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  1. Das Schäferhund Forum
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Maria
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  • aus Dresden
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Beiträge von Maria

  • Sprechende Knöpfe für Hunde - Anzeigen von Unterzuckern?

    • Maria
    • 28. Februar 2026 um 11:55

    Ich habe ein Update für Euch :D

    Kira ist tatsächlich gerade auf einem ziemlich guten Weg, Unterzuckerungen anzuzeigen 8|

    Ich habe es jetzt doch mal "einfach" ausprobiert, nachdem ich Ewigkeiten darauf herumgekaut habe, ob sie das versteht und wie das Anzeigeverhalten aussehen könnte und wie man sie daran hindert, das einfach zum Betteln zu missbrauchen.

    Sie trägt ja immer mal einen Sensor, der kontinuierlich ihren Blutzucker misst. Habe jetzt angefangen (vor vielleicht 3 Wochen oder so? :/ ), eine Art "Winken" mit der Pfote abzufragen, bevor sie Traubenzucker bekommt weil der Sensor zeigt, dass sie am Unterzuckern ist oder bald unterzuckern wird.

    Für ein normales Pfote geben müsste ich ihr ja die Hand hinhalten, sie soll es ja aber möglichst zeigen können, ohne dass ich irgendwie mit ihr interagiere vorher/ohne dass ich einen Verdacht habe.

    Tatsächlich hat sie das ziemlich schnell verstanden - die ersten paar Male musste ich sie noch mit "Pfote" und Hand hinhalten animieren, mich anzupföteln. Habe besonders am Anfang auch bei Unterzuckerungen mehrere kleine Stückchen Traubenzucker gegeben statt einem großen und für jedes einzeln das Anzeigeverhalten abgefragt.

    Mittlerweile hat sie schon mehrmals nur mit minimaler Animierung meinerseits angezeigt. Sie unterzuckert ja meistens beim Gassi gehen und kommt jetzt zu mir, stupst mich ggf. mit der Nase an und starrt mir Löcher ins Gesicht xD (gut, da wir ja gerade auch für eine Begleithundeprüfung trainieren, finde ich das noch etwas schwierig zu unterscheiden, ob sie das nur anbietet, weil sie da beim Fußgehen üben jede Menge Leckerli für kriegt)

    So, wenn ich dann aber stehen bleibe, setzt sie sich schräg vor mir hin und ich muss sie nur noch fragen "Brauchst Du was? Alles in Ordnung?" und dann wedelt sie mit der Pfote, wenn sie am Unterzuckern ist :love:

    Kriegt dann natürlich sofort Traubenzucker und ein paar Minuten Pause, bis der im Blut angekommen ist.

    Letztens hat sie das sogar an der Bushaltestelle gezeigt, sie schnüffelte so durch die Gegend, plötzlich dreht sie sich zu mir um, setzt sich hin und starrt mich an (das ist fast ein bisschen gruselig, wenn sie nicht so niedlich wäre xD). Ich hatte natürlich ihr Lesegerät einigermaßen im Blick und wusste, dass der Blutzucker stark am Fallen war, aber ein paar Minuten früher auf jeden Fall noch im Grünen Bereich. Habe sie dann nur gefragt, was los ist und da hat sie angezeigt :love: Habe tatsächlich da selbst auch gar nicht wirklich mit gerechnet. Vor allem fand sie diese Wiese an der Bushaltestelle eigentlich unendlich spannend und musste alles abschnüffeln und hat sich dann trotzdem fürs Anzeigen entschieden.

    Wenn sie dann ihren Traubenzucker bekommen hat, zeigt sie manchmal noch ein zweites Mal an, meistens sitzt sie dann aber nur kurz neben mir und guckt durch die Gegend und läuft weiter, wenn ich sie freigebe.

    Sie scheint tatsächlich auch ein ungefähres Gefühl dafür zu haben, wie viel Traubenzucker sie braucht :/ Sie weiß natürlich nicht, was noch so an Bewegung kommt, das weiß ja nur ich (außer wir sind auf einer unserer Standard-Runden unterwegs oder kurz vor zuhause). Aber wie gesagt, manchmal möchte sie noch ein Stück, meistens reicht ihr das, das sie kriegt (das ist natürlich kleiner, wenn wir kurz vor zuhause sind, wo sie dann nur rumliegt).

    Also bisher macht sie keinerlei Anstalten, nach Traubenzucker zu betteln ohne dass sie am Unterzuckern ist. Dass Traubenzucker gegen das (vermutlich) doofe Gefühl hilft, hat sie ja schon ziemlich früh verstanden, sie hatte nur keine Möglichkeit, mir das mitzuteilen, dass sie jetzt welchen braucht.

    Im Moment kann ich das natürlich auch am Sensor prüfen, manchmal ist sie ja auch einfach so k. o., auch wenn ihr Blutzucker hoch genug ist. Dann schlurft sie zwar auch neben mir her, aber sie setzt sich nicht vor mich, wenn ich stehenbleibe.

    Da wird in den nächsten Wochen sicher auch noch viel passieren, dass wir uns einspielen und da testet sie ja vielleicht auch, ob sie den magischen Gratis-Leckerli-Trick gefunden hat, der ihr zuverlässig Traubenzucker gibt und den sie missbrauchen kann. Bisher scheint durch die Gegend wuseln, mit Steinen spielen und alles abschnuffeln aber cooler zu sein als nach Traubenzucker zu betteln :D

    Bin auf jeden Fall extrem stolz auf Kira, dass sie das so schnell verstanden hat und schon so krass gut umsetzt :love: 8) Wird sie doch noch ein Diabetes-Warnhund, bloß für sich selbst xD

  • Kira und Maria aus Dresden :)

    • Maria
    • 20. Februar 2026 um 08:58

    Jaja, Kira hat bestimmt gespürt, dass der was Illegales vorhat :D

    Als nach zwei Wochen immer noch kein "Wir nehmen Ihnen den gefährlichen Hund weg"-Brief kam, konnte ich auch drüber lachen xD

  • Kira und Maria aus Dresden :)

    • Maria
    • 19. Februar 2026 um 20:11

    Ich habe jetzt schon wieder einen halben Roman über/zu Kira geschrieben im Melden/Anschlagen im Büro Thread, die andere Hälfte schreibe ich mal hier rein :saint:

