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  1. Das Schäferhund Forum
  2. Themen rund um den Hund
  3. Zucht & Aufzucht

Frage wegen Züchter

  • Sven81
  • 24. September 2018 um 14:20
  • Waschbär
    Moderator
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    • 29. September 2018 um 14:30
    • #106
    Zitat von ECA

    Findest du?

    Wir haben hier in der Region einige Xoltan Nachzuchten von verschiedenen Hündinnen und ich empfinde die als sehr grenzwertig, was die Nerven angeht. Alle sehr laut und teilweise bei Frust und Stress auch übergriffig, auch bei erfahrenen HF.

    Kommt ja auch immer auf die Mutter an. Das, was ich bisher gesehen habe an Nachzucht, hatte gute Nerven, in der Breite "normale" Hunde, teilweise mit gutem/ausreichendem Beutetrieb, einer mit überhaupt keinem Interesse an der Beute.

    Wie gesagt, die Mutter hat auch ihren Anteil an der Vererbung, und dann spielt natürlich auch eine Rolle was sich weiter hinten in der Ahnentafel so (wieder)trifft.

  • Lupus
    Gast
    • 29. September 2018 um 15:47
    • #107

    Hi,

    ja, das wundert mich auch oft: Meist wird viel über die Deckrüden gesprochen, weniger über die Hündinnen. Dabei vererben die 50% ihrer Gene wie die Rüden auch.

    Bezüglich der Vereine: Gute Zücher gibts in und außerhalb von Vereinen. Ein wichtiger Punkt ist die Nachvollziehbarkeit von Gesundheitsergebnissen der Vorfahren eines Hundes. Das spricht nicht für Vereine allgemein, wohl aber für eben diesen einen Punkt.


    Was grundsätzlich von SV, RSV und VDH zu halten ist, mag jeder selbst beurteilen. Ich persönlich schaue mir an, wie der SV zB nach der "Wende" mit den DDR-Hunden umgegangen ist, welche Hunde da teilweise noch in die Zucht kommen, oder einfach, was in Hochzucht aus dem DSH gemacht wurde (der Herr Rittmeister würde sich wohl im Grabe umdrehen) - das reicht mir aus, um mir ein Bild zu machen. Ähnlich beim VDH- Stichwort Qualzuchten. Den RSV2000 kenne ich nicht, aber ein Zuchtwart (innerhalb des SV) sagte mir, dass da wohl auch bei weitem nicht alles Gold ist, was glänzt, auch, was Gesundheitsbefunde angeht.

    Im Endeffekt kommt es immer auf den einzelnen Züchter an. So gibt es Züchter, gute Züchter, die mit gutem Grund im SV bleiben, so wie es gute Züchter gibt, die diesen mit gutem Grund verlassen.

    Und man braucht auch ein bisschen Glück: Einer unserer beiden Rottis kam original vom Metzger, im Hinterhof in der Scheune. Keine Papiere, dafür billg und noch nen Sack Fleisch dazu (kein Schei...., wurde so verhandelt). Der hat die ersten Wochen seines Lebens so gut wie nix erlebt - und war später ein toller Hund.

    Manchmal denke ich auch, dass es vielleicht einen Sinn hat, dass bestimmte Hunde zu bestimmten Menschen kommen: Manche, grad schwierige oder wenig gesunde Hunde, brauchen gerade die Herrchen/Frauchen, die sich besonders gut um sie kümmern.

    Zur Zeit beschäftigt mich auch die Frage nach all diesen Hunden aus dem Tier"schutz" aus dem Ausland, die überall anzutreffen sind. Können das realistisch so viele sein? Tun die Menschen, die sich solche Hunde zulegen, den Hunden insgesamt einen Gefallen?

    Als wir uns entschlossen hatten, einen Hund vom Züchter zu holen, hatte ich anfangs ein schlechtes Gewissen wegen all der Hunde in den Heimen. Mittlerweile seh ichs ein bisschen anders: Unterstützt werden sollten vor allem gute Züchter, denn, so hart das klingt: Der deutsche Hundemarkt wird das Problem von Hunden international nicht lösen (können, sondern vielleicht sogar noch verschärfen). Aber das ist ot...

    Liebe Grüße

    Lupus

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 29. September 2018 um 16:57
    • #108
    Zitat von Waschbär

    Kommt ja auch immer auf die Mutter an. Das, was ich bisher gesehen habe an Nachzucht, hatte gute Nerven, in der Breite "normale" Hunde, teilweise mit gutem/ausreichendem Beutetrieb, einer mit überhaupt keinem Interesse an der Beute.

    Und auf dem Hundeführer kommt es nicht drauf an? Manche Hunde lassen sich auch aufpuschen. Wenn ein Hund keinen Beutetrieb zeigt, liegt es vielleicht auch an dem Hundeführer, der den Hund nie richtig beutegeil gemacht hat. Das Aufpuschen hat zwar seine Grenzen, aber den gezeigten Trieb und anderes gezeigte Verhalten eines Hundes immer gleich auf die genetische Veranlagung zurück zuführen, halte ich für nicht ganz richtig.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Wolf
    Gast
    • 29. September 2018 um 17:32
    • #109
    Zitat von Egge

    das ist sehr viel an Bewegung. ok, ich gehe auch mit meinem Rüde 15-17 km spazieren, er macht es mit Vergnügen mit. Die Hündin ist nicht so begeistert, ist auch älter. läuft aber trotzdem mit. aber mit dem Rad im Tempo 25 km laufen, 2 mal die Woche? ist es noch gesund für das Tier.. ?

