Maria
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Beiträge von Maria

    Der ist am Nasenspiegel zu kurz

    Der ist zu groß - sie kann zwar nicht ganz gähnen darin, aber er sitzt zu weit vorne durch die langen Nackenriemen, ist sehr breit und eben gleichzeitig nicht tief genug.

    Was man außerdem gut sieht, und was mich an den Biothane-Maulkörben generell oft gestört hat: sie liegen auf dem Nasenschwamm auf, weil sie relativ schwer sind, kein Nasenpolster haben und in sich nicht stabil genug


    Hoffnungslos überdimensioniert xD Und trotzdem unten gar nicht mal so großzügig zum Hecheln

    Und die Streifen sind eben relativ breit, was den Luftstrom verschlechtert



    Okay, von den x Drahtmaulkörben, die wir dann noch getestet haben, finde ich gerade doch keine Fotos, naja.

    Dafür habe ich eben auf dem Hundeplatz einen Collie gesehen, der einen super passenden Maulkorb hatte. Hatte leider keine Zeit mehr, mal zu testen wie der bei Kira sitzt, aber der könnte gut sein.

    Die haben den Drahtmaulkorb Dobermann Rüde, der Collie Rüde war wohl zu kurz, könnte entsprechend aber bei Kira gut passen.

    Schäferhund scheint mir etwas groß bemessen zu sein für meine Hundeelfe :D

    Wir haben unseren auch von chic&scharf - ich war bei der Suche echt am Verzweifeln xD

    Für die Abholung aus dem Tierheim hatten wir einen Biothane-Maulkorb (ich bin so ein Biothane-Fan :love: Aber für Maulkörbe... naja :( ). Der war ihr echt zu klein, es war extrem warm an dem Tag und wir hatten echt Sorge, ob wir ihr das antun können, weil richtig hecheln konnte sie damit nicht. Auch wenn sie die Zunge rausstrecken kann und das Maul ganz leicht öffnen - bei 30° braucht ein Hund definitiv die Option, das Maul richtig aufzumachen. Dazu kommt, dass bei den Plastik- und Biothane-Maulkörben das Gitter recht "eng"/dicht ist und nur kleine Luftdurchlässe hat. Weil die Riemen ja relativ breit sind.


    Ich war in x verschiedenen Zoofachläden, Fressnapf, Zoo&Co etc. - völlig chancenlos. Die hatten alle nur Plastikmaulkörbe (oder diese Maulschlaufen, die außer für 10 Minuten irgendwas Schmerzhaftes beim Tierarzt machen, für absolut gar nichts geeignet sind), bei denen ich mir beim besten Willen keine Hundeschnauze vorstellen kann, für die so einer passen würde xD

    Hund muss hecheln können/das Maul richtig aufmachen können. Maulkörbe, die weit genug nach unten offen sind, sind aber fast immer zu breit, wackeln also wie blöde oder können vom Hund auch einfach abgestreift werden.


    Am Ende muss ich sagen, dass ein Drahtmaulkorb wirklich die beste Variante ist. Erstens ist das die einzige Variante, die wirklich sicher vor einem Biss mit Beschädigungsabsicht schützt :) Und selbst da kann man sicher einen blauen Fleck davontragen, wenn der Hund einem ernsthaft den Maulkorb ins Bein rammt. Ist jetzt für Bus und Bahn fahren für uns nicht das zentrale Ding, Kira hat da noch nie Anstalten in die Richtung gezeigt, selbst wenn ihr jemand auf die Pfote tritt und sie bedrängt wird. Aber wollte es trotzdem mal dazu sagen :)


    Was mich am Ende überzeugt hat, trotz der Optik einen Drahtmaulkorb zu nehmen: Sie sind erstaunlich leicht, sie haben große Abstände zwischen den Drähten, sodass die Luft nahezu ungestört zirkulieren kann. UND sie lassen sich in gewissem Rahmen durch Verbiegen an die Schnauze anpassen. Außerdem sind sie ziemlich günstig, also


    Unser Maulkorb passt leider auch nicht perfekt, war aber von den knapp 15-20 Maulkörben, die wir anprobiert haben, die beste Variante. In Dresden gibt es tatsächlich einen Barf-Shop, der auch eine Maulkorbberatung anbietet :) Da fahre ich vielleicht doch nochmal mit Kira hin, wir haben damals dann "blind" im Internet verschiedene Modelle bestellt und gehofft, dass irgendwas dabei ist.