    Habe irgendwann mal den Thread zu links-/rechtslastigen Hunden gelesen und würde sagen, dass Kira eher linkslastig ist. Falls ich das einigermaßen richtig verstanden habe... Also eher der Typ, der beim Wachdienst relativ früh anschlagen würde, aber nie weiter als zum Stellen/Verbellen gehen würde (was ich sehr gut finde für einen Familienhund). Also ich habe sie glaube ich noch nie so "ernsthaft" erlebt, wie hier manche Hunde beschrieben werden und lege da auch überhaupt keinen Wert drauf :)

    Gleichzeitig ist sie im Großen und Ganzen durchaus souverän und eher """führerhart""" :/ Also sie fällt bei Anschiss überhaupt nicht in sich zusammen oder so, die nimmt das höchstens mit einem Schulterzucken zur Kenntnis. Im Alltag funktioniert es trotzdem meistens ziemlich gut, aber gefühlt eher, weil sie sich dazu entscheidet, zu kooperieren und dass ihr im Gebüsch rumstrolchen dann doch nicht so wichtig ist wie ein schlecht gelauntes Frauchen zu vermeiden.

    Also ich muss schon sehr ernsthaft sehr sauer sein und in ihrer Nähe, damit sie den Eindruck macht, dass sie jetzt doch ein bisschen "beeindruckt" ist. Was zum Glück nicht oft nötig ist :)

    (Im Nachhinein! witzige) Geschichte am Rande: Sie ist mal nachts ausgebrochen (Durchfall, sie kann Türen öffnen und ganz hinten im Gebüsch war der Zaun noch nicht hundesicher). Als wir das dann so gegen 4 Uhr morgens gemerkt haben, dass der Hund weg ist, hat sie anscheinend gerade schön am McDoof in der Nähe Pommes aus dem Gebüsch gefressen.

    Gerade als wir mittelpanisch, mit Leckerlis und Taschenlampe bewaffnet, aus dem Gartentor raus sind, hörten wir von da jemanden schreien wie am Spieß - und Gebell =O Wir sprinten die Straße lang und sehen, wie ein (zu Recht) zu Tode erschrockener Mann schreiend auf dem Parkplatz steht - und drei Meter vor ihm ein ebenso erschrockener, bellender Hund steht. Er hat sie wahrscheinlich beim Pommes fressen erschreckt und sie hat sich für Stellen und Verbellen entschieden X/ :S

    Was war Kira froh, als wir sie (noch knapp 100m entfernt) gerufen haben xD Die kam in einem Affenzahn zu uns gerannt "boah, endlich seid ihr da, lange hätte ich den nicht mehr aufhalten können, nehmt ihn fest! Der wollte bestimmt meine Pommes klauen".

    In der Situation war das natürlich gar nicht lustig, haben uns eine Millionen Mal entschuldigt und gefragt, ob wirklich wirklich alles in Ordnung ist. Er wollte nicht mal meine Nummer haben, um sich zu melden falls er seine Meinung ändert wenn der Schock vorbei ist. Hat sich noch bei uns entschuldigt 8| (dafür, dass wir unseren Schäferhund nicht ausreichend gesichert haben und der ihn nachts aus heiterem Himmel angebellt hat??)

    Wir werden leider nie erfahren, was genau passiert ist, was auch immer Menschen nachts um 4 alleine mit ihrem Roller auf einem McDoof-Parkplatz machen (der war natürlich geschlossen) und warum er kurz darauf von irgendwem abgeholt wurde - er hat sicher mit niemandem telefoniert, während er panisch schreiend vor einem schwarzen Hundevieh stand, das plötzlich vor ihm aufgetaucht ist :huh:

    Also ich hätte auch den Schock meines Lebens gehabt, wenn ein Hund wie Kira plötzlich herrenlos im Dunklen vor mir stehen und mich anbellen würde. Sie wurde hier sogar schon am hellichten Tage für einen Wolf gehalten (was ein bisschen lächerlich ist, sie ist doch so klein und niedlich :love: ). Hatte auf jeden Fall tagelang ein entsetzlich schlechtes Gewissen, wir haben sofort die Türklinken um 90° gedreht, dass sie sich nicht mehr selbst in den Garten lassen kann, den Zaun repariert und ich habe ewig Panik geschoben, dass wir doch noch verklagt werden und uns Kira weggenommen wird oder Maulkorb- und Leinenpflicht kriegt oder so.

    Naja, so viel zur Persönlichkeit des besten Hundes der Welt <3

  • Melden/Anschlagen im Büro verhindern

    • Maria
    • 19. Februar 2026 um 19:45

    So, Klausur überlebt, jetzt belohne ich mich mal mit einer richtigen Antwort :)

    Zitat von _Thyra_

    Unter dem Schreibtisch ist ihr Hundebett. Ich hab ihr von Anfang an klar gemacht das sie Kunden weder anbellen noch anknurren darf und sie belohnt wenn sie die Klappe gehalten hat.

    Wie genau hast Du ihr das denn klargemacht? Beim Ohren spitzen direkt korrigieren? Schimpfen, wenn sie bellt? Ignorieren?

    Zitat von Cinja

    Meistens haben die Leute gar nicht bemerkt, dass sie da war.

    Im Restaurant oder in Bus und Bahn ist das auch oft so mit Kira ^^ Sie bellt nach wie vor andere Hunde an, wenn ich zu langsam bin, ihr das zu verbieten (ja, auch der nicht, nein, auch nicht fixieren, ja, die Regel gilt immer noch, nein, auch nicht wenn der bellt und ja, es ist mir egal, ob Dir sein Gesicht nicht gefällt). Saßen irgendwann im relativ vollen Bus direkt im Eingangsbereich, sie mit ihrem fetten Drahtmaulkorb (muss ja hecheln können) friedlich am dösen unter mir. Steigt ein kleiner Hund ein und springt ihr direkt quasi bellend ins Gesicht und sie zuckt nicht mal mit der Ohrenspitze 8| Hat sie natürlich sofort eine fette Belohnung bekommen. Irgendwann in ihrer Vergangenheit hat sie anscheinend gelernt, dass Hunde im Bus uninteressant und nicht zu beachten sind. Am Hundeplatz kann ihr ein Hund über die Rute trampeln und sie geiert nach dem nächsten Leckerli oder guckt die Wiese an. Alleine vorm Bäcker angebunden lässt sie ihre Augen nicht mal von der Tür, wenn ihr Lieblingshundefreund fiep-bellend auch am Bäcker ankommt xD

