Ich gebe euch vollkommen recht in gewisser Hinsicht zum Thema Genetik. Meine Aussage bzg. Erziehung, Training und investierte Zeit bezieht sich auf die Sachlage, wenn ich einen Hund besitze (Vorfahren unbekannt) und mit diesen Hund akurat trainiere, viel Zeit investiere kann aus diesem trotzdem mehr werden als zB dem Hund von einem Nachbarn (Ahnenreihe 5 Generationen bekann, Vorzeigehunde in der Gesundheit wie auch beim Sport) der wie es auch vorkommt ein fauler Sack ist denkt sich ach ich hab einen Garten das reicht dem Hund „soll ja nur ein Familienhund sein“ außer hin und wieder bisschen Ball werfen ist nichts drin, sonst liegt er nur rum. Da bringt dann halt die ganze Genetik nichts wenn ich den Hund nicht dahingehend lenke und trainiere. Somit spielt für mich Erziehung, Training und Zeit eine sehr große Rolle.
Aber natürlich wenn ich diese beiden Hunde mit den gleichen Bedinungen trainiere wird der, der dafür gezüchtet wurde besser abschneiden (wenn ich das jetzt mal so grob sagen darf).
Ich bin nur ein Laie, es ist auch erst mein zweiter Hund den ich selbst erziehe ich wollte niemanden auf den Fuß treten mit meinen Ansichten falls ich das getan habe tut es mir leid.
Der Grund warum ich bei dem Thema Erziehung so engstirnig rüber kam:
Als ich 6 Jahre alt war bekamen wir unseren 2ten DSH Aron, sein Vater (Polizeidiensthund) wurde damals nicht so streng kontrolliert.. Meine große Schwester bekam die Info von ihrem Kollegen und nahm ihn für meine Mutter. Er war sehr lernwillig wollte immer gefordert werden, er hatte einen sehr starken Arbeitstrieb. Meine Mutter gab wirklich ihr bestes aber mit Vollzeitarbeit zwei kleinen Kindern, alleinerziehend es war einfach viel zu wenig Zeit. Für „diesen“ Hund zu wenig Zeit. Er war nicht so zu erziehen wie ihr vorheriger DSH, er hatte andere Anforderungen. Als er ca. 3 Jahre alt war, ich 9 Jahre kam ich von der Schule und saß in der Küche Hausaufgaben machen, mein Neffe(5 Jahre, Nachbar) kam rüber und wollte im Garten spielen ich sagte er soll schon mal vor gehen. Nach wenigen Minuten ein Schrei. Ich rannte raus sah nur Blut und Aron kam mit eingezogenen Schwanz an. Ich holte ihn rein schließte die Tür, hörte meinen Onkel schreien. Ich sperrte die Eingangstüre ab. Ich wusste es ist was passiert. Er kam rüber schlug gegen die Tür, schrie er bringt ihn um. Ich saß mit Aron am Boden unter der Treppe und wir hatten beide Angst er traute sich nicht mal seinen Kopf zu heben. Ich ließ meinen Onkel nicht rein. Rief meine Mutter an die bei der Arbeit war sie kam sofort. Währendessen hörte ich auch schon den Krankenwagen…
Aron hatte meinen Neffen (beim spielen? Wir wissen es nicht er war noch zu klein um es zu beantworten) das halbe Gesicht und das Ohr runter gerissen… Er war ein sehr hyperaktiver Hund er lief Runden im Garten da wuchs kein Rasen mehr. Lief Vögeln hinterher, jagte Katzen… er bekam die falsche Erziehung und es wurde zu wenig Zeit investiert er wäre ein toller Hund geworden unter der richtigen Führung.. er zeigte nie ein aggressives Verhalten mir gegenüber und ich „spielte“ viel mit ihm, habe ihm Kommandos mit Handzeichen beigebracht es gab nie Vorfälle aber man kann es nicht beschönigen. Diesen Tier wurde unrecht getan, er wäre ein toller Partner geworden und kam in die falschen Hände. Obwohl es so lange her ist und ich noch ein Kind war tut mir diese Situation heute noch im Herzen weh..
Tut mir leid für den langen Text, vielleicht versteht der ein oder andere jetzt was ich damit sagen wollte…