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Für immer in unseren Herzen - Gedanken und Gedichte an und über unsere Regenbogentiere

  • Boss
  • 21. August 2020 um 19:50
  • OldFrog2056
    Gast
    • 26. Oktober 2024 um 17:55
    • #256

    Es wird dauern, und es wird immer Momente geben die dich an harras Erinnern werden.

    Was zählt ist, dass er eine tolle Zeit hatte und das er geliebt wurde.

    Fühl dich umarmt von Loki und mir

  • Pinguetta
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    • 26. Oktober 2024 um 21:22
    • #257

    Luna, Du bist mir nicht zu nahe getreten. Es wird keinen eigenen Hund mehr in meinem Leben geben. Innerhalb von 2 Jahren musste ich Mann und Hund gehen lassen. Das reicht mir. Ich habe für beide oft eigene Bedürfnisse hinten angestellt. Wie gesagt, ich werde jetzt meine Wünsche vorrangig verfolgen und verwirklichen.

    @Alle, ich danke Euch für das Teilen Eurer Erfahrungen und Erlebnisse und fühle mich dadurch sehr gut verstanden.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • FloralBoat1596
    Gast
    • 26. Oktober 2024 um 22:40
    • #258


    Pinguetta......ich hab immer wieder an Dich gedacht - wie es Dir wohl gehen wird........

    Ich habe Tage, wo es "etwas besser" ist......und dann die Tage, wo ich sehr viel weine......weil ich Romira so sehr vermisse.....
    Bilder kann ich anschauen.....aber sobald ich über sie rede, muss ich weinen.......

    Die Entscheidung, Romira gehen zu lassen - habe ich an dem Tag getroffen, wo sie mit den Hinterläufen nur noch hin- und hergefallen ist.......
    Mancher Hundebesitzer würde mir diesbezüglich bestimmt Vorwürfe machen, man könnte ja noch mit einem Rolli arbeiten.

    ICH habe für MEINEN Hund entschieden.......was so gottverdammt weh tut......aber ich weiß, die Entscheidung war richtig für Romira.

    Bitte - denk nicht mehr über die Entscheidung nach.....- lass Deinen Hund in Frieden ziehen.......

    Wir müssen erst noch mit unserem Verlust klarkommen, den Tränen und den Herzschmerzen. ;( ;(

    Ich drück Dich mal ganz fest.......weil ich weiß, wie es Dir geht...... <3

  • Pinguetta
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    • 26. Oktober 2024 um 23:03
    • #259

    @Korbi , den festen, herzlichen Drücker gebe ich gerne auch an Dich zurück. Danke. <3

    Zitat von Korbi

    ICH habe für MEINEN Hund entschieden.......was so gottverdammt weh tut......aber ich weiß, die Entscheidung war richtig für Romira.

    Ja, genau das gilt auch für mich und Harras. Ich weiß, dass es richtig war und bin froh, dass man bei Tieren so entscheiden darf. Aber es tut dennoch weh und lässt mich immer noch und immer wieder weinen. ;(

    Ich bin froh, dass Harras nicht länger und womöglich noch schlimmer leiden musste, ;( Ich bin froh, dass ich die letzten 11 Tage mit ihm noch so viel wie möglich zusammen war und es auch bewusst genossen habe und viel mit ihm gekuschelt habe <3 . Ich bin froh und glücklich über die 8 Jahre, die ich mit ihm verbrachte habe. <3 Ich bin dankbar für seine Liebe mir gegenüber und dafür, dass ich an und durch ihn gewachsen bin. <3

    Auch ich gucke oft die Fotos von ihm auf meinem Handy an und freue mich daran und auch an den vielen kurzen Videos :love: . Und immer wenn ich noch jemanden davon erzählen muss, dass Harras tot ist, weil die Person es noch nicht wusste, dann muss ich weinen. ;(

    Sicherlich, es wird leichter werden und ist ja auch erst drei Wochen her. Und ich freue mich über jeden Hund, der sich mir zuwendet und mir sein Vertrauen schenkt. Ich suche tatsächlich bewusst Hundekontakte. Ich stehe jeden Abend auf meinem Balkon, gucke in den Himmel und rede mit Harras. Und es tut einfach nur weh ;(

    Ja, ich weiß, vom Verstand her habe ich richtig entschieden und keinen Augenblick zu früh. Aber dennoch tut es weh. ;(


    Zitat von Palinka74

    Trotzdem fühlt es sich immer noch manchmal "falsch" an ...