    Muss man das verstehen? :/ :D


    Ah, ich habe Futter werfen übrigens direkt ausprobiert, als sie angeschlagen hat als mein Freund heimkam (unser Gartentor klemmt und ist wirklich nicht zu überhören xD). Je länger ich drüber nachdenke, desto besser finde ich die Idee für das Klingeltraining :/

    Sie ist dann so aufgeregt wenn es klingelt, dass sie sich kaum ansprechen lässt. Auch, wenn sie jetzt nicht komplett eskaliert beim Bellen, würdigt sie mich dann kaum eines Blickes. Habe dann, als sie mal ganz kurz auf meine Ansprache reagiert hat, eine Hand voll Futter in den Flur geworfen, sie hat eine Viertelsekunde abgewägt zwischen Bewachen und Futter und sich dann mit Freude aufs Futter gestürzt xD Als ich mit meinem Freund wieder reinkam, hat sie das Futter liegenlassen, uns begrüßt und dann noch die letzten Krümel gestaubsaugt.

    Ein Problem ist leider, dass wir vom Büro einen ziemlich weiten Weg zum Gartentor haben, man also schon schnell sein muss, um den Paketboten noch zu erwischen. Das hilft natürlich nicht dabei, keine Hektik aufkommen zu lassen X/ Haben jetzt wieder ein Glas mit Futter auf dem Schreibtisch stehen (wo wir mit 99% Wahrscheinlichkeit sind, wenn es klingelt weil Home Office) und wenn es klingelt, kriegt sie eben Futterregen 8)

    Womit ich mir diese """Trainingsmethode""" gerade schönrede: Bei Katzen war sie am Anfang auch 0,0 ansprechbar. Mit dem Leckerli-Werf-Spiel orientiert sie sich jetzt sogar quasi sofort zurück, wenn ich meckere oder die Leine zuende ist (je nachdem, wer schneller ist...) (vorgestern ist 5 Meter vor uns der Dorffuchs über die Straße geflitzt 8| Früher hätte sie da fünf Minuten fiepend in der Leine gehangen). Und ich habe ja festgestellt, dass nur meckern auch schon reicht :)

    Also vielleicht lässt sich das beim Klingeln ja auch erreichen, dass sie sich nicht mehr so derbe aufregt, sondern ansprechbar wird und dann kann man von da aus sinnvoll trainieren, dass mehr als ein Wuff nicht nötig ist.

    Für die Büro-Situation bei Sitzungen lässt sich das fürchte ich nicht so gut übertragen. Zuhause darf sie sich ja frei bewegen, im Büro soll sie auf ihrem Platz bleiben. Zuhause kann sie meinetwegen kurz bellen, nur wie blöde zur Tür rennen und Stress schieben ist doof. Im Büro soll sie einfach friedlich pennen :sleeping:

    Zitat von maike

    Würde sie auch bellen, wenn du aktiv was mit ihr machst, keine Ahnung ein food Chase oder Futterauchspiel oder Unterordnung oder irgendwelche tricks?

    Sehr gute Frage, ich denke nicht. Sie würde vermutlich kurz gucken und vielleicht auch mal Wuff sagen, aber dann hätte sie ja schon eine andere Aufgabe, nämlich Leckerlis verdienen ^^ Hund muss Prioritäten setzen 8)

    Zitat von maike

    könnte man sie ablenken, wenn ja, ist das schon mal gut, wenn nicht würde ich erstmal daran arbeiten, dass sie sich ablenken lässt, zum Beispiel es klingelt zu Hause immer wieder und ihr macht ein Spielchen, das ihr Spaß macht, das irgendwann dazu führt, dass sie nicht aufs klingeln reagiert.

    Ich glaube, im Büro bellen ist für sie eine sehr andere Situation/Motivation (?) als zuhause bellen :/ Zuhause würde sie sich definitiv vom Training/Spiel verabschieden, wenn es klingelt. Im Büro denke ich nicht oder nicht so vehement (da ist sie aber auch an der Leine - und auch nur alle paar Wochen mal da).

    Ich habe den Verdacht, dass sie ein ziemlich gutes Konzept davon hat, warum sie zuhause bellt wenn es klingelt. Melden und gucken wollen, wer da ist. Ich teste gerade auch, ob es ihr vielleicht hilft wenn ich ihr sage, ob da gerade mein Freund, Freunde von uns oder der Postbote vor dem Gartentor stehen. Das weiß ich eigentlich immer und vielleicht checkt sie ja irgendwann, dass Postbote heißt, dass sie gleich beim Paket auspacken mitschnuffeln darf (die meisten sind eh für sie xD) und niemand ihr Revier betritt. Dauert aber vermutlich noch eine ganze Weile, wie gesagt, es klingelt höchstens ein paar Mal pro Woche...

    Werde jetzt denke ich doch die 50€ für einen zweiten Klingeltaster für unsere Premium-Funkklingel ( :rolleyes: ) in die Hand nehmen, dann kann ich vom Schreibtisch aus den Gong auslösen. Mehr Übungsmöglichkeiten :)

    Zitat von maike

    Du stellst dir Leckerlis irgendwo im Raum auf. Du sitzt am Schreibtisch und bevor du aufstehst um von da Leckerlis zu holen sagst du immer deinen Marker.

    So kannst du zum Beispiel wenn jemand rein kommt oder vorbei läuft besser noch den Zeitpunkt Marken, wo sie vielleicht noch nicht gebellt hat und in der Zeit, wo du den Marker gesagt hast und zu den Leckerlis läufst, wird sie dich im Idealfall wie gebannt beobachten, ob die Mutti das auch richtig macht.

    Ja, das klingt sinnvoll :/ Bin immer so unfantasievoll bei Kommando-Wörtern, vielleicht sage ich ab sofort einfach immer "Fresse jetzt", wenn sie Leckerliregen gegen Klingelgebell kriegt :D :saint:

    Okay, also ich glaube, ich habe neue Motivation und einen verbesserten Plan, wie man das Klingel-Gebell reduzieren kann. Wir ziehen wahrscheinlich in einem Jahr ca. um und mir graut es jetzt schon davor, mit Hund eine Wohnung zu finden. Wenn man dann sagen kann, Hund hat (vielleicht ja irgendwann dieses Jahr, sind fleißig am Trainieren :) ) eine Begleithundeprüfung, macht nix kaputt und sagt halt mal wuff, wenn's klingelt, ist das bestimmt von Vorteil.

