Maria
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Beiträge von Maria

    Wir haben welche von Flamingo, die mir sehr gut gefallen. Die sind aus Neopren mit einer Gummisohle unten.

    Vorher hatten wir auch die von Trixie, die sind aber so geschnitten, als wären sie für die gestreckte Pfote. Beim Auftreten "knickt" die Pfote ja aber nach oben und da hat das Material dann so doofe Wellen geschlagen und die sind dann immer weiter runtergerutscht.


    Allerdings hatten wir die nur im Winter für die Vorderpfoten, weil sich Kira da die Krallen blutig gelaufen hat. Sie läuft sich die Krallen vorne von alleine sehr kurz, und als dann mit Eis überall gar kein weicher Boden mehr da war, haben die angefangen zu bluten.

    Krallenschleifen hinten ist wahrscheinlich nochmal eine andere Belastung. Ich habe auch keine Ahnung, wie sie sich die Krallen überhaupt so kurz läuft, weil schleifen hört man sie höchstens hinten mal, wenn sie müde ist.

    Hallo zusammen,

    ich habe jetzt tatsächlich, dank Eurer interessierten Fragen, einen Blog über Diabetes beim Hund angefangen :saint:

    Ist noch nicht besonders viel drauf zu sehen, aber gibt niedliche Kira-Bilder und Hintergrundstory und ein bisschen Wissen über Diabetes :) Falls ich in den Forenregeln das Ok bekomme, kann ich Euch den Blog zeigen :)


    Das Anzeigeverhalten hat sie inzwischen echt gut drauf ^^ Ich habe auch das Gefühl, dass ich selbst auch früher sehe, ob sie gleich anzeigt. Das ist fast so, als könnte ich sie dabei beobachten, wie ihr allmählich bewusst wird, dass sie sich anders fühlt.


    Ich würde auch nicht sagen, dass sie es missbraucht, um Zucker zu kriegen. Aaaaaber sie hat es glaube ich auch ein bisschen als "ich kriege Aufmerksamkeit" abgespeichert. Wenn sie Unterordnung trainieren oder apportieren möchte oder ich ihr zu lange mit anderen Hundemenschen quatsche, zeigt sie die Anzeige auch manchmal. Ich versuche da, sie dann umzulenken und sie z. B. in die Grundstellung zu bringen und hoffe, dass sie das dann als Bespaß-mich-Aufforderung verwendet ^^

    Und ich muss ein bisschen aufpassen, dass ich sie nicht in einer Art anspreche, die sie als "Cue" (Hinweis)/Kommando versteht, anzuzeigen. Also ohne den Sensor zur Kontrolle würde sie schon ab und zu quasi falsch-positiv anzeigen. Aber falsch-negativ (dass sie nicht anzeigt, obwohl sie am Unterzuckern ist - was schlimmere Folgen hätte) passiert ihr quasi gar nicht mehr :love:


    Noch eine sehr spannende Situation, die mich im Nachhinein (kontraintuitiv!) darin bestätigt, dass sie es wirklich gut verstanden hat: Wir waren einmal morgens draußen (mit Sensor) und sie hatte einen enorm hohen Blutzuckerspiegel.

    (Dieses kleine ... hatte am Vorabend, als sie alleine zuhause war, das ganze vorportionierte Futter für unseren Wochenendurlaub gefressen :cursing: So viel Insulin konnte ich nicht spritzen, um das zu kompensieren)

    Bin dann morgens extra eine größere Runde als sonst gegangen in der Hoffnung, dass das ihren Blutzucker zusätzlich zur nächsten Insulindosis senkt.

    Jetzt habe ich ja hier schon von Diabetischer Ketoazidose erzählt - sie hatte auf jeden Fall zu wenig Insulin und zu viel Zucker im Blut und es ging ihr nicht besonders gut (Bauchweh hatte sie vermutlich auch noch von den 1,5kg Trockenfutter X( ;( :rolleyes: ).

    Plötzlich stolpert sie über ihre eigenen Pfoten, setzt sich hin und zeigt an =O Ich natürlich genervt-traurig-sauer-mitleidig "Neee, Zucker ist absolut nicht das, was Du jetzt brauchst". X/ <3


    Meine erste Reaktion war natürlich, mich zu ärgern dass sie das jetzt anzeigt, wo das doch absolut gar keinen Sinn ergibt. Mir ist dann aber aufgegangen: Sie kann den vielen Zucker im Blut ja gar nicht als Energiequelle nutzen. Ihre Zellen könnten also trotzdem "hungrig" sein - so, als hätte sie zu wenig Zucker im Blut. 8|

    Der Transport funktioniert ja nicht!

    Sie hatte also schon irgendwie Recht - ihre Zellen brauchten Zucker. Nur nützt es natürlich nichts, wenn sie dann Zucker frisst, der kommt ja genauso wenig in die Zellen rein.


    Also mega faszinierend eigentlich :love:


    Die Situation war natürlich eigentlich ziemlich kritisch - sie hatte noch nie eine Ketoazidose, aber sie war wahrscheinlich kurz davor. Da nützt auch zusätzliche Bewegung nicht mehr wirklich etwas. Wir sind dann auch sofort nach Hause und sie hat Insulin bekommen und dann ging es ihr auch schnell wieder gut.