    Ja, das tut es ...

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    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
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  • SaLoDeTo
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    • 28. Oktober 2024 um 17:53
    • #260

    Pinguetta Es tut mir so leid, dass Du diese Entscheidung treffen musstest, und dass Du Harras verloren hast. Für mich ist es nach 2 Jahren noch immer schwer mit meiner Entscheidung auseinanderzusetzen. Auf der einen Seite ist der Verstand und Rat vom Tierarzt, und auf der anderen Seite bin ich ein Mensch mit Gefühlen und Zweifeln. Ob das irgendwann mal anders bei mir im Kopf ist, weiß ich nicht.

    Dexter ist grade 12 geworden, und klopf auf Holz, noch ok, aber ich weiß dass ich mit meinen jetzigen 2 Hunden da nochmal durch muss, und dass ich vielleicht wieder entscheiden muss. Der Gedanke ist dauernd bei mir im Kopf. Und Dexter ist ganz kitschig gesagt, ein Teil von mir, und da ist es jetzt schon schwer für mich darüber nachzudenken.

    Das Einzige, was mich halbwegs tröstet, ist dass ich versuche meinen Hunden das beste Leben zu geben und die beste Entscheidung am Ende ihres Lebens zu treffen. Ich bin nicht religiös, aber falls ich alle meine lieben Tierfreunde trotzdem mal wieder treffen sollte, dann würden sie das auch wissen.

    Ganz dicke Umarmung an Dich!

  • Pinguetta
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    • 28. Oktober 2024 um 18:48
    • #261
    Zitat von SaLoDeTo

    Der Gedanke ist dauernd bei mir im Kopf. Und Dexter ist ganz kitschig gesagt, ein Teil von mir,

    Ja, genau so ist/war es bei mir. Ich habe Harras gerne als meinen vierbeinigen Schatten bezeichnet. Er war auch ein Teil von mir. Und daher fühle ich mich auch im Moment noch so, also ob eben ein wesentlicher Teil fehlt. Sein Blick fehlt mir sehr und das zwischen meine Beine drängen, wenn er von sich aus kuscheln wollte.

    Wie der Abschied mal sein würde und das mich das schwer treffen wird, das habe ich auch vorher schon immer mal wieder überlegt. Die Hunde haben ja nun leider nur so eine kurze Lebensspanne, aus Menschensicht gesehen.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
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  • SaLoDeTo
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    • 28. Oktober 2024 um 18:51
    • #262

    Und egal wie sehr man sich vorbereitet, und egal wie alt der Hund ist, es ist immer schlimmer als man gedacht hat. <3

  • Pinguetta
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    • 26. Februar 2025 um 20:11
    • #263

    Gefunden und für sehr gut befunden. Autor: Hendrik Lind, http://www.trosthelden.de/

    Wie die Trauer laufen lernte

    Als die Trauer gerade geboren wurde, war sie wild und pur. Ein Kleinkind, das schrie, trat, um sich schlug. Sie war unberechenbar und riss alles mit sich. In ihrer zerstörerischen Kraft wollte sie nicht erklärt werden. Sie wollte nur da sein.

    Mal war sie laut, mal still. Mal war sie untröstlich, dann wieder für einen Moment abgelenkt – aber nie wirklich fort. Sie brauchte Raum. Sie brauchte Zeit.