    Fürs Büro hänge ich noch gedanklich etwas. Wir sind ja nur alle paar Wochen mal für einen Abend da, aber es wäre für die Zukunft praktisch, sie auch mal mit zur Arbeit nehmen zu können. Großraumbüro wäre glaube ich gar kein Problem, weil sie das dann nicht als bewachenswert betrachtet, aber geschlossener Meetingraum und Nachzügler - da würde sie sich selbst den Job geben, aufzupassen.

    Wunschvorstellung wäre, dass sie einfach auf ihrer Decke liegt und pennt, völlig egal, was um sie herum so passiert (im Bürorahmen natürlich xD). Tut sie normalerweise auch problemlos, wenn niemand verspätet reinkommt, vergisst man sie völlig.

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass das wirklich einfach eine "unkontrollierte" "Kurzschlussreaktion" ist - da kommt jemand rein, sie wufft. Dann denkt sie kurz drüber nach und kommt zu dem Ergebnis, dass das richtig war und sie nochmal Wuff sagen muss. Dass ich zu einem anderen Ergebnis komme, interessiert sie nur am Rande, sie hat schließlich eine wichtige Aufgabe! X/ :D

    Also ihr irgendwie klarmachen, dass sie gefälligst friedlich zu schlafen hat und dass Aufpassen unerwünscht ist. Ist denke ich eine Erziehungsfrage.

    Oder über Training: Sie kriegt was zu futtern, wenn irgendwas bebellenswertes passiert und statt dann mit Wuff zu melden, meldet sie mit Betteln? :D

    Ich überlege gerade, am Gartenzaun (im Sommer stark frequentierter Schrebergartenweg) bellt sie nicht, nachdem sie dafür Anschiss gekriegt und ggf. in die Wohnung gepackt wurde. Da ist aber auch mehr Platz für Körpersprache und "ich glaube es hackt hier irgendwelche Leute anzubellen, nicht Dein Job!". Und vielleicht für einen Schäferhund auch intuitiver, dass der zu bewachende Bereich am Zaun endet.

    Zitat von maike

    Aber denkt ihr ich könnte sie zum bellen bringen?! Keine Chance, ich habe echt schon einiges versucht, versucht ein Kommando drauf zu setzen, wenn sie eh bellt, versucht sie irgendwie in einer Interaktion mit mir dazu zu animieren... Ich kriege einfach keinen Ton aus ihr 😅

    Das kommt mir bekannt vor xD Sie bell-heult mich allerhöchstens mal an, wenn sie mir die Ehre gibt, ihr Steinchen für sie kicken zu dürfen, das sie durch die Gegend spielt xD

    Zitat von Axman

    Sehr "witzige" Beobachtung: Axel zählt zu diesen Hunden und weil ich ihn immer wieder auch geschimpft habe, wenn seine "Lautäusserungen aus Übererregung entwischen", "bestraft" er sich selber :D Ich kann an seinem Gesicht sehen "aaah scheisseeee, es ist mir so rausgerutscht" oder wenn er mit Ioshy auf dem Teppich balgt, wird er laut wenn das Spiel intensiver wird. Neuerdings bricht er bei seiner ersten Lautäusserung das Spiel ab und geht in die Box :D Weil ich ihn oder auch Ioshy in der Vergangenheit immer wieder mal getrennt habe, einer in die Box, wenn sie es hier zu bunt treiben.

    Oh nein, das tut mir gerade voll Leid für Axel, da leide ich bei seinem "huuuuuuups, wollte ich nicht, tut mir Leid" direkt mit ;( Und es ist gleichzeitig sehr faszinierend, dass er sich da so selbst reguliert 8|

    Mir fällt jetzt noch mehr zu Kiras Persönlichkeit ein, das wird aber ein zweiter Roman, den kopiere ich jetzt in meinem Vorstellungsthread, statt die Nachricht endgültig eskalieren zu lassen :S

  • Melden/Anschlagen im Büro verhindern

    • Maria
    • 18. Februar 2026 um 09:51

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Ist sie nicht der süßeste Süßbär, die kann doch gar nicht bellen :saint: <3 <3 <3

    Jetzt prokrastiniere ich Lernen mit Hundebilder angucken X/ :love:

    Dateien

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  • Melden/Anschlagen im Büro verhindern

    • Maria
    • 18. Februar 2026 um 09:48

    Huch, das hatte ich gestern angefangen zu schreiben und nicht abgeschickt... :

    Den Mastin Español bemerkt man dann erst, wenn man 90kg Hund in der Wade hängen hat :D

    Ich hatte auch mal probiert, sie zuhause darauf zu trainieren, dass sie auf das Klingelgeräusch auf die Decke geht, aber hier wird halt nur so zwei Mal pro Woche geklingelt und sie reagiert zwar auch auf den vom Handy abgespielten Klingelton, aber ich hatte dann doch Sorge, dass sie bald den Unterschied versteht.

    Und dann ist es irgendwie im Alltag untergegangen, als es nach ein paar Tagen Training so gar keine Verhaltensänderung gab X/

    Lustigerweise reagiert sie quasi null auf die Klingel in anderen Wohnungen oder im Fernsehen oder so.

  • Melden/Anschlagen im Büro verhindern

    • Maria
    • 18. Februar 2026 um 09:45

    Habe morgen eine Klausur und würde so viel lieber jetzt einen neuen Antwort-/Fragen-Roman schreiben, das ist super spannend, was ihr schreibt!

    Finde das auch total schwierig, die Balance zu finden zwischen den Extremen "das ist eben die Rasse, muss man mit leben" und "man kann einem Hund alles beibringen/antrainieren, wozu er physisch in der Lage ist".