    Aber da habe ich natürlich ziemlich verkackt - erst damit, dass ich das vorportionierte Futter nicht richtig weggepackt habe. Dass sie das dann komplett frisst war natürlich scheiße, aber hätte ich mit rechnen müssen, also voll meine Schuld. Und die Fehleinschätzung, erst eine größere Gassirunde zu machen und nicht vorher schon ein bisschen Insulin zu spritzen, war natürlich auch dämlich von mir. :(


    Ist zum Glück nochmal gut gegangen und man lernt aus seinen Fehlern :S

    Ich habe jetzt tatsächlich (angespornt von Euren interessierten Nachfragen im Thread Anzeigen von Unterzuckerungen  <3 ) angefangen, einen Blog über Diabetes beim Hund zu schreiben :)

    Meine Frage: Darf ich den Link hier posten? Vielleicht interessiert es ja ein paar Leute und ich habe festgestellt, dass man, wenn man bei Google nach Diabetes beim Hund sucht, sogar relativ schnell auf den Thread stößt. Vielleicht hilft es also sogar jemandem mit Diabetes-Hund, weitere Infos und Erfahrungen zu finden.


    Habe Status Quo keine Affiliate Links drin (nur Links zu den Sachen, die ich für Kira verwende, aber ich kriege kein Geld, wenn das jemand anklickt oder kauft) und es ist alles kostenlos verfügbar. Es gibt aber die Möglichkeit, eine kleine Spende zu machen.

    Zählt das dann trotzdem als gewerblich oder so?

    Mal ein Update für eventuelle Mitlesende ^^

    Die Strategie mit dem Futter werfen beim Klingeln kann ich echt empfehlen xD Kira ist schon seeeehr futtermotiviert. Haben jetzt ein Glas mit Trockenfutter auf dem Schreibtisch stehen, wenn es klingelt, kriegt sie was davon auf den Boden geworfen und ich kann ziemlich in Ruhe zur Wohnungstür und in den Garten, Paket annehmen.

    Wenn ich zurückkomme, steht sie wedelnd im Flur und empfängt "ihr" Paket xD


    Sie sagt vielleicht einmal "Wuff", aber spätestens, wenn sie den Deckel vom Futterglas hört, steht sie neben mir und wartet, dass ich das Futter werfe :D So kann ich sie auch super dafür belohnen, dass sie mit Bellen aufhört und sie hat ein schönes Alternativverhalten (zu mir kommen, Belohnung suchen, Fresse halten 8o ).


    Und wir waren diese Woche mal wieder abends zusammen im Büro und sie hat sich super vorbildlich benommen :love:

    Was da wirklich zu helfen scheint ist, ihre Reisedecke mitzunehmen. Die scheint sie ganz gut abgespeichert zu haben, wenn ich die irgendwo hinlege, legt sie sich direkt drauf und pennt. Und scheint damit auch ihr Verantwortungsgefühl für den Raum an mich abzugeben ^^

    Habe sie am Anfang, bevor die Sitzung losging, ermahnt wenn mir ihre Ohren zu spitz wurden auf Geräusche aus dem Flur. Danach konnten Menschen rein und rausgehen, direkt an ihrer Nase vorbeilaufen, sie hat nicht mal mit den Wimpern gezuckt.


    Das Einzige, was für Belustigung gesorgt hat war, dass sie irgendwann aufgestanden ist und sich mit einem langen "grunzgrunzgrunz"-Seufzer neben mich gesetzt hat als sie der Meinung war, dass JETZT Zeit für Abendessen ist :D <3

    Ich kenne Leute die Keto-Diät gemacht haben. Die haben einen enormen Anstieg an Energie beschrieben was zu mehr Aktivität bei ihnen geführt hat. Bestimmt nicht schlecht, mal so für kurze Zeit. Aber alle haben hinterher wieder zugenommen........


    Fett wird halt viel langsamer verstoffwechselt, entsprechend hat man einen viel gleichmäßigeren Blutzuckerspiegel. Kann auch bei Diabetes Sinn ergeben (da habe ich mich für Kira auch eine Zeit lang mit beschäftigt, aber bin zu keinem überzeugenden Ergebnis gekommen), aber eher bei Typ 2 etc. Weil Insulin muss man bei Typ 1 so oder so spritzen, da es ja noch andere Aufgaben hat (z. B. verhindern, dass der Körper sich selbst mit Ketonen vergiftet :S). Bei Hunden gibt es aber nur sehr wenig Auswahl bei den Insulinarten, man muss also üblicherweise auch Kohlenhydrate füttern, damit der Hund nicht durchs Insulin unterzuckert.


    (Ouh, weiterer Fun Fact: Es gibt nicht nur Typ 1 und Typ 2, sondern x verschiedene anderen Arten (und vermutlich noch einige, die noch gar nicht entdeckt wurden). Schwangerschaftsdiabetes z. B., aber auch noch ganz viele andere)


    Gleichmäßigerer Blutzucker bedeutet: Weniger/flachere Piks, vor allem aber auch weniger starke Abfälle. Und diese starken Abfälle des Blutzuckers sind eigentlich der unangenehme Teil - der Körper meldet, dass er Energie haben will, um das zu kompensieren, und dann steht man zum 5ten Mal vor dem Kühlschrank und hofft, dass irgendwas Snackiges erscheint :S Oder kriegt Kopfschmerzen oder ist einfach schlapp und unkonzentriert.


    Der Witz an jeder Art von Diät/Ernährungsumstellung ist aber natürlich, dass wenn man wieder zur alten Ernährung zurückkehrt, man auch zum alten Zustand zurückkehrt.