    Hier ist eine super Messanleitung: Maulkorbberatung


    Zu unserem aktuellen Maulkorb: Er ist ca. 2 cm zu lang an der Schnauzenspitze. Wenn sie damit schnüffelt, stößt sie schnell mit dem Maulkorb auf den Boden und schiebt sich den in die Augen (tatsächlich ist an allen Bahnhöfen der Deutschen Bahn (also allen in Deutschland xD) auch Maulkorbpflicht! Da nicht in allen Bahnen (nur in denen von der Deutschen Bahn, aber gibt ja x verschiedene Regionalverkehrszüge/S-Bahnen) Maulkorbpflicht ist, könnte man also den Maulkorb dann in der Bahn teilweise wieder ausziehen :D )

    Und: Er ist eigentlich zu breit. Diese beiden langen Bügel an der Seite sind etwas aufgebogen und der "Maulteil" ist von uns schon schmaler gedrückt worden. Er rutscht ihr aber teilweise immer noch in die Augen, was eigentlich die langen Bügel verhindern sollen (die am breiteren Gesicht dann aufsetzen und verhindern, dass der Maulkorb weiter nach hinten geschoben werden kann).

    Und ja, man muss auch überlegen, wo man den Maulkorb am meisten nutzt. Kira muss quasi nicht laufen damit (wir halten uns ehrlich gesagt nur selten an die Maulkorbpflicht an Bahnhöfen, sie trägt den nur in den Fahrzeugen). Sobald wir aussteigen, möchte sie den dann bitte auch abgenommen kriegen :S Entsprechend auch nicht schnuffeln - aber sie muss hecheln können und sich einigermaßen entspannt ablegen. Dafür braucht man dann eben auch einen gewissen Spielraum.

    Also die Fotos mit Vorsicht genießen als Orientierung ;) Auf manchen sitzt er besser, auf anderen schlechter.

    Das hier ist glaube ich unserer: Drahtmaulkorb Schäferhündin Oder so ähnlich. Ich habe hinten den Nackenriemen abgeschnitten, durch Biothane-Band ersetzt und einen Kehl- und einen Stirnriemen hinzugefügt, damit er weniger wackelt und rutscht, und das Nasenpolster etwas gekürzt an den Augen.


    Ich kann später noch ein paar Fotos schicken von wirklich schlecht sitzenden Maulkörben als Orientierung, wir haben ja sehr viele ausprobiert und da habe ich eine Million Fotos von xD

    Inspiriert von Peppers Thread hier ein paar Maulkorb-Fotos vom besten Hund der Welt ^^

    Liegen tut sie damit übrigens meistens so:

    Da pennt die auch voll weg mit, das hatte sie echt schnell raus ^^ Vielleicht kaufe ich doch irgendwann nochmal einen, der noch besser passt, der aktuelle ist ihr eigentlich ein Stück zu groß, aber es ist eeeecht schwierig einen zu finden, in dem sie hecheln und gähnen kann, der dann nicht viel zu breit oder lang ist...



    Im ÖPNV ist sie echt Vollprofi, das scheint sie aus ihrem "alten" Leben zu kennen. Sie hat sich da von Anfang an immer direkt auf Handzeichen irgendwo zusammengerollt und gepennt. Nur beim Aussteigen zieht sie wie Sau, als könnte man sie sonst vergessen :D

    Da sind ihr auch andere Hunde total egal, obwohl sie draußen vereinzelt immer noch mal einen anbellt.

    Hallo zusammen,

    ich habe einen ewig alten Gurt mit einer Leckerlitasche, die ich schonmal geflickt habe und zusätzliche Täschchen genäht und das Gummi ist ausgeleiert und vielleicht kaufe ich mir vom nächsten Gehalt mal was Neues. Habe aber gefühlt eine Millionen Ansprüche, vielleicht habt ihr ja Empfehlungen oder wisst, wo ich schauen könnte?