    Jetzt ist Kira nun mal bei uns und sie ist ein Schäferhund und noch dazu ein ziemlich guter, finde ich :) Also offensichtlich ist sie der beste Hunde der Welt :love: Und das ändert sich auch nicht, weil es mir peinlich ist, wenn sie im Büro mal bellt, sie nachts den Biomüll ausräumt (und ich tausend Tode sterbe, weil ich mich nicht mehr erinnern kann, ob ich den mit den schimmligen Trauben schon rausgebracht hatte 8| ) oder zu nem anderen Hund petzt, weil ich zu lahmarschig war :S

    Pepper , habe tatsächlich angefangen, alle Deine Beiträge im Forum durchzuscrollen auf der Suche nach Inspiration, bin aber noch nicht gaaanz durch die 178 Seiten gekommen xD Was würdest Du denn an meiner Stelle machen? :)

    War auch schon am Überlegen, die "singen kann sie nicht, deswegen bellt sie manchmal"-Schiene zu fahren und primär mein schlechtes Gewissen zu trainieren statt den Hund. Aber vielleicht hat ja jemand noch eine Inspiration, wie ich Kira konkret zeigen könnte, dass sie sich im Büro entspannt zurücklehnen kann. Oder dass ich da kein Gebell haben will, sie kann beim Spielen bellen oder zuhause melden, wenn das Gartentor klappert (das arme Tier, hunderte Jahre als Wachhund gezüchtet und dann erfindet die Menschheit Türklingeln :rolleyes: Einfach ersetzt worden von ner Funkklingel, wie peinlich. Scheiß Industrialisierung :D )

  • Melden/Anschlagen im Büro verhindern

    • Maria
    • 17. Februar 2026 um 09:30

    Ach Mensch, ihr seid schon eine super sympathische Truppe hier ^^ <3

  • Melden/Anschlagen im Büro verhindern

    • Maria
    • 16. Februar 2026 um 15:49

    Das erleichtert mich gerade, habe irgendwie erwartet/befürchtet, dass die Schäfierfahrenen Profis das durch reine Präsenz lösen können, was ich dann nicht so einfach nachmachen kann ^^

    Vielleicht sollte ich das mal für das Klingeln zuhause testen. Kann man ja ggf. mit der Zeit abstufen, dass es Futterregen nur noch gibt, wenn Hund von alleine aus der Erwartung auf Futter nicht rumbellt.

    Bellen ist ja meistens (immer?) ein Symptom von hoher Erregung? Also quasi Stress (muss ja nicht negativ sein, viele bellen ja auch vor Freude beim Spielen/wenn jemand reinkommt). Und kauen/fressen beruhigt.

    Ich überlege mal, ob ich die Erkenntnis auf die Büro-Situation übertragen kriege. Vielleicht mit irgendwas zum Kauen, darf halt nicht riechen oder laut schmatzend bearbeitet werden während der Sitzung :/ Und Timing... Vielleicht lässt sich auch mit Übung am Klingel-Gebell was übertragen auf das Warn-Wuffen im Büro :/

  • Melden/Anschlagen im Büro verhindern

    • Maria
    • 16. Februar 2026 um 12:40

    Habe ein bisschen Hemmungen, schon wieder ein neues Thema aufzumachen, ich flute hier ja gefühlt alles mit meinen Fragen...

    Aber kenne irgendwie nicht so viele Leute, die ich bei Erziehungssachen um Rat fragen kann und im Internet kommen mir viele Tipps nicht so passend für Schäferhunde/Gebrauchshunde vor :/

    Zu meiner Frage: Wie lerne ich, Kira beim Bellen abzubrechen oder es sogar vorausschauend zu unterbinden?

    Dass sie anschlägt, wenn es zuhause klingelt oder sie das Gartentor hört - ok, dafür wurde sie gezüchtet. Mir würde es reichen, wenn sie einmal Wuff sagt und den Rest dann mir überlässt, es ist auch schon besser geworden.

    Das Problem ist, wenn ich gezwungen bin, sie mit zu abendlichen Terminen nehmen. Bin in einem recht großen Verein Vorstandsmitglied und da sie ja abends zu festen Zeiten Insulin und Futter braucht, muss ich sie mitnehmen wenn mein Freund auf Geschäftsreise ist.

    Sie ist da auch total freundlich, schnuppert in der Gegend rum, stupst zur Begrüßung vielleicht mal kurz mit der Nase und ist ansonsten ziemlich unbefangen. Im Meetingraum lege ich sie dann möglichst weit weg von der Tür in eine Ecke und da liegt sie dann und pennt brav.

    Problem: Wenn jemand den Raum betritt oder teilweise im Flur rumläuft, schlägt sie meistens an. Und selbst ihr kleines Wuff reicht natürlich, dass sich Leute erschrecken, die nicht mit einem Hund rechnen. Manchmal kriegt sie es noch nicht mal mit, dass jemand reinkommt, dann sage ich zu der Person "Hallo" und dann schlägt sie an :rolleyes: So nach dem Motto "oh, äh, verdammt, da ist ja ein Einbrecher, den ich melden muss! 'tschuldigung, Wuff Wuff, kommt nicht nochmal vor"

    Ich lobe sie, wenn sie ruhig bleibt und wenn ständig Leute rein und raus gehen, stört sie das auch nicht (so am Anfang, bevor die Sitzung losgeht oder bei Worksgopformaten, wo alle rumlaufen z. B.). Wenn aber jemand mitten in der Sitzung reinkommt, legt sie los :rolleyes:

    Habe bisher verschiedene Methoden probiert, so richtig funktioniert hat bisher keine:

    - schimpfen: wird sie bloß lauter und zuckt nicht mal mit der Ohrenspitze, ist ihr völlig egal (in einer Sitzung habe ich aber natürlich auch Hemmungen, richtig ernsthaft zu korrigieren ?()

    - Schnauze zuhalten: dann ist es halt ein "mmmmbbbwufff" statt ein Wuff, aber da scheint sie überhaupt nicht den Zusammenhang zu verstehen.

    - beruhigend auf sie einreden "alles gut, da kommt jemand rein, ist in Ordnung, der darf das, brauchst keine Angst haben" scheint das Bellen zu verkürzen :/ Aber bin mir nicht sicher, ob sie das nicht auch als Bestätigung ansieht dafür, dass sie meldet.

    Wenn sie ihre drei WuWuWuffs gemacht hat (und gemerkt hat, dass sich alle außer ihr eigentlich freuen, dass die Person reingekommen ist), will sie meistens zum Schnuppern hin, aber ganz unterwürfig, Rute und Ohren unten, schwanzwedeln, kurz Nase hin, dann legt sie sich wieder in ihre Ecke.

    Also ich schätze, das Problem ist wieder mein Mangel an Souveränität :/ Es ist mir natürlich peinlich, wenn sie anschlägt und sich Leute erschrecken. Die anderen sind zum Glück ziemlich verständnisvoll, haben teilweise selbst Hunde/Haustiere.

    Aber es wäre ja schon gut, wenn sie sich erstmal an mir orientiert und nicht selbst entscheidet, ob das jetzt bebellenswert ist oder nicht.

