Natürlich ist eine Bindung da. Und mal ehrlich Sabine einfach kann doch jeder, aber wir wachsen an unseren sturen/ängstlichen oder Testosteron gesteuerten Hunden.
Bene Baronin von Bärentatz, Chia Chaosfürstin von Flitz und Piepe und irgendwann ...
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Holger, ganz lieben Danka auch für Deine Worte ... gerade wachse ich an meiner kleinen Chaoten-Chia in den 7.Himmel!

Eigentlich warteich ja immer noch auf dieLäufigkeit, aber nachdem sich da nichts zeigte, habe ich heute Früh mal wieder eine Verabredung zum gemeinsamen Gassigehen mit einer Freundin und ihrem Berner Sennen-Aussi-Mix Lemmy wahrgenommen ... zumindest weiß ich jetzt, dass Chia super gut riecht und den intakten Rüden den Kopf verdreht.

Aber ich bin ja schon die ganze Woche fasziniert, wie gehorsam Chia ist und wie entspannt sie die Jogger und Stockschwingerinnen an sich vorbei ziehen lässt. Kein Abflitzen ins Gebüsch, keine Ignoranz, wenn ich sie rufe und heute Früh hörteich dann auch noch den Satz aus dem Munde der Freundin, die Chia als super anstrengend empfindet, der mir wie warme Zuckerwatte reinging: "Chia hört ja auch auf jedes Wort und hat den will to please, den mein Hund nicht hat!"
Und solche Worte über Chia!

Gut, das Laufen war nun nicht ganz so entspannt, wie erhofft. Aaaaber - das lag auch nicht an der Chaosfürstin ... oder nur bedingt, weil sie halt wohl zu duften beginnt.

Als meine Freundin auf den Hof fuhr und Lemmy aus dem Auto ließ, hatte ich Chia an der Leine, zwecks Übens, nicht auf andere Hunde zuzubrettern, sondern zu warten. Sie bellte zwar und sie wäre auch gerne gleich zu Lemmy gebrettert, aber das Bellen war kein überdrehtes Pöbeln, sondern eher eine freundliche Begrüssung und Chia hörte auch auf, als ich "Schluss!" sagte und sie war auch problemlos zu halten und zog nur ganz minimal in Richtung Lemmy - ohne in die Leine zu rennen oder gar reinzusteigen, wie das einst der Fall war.

Mit diesem "ich kann meinen Hund bei Hundebegegnungen kontrollieren"-Erfolg stand ich ja schon mindestens auf der dritten Stufe der Himmelsleiter.

Dann liefen wir los. Lemmy und Bene liefen ohne Leine, Chia blieb an der Leine, weil ich ja nie weiß, ob irgendwo mein Nachbar um die Ecke kommt. Aber Chia lief locker neben mir her - ein Hoch auf die Rückkehr der Leinenführigkeit!

Als ich dann die Leine löste und Chia vor Lemmy herlief, wurde sehr schnell klar: "Sie duftet!"

Es wurde dann insofern anstrengend, weil Lemmy natürlich ständig an und über Chia klebte, sie auf den Rücken warf und zu decken versuchte, während sein Frauchen versuchte, ihn davon abzubringen und ich Chia dann zu mir rief, um ihr die plumpen Annäherungsversuche zu ersparen. Chia war auch wirklich dankbar, dass ich ihr Schutz anbot, aber Lemmy von ihr wegzuhalten war dann auch wirklich mühsam und so musste Lemmy dann auch an der Leine laufen.
Nach 10 Minuten löste sein Frauchen die Leine dann auch wieder (die Hoffnung, dass er was gelernt hat, stirbt bekanntlich zuletzt) und Chia verlegte sich auf die Flucht und das Verstecken vor dem Wüstling, während Lemmys Ohren hormonverstopft blieben und er sein Frauchen komplett ignorierte. Also wieder Leine für Lemmy und ein "Hier" an Chia und sie saß vor! Was für ein grandioses Gefühl!

Momentan sucht sie aber auch ständig meine Nähe, ist immer mit ihrer Nase an meiner Hand und das führte dann auch dazu, dass meine Freundin, die sonst gerne mal behauptet, dass Chia der Hund ist, der mich durchaus an meine Grenzen bringen könnte, sie plötzlich über den grünen Klee lobte.

