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Kangal beißt 72jährige tot

  • Lolu
  • 1. Juni 2017 um 11:01
  • Lupus
    Gast
    • 3. März 2019 um 16:17
    • #91

    Hi,

    sehe ich anders: Erstens passiert und in HuSchu und Vereinen genug "Mist" (wir hatten über Stachler und andere Methoden gesprochen), zweitens weiß niemand, ob dieses Herangehen überhaupt irgendwas bringt oder die Sache nicht noch verschlimmert. Drittens kann man Menschen doch nicht einfach zwingen, sowas zu machen. Viertens muss man auch hier das Augenmaß nicht verlieren. Es gibt diese Fälle, gabs immer, wirds immer geben. Das Leben ist halt nicht risikolos. Wir können uns auch nicht gegen alles mögliche versichern.

    Und letztens: Denkt den Gedanken dochmal zuende: Fällt uns nix besseres ein, als immer nach Gesetzesverschärfungen zu rufen? Wollen wir, den Gedanken zuende gedacht, wirklich, dass wir künftig alle Leinen- und Maulkorbpflicht, mehr Rasselisten, etc. haben???

    Liebe Grüße

    Lupus

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 3. März 2019 um 17:48
    • #92
    Zitat von Lupus

    Und letztens: Denkt den Gedanken dochmal zuende: Fällt uns nix besseres ein, als immer nach Gesetzesverschärfungen zu rufen? Wollen wir, den Gedanken zuende gedacht, wirklich, dass wir künftig alle Leinen- und Maulkorbpflicht, mehr Rasselisten, etc. haben???

    Ohne Gesetze geht es anscheinend nicht, weil es immer wieder Leute gibt, die auf andere keine Rücksicht nehmen.

    Wenn jeder seinen Hund vernünftig erzieht und sozialisiert, würde es keine Rasselisten, Leinenpflicht und Maulkorbpflicht geben.


    Zitat von Lupus

    Viertens muss man auch hier das Augenmaß nicht verlieren. Es gibt diese Fälle, gabs immer, wirds immer geben. Das Leben ist halt nicht risikolos. Wir können uns auch nicht gegen alles mögliche versichern.

    Das stimmt. Wir sind allerdings verpflichtet, das Risiko so gering wie möglich zu halten.


    Zitat von Lupus

    Drittens kann man Menschen doch nicht einfach zwingen, sowas zu machen.

    Wenn es nicht anders geht, muß man es sogar. Die Unversehrtheit anderer hat Vorrang vor dem eigenen Interesse.


    Zitat von Lupus

    Erstens passiert und in HuSchu und Vereinen genug "Mist" (wir hatten über Stachler und andere Methoden gesprochen), zweitens weiß niemand, ob dieses Herangehen überhaupt irgendwas bringt oder die Sache nicht noch verschlimmert.

    Wirklich? Eine Hundeschule bzw. -verein, die nur Mist macht, würde nicht lange bestehen. Schließlich sollten die Leute dort auch eine Prüfung machen. Und die Prüfung wird von einen externen Leistungsrichter beurteilt.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Jacky
    Gast
    • 3. März 2019 um 19:30
    • #93
    Zitat von ostholstein

    Wirklich? EineHundeschule bzw. -verein, die nur Mist macht, würde nicht langebestehen. Schließlich sollten die Leute dort auch eine Prüfungmachen. Und die Prüfung wird von einen externen Leistungsrichterbeurteilt.

    Das würde ich mir wünschen.

    Auch kleine Hunde sollten in eine Hundeschule oder vom Halter nachweislich ordentlich erzogen werden. Ich hatte aber bei einer Huschu das Gefühl, dass die nur mit kleinen und "pflegeleichten" Hunden können. Ab einem gewissen Kaliber wird es sehr dünn - besonders bei den "modernen" Huschus.

    Mir wäre schon geholfen, wenn es eine neutrale Informationsstelle über geignete Huschus im Umkreis gäbe.