    Die Trauer wuchs weiter. Sie war nicht mehr das unkontrollierte Kleinkind, das um sich schlug – aber ruhiger wurde sie trotzdem nicht. Jetzt war sie rebellisch, rastlos, ständig im Wechsel. Mal wollte sie nichts fühlen, mal alles auf einmal. Und dann war da diese ungeheure Erschöpfung. Als würde all die Energie im Hintergrund für etwas anderes gebraucht – für einen Umbau, der unbemerkt geschieht. Die Trauer veränderte sich und formte sich neu. Und das kostete Kraft.

    Sie konnte zwar sagen, was sie nicht war: Sie war nicht mehr hilflos wie am Anfang. Sie war nicht mehr nur Weinen und Wut. Aber was sie stattdessen war – das wusste sie noch nicht.

    Also suchte sie. Sie stellte infrage, pendelte zwischen „Ich will loslassen“ und „Ich darf nicht vergessen“. Und oft war sie sich selbst ein Rätsel.

    Doch auch das gehörte zu ihrem Werden.

    Mit der Zeit wurde die Trauer erwachsen.

    Sie war noch immer da, meist leiser. Dann: Ein Lied. Ein Geruch. Ein Satz, den jemand sagt – und plötzlich war sie wieder da, ohne Vorwarnung.

    Sie war noch immer intensiv, aber man konnte mit ihr umgehen, sie anerkennen – ohne sich in ihr zu verlieren. Wenn sie sich stark meldete, dann mit einem plötzlichen Stich, einer unerwarteten Welle. Aber sie riss nicht mehr alles nieder.

    Noch etwas hat sich im Erwachsenenalter der Trauer gewandelt: sie war nicht mehr allein. Die Liebe war zu ihr getreten. Erst zaghaft. Und irgendwann gingen sie Hand in Hand.

    Die Trauer zeigte noch immer, was fehlt. Aber die Liebe zeigte, was bleibt.

    Die Trauer brachte Erinnerungen. Doch die Liebe hielt sie sanft in ihren Händen. „Schau“, sagte sie, „sieh, wie tief diese Verbindung war – und immer noch ist.“

    Und so lernte die erwachsene Trauer, dass sie nicht gegen das Leben stand, sondern ein Teil davon war.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
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    Maeuschen90
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    • 26. Februar 2025 um 20:33
    • #264

    Oh das ist sehr schön geschrieben

    LG sarah

  • Pinguetta
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    • 26. Februar 2025 um 21:39
    • #265
    Zitat von Maeuschen90

    Oh das ist sehr schön geschrieben

    Ja, das finde ich auch und wollte es deshalb hier mit Euch teilen.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
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  • FloralBoat1596
    Gast
    • 7. Juni 2025 um 10:22
    • #266


    Wir werden sie IMMER vermissen........

    Das Foto war zwei Monate - bevor ich sie gehen lassen musste.......
    Und 5 Monate vor ihrem 12. Geburtstag.......

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  • Pinguetta
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    • 7. Juni 2025 um 16:19
    • #267

    @Korbi , so ein Bild hatte ich von Harras auch. Aber ich weiß leider nicht, wo das abgeblieben ist. :( Ihm hat das Unterwasserlaufband sehr viel Spaß gemacht. Aber er war ja sowieso ein Seehund und hat das Wasser geliebt.

    Und ich kann nicht sagen, dass der Schmerz nach nun etwas über acht Monaten besser zu ertragen ist. Harras fehlt mir nach wie vor unbeschreiblich stark, Und wenn ich dann hier lese, dass wieder ein Hund über die Regenbogenbrücke gegangen ist, sitze ich hier und weine. Es ist der Lauf der Dinge und gehört zum Leben dazu. Aber das macht es nicht leichter.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
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  • FloralBoat1596
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    • 7. Juni 2025 um 17:31
    • #268

    Ja Pinguetta.....es ist genau so, wie Du es sagst....

    Es gehört zum Leben dazu.......und es ist ein tiefer Schmerz.... ;(

    Jeder Mensch geht mit dem Verlust auch anders um.
    Leiden tut jeder auf seine eigene Weise.....

    Ob Mensch oder Tier.....die einen müssen früh gehen, andere müssen lange leiden, wieder andere dürfen steinalt werden - das können wir leider nicht beeinflussen.

