Maline
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Beiträge von Maline

    Erfolg in Erziehung oder Sport maßgeblich von der Qualität des Trainings abhängt.

    Da stimme ich dir zu 💯 % zu.

    Aber alles liegt halt auch nicht nur am Trainer sondern auch an den Teilnehmern.

    Vor 20 Jahren war ich Trainer Agility: 2 x im Jahr gab es einen Anfängerkurs, danach wurde in Gruppen nach Leistungsstand sortiert: Anfänger, Fortgeschrittene und Turnierläufer. Absagen hatten spätestens am frühen Vormittag zu erfolgen, Gruppengröße bis höchstens 7 Leute. Hunde wurden angebunden, Parcoursbegehung, anschließend stand jeder wieder bei seinem Hund und einer startete, der nächste machte sich bereit, zackzack. Meistens kam jeder mindestens 4 x dran, da es erst Sequenzen gab, dann einen ganzen Parcours. Die Leute waren aufmerksam, lernten voneinander und hatten ein Gruppengemeinschaftsgefühl. Jeder half beim Arbeitseinsatz.


    Doch wie sieht es heute aus? Unsere Trainerin stellt den Parcours schon mal in die WhatsApp Gruppe. Anfang des Jahres gibt es dann auch noch eine Einteilung nach Anfänger und Fortgeschrittene. Zur Zeit trainieren wir in der Halle und jeder muss seinen Anteil nach Anmeldung per PayPal bezahlen. Läuft richtig gut, macht Spaß, jeder will die kurze Zeit nutzen.

    Demnächst geht es wieder raus. Da kommen die ersten schon mal zu spät, da aufgebaut werden muss. Dann Parcoursbegehung, Hunde sind angebunden, auch immer friedlich und weit genug auseinander. Die Menschen stehen mit am Parcours und holen nach Aufforderung ihren Hund. Läuft auch immer gut.

    So richtig nervig wird es dann erst, wenn das Wetter nicht perfekt ist. Eine Stunde vor Trainingsbeginn schreibt der erste, dass er es heute nicht "schafft", dem folgen ja nach Wetterlage weitere die es nicht "schaffen" :cursing:

    Im schlimmsten Fall stehen dann noch 3 Leute auf dem Platz und müssen den schweren Parcours alleine auf- und abbauen (oder es gibt nur ein paar Hürden). Um dem entgegen zu wirken wird die Gruppengröße heraufgesetzt, auch alles durchmischt ob Anfänger oder Fortgeschrittene. Bei schönem Wetter stehen dann 10 Leute da und man kommt im besten Fall 2 x dran, wobei dann bestimmt drei Leute eher wegmüssen.

    PS. Bei Arbeitsensätzen sieht es meist auch recht mau aus.

    Longieren hab ich mir mal angesehen, find ich irgendwie nicht so wahnsinnig spannend

    Das ist ja auch eher zur Ergänzung, gerade um Sachen für die Distanz zu üben. Meine Hunde lieben das, da gerade Kopf und Körper gefordert sind. Und als Mensch lernst du klare Signale zu geben ( und musst nicht ganz so viel rennen, ging bei mir sogar mit gebrochenem Bein ;) )

    ich denke da an mondioring.. da ist der prüfungsablauf nie der gleiche, es gibt auch immer ein anderes thema nach dem der parcours aufgebaut ist.. :)

    Das finde ich auch wahnsinnig interessant. Dazu muss man allerdings auch bereit sein ganz viel Auto zu fahren. Wird ja echt wenig angeboten. Auf dem Seminar wo ich war, erzählten die wenigen aktiven Teilnehmer, dass sie zu Prüfungen nach Polen oder Holland fahren müssen.

    Mach doch mal :) ;) Rufe den Hund 500 mal nacheinander von A nach B und lasse ihn zwischendrin Platz machen. Spätestens nach dem 5ten Mal fängt der Hund schon an langsam zu werden, weil er weiss jetzt kommt das Platz. Oh hoppla, das ist aber ein Fehler!!! Hund darf nicht langsam werden sondern muss weiterhin rennen wie vom Teufel gejagt OBWOHL er weiss (oder weiss er's? soll er's wissen?) dass ein Platz kommt. Wie würdest du es aufbauen? Das Spiel mit Trieb, Motivation, Intensität und Kontrolle/Präzision ist alles andere als simpel. Man muss sich ständig den Kopf zermartern


    Genau das war das spannende auch im Obedience. Das Beibringen der Kommandos ist für den Hund relativ einfach. Aber eben die Geschwindigkeit und Motivation beizubehalten gerade wenn man einen engagierten Hund hat, der mitdenkt.