    Zu meinen Anforderungen (wobei die nicht zu 100% erfüllt sein müssen, aber hätte ich halt gerne :D:(

    • Wasser- und fettdicht, bei der aktuellen siffen die fettigen Leckerli durch und machen Fettflecken auf der Jacke :rolleyes: Und schmierige, nasse Leckerli sind auch nicht soooo toll, an den Händen bei Regen
    • :!: Mehrere Taschen für Leckerli/Kleinkram - Kira hat ja Diabetes und je nachdem, wie ihr Blutzuckerspiegel ist, kriegt sie kohlenhydratreichere oder -ärmere Leckerli. Da wären getrennte Taschen premium. Ich habe dann noch Notfalltraubenzucker und ein kleines Sirupfläschchen dabei.
    • Und Platz für Kotbeutelrollen, vielleicht sogar direkt so ein Spender. Wobei man den ja auch dranhängen kann
    • Ein Karabiner oder D-Ring oder so wäre toll, um irgendwas dranzuklipsen. Muss aber nicht stabil genug für eine Hundeleine mit Hund dran sein xD
    • Nice to have: dass sich die Taschen verschieben lassen, habe so viel Zeug dabei, dann hängt nicht das ganze Gewicht an einer Seite runter. Oder dass sie verteilt sind
    • Spielzeug haben wir nur einen Ring und einen Dummy, die stecke ich meistens unter den Gürtel.

    Habe jetzt nochmal ein bisschen im Forum gestöbert und wahrscheinlich suche ich eigentlich nach einer Trainingsschürze :/

    Habe jetzt aber nur die von Helsitar gefunden. Die gefällt mir soweit ganz gut, aber ich kann nicht so richtig erkennen, wie viele Taschen die hat.


    Also habt ihr was, was ihr empfehlen könnt? Vielleicht nähe ich mir auch einfach doch noch ne Extra-Tasche für den Gürtel, vielleicht wird die dann auch mal weniger krüppelig als die bisherigen Versuche xD

    Oh Gott, unbekannterweise mein herzliches Beileid <3 ;(

    Nützt Euch nichts, aber ich leide mit Euch ;( Klingt so, als hättet ihr wirklich alles mehr als richtig gemacht und unglaubliches Pech gehabt.

    Ich hoffe, dass das jetzt genug Pech für ein ganzes Leben war und ihr ab sofort Euren angesparten Glücksvorrat nutzen dürft <3 <3 <3

    Wir haben welche von Flamingo, die mir sehr gut gefallen. Die sind aus Neopren mit einer Gummisohle unten.

    Vorher hatten wir auch die von Trixie, die sind aber so geschnitten, als wären sie für die gestreckte Pfote. Beim Auftreten "knickt" die Pfote ja aber nach oben und da hat das Material dann so doofe Wellen geschlagen und die sind dann immer weiter runtergerutscht.


    Allerdings hatten wir die nur im Winter für die Vorderpfoten, weil sich Kira da die Krallen blutig gelaufen hat. Sie läuft sich die Krallen vorne von alleine sehr kurz, und als dann mit Eis überall gar kein weicher Boden mehr da war, haben die angefangen zu bluten.

    Krallenschleifen hinten ist wahrscheinlich nochmal eine andere Belastung. Ich habe auch keine Ahnung, wie sie sich die Krallen überhaupt so kurz läuft, weil schleifen hört man sie höchstens hinten mal, wenn sie müde ist.

    Hallo zusammen,

    ich habe jetzt tatsächlich, dank Eurer interessierten Fragen, einen Blog über Diabetes beim Hund angefangen :saint:

    Ist noch nicht besonders viel drauf zu sehen, aber gibt niedliche Kira-Bilder und Hintergrundstory und ein bisschen Wissen über Diabetes :) (Edit: Falls ich in den Forenregeln das Ok bekomme, kann ich Euch den Blog zeigen :)

    Es scheint niemand was dagegen zu haben, wer möchte, kann hier ein bisschen stöbern:

    Kiras Blog - Diabetes beim Hund)


    Das Anzeigeverhalten hat sie inzwischen echt gut drauf ^^ Ich habe auch das Gefühl, dass ich selbst auch früher sehe, ob sie gleich anzeigt. Das ist fast so, als könnte ich sie dabei beobachten, wie ihr allmählich bewusst wird, dass sie sich anders fühlt.


    Ich würde auch nicht sagen, dass sie es missbraucht, um Zucker zu kriegen. Aaaaaber sie hat es glaube ich auch ein bisschen als "ich kriege Aufmerksamkeit" abgespeichert. Wenn sie Unterordnung trainieren oder apportieren möchte oder ich ihr zu lange mit anderen Hundemenschen quatsche, zeigt sie die Anzeige auch manchmal. Ich versuche da, sie dann umzulenken und sie z. B. in die Grundstellung zu bringen und hoffe, dass sie das dann als Bespaß-mich-Aufforderung verwendet ^^