    Ah, zur diabetischen Ketoazidose kann ich noch was schreiben ^^ Tut jetzt nicht wirklich was zur Sache, ist nur Extra-Wissen xD

    Niedrige Blutzuckerspiegel sind sehr gefährlich, weil das Gehirn nur Glucose als Energiequelle nutzt. Und das Gehirn findet Energiemangel sehr, sehr ungeil.

    Allerdings sind hohe Blutzuckerspiegel auch sehr gefährlich. Zum einen, weil die Organe das gar nicht gut finden

    (bestes Beispiel ist die Niere: Sie filtert das Blut, Schadstoffe werden mit dem Urin ausgeschieden, gute Sachen (z. B. Glucose) kommen zurück ins Blut. Die Niere hat aber eine sogenannte Nierenschwelle, bei der die Glucosekonzentration im Blut so hoch ist, dass sie nicht alles wieder zurück ins Blut geben kann. Das sorgt dann dafür, dass der Urin süß wird (so hat man früher Diabetes diagnostiziert - Diabetes Mellitus heißt "süßer Durchfluss"). Für die Niere ist das enorm anstrengend und es kann zu Harnwegserkrankungen führen, weil Bakterien den Zucker natürlich auch toll finden).


    Zum anderen können hohe Blutzuckerspiegel zu einer Ketoazidose führen. Keto-azidose bedeutet: Vergiftung (azidose beschreibt eine Übersäuerung (acid -> Säure)) durch Ketone.

    Ketone sind ähnlich wie Glucose eine Energiequelle, die der Körper nutzt, wenn zu wenig Zucker zur Verfügung steht. Entstehen allerdings nicht aus Kohlenhydraten, sondern aus Fett. Erstmal eine super Sache - passiert auch beim gesunden Menschen bei längeren Sporteinheiten z. B.

    Oder auch die ketogene Ernährung: Dabei nimmt man quasi keine Kohlenhydrate mehr auf, sondern nur Fett und Proteine, was den Körper zwingt, Fett als Energiequelle (-> Ketone) zu nutzen.

    Wie kann man sich jetzt mit einer Energiequelle vergiften?

    Normalerweise kann man das nicht. Insulin dient nämlich nicht nur dazu, Zucker vom Blut in die Zellen zu transportieren, sondern hemmt auch den Fettstoffwechsel. Klar, solange genug Zucker als einfache Energiequelle zur Verfügung steht, braucht man ja nicht an die Fettreserven gehen.


    Bei Diabetes Typ 1 (und einzelne andere Typen) produziert der Körper nicht mehr (genug) Insulin. Im Blut ist jede Menge Zucker - aber die Zellen können es nicht aufnehmen, weil das Insulin als "Schlüssel" für die Zellen fehlt.

    Die Zellen melden, dass sie Energie brauchen - der Körper wechselt in den Fettstoffwechsel und produziert Ketone. Um Ketone als Energiequelle nutzen zu können, braucht es spezielle Enzyme, von denen erstmal genug produziert werden müssen. Dann kann aber sogar das Gehirn auf Ketone als Energiequelle zurückgreifen.

    Bis hier hin ist alles super - allerdings hört der Körper nun nicht mehr auf, Ketone zu produzieren. Die Zellen sind teilweise immer noch "hungrig", da noch nicht genug Enzyme bereitstehen, aber im Blut sind schon genug Ketone.

    Leider sind Ketone sauer, und diese Übersäuerung des Blutes kann zu kaskadenartigen Folgen führen - bis hin zum Koma.


    Die Ketoazidose ist also für gesunde Lebewesen kein Problem, da das Insulin die Produktion von Ketonen reguliert. Zu schnell sollte man trotzdem nicht auf eine kohlenhydratfreie Ernährung umstellen, weil die Enzyme ja trotzdem erst produziert werden müssen ;)

    Bei Typ 1 Diabetes fehlt aber das Insulin als regulierendes Hormon, was dann die oben beschriebenen Folgen haben kann.

    Haha, habe auch schon wirklich viel Zeit damit verbracht, alles Mögliche zu googlen und dann steht man irgendwann mit 200 offenen Tabs da, weil man immer tiefer in alle möglichen Bereiche vordringt und hier noch ein Fachwort und da noch ein Konzept und dort noch eine Studie... :D

    Bin tatsächlich immer mal wieder am Überlegen, eine Diabetes-beim-Hund-Website/-Blog zu machen mit meinen Erfahrungen und Erkenntnissen. Aber die Motivation würde wahrscheinlich schnell wieder verpuffen bei mir mit dem nächsten Projekt.

    So hoffe ich, dass vielleicht jemand mit einem frisch diagnostizierten Hund hier über das Forum stolpert oder so und davon profitieren kann :) <3

    Habe doch nochmal Fotos gemacht, wo man den Sensor richtig sieht xD Da, wo das Löchli ist, sitzt das Filament, das beim Sensor setzen unter die Haut geschoben wird. Meine Mutter hat sich vor dem ersten Setzen als Versuchskaninchen geopfert, das scheint wirklich kaum zu spüren zu sein. Der Rand ist noch Klebefläche (Hundehaut ist fettiger und natürlich haariger, entsprechend hält der Sensor nur selten die beim Menschen üblichen 2 Wochen :( 70€/Sensor schlagen dann schon schnell ins Geld, wenn er nach einer Woche den Geist ausgibt, ca. 10€/Tag...).