    Nachts am Hauptbahnhof hat sie früher jeden angebelkt, der mich nach Gekd gefragt hat. Fanden alle Leute toll, denen ich das erzählt habe, so als junge Frau alleine nachts einen bellenden Schäferhund zu haben. Mich hat es genervt, sie soll niemanden erschrecken, auch keine betrunkenen Bettler. Das war auch primär Unsicherheit/Angst von ihr, wer weiß, was sie in ihrem früheren Leben für Erfahrungen mit einem bestimmten Typus Mann gemacht hat.

    Da bin ich mit Beruhigen ziemlich gut gefahren, mittlerweile kann ich ihr glaube ich ganz gut zeigen, dass ich sie "vor Besoffenen beschütze"/sie keine Angst haben braucht.

    Im Büro-Setting ist es glaube ich schwieriger, weil sie den Raum dann ja schon als ihr Revier und die netten Menschen darin als Teil ihres Rudels auf Zeit sieht. Dass die Menschen, die in den Raum kommen, auch nett sind, glaubt sie mir aber erst, wenn sie fertig gebellt hat :rolleyes:

    Inzwischen ist das Gebell auch zu einem langgezogenen Grummel-Wuff geworden, was eeeigentlich eine Verbesserung ist, weil leiser und kontrollierter. Wenn es nicht so arg nach Knurren klingen würde für Menschen, die nicht so viel mit Hunden zu tun haben... X/

    Jetzt ist es wieder ein Roman geworden... ;(

    Wie schätzt ihr das ein? Wie würdet ihr reagieren?

    Ihr kennt ja jetzt Kira nicht, nur meine subjektive Beschreibung, aber vielleicht könnt ihr mir ja eine Vermutung geben, was bei ihr funktionieren könnte? Ist das Unsicherheit (oh nein, da kommt jemand Neues) oder eher "Selbstsicherheit" in ihrem "Job" (das ist ungewöhnlich, da MUSS ich Bescheid sagen!)?

    Wenn ich sie anmeckere (was gut funktioniert, wenn sie sich draußen über irgendwelche allgemeinen Regeln hinwegsetzt, ins Gebüsch schnüffelt oder so), sie mich aber ignoriert, bis sie ihre drei Wuwuffs abgeschlossen hat, was kann ich dann konkret machen? "Böser" schimpfen? Körperlich "blocken"? Umlenken, Leckerli vor die Nase halten?

    Könnte es hilfreicher sein, sie doch direkt an die Tür zu legen, dass sie den Flur sieht und sich nicht erschreckt? Hatte die Überlegung, dass sie ganz hinten im Raum vielleicht nicht so sehr ihre Bewach-Aufgabe übernimmt, aber sie scheint sich da trotzdem noch in der Verantwortung zu sehen X/

    Aufschreiben hat schonmal geholfen , die bisherigen Fortschritte zu sehen. Aber das reicht mir so noch nicht.

  • Sprechende Knöpfe für Hunde - Anzeigen von Unterzuckern?

    • Maria
    • 7. Dezember 2025 um 14:57

    Vielen Dank für Eure Antworten und ihr könnt auch echt super erklären Ruebchen und Axman !

    Habe mich jetzt mal in einem "Knopf-Forum" angemeldet und da die Frage gestellt.

    Mir scheint schon, dass Hunde wohl irgendwann auch das Konzept hinter Knöpfen verstehen können. Also dann nicht nur Konditionierung á la "ich muss raus, ich drücke den Knopf, wir gehen raus" stattfindet, sondern auch... weiß nicht, sie quasi einen für Menschen einfacheren, anderen Kommunikationsweg lernen können?

    Der Weg dahin scheint aber eher zu sein, erst mal sehr basic Knöpfe einzuführen. Vielleicht nicht unbedingt welche für Futter :) Und die Knöpfe auch selbst zu benutzen, z. B. bevor man rausgeht, zusammen mit dem üblichen "Wollen wir Gassi gehen?" (-> Hund freut sich nen Ast ab, weil er verstanden hat, dass es rausgeht) den entsprechenden Knopf zu drücken. Und ggf. den Hund auch ermutigen, ihn selbst zu betätigen, wenn er schon weiß was kommt.

    Kann man dann auch mit Knöpfen für Kuscheln oder für Suchspiele oder Garten ergänzen.

    Und daaaaann irgendwann, wenn der Hund die Knöpfe auch selbst nutzt, um einen zu der entsprechenden Aktion aufzufordern, kann man wohl auch anfangen, abstraktere Konzepte einzuführen. Sowas wie "Aua" oder auch Körperteile kriegen Hunde wohl schon teilweise irgendwann kombiniert. Und dann könnte man auch anfangen, etwas Diffuseres wie erste Anzeichen einer Unterzuckerung mit einem Knopf zu belegen.

    So richtig zufrieden bin ich damit jetzt nicht :/ Erstens, weil mich ja jetzt schon die Ungeduld kitzelt und niemand sagen kann, wie lange man am Fundament arbeiten muss, bis man am eigentlichen Ziel angekommen ist. Klar, "der Weg ist das Ziel" und das macht bestimmt auch Spaß und ist mal ein ganz neuer Ansatz, aber eigentlich will ich ja erstmal nur, dass ich ihr Traubenzucker geben kann bevor sie umkippt und ich 30kg Hund nach Hause tragen muss weil ich zur Arbeit muss und keine Zeit habe, 10 Minuten zu warten bis der Traubenzucker wirkt ?(

    Und das wird ja mindestens Monate dauern!

    Zweitens, den Knopf kann ich schlecht mit zum Gassi gehen nehmen und mir an die Wade binden, damit sie den unterwegs betätigen kann. Und unterwegs ist einfach die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass sie unterzuckert, weil Bewegung den Blutzuckerspiegel senkt.

    Führt mich wieder zu der Idee mit Assistenzhunden - wenn/falls ich ihr beibringen kann, auf einen Knopf zu drücken, um eine kommende Unterzuckerung anzuzeigen... Dann kann ich ihr doch auch beibringen, z. B. an mir hochzuspringen (macht sie sonst nie, will ich eigentlich auch nicht verstärken) oder mich speziell anzustupsen oder Pfötchen zu geben oder whatever, um das anzuzeigen?