    Ich werde meine Hündin IMMER lieben.....- ich bin so froh, dass ich sie "haben durfte"..... <3 <3

  • Pinguetta
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    • 7. Juni 2025 um 21:32
    • #269

    @Korbi , ich denke, genau das macht Trauer aus: man weint sich die Augen aus dem Kopf und bekommt den gefühlten Kloß in der Magengegend kaum weg. Aber das alles ist so tief und intensiv, weil wir etwas gehen lassen mussten, was wir sehr geliebt haben. Und die Liebe wird bleiben. Genauso wie die Trauer. Beides sind Teile, die uns mit den Verstorbenen immer vereinen werden und nun auch weiterhin begleiten werden.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
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  • tanja_and_pets
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    • 28. Januar 2026 um 11:31
    • #270

    Unsere lieben Engel da oben:


    Die Engel

    Der kleine braune Hund blieb plötzlich stehen. Hinter ihm spielten Kätzchen auf einer bunten Sommerwiese, jagten einander und rauften spielerisch.

    Es sah so fröhlich aus, aber vor ihm, im klaren ruhigen Wasser des Teiches, sah er seine Mommy. Und sie weinte bitterlich. Er tapste ins Wasser und versuchte, sie zu berühren, und als er das nicht konnte, hüpfte er hinein.

    Nun war er ganz naß und Mommys Bild tanzte auf den Wellen fort.

    "Mommy!" rief er. "Ist etwas nicht in Ordnung?"

    Der kleine braune Hund drehte sich um. Eine Dame stand am Ufer des Teiches, mit traurigen, aber liebevollen Augen. Der kleine braune Hund seufzte und kletterte aus dem Wasser.

    "Das muß ein Fehler sein", sagte er. "Ich sollte nicht hier sein".

    Er sah zurück ins Wasser und das Bild seiner Mommy spiegelte sich wieder darin.

    "Ich bin doch noch ein Baby. Mommy sagt, das muß ein Irrtum sein. Sie sagt, ich darf gar nicht hier sein".

    Die freundliche Dame seufzte und setzte sich ins Gras. Der kleine braune Hund kletterte in ihren Schoß. Es war nicht Mommys Schoß, aber es war fast genauso gut. Als sie begann, ihn zu streicheln und genau dort hinter dem Ohr zu kraulen, wo er es am liebsten mochte, fing er fast gegen seinen Willen zu schlafen an.

    "Ich fürchte, es ist kein Fehler. Es ist Dir bestimmt, hier zu sein, und Deine Mommy weiß es tief in ihrem Herzen", sagte die Dame.

    Der kleine braune Hund seufzte und lehnte seinen Kopf an den Fuß der Dame.

    "Aber sie ist so traurig. Es tut mir so weh, sie so weinen zu hören. Und auch Daddy ist traurig".

    "Aber sie wußten von Anfang an, dass dies geschehen würde".

    "War ich denn krank?"

    Das überraschte den kleinen braune Hund. Niemand hatte jemals etwas darüber gesagt und er hatte oft zugehört wenn sie dachten, er schliefe. Sie sprachen stets nur darüber, wie süß er doch war und wie schnell er gewachsen war.

    "Nein, sie wußten nicht, dass Du krank warst", sagte die freundliche Dame "Aber dennoch wußten sie, dass sie die Tränen gewählt hatten".

    "Nein, das taten sie nicht", sagte der kleine braune Hund. "Wer würde schon Tränen wählen?"

    Sanft küßte die Dame sein Köpfchen. Er fühlte sich sicher und warm und geliebt - aber er war noch immer voll Sorge um seine Mommy.

    "Ich will Dir eine Geschichte erzählen", sagte die Dame.