    Ich klebe ihn manchmal mit Gewebekleber fest, der wird aber sehr hart und ich habe das Gefühl, dass sie davon etwas schlechter läuft, wenn sie da hinterm Schulterblatt die Haut so festgeklebt hat :(


    Der weiße Teil ist primär Bluetooth-Sender und Batterie und bisschen Elektronik-Spaß. Muss den mal auseinandernehmen, wenn er abgefallen ist ^^

    Vom Prinzip her scheint Diabetes bei Hund und Mensch sehr ähnlich zu sein.

    Mir fällt gerade noch viel zu viel spannender Kram ein, der gerade gar nicht relevant ist, ich schiebe den mal nach unten :D

    Ein Stück Traubenzucker (Dextro Energy, diese Plättchen) hat ca. 5g reine Glucose. Das ist für so ein Hundebärchen wie Kira schon relativ viel. Zusammen mit Bewegung kann man damit ganz gut einen stark fallenden Blutzucker einfangen. Wenn sie die ganze Zeit am Rumrennen ist, braucht sie durchaus auch mal 2 bis 3 Stück, um einigermaßen stabil zu bleiben.

    Dazu kommen ja noch jede Menge Leckerlis, Spaziergang ist ja immer auch Training. Da habe ich drei Sorten mit unterschiedlichen Kohlenhydratgehalten und -arten. Beim Wandern kriegt sie dann mehr von denen mit hohem Kohlenhydratgehalt. Die dauern aber natürlich länger, bis sie im Blut ankommen und gerade bei viel Bewegung ist die Verdauung sowieso auf Sparflamme.


    Was dann allerdings etwas tricky ist: Der Hund produziert zwar kein Insulin mehr, aber Glucose aus den Speichern in der Leber ausschütten kann er trotzdem noch. Wenn der Körper merkt "fuck, der Blutzucker sinkt zu krass" schüttet er halt ggf. selbst Glucose aus. Was dann dazu führen kann, dass ihr Blutzucker am Ende viel zu hoch ist, obwohl sie durch die Bewegung ja eigentlich einen niedrigen haben sollte. Man muss also früh genug gegensteuern mit Zucker, damit der Körper nicht in Panik verfällt.

    Tatsächlich sind diese Notfall-Pens für Diabetiker einfach das Hormon, das die Leber zum Zucker ausschütten anregt. Funktioniert natürlich nur, wenn die Leber noch genug Zucker gespeichert hat. Und danach muss man auf jeden Fall was kohlenhydrathaltiges essen, um die Speicher wieder aufzufüllen, aber das kann sich alles total doof hochschwingen.

    Ein gesunder Körper ist da im Regulieren natürlich immer noch viel viel besser als man das händisch mit Insulin und Zucker von außen steuern kann.


    Ah, Hunde scheinen hohe Blutzuckerwerte übrigens deutlich besser zu vertragen als Menschen. Kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass man beim Hund nicht so genau weiß, wie er sich wirklich fühlt und auch üblicherweise nicht so hohe Ansprüche hat wie bei menschlichen Diabetikern.

    Der optimale (= beim gesunden Körper normale) Blutzuckerbereich ist bei Hund und Mensch quasi gleich. Beim Mensch versucht man, den auch möglichst gut beizubehalten trotz Diabetes. Hunde werden oft etwas höher eingestellt, das gibt einem mehr Spielraum zum Unterzucker und scheint nicht so schlimme Auswirkungen auf die Organe zu haben wie beim Menschen.


    Uff, jetzt könnte ich noch einen Exkurs zu diabetischer Ketoazidose schreiben und wofür Insulin noch so gebraucht wird und wie das alles funktioniert, das lasse ich jetzt, die Wall of Text ist so bestimmt schon abschreckend genug :D ;(


    Spätestens ab hier ist nur noch unnützes Bonus-Wissen für Euch, das ich jetzt nicht wieder löschen will :) :( :) :

    Der Sensor, der kontinuierlich misst, ist ja auch für Menschen, funktioniert aber gut genug. Tatsächlich ist da die Messabweichung sogar niedriger als bei Messgeräten für Menschen, die direkt das Blut messen. Hunde haben eine andere Blutzusammensetzung (von den Verhältnissen her, Blutplasma, rote und weiße Blutkörperchen etc.) und nur ein Teil des Blutzuckers ist "lose" im Blut. Der wird von den Geräten gemessen und die rechnen das dann um auf den gesamten Blutzucker, der teilweise im Blut an irgendwelche Körperchen gebunden ist. Der Unrechnungsfaktor ist beim Hund halt anders, deswegen hat man da eine Abweichung. Der Sensor misst hingegen den Gewebezucker (da ist ein Filament, das unter die Haut geschoben wird, der sichtbare Teil ist dann nur aufgeklebt, auf dem Foto sieht man es ein bisschen), da gibt es diesen Unterschied nicht :)


    Kira hat mit ihren 26kg übrigens ca. 2-2,5l Blut (70-90ml Blut pro Kilo Hund) und bei gutem Blutzucker (z. B. 100mg/dl) würde das 2-2,5g Traubenzucker, der insgesamt in ihrem Blut gelöst ist, entsprechen. Da kommt einem ein 5g-Traubenzucker-Stück natürlich enorm viel vor. Sie verbraucht ja aber auch kontinuierlich Zucker und ein Großteil des Zuckers ist in der Leber, Muskulatur etc. gespeichert.

    Ich habe ein Update für Euch :D

    Kira ist tatsächlich gerade auf einem ziemlich guten Weg, Unterzuckerungen anzuzeigen 8|

    Ich habe es jetzt doch mal "einfach" ausprobiert, nachdem ich Ewigkeiten darauf herumgekaut habe, ob sie das versteht und wie das Anzeigeverhalten aussehen könnte und wie man sie daran hindert, das einfach zum Betteln zu missbrauchen.