    Tja, jetzt wisst ihr, dass ich schon uralt bin :saint: Als ich 2000 richtig aktiv Agility gemacht habe, gab es noch den Tisch. Der stand mit als Gerät im Parcours und dort musste der Hund 5 Sekunden lang Sitz, Platz oder Steh machen und dann ging es im vollen Lauf weiter.

    Aber es stimmt, heute geht es nur noch um Geschwindigkeit. Von 20 Startern 15 mit dis, da die Hunde kaum noch lenkbar sind und die Augäpfel fast aus den Höhlen fallen.

    Gibt es beim IGP aber auch. Unser Nachbar fing mit seinem DSH beim SV an, erst mal sollte er beißen, den Rest macht man später. Das wurde dann leider nichts mehr.

    Denke ein vernünftiger Aufbau ist in allen Sparten von Vorteil :saint:

    Ja, Deutschland ist sehr frauenlastig bei allem was mit Tieren zu tun hat. Ich kenne das vom Reiten. Beim Hundesport in den Sparten Agility, Obedience und RO, ist meistens nur der berühmte Quotenmann dabei. Ist aber fast das gleiche in der Bildung, Kindergarten, Einzelhandel, auf Behörden etc. Ich frage mich manchmal wirklich wo sich die ganzen Kerle verstecken ;)

    Das sieht man von außen ja gar nicht und vielen Hunden merkt man Schmerzen leider erst super spät an.

    Manchmal kommt das eine vom anderen. Meine alte Malihündin hatte später Spondylose, deshalb schüttelte sie sich kaum noch. Genau aus diesem Grund wurden die Ohren nicht mehr frei und sie hatte eine schlimme Entzündung, die wir erst so spät bemerkten, da sie wegen der Spondy auf Schmerzmitteln war.

    Hallo und herzlich willkommen :)

    Vielen Dank für die tolle Vorstellung. Wie alt war Molly bei Abholung? Habt ihr mit ihr eine Hundeschule, Hundeverein oder ähnliches schon einmal besucht?

    Es gibt mittlerweile so viele Hundesportarten, da ist eigentlich für jeden etwas dabei. Und gerade Schäferhunde brauchen ein Hobby, welches sie geistig fördert.

    Meine erste Hündin übernahm ich mit 2 Jahren als Balljunkie, gesund ist das nicht.

    typisch belgisches diese "Festhaltenwollenpfoten"?

    Teilweise. Kennst du den Trick, dass der Hund zwischen deinen Beinen steht und die linke Vorderpfote auf deinen linken Fuß stellt und die rechte Vorderpfote auf deinen rechten Fuß und du dann läufst? Mit Enzo ging das im Haus mit Birkenstocks, bei Quinto nur draußen mit Sicherheitsschuhen ^^

    Aber ansonsten wird das besser, so sicherer der Hund ist, dann ist er nicht mehr so angespannt und die Pfoten sind nicht mehr so verkrampft.

    Natürlich funktioniert das nur, wenn man so aufwächst, bzw. so von klein auf geprägt wird

    Das ist wohl der springende Punkt. Als Kinder hatten wir so eine Hunde Mädchen Gruppe. Wir sind mit den Hunden durch die Botanik, vom Dackel bis zum Setter waren alle Größen dabei. Der ein oder andere Hund war auch schon mal zwischendurch verloren fand sich aber immer wieder ein. Man traf andere Hunde, war unaufmerksam, wir haben gezeltet etc. An Beissereien kann ich mich echt nicht erinnern. Ärger gab es eher wegen Häufchen, es gab ja noch keine Beutelchen ;)

    Ich habe noch nie jemanden angezeigt. Irgendwie aus nachträglicher Dankbarkeit, dass mich noch keiner angezeigt hat. Vor vielen Jahren hat meine Hündin einen anderen Hund gebissen, weil ich nicht aufgepasst habe. Und bei Quinto ist es mir passiert, dass ich vom Training nach Hause kam, er im Kofferraum geschlafen hat, ich die Klappe öffnete und ihn heraus ließ. Ich musste noch die Trainingsklamotten auspacken und war unaufmerksam. In dem Moment startete der eben noch verschlafene Hund durch und jagte eine E-Bikerin. Die Arme war echt geschockt, ich mich 1000 x entschuldigt und sie nahm es an.