    Der kleine braune Hund sah auf und sah die anderen Tiere näher kommen. Katzen - Big Boy und Snowball, Shamus und Abby und auch Little Cleo und Robin. Hunde auch - Sally, Baby und Morgan, Rocky und Belle, Eika und Aras. Sogar eine Eidechse namens Clyde und einige Ratten und ein Hamster namens Odo. Alle legten sich erwartungsvoll ins Gras rund um die Dame und sahen wartend zu ihr auf. Sie lächelte und begann:

    "Vor langer, langer Zeit gingen die kleinen Engel zum Oberengel und baten ihn um Hilfe, weil sie so einsam waren. Der Oberengel brachte sie zu einer großen Mauer mit vielen Fenstern und ließ sie aus dem ersten Fenster auf alle möglichen Dinge schauen - Puppen und Stofftiere und Spielzeugautos und vieles mehr.

    "Hier habt ihr etwas, das ihr lieben könnt,", sagte der Engel. "Diese Dinge werden eure Einsamkeit vertreiben".

    "Oh, vielen Dank", sagten die kleinen Engel. "Das ist gerade, was wir brauchen".

    "Ihr habt das Vergnügen gewählt", erklärte ihnen der Oberengel.

    Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück.

    "Dinge kann man schon lieben", meinten sie. "Aber sie kümmern sich nicht darum, dass wir sie lieben".

    Der Oberengel führte sie zum zweiten Fenster. Sie sahen hinaus und sahen alle möglich Arten wilder Tiere.

    "Ihr könnt diese Tiere lieben", sagte er. "Sie werden wissen, dass ihr sie liebt."

    Die kleinen Engel waren begeistert. Sie liefen hinaus zu den Tieren. Einer gründete einen Zoo, ein anderer ein Naturschutzgebiet, einige fütterten die Vögel.

    "Ihr habt die Befriedigung gewählt", sagte der Oberengel.

    Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück.

    "Sie wissen, dass wir sie lieben", sagten sie. "Aber sie lieben uns nicht wieder. Wir möchten auch geliebt werden."

    So führte sie der Oberengel zum dritten Fenster und zeigte ihnen die Menschen.

    "Hier sind Menschen zum Lieben", erklärte er ihnen.

    Die kleinen Engel eilten hinaus zu den Menschen.

    "Ihr habt die Verantwortung gewählt", sagte der Oberengel.

    Aber bald waren sie wieder zurück.

    "Menschen kann man schon lieben", klagten sie "aber oft hören sie auf, uns zu lieben und verlassen uns. Sie brechen unsere Herzen."

    Der große Engel schüttelte den Kopf.

    "Ich kann euch nicht mehr helfen. Ihr müßt mit dem zufrieden sein, was ich euch gegeben habe."

    Da entdeckte einer der kleinen Engel ein weiteres Fenster und sah kleine und große Hunde und Katzen, Eidechsen, Hamster und Frettchen. Die anderen liefen herbei und bestaunten sie.

    "Was ist mit denen?" riefen sie.

    Aber der Oberengel schob sie vom Fenster weg.

    "Das sind Gefühlstrainer", sagte er. "Aber wir haben Probleme mit ihrem Operating System."

    "Würden sie wissen, dass wir sie lieben?" fragte einer.

    "Ja", erwiderte der Oberengel widerstrebend.

    "Und würden sie uns wiederlieben?" fragte ein anderer.

    "Ja", erwiderte der große Engel.

    "Werden sie je aufhören, uns zu lieben?" riefen sie.

    "Nein", gestand der große Engel. "Sie werden euch für immer lieben."

    "Dann sind sie genau das, was wir uns wünschen", riefen die kleinen Engel.

    Aber der Oberengel war sehr aufgeregt.

    "Ihr versteht nicht", erklärte er ihnen. "Ihr müßt sie füttern. Und ihr müßt ihre Umgebung reinigen und immer für sie sorgen."

    "Das tun wir gerne", riefen die kleinen Engel.

    Und sie hörten nicht zu. Sie beugten sich nieder und nahmen die zahmen Tiere in die Arme und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte sich in den Augen der Tiere.

    "Sie sind nicht gut programmiert" rief der Oberengel, "es gibt keine Garantie für sie. Wir wissen nicht, wie lange sie halten. Manche hören sehr rasch auf zu funktionieren, und manche halten länger!"