    Sie trägt ja immer mal einen Sensor, der kontinuierlich ihren Blutzucker misst. Habe jetzt angefangen (vor vielleicht 3 Wochen oder so? :/ ), eine Art "Winken" mit der Pfote abzufragen, bevor sie Traubenzucker bekommt weil der Sensor zeigt, dass sie am Unterzuckern ist oder bald unterzuckern wird.

    Für ein normales Pfote geben müsste ich ihr ja die Hand hinhalten, sie soll es ja aber möglichst zeigen können, ohne dass ich irgendwie mit ihr interagiere vorher/ohne dass ich einen Verdacht habe.

    Tatsächlich hat sie das ziemlich schnell verstanden - die ersten paar Male musste ich sie noch mit "Pfote" und Hand hinhalten animieren, mich anzupföteln. Habe besonders am Anfang auch bei Unterzuckerungen mehrere kleine Stückchen Traubenzucker gegeben statt einem großen und für jedes einzeln das Anzeigeverhalten abgefragt.


    Mittlerweile hat sie schon mehrmals nur mit minimaler Animierung meinerseits angezeigt. Sie unterzuckert ja meistens beim Gassi gehen und kommt jetzt zu mir, stupst mich ggf. mit der Nase an und starrt mir Löcher ins Gesicht xD (gut, da wir ja gerade auch für eine Begleithundeprüfung trainieren, finde ich das noch etwas schwierig zu unterscheiden, ob sie das nur anbietet, weil sie da beim Fußgehen üben jede Menge Leckerli für kriegt)


    So, wenn ich dann aber stehen bleibe, setzt sie sich schräg vor mir hin und ich muss sie nur noch fragen "Brauchst Du was? Alles in Ordnung?" und dann wedelt sie mit der Pfote, wenn sie am Unterzuckern ist :love:

    Kriegt dann natürlich sofort Traubenzucker und ein paar Minuten Pause, bis der im Blut angekommen ist.


    Letztens hat sie das sogar an der Bushaltestelle gezeigt, sie schnüffelte so durch die Gegend, plötzlich dreht sie sich zu mir um, setzt sich hin und starrt mich an (das ist fast ein bisschen gruselig, wenn sie nicht so niedlich wäre xD). Ich hatte natürlich ihr Lesegerät einigermaßen im Blick und wusste, dass der Blutzucker stark am Fallen war, aber ein paar Minuten früher auf jeden Fall noch im Grünen Bereich. Habe sie dann nur gefragt, was los ist und da hat sie angezeigt :love: Habe tatsächlich da selbst auch gar nicht wirklich mit gerechnet. Vor allem fand sie diese Wiese an der Bushaltestelle eigentlich unendlich spannend und musste alles abschnüffeln und hat sich dann trotzdem fürs Anzeigen entschieden.


    Wenn sie dann ihren Traubenzucker bekommen hat, zeigt sie manchmal noch ein zweites Mal an, meistens sitzt sie dann aber nur kurz neben mir und guckt durch die Gegend und läuft weiter, wenn ich sie freigebe.

    Sie scheint tatsächlich auch ein ungefähres Gefühl dafür zu haben, wie viel Traubenzucker sie braucht :/ Sie weiß natürlich nicht, was noch so an Bewegung kommt, das weiß ja nur ich (außer wir sind auf einer unserer Standard-Runden unterwegs oder kurz vor zuhause). Aber wie gesagt, manchmal möchte sie noch ein Stück, meistens reicht ihr das, das sie kriegt (das ist natürlich kleiner, wenn wir kurz vor zuhause sind, wo sie dann nur rumliegt).


    Also bisher macht sie keinerlei Anstalten, nach Traubenzucker zu betteln ohne dass sie am Unterzuckern ist. Dass Traubenzucker gegen das (vermutlich) doofe Gefühl hilft, hat sie ja schon ziemlich früh verstanden, sie hatte nur keine Möglichkeit, mir das mitzuteilen, dass sie jetzt welchen braucht.

    Im Moment kann ich das natürlich auch am Sensor prüfen, manchmal ist sie ja auch einfach so k. o., auch wenn ihr Blutzucker hoch genug ist. Dann schlurft sie zwar auch neben mir her, aber sie setzt sich nicht vor mich, wenn ich stehenbleibe.


    Da wird in den nächsten Wochen sicher auch noch viel passieren, dass wir uns einspielen und da testet sie ja vielleicht auch, ob sie den magischen Gratis-Leckerli-Trick gefunden hat, der ihr zuverlässig Traubenzucker gibt und den sie missbrauchen kann. Bisher scheint durch die Gegend wuseln, mit Steinen spielen und alles abschnuffeln aber cooler zu sein als nach Traubenzucker zu betteln :D


    Bin auf jeden Fall extrem stolz auf Kira, dass sie das so schnell verstanden hat und schon so krass gut umsetzt :love: 8) Wird sie doch noch ein Diabetes-Warnhund, bloß für sich selbst xD

    Ich habe jetzt schon wieder einen halben Roman über/zu Kira geschrieben im Melden/Anschlagen im Büro Thread, die andere Hälfte schreibe ich mal hier rein :saint:


    Habe irgendwann mal den Thread zu links-/rechtslastigen Hunden gelesen und würde sagen, dass Kira eher linkslastig ist. Falls ich das einigermaßen richtig verstanden habe... Also eher der Typ, der beim Wachdienst relativ früh anschlagen würde, aber nie weiter als zum Stellen/Verbellen gehen würde (was ich sehr gut finde für einen Familienhund). Also ich habe sie glaube ich noch nie so "ernsthaft" erlebt, wie hier manche Hunde beschrieben werden und lege da auch überhaupt keinen Wert drauf :)

    Gleichzeitig ist sie im Großen und Ganzen durchaus souverän und eher """führerhart""" :/ Also sie fällt bei Anschiss überhaupt nicht in sich zusammen oder so, die nimmt das höchstens mit einem Schulterzucken zur Kenntnis. Im Alltag funktioniert es trotzdem meistens ziemlich gut, aber gefühlt eher, weil sie sich dazu entscheidet, zu kooperieren und dass ihr im Gebüsch rumstrolchen dann doch nicht so wichtig ist wie ein schlecht gelauntes Frauchen zu vermeiden.

    Also ich muss schon sehr ernsthaft sehr sauer sein und in ihrer Nähe, damit sie den Eindruck macht, dass sie jetzt doch ein bisschen "beeindruckt" ist. Was zum Glück nicht oft nötig ist :)


    (Im Nachhinein! witzige) Geschichte am Rande: Sie ist mal nachts ausgebrochen (Durchfall, sie kann Türen öffnen und ganz hinten im Gebüsch war der Zaun noch nicht hundesicher). Als wir das dann so gegen 4 Uhr morgens gemerkt haben, dass der Hund weg ist, hat sie anscheinend gerade schön am McDoof in der Nähe Pommes aus dem Gebüsch gefressen.

    Gerade als wir mittelpanisch, mit Leckerlis und Taschenlampe bewaffnet, aus dem Gartentor raus sind, hörten wir von da jemanden schreien wie am Spieß - und Gebell =O Wir sprinten die Straße lang und sehen, wie ein (zu Recht) zu Tode erschrockener Mann schreiend auf dem Parkplatz steht - und drei Meter vor ihm ein ebenso erschrockener, bellender Hund steht. Er hat sie wahrscheinlich beim Pommes fressen erschreckt und sie hat sich für Stellen und Verbellen entschieden X/ :S

    Was war Kira froh, als wir sie (noch knapp 100m entfernt) gerufen haben xD Die kam in einem Affenzahn zu uns gerannt "boah, endlich seid ihr da, lange hätte ich den nicht mehr aufhalten können, nehmt ihn fest! Der wollte bestimmt meine Pommes klauen".


    In der Situation war das natürlich gar nicht lustig, haben uns eine Millionen Mal entschuldigt und gefragt, ob wirklich wirklich alles in Ordnung ist. Er wollte nicht mal meine Nummer haben, um sich zu melden falls er seine Meinung ändert wenn der Schock vorbei ist. Hat sich noch bei uns entschuldigt 8| (dafür, dass wir unseren Schäferhund nicht ausreichend gesichert haben und der ihn nachts aus heiterem Himmel angebellt hat??)


    Wir werden leider nie erfahren, was genau passiert ist, was auch immer Menschen nachts um 4 alleine mit ihrem Roller auf einem McDoof-Parkplatz machen (der war natürlich geschlossen) und warum er kurz darauf von irgendwem abgeholt wurde - er hat sicher mit niemandem telefoniert, während er panisch schreiend vor einem schwarzen Hundevieh stand, das plötzlich vor ihm aufgetaucht ist :huh:


    Also ich hätte auch den Schock meines Lebens gehabt, wenn ein Hund wie Kira plötzlich herrenlos im Dunklen vor mir stehen und mich anbellen würde. Sie wurde hier sogar schon am hellichten Tage für einen Wolf gehalten (was ein bisschen lächerlich ist, sie ist doch so klein und niedlich :love: ). Hatte auf jeden Fall tagelang ein entsetzlich schlechtes Gewissen, wir haben sofort die Türklinken um 90° gedreht, dass sie sich nicht mehr selbst in den Garten lassen kann, den Zaun repariert und ich habe ewig Panik geschoben, dass wir doch noch verklagt werden und uns Kira weggenommen wird oder Maulkorb- und Leinenpflicht kriegt oder so.


    Naja, so viel zur Persönlichkeit des besten Hundes der Welt <3

    So, Klausur überlebt, jetzt belohne ich mich mal mit einer richtigen Antwort :)

    Unter dem Schreibtisch ist ihr Hundebett. Ich hab ihr von Anfang an klar gemacht das sie Kunden weder anbellen noch anknurren darf und sie belohnt wenn sie die Klappe gehalten hat.

    Wie genau hast Du ihr das denn klargemacht? Beim Ohren spitzen direkt korrigieren? Schimpfen, wenn sie bellt? Ignorieren?


    Meistens haben die Leute gar nicht bemerkt, dass sie da war.