    Und ich muss ein bisschen aufpassen, dass ich sie nicht in einer Art anspreche, die sie als "Cue" (Hinweis)/Kommando versteht, anzuzeigen. Also ohne den Sensor zur Kontrolle würde sie schon ab und zu quasi falsch-positiv anzeigen. Aber falsch-negativ (dass sie nicht anzeigt, obwohl sie am Unterzuckern ist - was schlimmere Folgen hätte) passiert ihr quasi gar nicht mehr :love:


    Noch eine sehr spannende Situation, die mich im Nachhinein (kontraintuitiv!) darin bestätigt, dass sie es wirklich gut verstanden hat: Wir waren einmal morgens draußen (mit Sensor) und sie hatte einen enorm hohen Blutzuckerspiegel.

    (Dieses kleine ... hatte am Vorabend, als sie alleine zuhause war, das ganze vorportionierte Futter für unseren Wochenendurlaub gefressen :cursing: So viel Insulin konnte ich nicht spritzen, um das zu kompensieren)

    Bin dann morgens extra eine größere Runde als sonst gegangen in der Hoffnung, dass das ihren Blutzucker zusätzlich zur nächsten Insulindosis senkt.

    Jetzt habe ich ja hier schon von Diabetischer Ketoazidose erzählt - sie hatte auf jeden Fall zu wenig Insulin und zu viel Zucker im Blut und es ging ihr nicht besonders gut (Bauchweh hatte sie vermutlich auch noch von den 1,5kg Trockenfutter X( ;( :rolleyes: ).

    Plötzlich stolpert sie über ihre eigenen Pfoten, setzt sich hin und zeigt an =O Ich natürlich genervt-traurig-sauer-mitleidig "Neee, Zucker ist absolut nicht das, was Du jetzt brauchst". X/ <3


    Meine erste Reaktion war natürlich, mich zu ärgern dass sie das jetzt anzeigt, wo das doch absolut gar keinen Sinn ergibt. Mir ist dann aber aufgegangen: Sie kann den vielen Zucker im Blut ja gar nicht als Energiequelle nutzen. Ihre Zellen könnten also trotzdem "hungrig" sein - so, als hätte sie zu wenig Zucker im Blut. 8|

    Der Transport funktioniert ja nicht!

    Sie hatte also schon irgendwie Recht - ihre Zellen brauchten Zucker. Nur nützt es natürlich nichts, wenn sie dann Zucker frisst, der kommt ja genauso wenig in die Zellen rein.


    Also mega faszinierend eigentlich :love:


    Die Situation war natürlich eigentlich ziemlich kritisch - sie hatte noch nie eine Ketoazidose, aber sie war wahrscheinlich kurz davor. Da nützt auch zusätzliche Bewegung nicht mehr wirklich etwas. Wir sind dann auch sofort nach Hause und sie hat Insulin bekommen und dann ging es ihr auch schnell wieder gut.

    Aber da habe ich natürlich ziemlich verkackt - erst damit, dass ich das vorportionierte Futter nicht richtig weggepackt habe. Dass sie das dann komplett frisst war natürlich scheiße, aber hätte ich mit rechnen müssen, also voll meine Schuld. Und die Fehleinschätzung, erst eine größere Gassirunde zu machen und nicht vorher schon ein bisschen Insulin zu spritzen, war natürlich auch dämlich von mir. :(


    Ist zum Glück nochmal gut gegangen und man lernt aus seinen Fehlern :S

    Ich habe jetzt tatsächlich (angespornt von Euren interessierten Nachfragen im Thread Anzeigen von Unterzuckerungen  <3 ) angefangen, einen Blog über Diabetes beim Hund zu schreiben :)

    Meine Frage: Darf ich den Link hier posten? Vielleicht interessiert es ja ein paar Leute und ich habe festgestellt, dass man, wenn man bei Google nach Diabetes beim Hund sucht, sogar relativ schnell auf den Thread stößt. Vielleicht hilft es also sogar jemandem mit Diabetes-Hund, weitere Infos und Erfahrungen zu finden.


    Habe Status Quo keine Affiliate Links drin (nur Links zu den Sachen, die ich für Kira verwende, aber ich kriege kein Geld, wenn das jemand anklickt oder kauft) und es ist alles kostenlos verfügbar. Es gibt aber die Möglichkeit, eine kleine Spende zu machen.

    Zählt das dann trotzdem als gewerblich oder so?


