Also vermutlich geht es um den im Ausgangspost genannten Rüden? Da hat ein Rüde HD/ED normal, eine Hündin HD/ED fast normal und ein Rüde HD fast normal / ED normal.
Warum züchten mit "noch-zugelassen"?
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Nasuland -
15. September 2011 um 11:40
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das genau du darauf reiten würdest war mir sowas von klar

ich würde selber nie einen an3 nehmen , und ja , Vladis Mutter hatte ein ED a3 ist aber mit ihren 8 Jahren top fit
leider wurde bei ihr nur 1 NK ausgewertet , der hatte aber ED a1
wenn Vladi auch ein a1 bekommen sollte , was spricht dagegn mal zu schauen wie er vererbt , aaber erstmal ist noch viiiiiiiiiiiiieeeeeeel Land bis dahin
und wenn er kein Erich Kind gewesen wäre , hätte ich ihn nie genommen -
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Hab mich mal durch den ganzen Thread gelesen. Mein Zwerg hat ja jetzt auch ein ED noch zugelassen bekommen. Allerdings verstehe ich nicht, wieso
Laut der Tierärztin, die sehr viel für SV und Malivereine röntgt, hätte mein Zwerg maximal ein ED fast normal bekommen müssen. Er hat lediglich auf der linken Seite Ellenbogen eine minimalste Veränderung (kleine Zubildung am Proc.Coronoidus) - rechts ist absolut sauber und auch links wirklich nur minimal. Eigentlich hätte ich Einspruch beim SV einlegen müssen aber das ist mir zu teuer und zu aufwändig für zu wenig. Da er vermutlich eh nie zum decken kommen würde, lohnt sich der Aufwand einfach nicht.
Er lahmt nicht - beim röntgen war er schon 2,5 Jahre und ordentlich aktiv im Sport. Nun ja... Ach ja HD hat er auch fast normal - seine Schenkelhälse sind etwas zu kurz - der Winkel ist bei 107 und auch die Gelenkköpfe sind ok....keine Arthrosen usw..
Das nur noch mal zum Thema Gutachter -
Meist bekommt man halt keine genaue Diagnose, bei ED spricht man ja von 3 separaten Grunderkrankungen , die wenn "vermutet" auf jeden Fall zu einer Auswertung "mittel" führen. Ein A3 kann ja auch verschiedene Ursachen haben:
ZitatAlles anzeigen
Geringgradige Arthrose
Noch zugelassen
(Leichte ED)
Knöcherne Zubildungen < 2 mm, Arthrose Grad I
Der PCM ist aber scharf begrenzt und gleichmäßig dicht.
Geringe Sklerose an der Basis des PCM, der unverändert ist.
Stufenbildung bis zu 2 mm Höhe zwischen Speiche und ElleQuelle: http://www.schaeferhund.de/site/fileadmin…EDVerfahren.pdf
Ich für mich habe die Meinung, es ist müssig darüber zu diskutieren, wie gut/schlecht die Auswertung beim SV ist. Als Mitglied/Züchter innerhalb des Verbandes anerkennt man ja erstmal die Regelungen, Änderungen kann man wohl nur innerhalb des SV erreichen. Ein fehlerfreies System wird es eh nicht geben. Vielleicht kommt ja mal die Zeit, wo man diese Erkrankungen, rein per Blutprobe genetisch nachweisen kann, aber auch dann wird es Fälle geben, wo ein anscheinend "kranker" Hund nichts davon zeigt und umgekehrt.
Schlussendlich wird jeder für sich entscheiden müssen, wo er Kompromisse eingeht und wie er mit den verschiedenen Auswertungen umgeht, wichtig ist doch, das man ehrlich und offen damit umgeht. Was mich ein wenig an der ganzen Sache stört, egal ob im Sport, oder Zucht, es ist echt eine schlechte Angewonheit geworden, ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen und da das schlechte zu suchen. "schau mal mit was der Züchtet, schau mal wie der Ausbildet, schau mal wie der seine Hunde hält". Auf der anderen Seite hört man aber meist von den selben Leuten immer wieder die gleichen Geschichten, wenn es selber zu Ausfällen kommt. Da ist dann der Welpe gestürzt, Sportverletzung u.s.w. Da biegt man sich dann schnell mal seine Welt wieder zurecht, mit einer Argumentation, die man bei keinem anderen zählen lassen würde... Ich gebe nichts mehr auf Aussagen wie "im Alter noch super fit", wenn dann will ich das gesehen haben und dann ist das auch belegbar mit Prüfungen, die ein Hund noch mit 6-8 Jahren ablegen kann.