    Im Restaurant oder in Bus und Bahn ist das auch oft so mit Kira ^^ Sie bellt nach wie vor andere Hunde an, wenn ich zu langsam bin, ihr das zu verbieten (ja, auch der nicht, nein, auch nicht fixieren, ja, die Regel gilt immer noch, nein, auch nicht wenn der bellt und ja, es ist mir egal, ob Dir sein Gesicht nicht gefällt). Saßen irgendwann im relativ vollen Bus direkt im Eingangsbereich, sie mit ihrem fetten Drahtmaulkorb (muss ja hecheln können) friedlich am dösen unter mir. Steigt ein kleiner Hund ein und springt ihr direkt quasi bellend ins Gesicht und sie zuckt nicht mal mit der Ohrenspitze 8| Hat sie natürlich sofort eine fette Belohnung bekommen. Irgendwann in ihrer Vergangenheit hat sie anscheinend gelernt, dass Hunde im Bus uninteressant und nicht zu beachten sind. Am Hundeplatz kann ihr ein Hund über die Rute trampeln und sie geiert nach dem nächsten Leckerli oder guckt die Wiese an. Alleine vorm Bäcker angebunden lässt sie ihre Augen nicht mal von der Tür, wenn ihr Lieblingshundefreund fiep-bellend auch am Bäcker ankommt xD

    Muss man das verstehen? :/ :D



    Ah, ich habe Futter werfen übrigens direkt ausprobiert, als sie angeschlagen hat als mein Freund heimkam (unser Gartentor klemmt und ist wirklich nicht zu überhören xD). Je länger ich drüber nachdenke, desto besser finde ich die Idee für das Klingeltraining :/

    Sie ist dann so aufgeregt wenn es klingelt, dass sie sich kaum ansprechen lässt. Auch, wenn sie jetzt nicht komplett eskaliert beim Bellen, würdigt sie mich dann kaum eines Blickes. Habe dann, als sie mal ganz kurz auf meine Ansprache reagiert hat, eine Hand voll Futter in den Flur geworfen, sie hat eine Viertelsekunde abgewägt zwischen Bewachen und Futter und sich dann mit Freude aufs Futter gestürzt xD Als ich mit meinem Freund wieder reinkam, hat sie das Futter liegenlassen, uns begrüßt und dann noch die letzten Krümel gestaubsaugt.

    Ein Problem ist leider, dass wir vom Büro einen ziemlich weiten Weg zum Gartentor haben, man also schon schnell sein muss, um den Paketboten noch zu erwischen. Das hilft natürlich nicht dabei, keine Hektik aufkommen zu lassen X/ Haben jetzt wieder ein Glas mit Futter auf dem Schreibtisch stehen (wo wir mit 99% Wahrscheinlichkeit sind, wenn es klingelt weil Home Office) und wenn es klingelt, kriegt sie eben Futterregen 8)


    Womit ich mir diese """Trainingsmethode""" gerade schönrede: Bei Katzen war sie am Anfang auch 0,0 ansprechbar. Mit dem Leckerli-Werf-Spiel orientiert sie sich jetzt sogar quasi sofort zurück, wenn ich meckere oder die Leine zuende ist (je nachdem, wer schneller ist...) (vorgestern ist 5 Meter vor uns der Dorffuchs über die Straße geflitzt 8| Früher hätte sie da fünf Minuten fiepend in der Leine gehangen). Und ich habe ja festgestellt, dass nur meckern auch schon reicht :)

    Also vielleicht lässt sich das beim Klingeln ja auch erreichen, dass sie sich nicht mehr so derbe aufregt, sondern ansprechbar wird und dann kann man von da aus sinnvoll trainieren, dass mehr als ein Wuff nicht nötig ist.


    Für die Büro-Situation bei Sitzungen lässt sich das fürchte ich nicht so gut übertragen. Zuhause darf sie sich ja frei bewegen, im Büro soll sie auf ihrem Platz bleiben. Zuhause kann sie meinetwegen kurz bellen, nur wie blöde zur Tür rennen und Stress schieben ist doof. Im Büro soll sie einfach friedlich pennen :sleeping:

    Würde sie auch bellen, wenn du aktiv was mit ihr machst, keine Ahnung ein food Chase oder Futterauchspiel oder Unterordnung oder irgendwelche tricks?

    Sehr gute Frage, ich denke nicht. Sie würde vermutlich kurz gucken und vielleicht auch mal Wuff sagen, aber dann hätte sie ja schon eine andere Aufgabe, nämlich Leckerlis verdienen ^^ Hund muss Prioritäten setzen 8)

    könnte man sie ablenken, wenn ja, ist das schon mal gut, wenn nicht würde ich erstmal daran arbeiten, dass sie sich ablenken lässt, zum Beispiel es klingelt zu Hause immer wieder und ihr macht ein Spielchen, das ihr Spaß macht, das irgendwann dazu führt, dass sie nicht aufs klingeln reagiert.

    Ich glaube, im Büro bellen ist für sie eine sehr andere Situation/Motivation (?) als zuhause bellen :/ Zuhause würde sie sich definitiv vom Training/Spiel verabschieden, wenn es klingelt. Im Büro denke ich nicht oder nicht so vehement (da ist sie aber auch an der Leine - und auch nur alle paar Wochen mal da).

    Ich habe den Verdacht, dass sie ein ziemlich gutes Konzept davon hat, warum sie zuhause bellt wenn es klingelt. Melden und gucken wollen, wer da ist. Ich teste gerade auch, ob es ihr vielleicht hilft wenn ich ihr sage, ob da gerade mein Freund, Freunde von uns oder der Postbote vor dem Gartentor stehen. Das weiß ich eigentlich immer und vielleicht checkt sie ja irgendwann, dass Postbote heißt, dass sie gleich beim Paket auspacken mitschnuffeln darf (die meisten sind eh für sie xD) und niemand ihr Revier betritt. Dauert aber vermutlich noch eine ganze Weile, wie gesagt, es klingelt höchstens ein paar Mal pro Woche...