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 3. März 2019 um 19:44
    • #94

    Hi, ich bin nicht für eine Gesetzverschärfung, allerdings gehört es sich, dass ich eine Hundehaftpflichtversicherung besitze. Und für mich ist es auch Verantwortungslos, wenn ich nicht genug Geld besitze um Schmerzensgeld zu bezahlen etc. einen so großen Hund zu halten. Verantwortung für ein Tier bedeutet für mich in erster Linie Tierarztbesuche auch bezahlen zu können und das sehe ich bei diesen Haltern als nicht gegeben. Wenn ich einen Kangal halte muss mein Garten Minimum einen 2m. hohen Zaun haben, wenn ich den habe kann meinetwegen auch das Halsband reißen. Verantwortungsvoll bedeutet auch nicht für mich einen Hund im Garten festzubinden. Vom Tierschutz mal abgesehen. Ja es per Definition ein Unfall allerdings für mich grob fahrlässig. Wie ich es finde menschlich vor Gericht zu gehen, aber nicht mal in der Lage sind ein Schmerzensgeld zu zahlen sage ich jetzt mal lieber nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Hund ordnungsgemäß gemeldet war und Steuern bezahlt wurden. Mir tun die Angehörigen der Toten wirklich Leid und es ärgert mich das nun wieder über die Gefährlichkeit von Hunderassen diskutiert wird.

  • Jacky
    Gast
    • 3. März 2019 um 19:49
    • #95
    Zitat von Ellionore

    Hundehaftpflichtversicherung

    Ist hier Pflicht für alle.

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 3. März 2019 um 20:05
    • #96
    Zitat von Jacky

    Ich hatte aber bei einer Huschu das Gefühl, dass die nur mit kleinen und "pflegeleichten" Hunden können. Ab einem gewissen Kaliber wird es sehr dünn - besonders bei den "modernen" Huschus.

    Das stimmt, ab einem gewissen Kaliber muß man richtig suchen bis man den richtigen Trainer gefunden hat. Ab einem gewissen Kaliber bringt auch die Wattebauschmethode nichts mehr.

    Wenn man so einen Hund aber schon vom Welpenalter an in die richtige Richtung gelenkt hätte, wäre er vielleicht gar nicht so ein Kaliber geworden.

    Mit den ganzen Verordnungen und Gesetze will man doch nur erreichen, daß die Leute sich mit der Erziehung und Sozialisierung ihrer Hunde schon frühzeitig beschäftigen und der Hund gar nicht erst so ein gewisses Kaliber wird.

    VG
    Klaus und die Bea

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 3. März 2019 um 20:06
    • #97
    Zitat von Jacky

    Das würde ich mir wünschen.

    Auch kleine Hunde sollten in eine Hundeschule oder vom Halter nachweislich ordentlich erzogen werden. Ich hatte aber bei einer Huschu das Gefühl, dass die nur mit kleinen und "pflegeleichten" Hunden können. Ab einem gewissen Kaliber wird es sehr dünn - besonders bei den "modernen" Huschus.

    Mir wäre schon geholfen, wenn es eine neutrale Informationsstelle über geignete Huschus im Umkreis gäbe.

    Du bist doch ein mündiger Bürger oder? Einfach beim spazieren gehen, mal einen anderen Halter fragen wo er mit dem Hund trainiert. Ansonsten einfach alles ausprobieren und dann selber entscheiden bist doch alt genug. Ansonsten evtl. mal den Schäferhundverein anrufen ob die dir eine Adresse nennen können. Aber selbst in Stade knapp 60 000 Einwohner gibt es zig Möglichkeiten und zwei von der Seite die Ostholstein verlinkt hat. Im Umkreis sowieso noch viel mehr.

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 3. März 2019 um 20:24
    • #98

    Ich habe die Erfahrung gemacht, daß ich mit einen schwierigen Hund bei den Schutzhundlern noch die besten Ratschläge bekommen.

    Die Schutzhundler haben auch ihre Hunde unter Kontrolle, sogar im sehr hohen Trieb.

    VG
    Klaus und die Bea

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 3. März 2019 um 20:32
    • #99
    Zitat von ostholstein

    Ich habe die Erfahrung gemacht, daß ich mit einen schwierigen Hund bei den Schutzhundlern noch die besten Ratschläge bekommen.