    Edit:

    Es scheint niemand was dagegen zu haben, wer neugierig ist, kann hier ein bisschen stöbern :)

    Kiras Blog - Diabetes beim Hund

    Mal ein Update für eventuelle Mitlesende ^^

    Die Strategie mit dem Futter werfen beim Klingeln kann ich echt empfehlen xD Kira ist schon seeeehr futtermotiviert. Haben jetzt ein Glas mit Trockenfutter auf dem Schreibtisch stehen, wenn es klingelt, kriegt sie was davon auf den Boden geworfen und ich kann ziemlich in Ruhe zur Wohnungstür und in den Garten, Paket annehmen.

    Wenn ich zurückkomme, steht sie wedelnd im Flur und empfängt "ihr" Paket xD


    Sie sagt vielleicht einmal "Wuff", aber spätestens, wenn sie den Deckel vom Futterglas hört, steht sie neben mir und wartet, dass ich das Futter werfe :D So kann ich sie auch super dafür belohnen, dass sie mit Bellen aufhört und sie hat ein schönes Alternativverhalten (zu mir kommen, Belohnung suchen, Fresse halten 8o ).


    Und wir waren diese Woche mal wieder abends zusammen im Büro und sie hat sich super vorbildlich benommen :love:

    Was da wirklich zu helfen scheint ist, ihre Reisedecke mitzunehmen. Die scheint sie ganz gut abgespeichert zu haben, wenn ich die irgendwo hinlege, legt sie sich direkt drauf und pennt. Und scheint damit auch ihr Verantwortungsgefühl für den Raum an mich abzugeben ^^

    Habe sie am Anfang, bevor die Sitzung losging, ermahnt wenn mir ihre Ohren zu spitz wurden auf Geräusche aus dem Flur. Danach konnten Menschen rein und rausgehen, direkt an ihrer Nase vorbeilaufen, sie hat nicht mal mit den Wimpern gezuckt.


    Das Einzige, was für Belustigung gesorgt hat war, dass sie irgendwann aufgestanden ist und sich mit einem langen "grunzgrunzgrunz"-Seufzer neben mich gesetzt hat als sie der Meinung war, dass JETZT Zeit für Abendessen ist :D <3

    Ich kenne Leute die Keto-Diät gemacht haben. Die haben einen enormen Anstieg an Energie beschrieben was zu mehr Aktivität bei ihnen geführt hat. Bestimmt nicht schlecht, mal so für kurze Zeit. Aber alle haben hinterher wieder zugenommen........


    Fett wird halt viel langsamer verstoffwechselt, entsprechend hat man einen viel gleichmäßigeren Blutzuckerspiegel. Kann auch bei Diabetes Sinn ergeben (da habe ich mich für Kira auch eine Zeit lang mit beschäftigt, aber bin zu keinem überzeugenden Ergebnis gekommen), aber eher bei Typ 2 etc. Weil Insulin muss man bei Typ 1 so oder so spritzen, da es ja noch andere Aufgaben hat (z. B. verhindern, dass der Körper sich selbst mit Ketonen vergiftet :S). Bei Hunden gibt es aber nur sehr wenig Auswahl bei den Insulinarten, man muss also üblicherweise auch Kohlenhydrate füttern, damit der Hund nicht durchs Insulin unterzuckert.


    (Ouh, weiterer Fun Fact: Es gibt nicht nur Typ 1 und Typ 2, sondern x verschiedene anderen Arten (und vermutlich noch einige, die noch gar nicht entdeckt wurden). Schwangerschaftsdiabetes z. B., aber auch noch ganz viele andere)


    Gleichmäßigerer Blutzucker bedeutet: Weniger/flachere Piks, vor allem aber auch weniger starke Abfälle. Und diese starken Abfälle des Blutzuckers sind eigentlich der unangenehme Teil - der Körper meldet, dass er Energie haben will, um das zu kompensieren, und dann steht man zum 5ten Mal vor dem Kühlschrank und hofft, dass irgendwas Snackiges erscheint :S Oder kriegt Kopfschmerzen oder ist einfach schlapp und unkonzentriert.


    Der Witz an jeder Art von Diät/Ernährungsumstellung ist aber natürlich, dass wenn man wieder zur alten Ernährung zurückkehrt, man auch zum alten Zustand zurückkehrt.

    Ah, zur diabetischen Ketoazidose kann ich noch was schreiben ^^ Tut jetzt nicht wirklich was zur Sache, ist nur Extra-Wissen xD

    Niedrige Blutzuckerspiegel sind sehr gefährlich, weil das Gehirn nur Glucose als Energiequelle nutzt. Und das Gehirn findet Energiemangel sehr, sehr ungeil.

