kann und/oder für Futter arbeiten lassen.


    2. Hatte Axel nie Spielzeug zur freien Verfügung, nur Kauknochen (diese Nylondinger) und ich habe mit ihm von Anfang an ausgiebig an Impulskontrolle gearbeitet und naja halt seine sonstige Grundausbildung in Obedience. Wir hatten dabei die Methode A - B - C. Die besagt: Hund ist A und will C also muss er über B gehen, B bin ICH. Heisst also Hund lernt von Anfang an "nix geht ohne die Olle"


    Axel hat einen spektakulären Rückruf, das war eines der ersten Dinge die wir geübt haben und naja Impulskontrolle Impulskontrolle Impulskontrolle. Das war und ist ein sehr wichtiges Thema für ihn, denn er ist sehr Triebstark, relativ viele Nerven dabei, niedrige Frustrationstoleranz und seine rationale Gehirnhälfte ist nicht sooooo ausgeprägt😆


    Vielleicht wäre bei euch auch ein Hundesport hilfreich? Oft sind die Hunde mit persistierenden Problemen einfach nicht genug ausgelastet oder nicht in einer Weise wie sie es brauchen? Bitte, das ist keine Kritik oder so, ich kenne ja deine Situation nicht wirklich und sage allgemeine Dinge.


    Mantrailing, Obedience oder so etwas? Wo richtig ernsthaft gearbeitet wird. Naseneinsatz ist immer eine gute Sache für umweltsensible Hunde, aber nicht nur Schnüffelkissen oder Schnüffelspiele, sondern richtige Arbeit.


    Das IGP Training hat seeehr zu Axels Selbstbewusstsein beigetragen. Vorher die Obedience war gut für den Anfang aber dann stellte sich heraus, dass da doch noch ein paar Anlagen in Axel schlummerten die gerne was zu tun hätten.

    Wenn alle Hunde immer gleich auf die gleichen Methoden von den gleichen Trainern ansprechen würden, dann wären immer die gleichen Hundesportler auf dem Treppchen in den Wettbewerben.😎


    Ich vertrete hier einfach mal die Meinung, dass es natürlich ganz klar AUCH die Zusammensetzung des Hund/Halter Teams ist. Des Umfeldes. Der Bedingungen. Der Erfahrungen.


    Axel war auch mein erster leinenreaktiver Hund und wie ich schrieb ist er mein 11ter Hund etc etc. Mittlerweile kann ich ihn überall mit hinnehmen, er hat ein vorzügliches Benehmen an der Leine etc, aber es war einiges an Arbeit nötig. In meinem Falle eine Mischung aus Gegenkonditionierung (die übrigens Klassische Konditionierung ist, nicht Positive Verstärkung) und meinen, dem Hund vermittelten Ansprüchen, dass ich es nicht toleriere wenn er sich an der Leine aufführt.


    Der Züchter (mit dem ich regelmässig Kontakt habe) hat mir erzählt, dass, als er die kleinen Welpen zum erstem Mal zum Tierarzt gebracht hat, Axel der einzige war, der sich auf die Käfigtür gestürzt hat und versucht hat sie aufzubeissen. Er auch der einzige des Wurfes war, der sein Futter nicht gefressen, sondern eingesaugt hat als gäbe es kein Morgen. Axels Bruder Odin, den ich auch kenne, war von Anfang an relaxed gegenüber anderen Hunden aber leider auch gegenüber den Erziehungsversuchen seiner Halter. Er trägt das Prädikat "Stur".😆


    Was wir oft vergessen, ist, dass die Methoden die man anwendet auch zum Halter passen müssen. Nicht alle Halter (HF) können mit allen Methoden umgehen. Einem "weichen" Menschen (ich meine das nicht bewertend) kann man keine harten Methoden aufbürden (ich meine nicht hart im Sinne von brutal, auch hier keine Wertung, nur Veranschaulichung). Viel zu wenig in der Hundeerziehung haben wir die Persönlichkeit der Person auf dem Plan.


    Also, Methode muss zu handhaben sein für das jeweilige Person/Hund Team.


    PS Ich möchte nochmal sagen, dass "können nicht umgehen" bitte nicht als bewertend angesehen werden soll. Ich meine es nicht als eine Fähigkeit in dem Sinne, sondern eine Charakter- bzw Temperamentseigenschaft.

    Welche Art von Belohnung gebt ihr wenn ihr an der Umkonditionierung arbeitet?

    Wo gebt ihr die Belohnung?

    Wie ist der Ablauf?


    Es ist manchmal wenniger zielführend als man sich wünscht, wenn man nach der Ursache forscht und sich den Kopf zerbricht über das Warum. Unter Umständen verunsichert es uns sogar noch weiter, weil wir das Gefühl haben könnten "Ja, aber er hat halt dies oder jenes schon erlebt, oder war es vielleicht doch was anderes"


    Das trägt natürlich nicht dazu bei, unser eigenes Auftreten sicher und bestimmt zu machen.


    Manchmal verändert sich auch die Emotion unseres Hundes im Laufe der Zeit und was eingangs "nur" Frustration war ist plötzlich zu Aggression geworden. Anfangs wäre unser Hund vielleicht bei tatsächlichem Aufeinandertreffen mit dem anderen Hund noch freundlich oder neutral oder interessiert gewesen aber plötzlich würde er vielleicht seinen aufgestauten Emotionen freien Lauf lassen und zupacken.