    Aber das kümmerte die kleinen Engel nicht. Sie drückten die warmen weichen Körperchen an sich und ihre Herzen füllten sich mit Liebe, so dass sie fast zersprangen.

    "Wir haben unsere Chance!" riefen sie.

    "Ihr versteht nicht", versuchte es der Oberengel zum letzten Mal. "Sie sind so gemacht, dass selbst der Haltbarste von ihnen euch nicht überleben wird. Euer Schicksal wird sein, durch ihren Verlust zu leiden!"

    Die kleinen Engel betrachteten die Tiere in ihren Armen und schluckten.

    Dann sagten sie tapfer: "Das macht nichts. Es ist ein fairer Tausch für die Liebe, die sie uns geben."

    Der Oberengel sah ihnen nach und schüttelte den Kopf.

    "Nun habt ihr die Tränen gewählt", flüsterte er.

    "Und so ist es auch geblieben", meinte die freundliche Dame. "Und jede Mommy und jeder Daddy weiß das. Wenn sie euch in ihr Herz schließen, wissen sie, dass ihr sie eines Tages verlassen werdet und sie weinen müssen."

    Der kleine braune Hund setzte sich auf.

    "Warum nehmen sie uns dann zu sich?" fragte er erstaunt.

    "Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe den Kummer wert ist."

    "Oh", sagte der kleine Hund und starrte wieder in den Teich. Da war noch immer das Bild seiner Mommy, weinend.

    "Wird sie jemals aufhören zu weinen?"

    Sie nickte. "Sieh, der Oberengel bedauerte die kleinen Engel. Er konnte die Tränen nicht wegzaubern, aber er machte sie besonders."

    Sie tauchte die Hand in den Teich und ließ das Wasser von ihren Fingern tropfen.

    "Er machte heilende Tränen aus diesem Wasser. Jede Träne enthält ein bißchen von der glücklichen Zeit und all dem Schmusen, Streicheln, Spielen und der Freude an Dir. Wenn Deine Mommy weint, heilt ihr Herz. Es mag seine Zeit dauern, aber durch ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach einiger Zeit wird sie nicht mehr so traurig sein, wenn sie an Dich denkt, und sich nur der schönen Zeit erinnern. Und sie wird ihr Herz wieder für einen neues Hündchen öffnen."

    "Aber dann wird sie eines Tages wieder weinen!"

    Die Dame lächelte ihn an und stand auf.

    "Aber sie wird auch wieder jemanden liebhaben. Daran wird sie denken".

    Sie nahm Big Boy und Snowball in ihre Arme und kraulte Morgan genau dort am Ohr, wo sie es so mochte.

    "Sieh nur, die Schmetterlinge kommen. Sollen wir nicht spielen gehen?"

    Die anderen Tiere liefen voraus, aber der kleine braune Hund wollte seine Mommy noch nicht verlassen.

    "Werden wir jemals wieder zusammen sein?" Die freundliche Dame nickte.

    "Du wirst in den Augen jedes Hundes sein, den sie ansieht. Und sie wird Dich im Bellen jedes Hundes hören, den sie streichelt. Und spät in der Nacht, wenn sie einschläft, wirst Du ihr nahe sein und ihr werdet beide Frieden haben. Und bald, eines Tages, wirst Du ihr einen Regenbogen senden, damit sie weiß, dass Du in Sicherheit bist und hier auf sie wartest."

    "Das gefällt mir", sagte der kleine braune Hund und warf einen letzten langen Blick auf seine Mommy. Er sah ihr Lächeln unter ihren Tränen und wußte, dass ihr eingefallen war, wie er fast in die Badewanne gefallen wäre.

    "Ich hab' dich lieb, Mommy", flüsterte er. "Es ist schon okay, wenn Du weinst".

    Er blickte zu den anderen, die spielten, und lachten mit den Schmetterlingen

    "Oh, Mommy! Ich gehe jetzt spielen, okay? Aber ich werde immer bei Dir sein, das verspreche ich."

    Dann wandte er sich um und lief den anderen nach.....

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