    Die Knöpfe geben halt eine quasi unendlich erweiterbare Möglichkeit der Kommunikation, weil man bis in beliebige Detailtiefen Knöpfe hinzufügen kann und die auch kombinierbar sind.

    Braucht man halt normalerweise nicht - wenn der Hund raus will und spielen, setzt er sich halt mit Spielzeug vor die Tür oder fordert einen draußen auf, wenn er nur mal pinkeln muss, setzt er sich halt vor die Tür und pinkelt draußen kurz. :S

    Vielleicht nochmal eine andere Frage: Habt ihr Ideen, wie ich ihr (unabhängig von Knöpfen) irgendwie beibringen kann, Unterzuckerungen früher anzuzeigen? Bzw. sie überhaupt anzuzeigen, bevor sie sich nicht mehr auf den Beinen halten kann (ich kriege echt Pipi in den Augen, wenn ich dann neben ihr auf der Wiese sitze und warte, bis der Traubenzucker wirkt und sie versucht immer wieder aufzustehen, um die Aufgabe "apportier Dein Spielzeug" noch abzuschließen ;( Hole ihr dann ihr Spielzeug zum Kauen und sie darf es auf dem Heimweg nochmal auf 3m Entfernung oder so apportieren, damit sie sich nicht schlecht fühlt (vermenschlichen? Ich? Niemals! :S ))

    Oder vielleicht lautet die Frage auch: Wie lerne ich, Unterzuckerungen früher wahrzunehmen? Aber da hilft ja nur mehr beobachten und rückblickend analysieren, ob sie komisch war, bevor sie zusammengeklappt ist, die Arbeit könnt ihr mir schätze ich nicht erleichtern ;)

  • Sprechende Knöpfe für Hunde - Anzeigen von Unterzuckern?

    • Maria
    • 5. Dezember 2025 um 12:47
    Zitat von Ruebchen

    Also wenn der zum Knopf für "potty" geht und den drückt, weil er raus muss/will, dann ist das schon echt, operante Konditionierung halt. Der "normale Hund' geht halt zur Tür und setzt sich hin statt einen fancy Knopf zu drücken. :D

    Ja, absolut. Und das ist auch ein sehr gutes Beispiel - dass der Hund langsam wirklich dringend mal muss, ist ja auch nur eine Körperempfindung. Und er hat gelernt, dass er das Ziel, dass er nach draußen kann, ganz gut mit vor-die-Tür-setzen erreicht.

    Hmm, muss mal "laut" denken. Damit mein Plan "Kira drückt einen Knopf, bevor sie schlimm unterzuckert" aufgeht, müsste ja folgendes gegeben sein:

    1. Sie merkt selbst rechtzeitig (also bevor die Unterzuckerung so deutlich ist, dass ich Dumbo es auch sehe) bzw. hat überhaupt irgendwelche Anzeichen, die sie wahrnehmen kann. Das scheint ja schon beim erwachsenen Menschen nicht immer gegeben zu sein, und dem kann man erklären, auf was er achten soll :/ Bei Kindern ist es noch schwieriger.
    2. Sie versteht, dass das unangenehme Gefühl weggehen kann durch z. B. Traubenzucker fressen.
    3. Sie versteht, dass ich eine mögliche Traubenzucker-Quelle bin.
    4. Und dann: Sie lernt, dass sie mich "aktivieren" kann, indem sie z. B. einen Knopf drückt. Von mir aus könnte sie auch ein Salto machen, es muss nur irgendwie für mich verständlich sein :P

    2 und 3 kann ich mir gut vorstellen, dass sie das verstanden hat. Bei 1 bin ich mir sehr unsicher... Vielleicht muss ich da mal in einem Diabetiker-Forum nachfragen, wie und ob und wann und wie zuverlässig Menschen denn ihre Unterzuckerungen merken. :/

    4 ist denke ich auch eigentlich kein Problem - Hunde teilen uns ja alles Mögliche mit auf die verschiedensten Arten.

    Mein aktueller Plan ist, sie jedes Mal den Knopf drücken zu lassen, bevor sie Traubenzucker kriegt. Sie kriegt ja ausschließlich dann welchen, wenn sie am/kurz vorm Unterzuckern ist. Das ist """leider""" (zum Glück) nicht besonders oft = wenig Trainingsmöglichkeiten :/

    Habe das heute morgen mal ausprobiert, weil sie da auch schon wieder sehr niedrig (aber symptomlos) war. Sie kennt die Knöpfe ja noch gar nicht, wollte erst mit der Nase drauftitschen, das hat aber zum Auslösen nicht gereicht, ins Maul nehmen ging auch nicht, im Platz beide Pfoten draufschmeißen ging dann :D

    Habe noch zwei andere Knöpfe, mit denen man ihr vielleicht das Konzept verständlicher machen kann "Knopf drücken = Mensch tut etwas". Mir fallen nur nicht wirklich Bedürfnisse ein, die sie nicht schon sehr deutlich anders kommuniziert. Spielen, Hunger (ist eh ein doofer Knopf, weil den würde sie definitiv die ganze Zeit drücken :D), ich muss mal... :/

    Assistenzhunde für z. B. Migräne oder Epilepsie lernen ja auch, Anfälle anzuzeigen. Halt indem sie bestimmte Geruchsstoffe ihres Menschen erkennen. Da kriegt der Hund ja auch eine Belohnung für, da muss man dem Hund ja auch klarmachen, dass das Anzeigen ausschließlich dann gewünscht ist/belohnt wird, wenn der richtige Geruch als Trigger vorher kommt.

    Sie kann sich ja aber nicht selbst riechen - beim Menschen macht man wohl Wattebäusche, die man z. B. während einer Migräne-Attacke unter die Achseln geklemmt hat, in Döschen und trainiert damit den Hund auf den Geruch :/Oder können Hunde sich selbst riechen? :/

  • Sprechende Knöpfe für Hunde - Anzeigen von Unterzuckern?

    • Maria
    • 5. Dezember 2025 um 10:19

    Ouuuh, man kann Umfragen machen, die muss ich jetzt auch ausprobieren :D

  • Sprechende Knöpfe für Hunde - Anzeigen von Unterzuckern?

    • Maria
    • 5. Dezember 2025 um 10:14

    Hallo ihr Lieben,

    bin mir nicht ganz sicher, ob das zu Erziehung oder doch eher Ausbildung gehört, naja.

