Beiträge von ostholstein

    Muriel

    Mit so einiges, was du da schreibst, könnte ich mich anfreunden, aber nur wenn ich meinen Hund schon als Welpe bekomme.

    Bei einem einjährigen durchgeknallten Malinois, der schon seine Macken hat, würde ich mir lieber wo anders Tipps holen.

    Was für Hunde hast du denn bisher gehabt, DSH aus Leistungszucht, Malinois, Herder, Weißer Schäferhund?

    Ich habe den Eindruck, dass ihr glaubt, eine freie Erziehung bringt ungehorsame Hunde hervor (oder Kinder, die kleine Monster sind).

    Es ist aber genau das Gegenteil. Die Hunde gehorchen sehr gut ohne ein langes Training.

    Ohne ein langes Training die Hunde von Rehe und Hirsche abrufen?

    Das kann man nur mit einem Teletac schaffen, oder die Hunde haben keinen Jagdtrieb!

    Aber "Partnerschaft" triffts auch nicht. Da träum ich manchmal von, also von einer gleichberechtigten (das zeichnet Partnerschaft ja aus) Beziehung zu einem Hund (am besten natürliche einem Wolfshund ;)

    Aber dazu müssten wir wohl irgendwo in der kanadischen Wildnis leben. Hier bei uns muss es doch so sein, dass wir im Endeffekt (nicht andauernd) die Entscheidungen treffen. Also gibts da ne Statusdifferenz und mE in diesem Sinn keine echte Partnerschaft.

    Meine Bea ist jedenfalls mein Team-Partner, egal ob auf dem Hundeplatz oder im Alltag.

    In einem Team gibt es nun mal Regeln und Grenzen, die eingehalten werden müßen.


    Da muß der Rückruf funktionieren und dann kann man auch ohne Leine mit seinem Hund durch die Natur stromern.

    Da muß das Kommando RAN funktionieren und dann kann man auch ohne Leine mit seinem Hund durch die Fußgängerzone laufen.

    Meine Bea kennt inzwischen ihre Grenzen, wenn sie sich nicht mal wieder austesten will, und ich brauche oft gar kein Kommando mehr anwenden.

    Egal ob man die Fußarbeit mit Futter oder Spielzeug aufbaut, man muß sich interessant für den Hund machen, dann hält der Hund auch den Blickkontakt.

    Man muß sich zum Clown machen, wie Roopa es schon erwähnte. Hunde lieben es, wenn man mit ihnen rumkaspert und halten dann auch den Blickkontakt.

    Außerdem macht solch ein Training richtig spass, für den Hund und für den Hundeführer.


    Dieses Video finde ich auch ganz gut. Die Hundeführerin kaspert mit ihrem Hund rum und der Hund hält einen tollen Blickkontakt.

    natürlich lobe ich sie dann und ich geb ihr während sie das macht ein leckerli oder das spielzeug

    in der grundstellung schaut sie mich schön an

    Was für ein Spielzeug verwendest du denn?

    Ich verwende eine Beißwurst und wenn der Hund richtig heiß gemacht wurde auf die Beißwurst, wird er auch den Blickkontakt halten.

    Für meinen Hund ist das Zerrspiel mit mir zusammen jedenfalls ein Highlight und er beobachtet mich während der ganzen Fußarbeit, ob das Spiel nun endlich losgeht.


    In dem Video spielt der Hund auch zusammen mit seinen Hundeführer, wobei mir der Hundeführer viel zu lahmarschig ist. In so einer Unterordnung kann man viel mehr Freude und Action mit einbauen.

    Das eigentliche Training war ja in der kleineren Gruppe vorher, da waren um die 6-8 Hunde. Das ist doch eigentlich eine normale Gruppengröße, oder nicht?

    In der "Suchgruppe" hatten wir auch 8-10 Hunde.

    Haltet ihr generell nichts von diesen Social Walks?

    Gruppenarbeit oder auch Sozial Walks halte ich für eine gute Sache. Dort lernt der Hund, daß er die Kommandos auch unter Ablenkung annehmen und ausführen muß. Dafür muß der Hund die Kommandos, wie z.B. FUSS, RAN, BEI MIR, PLATZ, SITZ usw. , auch schon kennen.

    Die einzelnen Kommandos muß der Hund allerdings immer erst ohne Ablenkung erlernen.


    In meinem Verein wurde sehr viel Gruppenarbeit gemacht und manchmal sind wir auch alle gemeinsam durch die Stadt gelaufen.




    Heute haben wir uns wieder mit der lieben Kimba2001 und ihrer Mutter getroffen . Haben eine schöne Runde durch ein kleines Städtchen und einem Kurpark gedreht. Hundebegegnungen inclusive. Ich meine, Cora hat das ganz gut gemacht. Ich vielleicht weniger... ;) Aber das werden wir schon hinkriegen...

    Wie sind jetzt eure Fortschritte?

    Zieht deine Cora dich immer noch durch die Gegend?

    Trittst du jetzt dominanter auf und machst deiner Cora deutlich klar, wenn sie ein unerwünschtes Verhalten zeigt?

    Hast du das Blockieren schon ausprobiert?



    Meine Bea wollte sich heute auf unseren Waldspaziergang auch mal wieder austesten und fing das Leineziehen an, und das auch noch bei meinem verstauchten Knie.

    Ein lautes Donnerwetter von mir und sie wußte wieder, daß ich solch ein unerwünschtes Verhalten nicht dulde.

    Ich weiß doch, dass viel an uns liegt... Aber Respekt kann man leider nicht über Pillen verabreichen, den muss man sich wohl verdienen. Und das versuchen wir ja...