    Die Schutzhundler haben auch ihre Hunde unter Kontrolle, sogar im sehr hohen Trieb.

    Wobei ich mit einem Kangal keinen Schutzdienst machen würde und ich auch nicht glaube, dass jede Rasse gleich gut auf gewisse Methoden anschlägt. Es gibt sensible Rassen genauso wie sture Rassen wo man einfach mit Geduld dabei bleiben muss. Einen Rottweiler/Schäferhund/Malinois etc. würde ich wohl auch anders ausbilden wie einen schwierigen eigenwilligen Herdenschutzhund. Evtl. habe ich einfach weniger Schwierigkeiten mit dem Hund gewisse Dinge auszudiskutieren und sensibel und liebevoll meinen Willen fair durchzusetzen.

    Aber was immer sein muss ist das ich meinen Hund kontrollieren kann. Dazu gehört für mich auch, dass ich ihn egal was für eine Rasse an der Leine halten kann. Wenn ich das nicht kann hole ich mir diese Rasse nicht. Aber das ist meine minimal Voraussetzung genug Kraft um den Hund festzuhalten muss da sein.

  • Lupus
    Gast
    • 3. März 2019 um 21:13
    • #100
    Zitat von ostholstein

    Ohne Gesetze geht es anscheinend nicht, weil es immer wieder Leute gibt, die auf andere keine Rücksicht nehmen.

    Wenn jeder seinen Hund vernünftig erzieht und sozialisiert, würde es keine Rasselisten, Leinenpflicht und Maulkorbpflicht geben.


    Das stimmt. Wir sind allerdings verpflichtet, das Risiko so gering wie möglich zu halten.


    Wenn es nicht anders geht, muß man es sogar. Die Unversehrtheit anderer hat Vorrang vor dem eigenen Interesse.


    Wirklich? Eine Hundeschule bzw. -verein, die nur Mist macht, würde nicht lange bestehen. Schließlich sollten die Leute dort auch eine Prüfung machen. Und die Prüfung wird von einen externen Leistungsrichter beurteilt.

    Alles anzeigen

    Hi,

    das ist ne grundsätzliche Frage: Sicherheit vs Freiheit. Das Pendel schlägt immer mehr und immer schneller in Richtung (vermeintliche) Sicherheit. Das ist keine gute Richtung aus vielen Gründen heraus.

    Es wird auch mit den schärfsten Gesetzen Menschen geben, die keine Rücksicht nehmen - das ändert daran nichts. Im Gegenteil: Je mehr in einer Gesellschaft verrechtlicht ist, desto weniger Rücksicht gibt es.

    Auch ist es ja nicht so, dass die zunehmende Verrechtlichung auf weniger Menschen, die ihre Hunde richtig erziehen zurückgeht - das geht auf das kollektive Denken zurück. Gefühlte Sicherheit und tatsächliche gehen selten Hand in Hand.

    Das mit den Hundeschulen hatten wir an anderer Stelle ja schon:)

    Was es braucht ist viel eher eine andere Kultur, dass man sich gegenseitig hilft. Aber das bekommen wir immer weniger hin. Selbst bei uns im Dorf. Anstatt, dass wir gemeinsam was auf die Beine stellen und dabei uns und die Hunde, die sich andauernd begegnen kennenlernen, rennt jeder in "seine" Hundeschule.
    Das wäre der Weg, nicht immer mehr Gesetze und damit zwangsläufig Überwachung und Institutionen, die Menschen Dinge "beibringen", die diese selbst weit besser tun könnten, würden sie sich nicht auf "Experten" verlassen.

    Das fängt bei der Geburt von unseren Kindern an und erstreckt sich hin bis zur Hundeerziehung.


    Schreib es so allgemein, da ich dir ja im Detail (bis auf die Zwanggeschichte) ja gar nicht widerspreche.