Gut - wenn man schlanker aussehen will, als man es ist, stellt man sich möglichst neben jemanden, der dicker ist, als man selbst ... und wenn sich Lemmy so übel daneben benimmt und nichts mehr hört, dann hat auch Chia mal den Vorteil, dass sie mit dem Gehorsam glänzt, den sie anbietet.

Aber ein gutes Gefühl, Lob über Chias Gehorsam zu hören, war es eben trotzdem.
Vielleicht liegt es ja an der bevorstehenden Läufigkeit, dass sie diesen ausgeprägten "will to please" zeigt, aber ich genieße das Gefühl gerade so sehr, dass mir der Grund dafür nicht so wichtig ist ... nur schade, dasswir damit nun nicht auf dem Hundeplatz Eindruck machen können.

Als wir zum Auto zurückkamen, würde Lemmy gleich ins Innere verfrachtet und Chia legte sich neben mich, während ich noch kurz mit meiner Freundin sprach. Auch das ist ein Verhalten, das sie sonst nicht so zeigt, denn für gewöhlich fängt sie dann an zu jengeln, weil sie zu dem Hund ins Auto möchte und ist total gestresst und frustriert, weil sie ihren Willen nicht bekommt undman den Hundefreund vor ihr versteckt.
Vielleicht hat Luna Recht und mit 24 Monaten zieht Vernunft ins Schäferhundhirn ein? Chia ist jetzt 21 Monate alt

Aber was auch immer meine kleine Chaosfürstin gerade bewegt - es ist einfach schön

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na siehste Sabine. Du hast zwei so tolle Hundedamen.
Und jeden deiner Leos hätte ich dir klauen wollen.
Zweifel und Wut gehören dazu, aber für mich und ich kann da nur für mich sprechen war das ich für mich anerkannt habe das Loki nie einfach mitlaufen wird, und daher feiere ich jeden kleinen Erfolg und damit wird es besser.
Bei Lemmy musste ich an den großen Kilmister denken.
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Danke Holger.

Vermutlich wird Chia, genau wie Loki, nie ganz konstant nur unkompliziert sein, aber solange wir mit unseren Hunden trotzdem glücklich sein und uns an den Erfolgen freuen können, sind wir auf dem richtigen Weg.
Bei Lemmy musste ich an den großen Kilmister denken.
Meine Freundin ist ein großer Motörhead-Fan, steht auf Space- und Hardrock und jetzt rate mal, nach wem sie ihren Hund benannte?

Als ich ihr mal sagte, warum Ian Fraser "Lemmy" Kilmister Lemmy genannt wurde und dass er ein Schnorrer war, der bei Geldknappheit seine Kollegen anpumpte, fand sie das nicht so gut ... "can you lem´me five?
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Er ist und bleibt Kult. Mein erstes Konzert war Motoerhead vor 26 Jahren. Und ich war beim vorletzten seiner Konzerte bevor er starb.
Immer wenn sie auf Tour waren bin ich hin, weil wir dachten jedes Jahr es ist sein letztes Jahr.
Also cooler Name
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... und ich Frevler nenne den Hund stets "Lemmlinger"

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... und ich Frevler nenne den Hund stets "Lemmlinger"

So was Frevelhaftes
Deine arme Freundin. -
Sie sagt zu Chia Chichibumbum ...

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Sie sagt zu Chia Chichibumbum ...

Das gefällt mir. Ab heute benutze ich das auch.

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So - kurzes Update: Chia ist läufig und hat zu zeichnen begonnen!
Armer Lemmy ... wenn ich das gewusst hätte, wären wir natürlich nicht zum gemeinsamen Spaziergang mitgekommen.
Damit fällt aber am Sonntag auch das Training aus und das in der nächsten und übernächsten Woche auch. Aber dann denke ich, müssten wir wieder planen können und Herrenbesuch empfangen dürfen, ohne die Jungs in olfaktorische Räusch zu versetzen

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Lemmy auch wenn ich ihn nicht kenne ist wie sein Namensvetter, halt ein ganzer Kerl.

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Und es wäre doch toll wenn chichibumbum und Lemmy ein wenig bumbum machen.