    Abgesehen davon, konnte dein Hund von Anfang an eine längere Strecke Fuß gehen?

    Nö, konnte sie nicht.

    Ich habe aber ihre Grenze gezeigt, bis wo sie gehen konnte, indem ich mit einen Zweig vor ihr wedelte. Wenn meine Bea meinte, daß sie die Grenze nicht einhalten brauchte, hat sie auch einen Stupser auf die Nase abbekommen, was ihr unangenehm war.

    Das Video kenne ich, wie Dutzende andere auch ;) , trotzdem danke dafür. Aber ich mag Daniel, schade, dass er nicht etwas näher bei uns ist. Das mit dem Blockieren funktioniert bei uns gar nicht, Cora geht dann einfach seitlich vorbei.

    Kennst du denn auch die Videos der Hundeflüsterin? In dem Video ab 9.00 wird der Hund mit einem Stock blockiert. Der Stock dient als Verlängerung des Arms und da kommt der Hund bestimmt nicht dran vorbei.


    Bei meinem Hund habe ich zum Blockieren einen dünnen Zweig genommen. Wenn mein Hund vor mir gehen wollte, habe ich mit dem Zweig rauf und runter gewedelt. Wenn sie dabei einen Stupser auf die Nase bekam, tat es ihr bestimmt nicht weh, aber sie wusste dann, daß ihr Verhalten unerwünscht ist.

    Wenn an dem Zweig noch Blätter waren, war die Wirkung noch größer auf den Hund.

    Irgend wann hat sich mein Hund an das Laufen neben mir und mit lockerer Leine gewöhnt und ich brauchte keinen Zweig mehr.

    Da Cora bis jetzt nur immer kurze Zeit Fuß läuft oder zumindest an der ganz lockeren Leine, zieht sie mich mitunter schon durch durch die Gegend.

    Warum läuft deine Cora nur kurze Zeit Fuß?

    Lockst du sie überhaupt nicht mit Leckerlies?

    Übst du auch ohne Ablenkung, also weit und breit kein Hund und kein Mensch zu sehen?

    Der Hund muß erst mal ohne Ablenkung lernen, was das Kommando FUSS überhaupt bedeutet.

    Auf You Tube findet man richtig tolle Videos zum Fußlaufen oder auch zum Blocken.




    Wobei sie es ja eigentlich kann, beim Trainer..

    Dann liegt das Problem doch nur bei dir und nicht bei deinem Hund.

    Den nötigen Respekt vor den Hundeführer haben wir letzte Woche doch schon mal angesprochen.

    ch habe eine Leine mit je einem Karabiner an jedem Ende. Ein Ende ist am breiten Halsband, das andere unten am Halti.

    I.d.R. führe ich Harras normal an der Leine am Halsband. Wenn ich eingreifen muss, seine Aufmerksamkeit und somit seinen Kopf auf mich haben möchte, rucke ich einmal stark am Halti.

    Zieht sich das Halti nicht auch über der Schnauze des Hundes zusammen und verursacht Schmerzen, vergleichbar mit dem Schnauzengriff?

    Einem Hund Schmerzen zuzufügen wäre für mich nur eine Notlösung, egal ob durch Halti oder Stachler.


    Roopas Schnauze-Band kann sich nicht zusammen ziehen und verursacht keine Schmerzen.

    So ein Schnauze-Band sollte man patentieren lassen. Man muß den Hund dann aber auch immer links führen, oder?

    Ich tendiere auch mehr zu den Wattebausch-Methoden. Wenn ich aber nicht weiter komme und kein Trainer kann mir vernünftig helfen, würde ich auch zum Stachler greifen.


    Meine Sicherheit und die meines Hundes haben bei mir Vorrang.

    Im Video sehen die Situationen im Straßenverkehr schon recht gefährlich aus.

    Für Problemhunde ist Cesar Millan ein wunderbarer Trainer.


    Mir scheint, daß der Pudel aber auch ein Stachelhalsband trägt. Da braucht der Hundeführer nur einmal am Halsband rucken, dann weiß der Hund, wer der Chef ist.

    So ist es, wenn nichts anderes funktioniert, fordere ich den Respekt bzw. den Gehorsam.

    Ich habe auch geschrieben:

    Wenn man durch Gewöhnung und Locken mit Leckerlies und Spielzeug nicht zum Erfolg kommt, muß man auch mal klare Ansagen geben.

    Die Hundetrainer raten zum Üben, keine Vermeidung. Gestern war ja wieder Gruppe und es war echt frustrierend. Mir hat sie beim gemeinsamen Spaziergang stellenweise fast den Arm rausgezogen und als der Trainer die Leine genommen hat, ist sie ohne Kommando neben ihm gelaufen.

    Deine Cora kann es doch, sie muß anscheinend nur den nötigen Respekt vor den Hundeführer haben.


    Wenn man durch Gewöhnung und Locken mit Leckerlies und Spielzeug nicht zum Erfolg kommt, muß man auch mal klare Ansagen geben. Wenn der Hund die Kommandos nicht annimmt, muß es auch mal ein Donnerwetter geben.


    Durch ein dominantes und sicheres Auftreten kann man sich bei viele Hunde den nötigen Respekt verschaffen.

    Viele Hunde respektieren ihren Hundeführer, weil sie Vertrauen zu ihm haben, vor allem ältere Hunde , die man schon lange hat.

    Bei einige Hunde muß man sich den nötigen Respekt auch mal mit einem Donnerwetter verschaffen.