    Der Text ist jetzt doch sehr lang geworden, deswegen hier kurz meine Fragen:

    1. Hat hier schon mal jemand mit solchen sprechenden Knöpfen gearbeitet, mit denen der Hund kommunizieren kann?
    2. Denkt ihr, ein Hund hat ein ausreichend gutes Körpergefühl, um Unterzuckerungen bei sich selbst zu bemerken?
    3. Wenn ja - wie könnte man dem Hund beibringen, dass sie dieses Gefühl mit dem Knopf kommuniziert?
    4. Uuuund den nicht nur als Leckerlie-Maschine missbraucht, um Traubenzucker zu kriegen?

    Ihr braucht auch denke ich kein Hintergrundwissen zu Diabetes haben dafür :) Wenn ihr da Verständnisfragen habt, her damit! :D

    Vielleicht kennt ihr ja diese Knöpfe, auf die der Hund mit der Pfote drücken kann und die dann etwas sagen, z. B. "Hunger" oder "Gassi gehen" oder "Ja" oder "Spielen" etc. pp. Die Idee ist, wenn ich das richtig verstanden habe, dass der Hund eben ausdrücken kann, wenn er etwas bestimmtes möchte, also quasi mit einem "sprechen" kann.

    Gibt es echt coole Videos zu, aber die meisten wissen wahrscheinlich auch ohne Knöpfe, oder der Hund mal raus muss oder Hunger hat. Obwohl Hunde da teilweise ein ganzes Meer an Knöpfen bedienen können und damit dann doch ziemlich coole, komplexe Sachen kommunizieren.

    Vielleicht hat hier jemand zufällig schonmal mit denen gearbeitet? Geht ja irgendwie in Richtung "Konzeptlernen" - der Hund versteht das Konzept, dass er mit dem Knopf etwas ausdrücken kann, was er uns sonst nicht kommunizieren könnte. "Hunger" kriegen wir Mensch-Hund-Teams ja noch hin, aber so Kombinationen oder Konzepte wie "Angst - Postbote" oder "Bauch - Schmerzen" könnte schon schwieriger werden.

    Jetzt mal zu meiner eigentlichen Frage: Denkt ihr, ein Hund kann lernen, damit Unterzuckerungen anzuzeigen? Also seine eigenen - unsere Hündin hat ja Diabetes und wir haben das im Großen und Ganzen gut im Griff.

    Aber bin gestern, als ich frustriert einkaufen war (doofe Idee xD Oder zumindest sehr teuer und man hat plötzlich ganz viel Süßkram und überhaupt kein Gemüse), auf solche Sprechenden Knöpfe gestoßen, die mussten dann mit. Und ratet, wessen Hund dann abends plötzlich unterzuckert ist!

    Genau, meiner :S Sie war in den Stunden vor dem Abendessen schon ein bisschen komisch, normalerweise ist sie immer möglichst nah bei uns, gestern ist sie oft rüber ins Büro gegangen. Aber hätte das jetzt nicht mit Unterzuckern verknüpft. Sie hat es aber ja vielleicht schon gemerkt, dass sie sich nicht gut fühlt?

    Habe es erst gemerkt, als ich, wie immer, vor dem Abendessen und Insulin spritzen ihren Blutzucker gemessen habe. Und da hatte sie extrem niedrige Werte, hat aber da noch nichts angezeigt! Dachte, okay, vielleicht spinnt das Messgerät und zeigt etwas zu niedrige Werte an, normal Insulin gespritzt und gefüttert, und dann ist sie quasi überm Futternapf zusammengebrochen.

    Natürlich sofort Traubenzucker und nach 15 Minuten war auch wieder alles gut.

    Aber wäre ja schon mega cool, wenn sie das irgendwie kommunizieren könnte?

    Oh man, kurz fassen ist nicht meine Stärke, ich schreibe am Ende nochmal meine eigentlichen Fragen :rolleyes: Ich frage mich, ob sie das überhaupt merkt oder ob bloß ich es ihr nicht anmerke (bis sie eben zusammenklappt). Manche Hunde zeigen da wohl schon sehr früh recht deutliche Symptome, andere nicht. Ich schiebe das auch ein bisschen auf die Arbeitsrasse - sie ist mir auch schon beim Apportieren zusammengeklappt und sie war meeeega motiviert. 5 Sekunden bevor sie zusammengeklappt ist, hat sie sich plötzlich zu mir umgedreht, obwohl sie im Vollsprint zu ihrem Spielzeug war, kam auf mich zugewackelt und *zack. Könnt ihr ja auch nicht sagen, ob Kira das selbst schon früher merkt, aber zu motiviert ist/einfach weiter macht - aber vielleicht habt ihr zumindest Vermutungen.

    Und mein zentrales gedankliches Problem mit den Knöpfen: Sie kriegt ja als Reaktion auf Unterzuckerungen Traubenzucker. Sie frisst den auch total gerne und hat auch denke ich verstanden, dass das hilft. Sie sucht dann manchmal richtig danach, während sie unterzuckert, bzw. will gar nicht abwarten, bis man die Plastikfolie abgefummelt hat.

    Wie sorge ich dafür, dass sie nicht einfach auf den Knopf drückt, um Traubenzucker zu kriegen, obwohl sie nicht unterzuckert? Und den als Traubenzucker-Maschine missbraucht? :P Jedes Mal Kontrollmessung, wie ihr Blutzucker ist, und dann erst Traubenzucker? Kriegt ein Hund das gedanklich verknüpft "ich drücke den Knopf - dann pikst mir jemand ins Ohr - DANN kriege ich Traubenzucker, wenn ich am Unterzuckern bin"?

    So ein langer Text, ups...

    Bin auf jeden Fall gespannt auf Eure Überlegungen und vielleicht ja auch Erfahrungen! ^^ <3

    Viele Grüße

    Maria

  • Treffen in DD, MEI oder Oberlausitz

    • Maria
    • 2. November 2025 um 17:18

    Hallo zusammen,

    das Thema ist ja jetzt schon ein paaaaaar Jahre her, aber vielleicht findet sich ja jetzt jemand für Dresden oder Sächsische Schweiz oder so.

    Kira ist (soweit ich das als Ersthundehalterin beurteilen kann) ziemlich souverän und unsere Hundetrainerin meinte, dass sie auch sehr sozial sei. Haben aber hier irgendwie kaum Hundekontakte (außer den Sheltie-Rüden von Freunden, den sie abgöttisch liebt, der aber nicht spielen mag).

    :)

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