Pinguetta Moderator
  • Mitglied seit 13. Oktober 2016

Beiträge von Pinguetta

    Hallo und herzlich Willkommen. Schön, dass Du zu uns gefunden hast und Danke für Deine tolle Vorstellung.


    Du scheinst sehr gute und konkrete Vorstellungen zu haben. Dennoch schließe ich mich Wuesti an und möchte noch etwas anderes zu bedenken geben.


    Deine Mutter ist jetzt eine rüstige 63jährige Frau. Ich hoffe für sie und Dich, dass das auch lange noch so bleiben wird.

    Aber das Leben hat oft fiese Züge parat und man weiß nie, was da noch kommen mag. Ich selbst bin 61 Jahre alt und hoffe auch noch auf einige gesundheitlich gute Jahre. Mein Mann ist alllerdings vor 2 Jahren im Alter von 61 Jahren plötzlich verstorben.


    Also, vielleicht wäre es gut, wenn du auf längere Sicht für das neue Familienmitglied auch noch einen Plan B aufstellen könntest. Es muss ja noch nicht einmal etwas so schlimmes passieren. Aber aus irgendeinem Grund der längere Ausfall deiner Mutter kann Deinen Plan dann auch schon ins Wanken bringen.

    Es wird ( leider) noch länger weh tun ;(

    Auch weil man eine Entscheidung treffen musste die sehr schwer fällt.

    Aber Du musst immer dran denken, daß er ohne deine schnelle Entscheidung elendig hätte leiden müssen.

    Wir mussten ja bei Aiko dieselbe Entscheidung treffen, auch wegen eines geplatzten Milztumor.

    Aber wenn wir die nicht getroffen hätten, wäre er langsam innerlich verblutet. ;(

    Ja, genauso war es ja bei Harras.

    Mittlerweile versuche ich mir die Frage anders zu stellen, nämlich, ob ich meinen Hund auch nur noch ein einziges Mal in der akut, elenden Situation sehen möchte, die mich zu der Entscheidung gebracht hat ihn gehen zu lassen.

    Ist die Antwort: nie wieder!!! dann weiß ich zwar noch immer nicht, ob der Zeitpunkt "ideal" war, aber ich weiß, dass er nicht "zu früh" war ... und im Zweifel: lieber 1 Woche zu früh, als auch nur 1 Minute zu spät.

    Danke, dass ist sehr gut auf den Punkt gebracht. Es ging ihm an dem Tag ganz offensichtlich schlecht. Und die Aussicht, er stirbt in der Nacht ohne dass ich dabei bin und das bemerke, die war nicht schön. Und ihn noch weiter und womöglich noch schlimmer leiden zu sehen, das hätte ich auch nicht gewollt und auch nicht ertragen.



    Dennoch bleibt immer der fade Beigeschmack "Gott gespielt zu haben"

    Ja, genau das ist mein Gefühl/Gedanke. ICH habe es bestimmt, dass das Leben meines Hundes nun beendet wird. ;(



    Der Verstand weiß, dass es richtig war. Aber das Herz weiß mit seiner Trauer noch nicht umzugehen.

    Ja, vom Kopf her weiß ich, es war richtig und definitiv nicht eine Minute zu früh. Aber dennoch fehlt er und ich hätte ihn so gerne noch bei mir. So vieles erinnert mich an Harras und schon Kleinigkeiten bringen mich im Moment aus dem Konzept und zum Weinen.


    Aber ich suche Kontakte zu anderen Hunden und freue mich über jeden Nasenstüber den mir einer gibt und wenn er sich von mir streicheln lässt.


    Ich danke euch, dass ihr eure Erlebnisse mit mir teilt. Zu wissen, man ist nicht alleine mit so einer Entscheidung hilft zwar im Moment nicht weiter, aber auf Dauer dann wohl doch.

    Heute ist Harras bereits seit 3 Wochen tot. Besser geht es mir nicht wirklich, nur zeitweise.


    Eine Frage, die mich umtreibt, möchte ich mal an alle stellen, die auch schon die Entscheidung zur Euthanasie treffen mussten: Wie seit ihr im Nachhinein mit dieser Entscheidung umgegangen bzw. klar gekommen.?


    Ich stehe zwar zu dieser Entscheidung, die die schwerste bisher in meinem Leben war. Aber ich habe diese Entscheidung in wohl noch nicht einmal 5 Minuten getroffen. Ich habe entschieden, dass da ein Leben beendet wird.Ich weiß, es war richtig und wohl der größte Liebesbeweis, den ich Harras geben konnte. Aber es tut soooo weh.

    Mein Hund war ohne Papiere und "einfach" vom Bauernhof. Vermutlich war da Ostlinie/sog. Mauerhund oder ähnliches mit bei den Ahnen. Er wurde sehr groß und schwer (72 cm, 51 kg). Sein Job war es, mein täglicher Begleiter zu sein, zuhause und auf der Arbeit. Er war mein vierbeiniger Schatten.


    Ich bin mit ihm eigentlich "nur" Spazieren gegangen und möglichst dort, wo wir niemandem begegneten. Wo es ging, da durfte er buddeln, ins Wasser und mit mir kleinere Suchspiele machen oder auch mal Tricks.


    Wir hatten mal Hoopers probiert, aber so ganz begeistern konnte ich ihn nicht dafür. Zuhause haben wir auch manchmal Tricks gemacht, Suchspiele und gaaaaanz viel miteinander gekuschelt.


    Aber: er hatte defintiiv einen stark ausgeprägten Schutzinstikt. Mich zu beschützen war seine wichtigste Aufgabe. Und da ich vorher keinerlei Ahnung von Schäferhunden hatte und selbst sehr unsicher war, hat er oft die Führung in Situationen übernommen, in denen ich praktisch kopflos wurde, weil mein Kopfkino mir schlechte Filme vorspielte.


    Zuhause und in der Firma hat er jeden Menschen, der zu uns kam geliebt, sich seine Streicheleinheiten und Spielrunden eingefordert. Ich glaube, dass er bei mir glücklich, zufrieden und ausreichend ausgelastet war.

    Mein Herz schlägt halt noch immer für den Dsh. Es sind schon echt tolle Hunde und irgendwie hätte ich gern noch mal einen.

    Kann ich sehr gut verstehen. Es gibt viele gute Züchter. Wenn du Zeit hast, dann nehme Kontakt zu einigen auf. Schaue dich vor Ort um, lerne die Tiere des Züchters kennen.


    Oder du schaust nach einem Schäfi aus 2. Hand. Es gibt viele tolle Hunde, die aus irgendwelchen doofen Umständen heraus ein neues Zuhause suchen. Dann lerne diesen Hund in Ruhe kennen. Mehrere Besuche, nichts übereilen und auch in nichts reindrängen lassen.

    Auch wenn du deine Schäferhündin in bestimmter Erinnung hast, genauso wie deine Retrieverhündin, solltest du bei jeder Hunderasse bedenken, dass jedes Tier ein Individuum ist und du dennoch nicht genau den Hund der Rasse bekommst, wie du es dir vorstellst.