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Also ich bin bei ED kompromisslos. Bei HD fast normal oder noch zugelassen kann der Hund noch gut durch Muskulatur ect puffern und ausgleichen, aber bei Abweichungen im Ellenbogen, der ja ein zusammengesetztes Gelenk ist und von der Statik ganz anderen Belastungen ausgesetzt ist, würde ich mit fast normal nur in Ausnahmefällen, mit noch zugelassen GAR NIE züchten und mir auch niemals einen Hund nach einem ED noch zugelassen Hund nehmen. Selbst wenn er "nur" für den Sport sein sollte nicht.
Denn ein Hund mit einem nicht kongruenten Ellenbogengelenk wird IMMER Probleme bekommen, vorallem wenn er belastet wird.
Ich hatte ja nu im letzten Jahr die HD und ED Fortbildungen beim Tellhelm, da konnte ich mir ein noch umfassenderes Bild machen.
Von daher kann ich nur sagen, über ne Hüfte die nicht 100% ist lässt sich reden, aber beim Ellenbogen bin ich für mich und meine Ansprüche kompromisslos und eher pingelig. Ich hatte auch schonmal nen sehr interessanten Deckrüden im Visier, den ich dann aber aus genau solchen Gründen nicht genommen habe-er hatte zwar vorne und hinten normal, die Geschwister allerdings waren von ganz kaputt über teilkaputt quasi in allen Ausführungen vertreten. Sowas kommt für mich nicht infrage! -
Hi Ferrie,
wie immer von dir top Aussage! Aber jetzt mal Hand aufs Herz, würdest du einen Hund nehmen, der noch nicht ED Ausgewertet wurde? Der könnte ja theoretisch einen guten Eindruck machen, aber bei einer Auswertung trotzdem ein ED A2/A3 bekommen? Also nicht falsch verstehen, was ich von dir gelesen habe spricht für eine top verantwortungsvolle Meinung! Ich denke aber schon, wenn man eine ED a1 Auswertung, oder maximal ein a2 voraussetzt, müssten Hunde ohne ED Auswertung ja eigentlich konsequenterweise auch raus fallen?
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Ja, absolut.
Man könnte ja die Ellenbogen noch röntgen lassen wenn man denn wollte als Besitzer...
Viele machen das ja auch, oder röntgen die Hunde nochmal mit 4-5 Jahren nach ( muss man ja glaub ich auch nach soundsoviel Deckakten ). DAS ist für mich dann schon eher aussagekräftig. Wenn ein Rüde, der jahrelang schon im Sport geht, beim nachröntgen immer noch tiptop ist ohne die kleinsten Anzeichen von Arthrose o.ä., DER ist gesund ( und man kann auf gute Vererbung hoffen ).
Und danke :blush: .
Ich hab Ferrie zum Beispiel auch selbst nochmal geröngt vor 1,5 Jahren-die ist von den Gelenken her wie ein junger Hund. Deshalb mach ich mir bei ihr auch keinen Kopf weil sie ein HD-fast normal hat.Aber ich bin da eh pienzig, wie gesagt. Ich hab mich ja auch absolut geweigert, mit meinem Cattle Dog die ZTP zu machen-denn erstens fehlen ihm zwei Zähne ( wobei bis zur 4 fehlen dürfen-aber nee, muss doch echt nicht sein ) und zweitens hat er ne B-Hüfte ( ok, damit könnte man noch leben, aber da HD beim Cattle Dog ein großes Thema ist ( auch aufgrund des engen Genpools hier in der Vergangenheit )-war das schon auch mit ein Grund ), und außerdem hat er ja eine miniminimini kleine Stufe im LWS Übergang-nicht schlimm, wird auch keine Probleme machen und erforderlich ist Rücken röntgen beim ACD eh nicht-aber: es hatte bei ihm Verspannungen verursacht und folgend eine leichte! Fehlbelastung ( seit der Goldakupunktur ist alles gut )-also warum in Gottes Namen sollte mein Rüde decken??!!
Meine Entscheidung hat bei seinen Züchtern und auch in der Szene etwas für Unverständnis gesorgt-da er optisch sehr korrekt ist was Farbe und Gebäude angeht, zudem noch eine gute Knochenkraft hat und-wie nicht viele-die IPO 1 ( bisher )! Dann kamen so Sprüche wie, naja, dann muss er eben auf die richtige Hündin...aber das ist für mich eine Milchmädchenrechnung-er wird immer davon was vererben und warum sollte ich das zulassen?? -
Meinen Respekt hast du!