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Holger, davon zeugen seine Söhne und Töchter, denn er reproduziert sich gerne ... meine Meinung dazu ist nicht relevant, aber er weiß halt, um was es geht ... Sex, Drugs and Rock´n Roll

Das ist übrigens Lemmy, der wilde Wuschel:

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hab dir ne konvi geschrieben

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Wenn es richtig super läuft, muss man dann nicht fast damit rechnen, dass man plötzlich wieder eine auf die Mütze bekommt, damit das Krönchen nicht in den Himmel wächst? Wahrscheinlich schon. Zumindest war der Dämpfer, den ich gestern bekommen habe, so schlimm für mich, dass ich erst mal einen Tag und eine Nacht brauchte, um darüber nachzudenken, wieder in mein seelisches Gleichgewicht zu finden und meine Gedanken so zu formulieren, dass hier nicht die Sorge ausbricht, dass zwei langhaarige Schäferhundedamen sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause machen müssen

Die letzten beiden Wochen waren aber auch wirklich zu schön, als dass daraus ein Dauerzustand hätte werden können. Ob es an Chias Hormonen lag, dass sie so wunderbar anhänglich und gehorsam war und förmlich an mir klebte - tatsächlich auch mental. Ich hatte ihre Aufmerksamkeit und sie war so motiviert, dass sie das Brunnenspiel von selbst anbot, wenn ich mir dachte, dass es jeden zweiten Tag auch reicht, damit es ihr nicht langweilig wird.
Auch gestern begann unsere Morgenrunde sehr entspannt und zu meinem Erstaunen trafen wir die stockschwingenden Damen nicht, obwohl die ja regelmäßig Montags, Mittwochs und Freitags unterwegs sind - und das so pünktlich, dass man die Uhr nach ihnen stellen kann. Ich war darum schon fast besorgt, sie nicht zu treffen und auch ein bisschen enttäuscht, denn die flotten Frauen zu treffen, ist ja auch immer eine super Übung für Chia, sich das Bellen zu verkneifen.
Außerdem vertreiben die Stockschwingerinnen immer das Wild, denn sie laufen ja relativ laut kommunizierend und gut sichtbar beleuchtet durch den Wald und da traut sich dann kein Reh und kein Hase mehr, sich sehen zu lassen

Für uns ist das ein Vorteil, denn die Damen marschieren ja an uns vorbei und dann wacker voraus und wo sie durchliefen, begegnet uns kein Wild.
Das ist tatsächlich meine Feststellung, denn gestern stand schon im ersten Gebüsch ein Rehlein, das sich von niemandem vertrieben fühlte.
Mein Handy macht seltsame Sachen, wenn ich es zum Fotografieren benutze (wahrscheinlich habe ich irgendeinen Filter aktiviert) und ich weiß nicht, ob man das Reh noch erkennt, das seitlich am Wegesrand stand:

Im Grunde ist aber auch das kein Problem, denn wie das Foto zeigt, lassen sich weder Bene, noch Chia von Rehbegegnungen in Jagdstimmung versetzen ... eigentlich ...
Chia hatte ja bis vor Kurzem noch so eine Phase, in der sie der Einladung des usseligen schwarzen Böckchens gerne mal folgte, und ihm ein paar Meter hinterherlief. Aber dass ich das nicht will, hatten wir geklärt und die ganzen vergangenen Tage schaute Chia immer erst zu mir, ich sagte: "Lass es!" und sie bekam einen Keks, womit das Reh ihr dann auch egal war.
Gestern war auch diese erste Rehbegegnungunspektakulär. Chia sah das Reh, fragte, ob sie es verfolgen darf, erhielt eine Absage von mir, tröstete sich mit einem Keks und wir spazierten weiter.
Kurz bevor wir zuhause waren, kamen wir an der Muna vorbei, deren Gelände mit einem Maschendrahtzaun gesichert ist. Dahinter laufen öfter mal Hasen, Kaninchen, Rehe und sogar Füchse.
Bene und Chia wissen ja, dass da ein Zaun ist und insofern interessieren sie sich in der Regel auch nicht für das, was dahinter passiert ... eigentlich.
Gestern lief da aber ein junges Reh und anstatt hinter dem Zaun zu bleiben, hüpfte dieses Dusseltier doch tatsächlich drüber und stand dann quasi vor uns!
Ich weiß nicht, bei wem die Schockstarre am längsten anhielt, aber definitiv war es nicht Chia, die lange paralysiert vor dem Rehlein stand, denn die schoß plötzlich los und in dem Moment versuchte das Reh, wieder zurück zu springen, aber landete dabei vor dem Zaun. Ich hatte gerade meine Fassung zurückgewonnen und rief Chia zu mir, die dann auch kam, als plötzlich Bene lospreschte und sich dem Reh entgegenstellte, das gerade im Begriff war, die Flucht nach vorne anzutreten.
Natürlich war das der Punkt, an dem Chia fand, dass wenn Bene das darf, sie damit das gleiche Recht gewinnt und schon war sie hinter dem Reh und hielt es zusammen mit Bene in Schach, sodass das arme Tier sich keinen Zentimeter mehr bewegen konnte und in seiner Not wirklich die schlimmsten Schreie ausstieß, die ich je von einem Reh gehört hatte.
Ich brüllte nach den Hunden und anscheinend wurde ihnen in dem Moment klar, dass sie mich so richtig sauer gemacht hatten, denn beide lösten sich aus ihrer "Rehwache" und rannten zu mir.
Ich war so fassungslos, so wütend und enttäuscht von dem Verhalten meiner Hunde und ich hatte diesen verzweifelten Schrei des Rehs noch immer in den Ohren, in dem wirklich die reine Todesangst durchklang, dass ich all meine Bedenken, dass die Bindung meiner Hunde zu mir Risse bekommen könnte, in dem Moment vergaß und beiden den Kurzführer einmal über den Hintern haute.
Bene schmiss sich sofort auf den Rücken, Chia kauerte sich gleich auf den Boden ... und ich schämte mich, weil ich die Fassung verloren hatte und kein Fels in der Brandung war.
Aber das Schlimmste war, dass meine Hunde auch das Vertrauen, das ich in sie gesetzt hatte, bis auf die Grundmauern erschüttert hatten. Vor allem Bene!
Für sie wäre ich bereit gewesen, meine Hand ins Feuer zu legen! Nie hätte ich erwartet, dass sie sich auf so ein widerliches Chia-Spiel einlässt und mitmacht ... wirklich nie.
Gewiss kann ich nun eine Entschuldigung für meine Hunde zusammenstricken. Beiden liegt das Hüten im Blut und wenn ein Tier aus seinem Gehege ausbricht, muss man es dahin zurücktreiben. Ganz sicher hatte keine von Beiden vor, dem Reh ein Leid anzutun, denn keine machte Anstalten zuzubeissen. Im Gegenteil: Jede schnupperte nur faziniert an dem Ende, an dem sie stand. Auch kein Gebell. Nur dastehen und dafür sorgen, dass das Reh nicht weglaufen kann. Im Prinzip war es also tatsächlich keine Jagd, sondern eher das Bewachen des Flüchtigen.
Dem Reh war das aber wohl herzlich egal, was die Hunde mit ihm vorhatten. Es hatte Todesangst und mir ging sein Schreien wirklich unter die Haut und brachte die Wut auf meine Hunde so richtig zum Kochen.
Kaum waren die Hunde bei mir, sprang das Reh dann auch davon. Weder Bene noch Chia versuchten, hinterher zu gehen ... da wäre dann aber meine Contenace endgültig dahin gewesen.
Ich habe dann beide Hunde angeleint und wir sind nach Hause gelaufen - Chia und Bene schlichen immer ein paar Zentimeter hinter der "Fuss-Position" hinter mir her und hatten definitiv ein schlechtes Gewissen ... aber ich hatte auch eins, denn mir tat das Reh unendlich leid. Mir tat es leid, dass ich meine Hunde gemaßregelt hatte ... und ich tat mir selbst leid, weil ich mich so enttäuscht fühlte.
Aber es ist gut, dass ich erst mal wieder runterkommen konnte, denn heute Früh machte mir Chia dann ein ganz besonderes Geschenk: Unser Nachbar "entsorgte" gerade ein totes Schwein im Kadavercontainer, als wir vorbeikamen. Ich wollte Chia gerade zusätzlich am Brustring sichern und bärenumarmen, als der Nachbar schon vor mir stand und Chia, schon wie üblich anherrschte. Sie bellte drei mal und als ich "AUS!" sagte, schwieg sie!!! Dann legte sie sich neben Bene, die schon lag und ich weiß nicht, ob mein Nachbar oder ich verblüffter war, dass Chia zum ersten Mal keinen Alarm gemacht hatte.
Nach einem Nachbarschaftspläuschchen wanderten wir dann auch los und es war ein wunderbar entspannter Spaziergang ... bis auf die Tatsache, dass es Chia unterwegs übel wurde und sie ihr Frühstück in den Wald spuckte.
Mein Verdacht, dass sie so entspannt und gehorsam war, weil es ihr nicht gut geht, bestätigte sich aber nicht. Sie verlangte rasch, dass der nun geleerte Magen wieder gefüllt wird und das blieb dann auch drin.
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