Wachausbildung im Hundesport?

  • Die meisten Hunde (von klein bis groß) wachen ja von Haus aus und die meisten Menschen versuchen das eher abzutrainieren, als noch gezielt zu fördern (zb bellen bei Geräuschen, bellen bei klingeln, verbellen von vorbei laufenden Menschen/Tieren etc.


    Gezielt fördern kannst du das natürlich. Und Militärhunde, die zb Basen bewachen, werden ja auch entsprechend ausgebildet, wie im Schutzdienst, um Personen auch zu stellen und nicht nur zu bellen.

  • Ich erinnere mich dunkel, dass es da früher mal was gab.

    War irgendso eine schwindelige Mischung aus BH und Wesensüberprüfung.

    Wirklich Sinn hat es nicht gemacht.

  • jemand hat behauptet sowas gäbe es für privat im Hundesport, weil mich das wundert frage ich.

    Und was hat dieser jemand darüber erzählt? Der muss doch weitere Infos haben 🤔 Oder war das nur so ein „ich glaube, ich hab mal gehört“ über fünf Ecken? :D würde mich aber auch interessieren. Wenn man googelt findet man da ein paar Seiten, ob und wie seriös die sind, weiß ich nicht. Aber im Hundesportverein findet man so was nicht - gewacht wird ja eigentlich alleine, auf dem Hundeplatz arbeitet man aber immer als Team.


    In einem wilden Hunderudel ist es wohl aber auch so, dass es „Wächter“ gibt, die aufpassen und bei Gefahr o.ä. dann das gesamte Rudel durch bellen/jaulen alarmieren.

  • Ja,habe mal Videos dazu gesehen.

    Ich glaube,sogar eine PO.

    Nannte sich irgendwas in Richtung ,,Wachhundeprüfung",oder so ähnlich.


    Ich entsinne mich,dass es darum ging,dem Hund beizubringen,wann er wachen darf und wie weit er gehen soll.


    Sowie auch zur Überprüfung des Wachverhaltens,Welches schon vorhanden ist.



    Soll wohl mal dazu gedient haben,dass man so einen Hund dann auch offiziell als ausgebildeten Wachhund nutzen kann.



    Das ist das,woran ich mich meine,noch sehr dunkel zu erinnern-Also keine Garantie,für Richtigkeit 😂.

  • Uno Momento:



    Also hier einmal die Kopie der PDF,da ich gerade auf die Schnelle,den korrekten Link nicht finde:



    Prüfungsordnung für Wachhunde (WH)


    Allgemeine Bestimmungen

    Zugelassen sind Hunde aller Rassen und Größen.

    Zur Ablegung dieser Prüfung ist Vorbedingung, dass der betreffende Hund mindestens

    fünfzehn Monate alt ist und die VDH-BH/VT-Prüfung abgelegt und bestanden hat.

    Am Schluss der Prüfung werden keine Ergebnisse nach Punkten, sondern nur ein

    Werturteil „Bestanden“ oder „Nicht bestanden“ vom LR bekannt gegeben. Zum

    Werturteil „Bestanden“ ist erforderlich, dass 70 % der zu erreichenden Punkte erlangt

    werden. Das zu vergebende Kennzeichen bietet keinen Ersatz für ein

    Ausbildungskennzeichen im Sinne der Zucht-, Schau- oder Ausstellungsordnung eines

    Mitgliedsvereins der AZG. Bei dieser Prüfung ist die Benutzung eines sichtbaren

    Hetzarmes oder Schutzmantels nicht erlaubt. Auffällige Kleidung ist gestattet. Beim

    Verfolgen des Helfers muss Vorsorge für dessen Sicherung getroffen werden.


    Prüfungsablauf

    1. Leinenführigkeit (15 Punkte)

    2. Freifolgen (15 Punkte)

    3. Hinsetzen und Sitzen bleiben (10 Punkte)

    4. Ablegen in Verbindung mit Herankommen (10 Punkte)

    Ausführung vorstehender Übungen wie bei der Prüfung für Begleithunde mit Verhaltenstest

    (BH-VT).