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Das Problem liegt ja eigentlich gar nicht bei a1,a2 oder a3, sondern darin, dass man nicht weiß "warum" bzw. "wie" diese Auswertung zustande gekommen ist. Denn es gibt einfach keine ordentliche AUswertung für den BEsitzer/ Züchter. Und deswegen ist es auch nicht unnormal, dass aus einer a1-Verpaarung schlechte Ergbenisse und aus einer a3-a3 Verpaarung durchaus alles a1 ergebnisse kommen können.
Die beiden Hüftgelenke (auch Ellenbogen) sind in vielen Fällen, obwohl sie a1/a bekommen, eben nicht 100% Tip-Top und identisch. Und wenn man dann zwei a1-Hunde mit z.Bsp. einer nicht optimalen linken Seite verpaart, dann kann es natürlich bei den Welpen Folgen haben. Leider gibt es darüber meines Wissens noch keine Studie, aber ich habe es bei den eigenen Hunden, wenn man die Aufnahmen der Mutterhündin kennt, feststellen können. Hier sollte es doch einleichtes sein, dass man einen kurzen Auswertungsbogen bekommt.
Und was den Ellenbogen betrifft, so bin ich ebenfalls der Meinung, dass wenn dieser einen Defekt hat, für den Hund größere Auswirkungen haben kann, als bei der Hüfte, aber auch schon oft feststellen musste, dass FACHärzte, welche jeden Tag mehrer Hunde röngten, sich manche Auswertung der Ellenbogen (meist mittlere ED) bei Hunden, wo nichts bedenkliches ist, nicht erklären können. Diese Hunde lahmen im übrigen auch nicht und zeigen dies auch bei intensiver BEanspruchung über mehrer Jahre nicht. Von einer Tieräzrtin, welche zur Schulung beim SV war, weiß ich allerdings, dass viele Hunde auf Verdacht ins ED-mittel genommen werden. Und dies muss ich sagen, finde ich nicht gut. Dann soll man die Hunde 2 oder 4 Jahre für dich Zucht zurückstellen und dann noch einmal untersuchen, aber ihnen einfach einen Schaden am Ellenbogen zu diagniostizieren, welche evtl. mal war oder noch kommen könnte, nun damit bin ich nicht einverstanden, auch wenn wir genug Hundematerial haben.
Silvana
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@ silvana
Von einer Tieräzrtin, welche zur Schulung beim SV war, weiß ich
allerdings, dass viele Hunde auf Verdacht ins ED-mittel genommen werden.
Und dies muss ich sagen, finde ich nicht gut. Dann soll man die Hunde 2
oder 4 Jahre für dich Zucht zurückstellen und dann noch einmal
untersuchen, aber ihnen einfach einen Schaden am Ellenbogen zu
diagniostizieren, welche evtl. mal war oder noch kommen könnte, nun
damit bin ich nicht einverstanden, auch wenn wir genug Hundematerial
haben.Das sehe ich ganz genau so! :005_24032010:
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Ich finde Themen rund um die Vererbung immer wieder interessant.
Was mich bei vielen Rassen oder eher gesagt Vereinen/Verbänden aber auch stört, ist, dass der HD- oder ED-Befund nur den schlechteren Befund der beiden Hüften/Ellenbogen/etc. angibt und die andere Seite oft nicht angegeben wird. Ich fände es hier schön, wenn rechts und links getrennt werden könnten. Das würde an dem Insgesamtbefund des einzelnen Hundes nichts ändern. Klar, häufig sind die Befunde (sehr) ähnlich, aber es gibt doch immer wieder Unterschiede, zum Teil sogar stärkere. Dann könnte man dies evt. auch gezielter mit in die Wurfplanung reinnehmen.
Und ein Nachröntgen mit was weiß ich 5 Jahren oder so ähnlich wäre mit Sicherheit auch positiv für die zukünftigen Gesundheitsbefunde. Aber ich denke mal nicht, dass man das von den Züchtern und Besitzern der Hunde in Zukunft verlangen könnte oder überhaubt unverbindlich einführen könnte. Aber es würde die Befunde sehr wahrscheinlich genauer darstellen, doch sind die dadurch entstandenen Kosten das Ganze denn überhaupt wert? Wenn man dazu noch bedenkt, dass man allgemein immer mehr testen lassen muss und dies die meisten Züchter auch wollen um die Rasse eben zu verbessern...