    Allerdings sind hohe Blutzuckerspiegel auch sehr gefährlich. Zum einen, weil die Organe das gar nicht gut finden

    (bestes Beispiel ist die Niere: Sie filtert das Blut, Schadstoffe werden mit dem Urin ausgeschieden, gute Sachen (z. B. Glucose) kommen zurück ins Blut. Die Niere hat aber eine sogenannte Nierenschwelle, bei der die Glucosekonzentration im Blut so hoch ist, dass sie nicht alles wieder zurück ins Blut geben kann. Das sorgt dann dafür, dass der Urin süß wird (so hat man früher Diabetes diagnostiziert - Diabetes Mellitus heißt "süßer Durchfluss"). Für die Niere ist das enorm anstrengend und es kann zu Harnwegserkrankungen führen, weil Bakterien den Zucker natürlich auch toll finden).


    Zum anderen können hohe Blutzuckerspiegel zu einer Ketoazidose führen. Keto-azidose bedeutet: Vergiftung (azidose beschreibt eine Übersäuerung (acid -> Säure)) durch Ketone.

    Ketone sind ähnlich wie Glucose eine Energiequelle, die der Körper nutzt, wenn zu wenig Zucker zur Verfügung steht. Entstehen allerdings nicht aus Kohlenhydraten, sondern aus Fett. Erstmal eine super Sache - passiert auch beim gesunden Menschen bei längeren Sporteinheiten z. B.

    Oder auch die ketogene Ernährung: Dabei nimmt man quasi keine Kohlenhydrate mehr auf, sondern nur Fett und Proteine, was den Körper zwingt, Fett als Energiequelle (-> Ketone) zu nutzen.

    Wie kann man sich jetzt mit einer Energiequelle vergiften?

    Normalerweise kann man das nicht. Insulin dient nämlich nicht nur dazu, Zucker vom Blut in die Zellen zu transportieren, sondern hemmt auch den Fettstoffwechsel. Klar, solange genug Zucker als einfache Energiequelle zur Verfügung steht, braucht man ja nicht an die Fettreserven gehen.


    Bei Diabetes Typ 1 (und einzelne andere Typen) produziert der Körper nicht mehr (genug) Insulin. Im Blut ist jede Menge Zucker - aber die Zellen können es nicht aufnehmen, weil das Insulin als "Schlüssel" für die Zellen fehlt.

    Die Zellen melden, dass sie Energie brauchen - der Körper wechselt in den Fettstoffwechsel und produziert Ketone. Um Ketone als Energiequelle nutzen zu können, braucht es spezielle Enzyme, von denen erstmal genug produziert werden müssen. Dann kann aber sogar das Gehirn auf Ketone als Energiequelle zurückgreifen.

    Bis hier hin ist alles super - allerdings hört der Körper nun nicht mehr auf, Ketone zu produzieren. Die Zellen sind teilweise immer noch "hungrig", da noch nicht genug Enzyme bereitstehen, aber im Blut sind schon genug Ketone.

    Leider sind Ketone sauer, und diese Übersäuerung des Blutes kann zu kaskadenartigen Folgen führen - bis hin zum Koma.


    Die Ketoazidose ist also für gesunde Lebewesen kein Problem, da das Insulin die Produktion von Ketonen reguliert. Zu schnell sollte man trotzdem nicht auf eine kohlenhydratfreie Ernährung umstellen, weil die Enzyme ja trotzdem erst produziert werden müssen ;)

    Bei Typ 1 Diabetes fehlt aber das Insulin als regulierendes Hormon, was dann die oben beschriebenen Folgen haben kann.

    Haha, habe auch schon wirklich viel Zeit damit verbracht, alles Mögliche zu googlen und dann steht man irgendwann mit 200 offenen Tabs da, weil man immer tiefer in alle möglichen Bereiche vordringt und hier noch ein Fachwort und da noch ein Konzept und dort noch eine Studie... :D

    Bin tatsächlich immer mal wieder am Überlegen, eine Diabetes-beim-Hund-Website/-Blog zu machen mit meinen Erfahrungen und Erkenntnissen. Aber die Motivation würde wahrscheinlich schnell wieder verpuffen bei mir mit dem nächsten Projekt.

    So hoffe ich, dass vielleicht jemand mit einem frisch diagnostizierten Hund hier über das Forum stolpert oder so und davon profitieren kann :) <3