    Zum Rad habe ich ausführlich geschrieben in einem eigenen Thread, also nix Tempo. Und nein, ich glaube, das ist nicht zu viel Bewegung. Überlege einmal, was ein DSH an der Herde pro Tag läuft.

  • Wolf
    Gast
    • 29. September 2018 um 17:33
    • #110
    Zitat von ECA

    Jetzt darf leise gelacht werden, oder?

    Gerade der RSV2000 hat sich in den letzten Jahren komplett selbst disqulifiziert. Ich werde nie verstehen, wie man da noch die Fahne hochhalten kann.

    Kannst du das, lieber ECA, ausführen?

  • ostholstein
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    1.556
    • 29. September 2018 um 21:44
    • #111
    Zitat von Lupus

    ja, das wundert mich auch oft: Meist wird viel über die Deckrüden gesprochen, weniger über die Hündinnen. Dabei vererben die 50% ihrer Gene wie die Rüden auch.

    Jo, so isses.

    Das Verhalten und die Leistung eines Hundes ist zu 25% genetisch bedingt durch die Mutter, zu 25% genetisch bedingt durch den Vater und 50 % wird beeinflußt durch Prägung, Erziehung, Ausbildung, Haltung, Training, Umwelt usw.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Waschbär
    Moderator
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    • 29. September 2018 um 22:13
    • #112
    Zitat von ostholstein

    Und auf dem Hundeführer kommt es nicht drauf an? Manche Hunde lassen sich auch aufpuschen. Wenn ein Hund keinen Beutetrieb zeigt, liegt es vielleicht auch an dem Hundeführer, der den Hund nie richtig beutegeil gemacht hat. Das Aufpuschen hat zwar seine Grenzen, aber den gezeigten Trieb und anderes gezeigte Verhalten eines Hundes immer gleich auf die genetische Veranlagung zurück zuführen, halte ich für nicht ganz richtig.

    Bei dem betreffenden Hundeführer wird es an derartigen Faktoren nicht liegen. Der hat bisher fast jeden Welpen, den er aufgezogen hat, mind. auf die LGA gebracht. Zudem: Wenn im selben Verein fünf junge Hunde eines Wurfes gearbeitet werden, und noch andere gleichaltrige Hunde, und genau einer davon guckt, wenn er bewegte Beute sieht, gelangweilt in die andere Richtung, dann weiß man wofür dieser eine Hund nicht gebacken worden ist. Zumal dem Hund seine Zeit zur Entwicklung zugestanden worden war.

    Wir reden hier über genetisch bedingte Faktoren. Vieles, was einen Arbeitshund aus macht, kannst Du nicht antrainieren. Entweder der Hund hat es, oder er hat es nicht. Wenn es so wäre wie Du schreibst, dann könnte ja die Polizei jeden x-beliebigen Hund ankaufen und ihn allein durch Training zu einem diensttauglichen Hund ausbilden. Dem ist aber nicht so.

  • Waschbär
    Moderator
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    • 29. September 2018 um 22:23
    • #113
    Zitat von ostholstein

    Jo, so isses.

    Das Verhalten und die Leistung eines Hundes ist zu 25% genetisch bedingt durch die Mutter, zu 25% genetisch bedingt durch den Vater und 50 % wird beeinflußt durch Prägung, Erziehung, Ausbildung, Haltung, Training, Umwelt usw.

    Es gibt aber auch Faktoren, die sind zu 100% genetisch bedingt. Insofern dass wenn bestimmte Veranlagungen nicht vorhanden sind, Du sie mit dem besten Training der Welt nicht herbeizaubern kannst. Wenn derartige Faktoren in einer Rasse gehäuft auftreten, nennt man das "rassetypisch". Z.B. die "hohle Seite" des Spitzes (die ihn zu einem guten Wächter macht). Z.B. einen Hund mit wenig Beutetrieb wirst Du nie zu einem Extremspieler mit "belastbarem" Beutetrieb fördern können, wie es z.B. bei einem Sprengstoffhund notwendig ist. Z.B. einen Hund mit wenig Interesse an Wildfährten wirst Du nie zu einem verlässlichen Schweißhund ausbilden können, der zuverlässig kilometerlange Fährten nachsucht. Dafür muss einem Hund einfach ein gewisses Talent in die Wurfkiste gelegt werden, ohne dass das nix wird.

  • ostholstein
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    • 29. September 2018 um 22:50
    • #114
    Zitat von Waschbär

    Wir reden hier über genetisch bedingte Faktoren. Vieles, was einen Arbeitshund aus macht, kannst Du nicht antrainieren. Entweder der Hund hat es, oder er hat es nicht. Wenn es so wäre wie Du schreibst, dann könnte ja die Polizei jeden x-beliebigen Hund ankaufen und ihn allein durch Training zu einem diensttauglichen Hund ausbilden. Dem ist aber nicht so.

