Die letzten Kommentare habe ich nicht mehr gelesen, aber so wie sich das Problem liest, ist das Futter in der Hand Bestandteil des Lernbildes für den Hund geworden. Futter weg - Bild weg, Übung Ende, aus seiner Sicht.
Futtertreiben ist sicherlich eine gute Methode, aber ich habe schon einige Leute gesehen bei denen es nicht (gut) funktioniert. Ein Grund könnte sein, dass der Hund wenn er das Futter so dicht vor der Nase hat sein Gehirn abschaltet und deshalb die eigentliche Übung nicht registriert.
Deshalb glaube ich, Futtertreiben ist bei offenbar gar nicht so wenigen Hunden nur ein Startpunkt und sollte nicht lange beibehalten werden, also bald auf andere Technik umsteigen und den Hund übers Verstehen trainnieren.
Es ist sowieso IMMER ein Puzzlestück zwischen Futtertreiben und Futtertreiben absetzen. Da gehen die meisten Hunde nochmal einen Schritt zurück, bzw. "tun so" als ob sie noch nie was von der Übung gehört hätten. Glücklicherweise hat man durch FT (Futtertreiben) immerhin die Motorik bzw Muskelgedächtnis trainiert.
Was bei den Leuten geholfen hat, die über FT nicht zum Ziel gekommen sind, ist das Pfotentarget und das Nasen- bzw Wangentarget.
Pfoten: Auf einem Topf oder Schüssel mit den Vorderpfoten. Verstärke ihm die Postition Pfoten auf Topf ordentlich, die meisten Hunde finden das total geil nach einer Weile. Aber nutze nur die ersten paar Male Luring (mit Futter vor der Nase locken). Lass ihn dann schnell selber herausfinden, dass "Pfoten auf Topf" Belohnung bringt. (Ooooder, ich weiss nicht wie fit du im Clickertraining bist? Speziell "lernen durch schrittweise Annäherung" also wo der Hund durch probieren und anbieten von Verhalten, das du dann jeweils clickst, selber herausfindet welches das Verhalten ist das die Belohnung bringt.)
Wenn er Pfoten auf dem Topf gerne mag, kannst du ihn darauf drehen, also Hinterbeine nach rechts oder links. Viele Hunde haben Probleme ihre Hinterbeine zu sortieren. Das machst du anfangs indem du frontal vor ihm stehst, wenn ers raus hat kannst du deine Position in seitlich zu ihm (Fussposition) verändern. Also das wäre die GS. Die verstärkst du dolle, aber nicht durch Futter vor der Nase, sondern das Futter kommt erst wenn der Hund die Position einnimmt.
Nasen- oder Wangentarget sind auch sehr elegante Lösungen. Falls gewünscht kann ich die auch erklären. Macht auch alles viel Spass zu üben und je mehr verschiedene Sachen der Hund lernt, desdo klüger und geschickter wird er im Lernen insgesamt. Ganz zu schweigen vom steigenden Wert für die Beziehung.
Nochmal zurück zum Topf: Wenn er die Pfoten schonmal an einer Stelle hält, hast du mehr Zeit an der restlichen Position etc zu arbeiten. Nachher kann man den Topf austauschen gegen verschiedene andere (niedrigere, kleinere) Gegenstände, bis er ganz verschwindet.
Das ist im Prinzip, wie andere schon beschrieben haben. Aufbau über die Grundstellung. Mein Trainer hat immer gesagt: FUSS ist nichts anderes als die GS. Von GS zu GS. Schritt für Schritt. Dann 2 Schritte, dann 3. Über Woooochen hinweg. Sehr oft ist der Fehler einfach darin, dass man scchon zu schnell zu viel losrennen will.
Gut Ding will Weile haben, aber wenn eine Übung mit einer Technik nach monate- oder gar jahrelangem trainieren nicht vorwärts kommt sollte man definitiv die Technink ändern und die Übung von Grund auf neu aufbauen, evtl. sogar ein neues KOmmando verwenden!