Ich lese hier gerade sehr interessiert mit. Harras ist auch so ein Hund, der gerne bellend gleich nach vorne geht. Da wir wegen des Bellens schon mehrfach Besuch vom Ordnungsamt bekommen hatten, bin ich immer angefasst, wenn Harras so bellt. ABER: meine Traierinnen meinen beide, dass das Bellen von Harras normal ist. Er bellt laut, wenn er sich freut (weil er merkt, jetzt gehts es auf die große Hundewiese z.B.) oder weil jemand zu nah an unserem Auto vorbeigeht (Unterschreitung der Individualdistanz). Aber mir ist das Bellen unangenehm weil laut und weil sich jemand aufregen könnte. Ich arbeite an mir und meiner Einstellung.
Heute morgen bin ich im morgendlichen Tran mit Harras aus der Haustür raus, langsam die Eingangstreppe runter und dann zum bereits mit der Heckklappe offen dastehenden Auto. Als drei Häuser vor uns im Dunkeln der Nachbar sein Haus verließ und zu seinem Auto ging. Ich hatte ihn echt nicht bermerkt. Aber Harras hatte ihn sofort registriert, sprang mir in die Leine in die Richtung des Nachbarn und bellte laut. Ich konnte ihn halten, also kein Problem und er ließ sich dann auch von mir sofort umlenken und sprang ins Auto, inklusiven kurzen Morgengruß vom und zum Nachbarn und meiner verbalen Vericherung an Harras:"Alles gut, der darf hier sein." Dennoch sackte mir in dem Moment erst einmal mein Herz in die Hose, weil mein Kopfkino schon sah, dass Harras sich losreißt und zum Nachbarn rennt und wer weiß was macht. Ich weiß, das Problem bin ich mit meinem Kopfkino. Und wie schon mehrfach gesagt, ich arbeite dran und habe auch eine tolle Hundetrainerin, die eigenltich in meinem Fall eher eine Menschentrainerin ist.