    Ja, das stimmt schon, aber nun mal ein anderes Beispiel.

    Im Obedience hatte ich Kolleginnen, die sind mit ihrem Hund innerhalb eines Jahres von der Beginner-Klasse bis in die Obe 3 durchmarschiert. Diese Hunde waren ausschließlich Border Collies.

    Andere Leute haben es auch mit einem Labi bis in die Obe 3 geschafft, nur diese Leute haben vier Jahre und länger gebraucht. Durch entsprechendes Training kann man viel erreichen.

    Der Hund muß natürlich die genetische Veranlagung für diese Arbeit haben.

    Ein Polizist wird kaum vier Jahre und länger mit einem Hund trainieren, um ihm diensttauglich zu bekommen.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Waschbär
    Moderator
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    • 29. September 2018 um 23:26
    • #115

    Es gibt Hunde, mit denen könntest Du 100 Jahre lang trainieren, und das würde nix geben...

    In der Zucht musst Du die Hunde anhand ihrer Anlagen beurteilen. Einfach nur einen Rüden, der hohe Punkte gemacht hat, auf eine Hündin zu setzen, die hohe Punkte gemacht hat, reicht nicht. Da muss man schon ein bissel mehr beachten. Und wie nerventätig sich ein Hund zeigt, daran kannst Du durch Ausbildung nicht viel verändern. Ein Hund mit einer Nerventätigkeit wie ein alter Diesel wird nie schnelle Triebwechsel zeigen können, egal wie talentiert der Ausbilder ist. Woraus sich u.a. die Fähigkeit zur Führigkeit "unter Belastung" ergibt.

  • Wolf
    Gast
    • 30. September 2018 um 08:33
    • #116

    Wenn ein Hund keinerlei Beutetrieb zeigt, bin ich ein strikter Gegner des Antrainierens.

  • Waschbär
    Moderator
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    • 30. September 2018 um 09:04
    • #117

    Könntest Du ja gar nicht...

  • ostholstein
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    1.556
    • 30. September 2018 um 09:59
    • #118
    Zitat von Waschbär

    Bei dem betreffenden Hundeführer wird es an derartigen Faktoren nicht liegen. Der hat bisher fast jeden Welpen, den er aufgezogen hat, mind. auf die LGA gebracht. Zudem: Wenn im selben Verein fünf junge Hunde eines Wurfes gearbeitet werden, und noch andere gleichaltrige Hunde, und genau einer davon guckt, wenn er bewegte Beute sieht, gelangweilt in die andere Richtung, dann weiß man wofür dieser eine Hund nicht gebacken worden ist. Zumal dem Hund seine Zeit zur Entwicklung zugestanden worden war.

    Wenn man solche Fakten kennt, kann man natürlich eher seine Erkenntnis auf die genetische Veranlagung eines Hundes finden. Je größer die Population der zu vergleichenden Hunde ist, desto sicherer wird diese Erkenntnis.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Egge
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    • 30. September 2018 um 12:41
    • #119
    Zitat von Wolf

    Zum Rad habe ich ausführlich geschrieben in einem eigenen Thread, also nix Tempo. Und nein, ich glaube, das ist nicht zu viel Bewegung. Überlege einmal, was ein DSH an der Herde pro Tag läuft.

    ja, wenn das nicht im tempo ist, dann 25 km ist gar kein Problem für die Schäferhunde. Ich beobachte manchmal bei uns morgens früh kommen einpaar "Experten" in die Felder. der Spaziergang mit dem Hund sieht dann so aus. der Hund wird aus dem Auto abgesetzt und soll hinter dem Auto renen, der Besitzer fährt in mäßige Geschwindigkeit, so ca. 20 km/ St weiter und der Hund läuft in Panik, dass er vergessen wurde, hinter her. Seltsam, wofür braucht man dass einen Hund. ?

  • Lupus
    Gast
    • 30. September 2018 um 13:00
    • #120
    Zitat von Egge

    ja, wenn das nicht im tempo ist, dann 25 km ist gar kein Problem für die Schäferhunde. Ich beobachte manchmal bei uns morgens früh kommen einpaar "Experten" in die Felder. der Spaziergang mit dem Hund sieht dann so aus. der Hund wird aus dem Auto abgesetzt und soll hinter dem Auto renen, der Besitzer fährt in mäßige Geschwindigkeit, so ca. 20 km/ St weiter und der Hund läuft in Panik, dass er vergessen wurde, hinter her. Seltsam, wofür braucht man dass einen Hund. ?

    Hi,

    unfassbar...

    1.) Kennzeichen notieren, eventuell Film aufnehmen.

    2.) Wenn möglich, Besitzer freundlich auf die Tierquälerei ansprechen und darauf hinweisen, dass bei Widerholung eine Anzeige erstattet wird.

    3.) Anzeige wegen Tierquälerei erstatten.


    Liebe Grüße

    Lupus

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