    Werde jetzt denke ich doch die 50€ für einen zweiten Klingeltaster für unsere Premium-Funkklingel ( :rolleyes: ) in die Hand nehmen, dann kann ich vom Schreibtisch aus den Gong auslösen. Mehr Übungsmöglichkeiten :)

    Du stellst dir Leckerlis irgendwo im Raum auf. Du sitzt am Schreibtisch und bevor du aufstehst um von da Leckerlis zu holen sagst du immer deinen Marker.

    So kannst du zum Beispiel wenn jemand rein kommt oder vorbei läuft besser noch den Zeitpunkt Marken, wo sie vielleicht noch nicht gebellt hat und in der Zeit, wo du den Marker gesagt hast und zu den Leckerlis läufst, wird sie dich im Idealfall wie gebannt beobachten, ob die Mutti das auch richtig macht.

    Ja, das klingt sinnvoll :/ Bin immer so unfantasievoll bei Kommando-Wörtern, vielleicht sage ich ab sofort einfach immer "Fresse jetzt", wenn sie Leckerliregen gegen Klingelgebell kriegt :D :saint:


    Okay, also ich glaube, ich habe neue Motivation und einen verbesserten Plan, wie man das Klingel-Gebell reduzieren kann. Wir ziehen wahrscheinlich in einem Jahr ca. um und mir graut es jetzt schon davor, mit Hund eine Wohnung zu finden. Wenn man dann sagen kann, Hund hat (vielleicht ja irgendwann dieses Jahr, sind fleißig am Trainieren :) ) eine Begleithundeprüfung, macht nix kaputt und sagt halt mal wuff, wenn's klingelt, ist das bestimmt von Vorteil.


    Fürs Büro hänge ich noch gedanklich etwas. Wir sind ja nur alle paar Wochen mal für einen Abend da, aber es wäre für die Zukunft praktisch, sie auch mal mit zur Arbeit nehmen zu können. Großraumbüro wäre glaube ich gar kein Problem, weil sie das dann nicht als bewachenswert betrachtet, aber geschlossener Meetingraum und Nachzügler - da würde sie sich selbst den Job geben, aufzupassen.

    Wunschvorstellung wäre, dass sie einfach auf ihrer Decke liegt und pennt, völlig egal, was um sie herum so passiert (im Bürorahmen natürlich xD). Tut sie normalerweise auch problemlos, wenn niemand verspätet reinkommt, vergisst man sie völlig.


    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass das wirklich einfach eine "unkontrollierte" "Kurzschlussreaktion" ist - da kommt jemand rein, sie wufft. Dann denkt sie kurz drüber nach und kommt zu dem Ergebnis, dass das richtig war und sie nochmal Wuff sagen muss. Dass ich zu einem anderen Ergebnis komme, interessiert sie nur am Rande, sie hat schließlich eine wichtige Aufgabe! X/ :D


    Also ihr irgendwie klarmachen, dass sie gefälligst friedlich zu schlafen hat und dass Aufpassen unerwünscht ist. Ist denke ich eine Erziehungsfrage.

    Oder über Training: Sie kriegt was zu futtern, wenn irgendwas bebellenswertes passiert und statt dann mit Wuff zu melden, meldet sie mit Betteln? :D

    Ich überlege gerade, am Gartenzaun (im Sommer stark frequentierter Schrebergartenweg) bellt sie nicht, nachdem sie dafür Anschiss gekriegt und ggf. in die Wohnung gepackt wurde. Da ist aber auch mehr Platz für Körpersprache und "ich glaube es hackt hier irgendwelche Leute anzubellen, nicht Dein Job!". Und vielleicht für einen Schäferhund auch intuitiver, dass der zu bewachende Bereich am Zaun endet.

    Aber denkt ihr ich könnte sie zum bellen bringen?! Keine Chance, ich habe echt schon einiges versucht, versucht ein Kommando drauf zu setzen, wenn sie eh bellt, versucht sie irgendwie in einer Interaktion mit mir dazu zu animieren... Ich kriege einfach keinen Ton aus ihr 😅

    Das kommt mir bekannt vor xD Sie bell-heult mich allerhöchstens mal an, wenn sie mir die Ehre gibt, ihr Steinchen für sie kicken zu dürfen, das sie durch die Gegend spielt xD


    Sehr "witzige" Beobachtung: Axel zählt zu diesen Hunden und weil ich ihn immer wieder auch geschimpft habe, wenn seine "Lautäusserungen aus Übererregung entwischen", "bestraft" er sich selber :D Ich kann an seinem Gesicht sehen "aaah scheisseeee, es ist mir so rausgerutscht" oder wenn er mit Ioshy auf dem Teppich balgt, wird er laut wenn das Spiel intensiver wird. Neuerdings bricht er bei seiner ersten Lautäusserung das Spiel ab und geht in die Box :D Weil ich ihn oder auch Ioshy in der Vergangenheit immer wieder mal getrennt habe, einer in die Box, wenn sie es hier zu bunt treiben.

    Oh nein, das tut mir gerade voll Leid für Axel, da leide ich bei seinem "huuuuuuups, wollte ich nicht, tut mir Leid" direkt mit ;( Und es ist gleichzeitig sehr faszinierend, dass er sich da so selbst reguliert 8|


    Mir fällt jetzt noch mehr zu Kiras Persönlichkeit ein, das wird aber ein zweiter Roman, den kopiere ich jetzt in meinem Vorstellungsthread, statt die Nachricht endgültig eskalieren zu lassen :S