    Liebe Grüße

    Lupus

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 3. März 2019 um 23:28
    • #101
    Zitat von Lupus

    Schreib es so allgemein, da ich dir ja im Detail (bis auf die Zwanggeschichte) ja gar nicht widerspreche.

    Nur noch mal so zur Zwangsgeschichte:

    Jedes Bundesland hat sein eigenes Hundegesetz und es wurden dort sicher auch unsinnige Gesetze und Verordnungen beschlossen. Aber oftmals wurde auch noch eine Hintertür offengelassen.

    In Hamburg besteht Leinenpflicht und durch eine Gehorsamsprüfung kann sich der Hundehalter von der Leinenpflicht befreien lassen.

    Bei einigen Rassen, die in Hamburg als gefährlich eingestuft wurden, kann der Hundehalter mit einen Wesenstest beweisen, daß sein Hund ungefährlich ist.

    In Hamburg muß der Hund mit einem Chip gekennzeichnet sein und es muß eine Haftpflichtversicherung für den Hund bestehen.

    Das Hamburger Hundegesetz finde ich schon ok.

    VG
    Klaus und die Bea

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 4. März 2019 um 00:02
    • #102

    Und den Wesentest für Schleswig-Holstein finde ich auch ok.

    So etwas muß mein Hund können, auch beim Anschreien durch eine fremde Person darf mein Hund nicht ohne Befehl angreifen.

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    VG
    Klaus und die Bea

  • Jacky
    Gast
    • 4. März 2019 um 08:13
    • #103
    Zitat von ostholstein

    auch beim Anschreien

    Und wie ist das beim Anschleichen nachts? Wenn mich jemand anschreit, dann riskiert er schon von mir eine in dei Fresse. :)

    Ohne Hund hätte ich mir in den letzten Tagen schon einige "einhändige" Radfahrer auf dem Gehweg vorgeknöpft. In der Beziehung wirkt unser Hund deeskalierend. ;)

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 4. März 2019 um 13:30
    • #104
    Zitat von Jacky

    Und wie ist das beim Anschleichen nachts? Wenn mich jemand anschreit, dann riskiert er schon von mir eine in dei Fresse.

    Ja, dann beißt es sich einwenig mit dem Wesenstest.

    Auf der einen Seite wollen die Leute einen Hund haben, mit dem sie überall gehen können, den man nicht ständig im Blick haben muß und wo man keine Angst haben muß, daß der Hund nach einem vorbei laufenden Kind schnappt.

    In den Hundevereinen wird die Sozialisierung gegenüber anderen Menschen und Hunde rauf und runter geübt.

    Auf der anderen Seite gibt es Leute, wo der Hund beschützen soll. Bevor man überhaupt ans Beschützen denkt, sollte man meiner Meinung nach lieber erst mal vernünftig den Gehorsam üben. Ein Schutzhund muß 100%ig im Gehorsam stehen. Bei Beißvorfällen ist auch immer der Hund der Leidtragende.

    Mich würde mal interessieren, ob ein Polizeihund auch so einen Wesenstest bestehen würde. Aber beim Polizeihund ist es auch egal, der steht sowieso im Gehorsam.

    Meiner Meinung nach sollte man so einen Wesenstest auch abändern, so daß man den Gehorsam einsetzen kann.

    VG
    Klaus und die Bea

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 4. März 2019 um 13:37
    • #105

    Mein Hund muss mich nicht beschützen, dass erledige ich wenn nötig selber. Ich möchte einen sozialverträglichen Hund haben. Wenn ich in Brasilien oder Südafrika wohnen würde könnte ich diesen Wunsch verstehen, aber hier in Deutschland nicht. Ich denke mein Hund merkt auch so wenn ich Hilfe brauchen würde und der Rest wäre eher die Abschreckung. Dann würde ich aber auch wenn ich Angst hätte eine andere Rasse wählen wie einen Fila Brasileiro/ Cane Corso/ Boerbol oder Owtscharka. Aber ich bin gerne draußen und da darf mein Hund nicht alle anderen als potenzielle Gefahr ansehen. Bei Polizeihunden ist es mir egal, da vertraue ich darauf, dass nichts passiert.

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