Dies waren jetzt nur ein paar Gedanken, gerade auch bei Besitzern der Nachzuchten ist es oft so, dass gar nicht oder nur mal eben "schnell" beim TA geröngt wird. Allgemein gesagt, denn bei einzelnen Würfen oder Züchtern gibt es auch welche, da ist die Rate der Auswertungen der Nachkommen bei knapp 100%. Aber das ist wohl eher sehr selten. Hmm...
LG -
Ich finde Themen rund um die Vererbung immer wieder interessant.
Was mich bei vielen Rassen oder eher gesagt Vereinen/Verbänden aber auch stört, ist, dass der HD- oder ED-Befund nur den schlechteren Befund der beiden Hüften/Ellenbogen/etc. angibt und die andere Seite oft nicht angegeben wird. Ich fände es hier schön, wenn rechts und links getrennt werden könnten. Das würde an dem Insgesamtbefund des einzelnen Hundes nichts ändern. Klar, häufig sind die Befunde (sehr) ähnlich, aber es gibt doch immer wieder Unterschiede, zum Teil sogar stärkere. Dann könnte man dies evt. auch gezielter mit in die Wurfplanung reinnehmen.
Was soll das für die Zucht für einen Vorteil bringen? der schlechte Befund ist immer ausschlaggebend, möglichst nicht mit dem Hund zu züchten. Wenn eine Seite gut und die andere schlecht ist, dann darf der Hund nicht in die Zucht, das gilt gerade dann, wenn die Seiten sehr unterschiedlich sind.
Im Übrigen bekommt der Besitzer den genauen, seitendifferenzierten Befund mitgeteilt. er steht dann aber nicht in den Papieren.
LG Barbara -
Das Problem beim DSH ist, dass über Jahrzehnte die Hüften viel zu lax ausgewertet wurden. Früher habe ich bei einem Gutachter einer Jagdhundrasse röntgen lassen. Wenn der gemeint hat mit viel Glück sei das eine C-Hüfte, ist es aus Hannover mit "a-normal" zurück gekommen...
Danach habe ich meine Hunde meist von Dr. Tellhelm röntgen lassen. Der hat als Zweitgutachter dann ja auch die Hüften auswerten dürfen. Der war strenger als Brass in Hannover, weswegen viele Schäferhundler hier in der Gegend die Gelegenheit, bei ihm röntgen zu lassen, i.d.R. nicht genutzt haben. Wie oft habe ich auf dem Hundeplatz gehört "Wenn der ein "fast normal" gibt bekomem ich in Hannoverein "normal"". Sieht nett in der Ahnentafel aus, nützt aber der Zucht nicht wirklich. Weswegen ich bisher bei deutschen a2-Befunden kritisch war und ich mit solchen Hunden nicht gezüchtet habe. Habe mich nicht darauf verlassen wollen was hinter einem "hannoverschem a2" wirklich verbirgt.
Seitdem Brass tot ist wertet Tellhelm alles aus, Hüften wie Ellenbogen. Lt. Zuchtwartetagung vergangene Woche läuft seitdem die Tendenz in der Auswertung mehr zum "fast normal" statt wie bisher zum "normal". Und der Rasse wird das gut tun! Mir ist ein ehrliches "fast normal" in der Ahnentafel lieber als ein "normal", auf das ich mich nicht verlassen kann. Was nützt es denn wenn ich zwei Hunde miteinander verpaare, die beide ein "normal" haben, aber sich beim einen ein "fast normal" und bei anderen vielleicht sogar ein "noch zugelassen" dahinter verbirgt? Nur weil der Auswerter bei der Hüftbeurteilung einen guten Tag gehabt hat und dementsprechend nett war?
Die Ellenbogenbefunde von Dr. Tellhem waren für mich immer nachvollziehbar. Es ist natürlich hilfreich wenn er sie einem direkt am Bild und im vergleich zu anderen Röntgenbildern erklären kann.
Das wirkliche Problem in der Zucht des DSHs sind für mich aber nicht Hüften und Ellenbogen. Da kann ich selektieren, wenn ich will, und Hunde mit schlechten Befunden bzw. schlechten Befunden bei den Elterntieren und Geschwistern aussortieren. Und ein Befund "mittlere HD" oder "mittlere ED" führt nicht unweigerlich zu Symptomen dieser Erkrankungen. Man sollte halt nur nicht mit so einem Hund züchten.
Das wirkliche Problem in der Zucht ist der Rücken...
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