    5. Holen eines Gegenstandes (15 Punkte)

    Wie bei Übung 4 entfernt sich der HF etwa 30 Schritt von seinem Hund und legt dort einen

    kleinen Gegenstand ab. Nach Rückkehr zum Hund hat dieser, auf einmaliges Kommando

    „Bring“ den abgelegten Gegenstand schnell und freudig zu bringen.


    6. Ablegen des Hundes unter Ablenkung (10 Punkte)

    Ausführung wie bei der VPG-Prüfung Stufe 1. Gegenstände bis Aktentaschengröße können

    beim Hund abgelegt werden. Nach der Übung 5 wird der abgelegte Hund vom HF abgeholt.

    Eine Teilbewertung kann nur erfolgen, wenn der Hund von Übung 1 bis 3 einschließlich

    liegen bleibt.


    7. Anhänglichkeit (10 Punkte)

    Der Hund wird angeleint und einer zweiten Person übergeben. Der HF geht zu einer etwa 80

    Schritt entfernt stehenden Personengruppe. Bis zu einer Entfernung von etwa 30 Schritt darf

    der Hund den Weggang seines HF beobachten. Jetzt wird dem Hund durch Vorstellen einer

    Wand oder ähnlichem die Sicht genommen.

    Bei der Gruppe angekommen, tritt der HF in diese. Innerhalb der Gruppe darf der HF sich

    nicht seinem Hund gegenüber bemerkbar machen. Der Hund wird von der zweiten Person von

    der Leine gelöst, und das Verhalten des Hundes, insbesondere der Gebrauch der Nase, ist bei

    dieser Übung zu beobachten. Hat der Hund seinen HF gefunden, so ist er von diesem zu

    beloben.


    8. Besitzwahrung (15 Punkte)

    Der HF legt seinen Hund an einer freien, vom LR zu bestimmenden Stelle, an einer Kette, die

    nicht gestrafft sein darf, fest. Der Hund kann sitzen, liegen oder stehen bleiben. Mit dem

    Hörzeichen „Pass auf“ legt der HF vor seinen Hund einen größeren Gegenstand ab

    (Aktentasche, Koffer, Rock usw.) und entfernt sich, immer in Sicht des Hundes bleibend,

    ungefähr 20 Schritt und bleibt stehen. (Kleine Gegenstände, die der Hund in den Fang

    nehmen kann und Fahrräder sind nicht gestattet). Darauf geht der LR oder eine andere Person

    in etwa 5 Meter Entfernung an dem Hund vorbei und wieder zurück. Hierbei muss der Hund

    ruhig beim Gegenstand bleiben und darf sich nicht angriffslustig zeigen.

    Darauf wird der Versuch unternommen, dem Hund den Gegenstand fortzunehmen. Zeigt der

    Hund eine drohende Haltung, so ist die Übung erfüllt.

    Unter drohender Haltung versteht man Knurren, Bellen oder Zufassen. Es soll hier nicht

    gehetzt werden, sondern es kommt auf das allgemeine Verhalten des Hundes an. Daher ist es

    auch nicht erlaubt, den Hund zu umkreisen oder einen Stock zu gebrauchen. Wird der

    Versuch, den Gegenstand wegzunehmen, abgebrochen, so geht die Versuchsperson außer

    Sicht, und der Hund hat beim Gegenstand zu verbleiben, um diesen wieder erneut zu

    verteidigen zu können. Erst nach einer Pause von einer halben Minute holt der HF seinen

    Hund auf Anweisung des LR ab.


    9. Prüfung des Hundes auf seine Wachsamkeit (100 Punkte)

    a) Aufmerksamkeit im Hofraum oder Clubhaus (30 Punkte)

    Die Übung erfolgt in einem ersatzweise angefertigten „Hofraum“ (evtl. mit Hundehütte).

    Diese umzäunte Fläche muss mindestens eine Größe von 7 mal 7 Metern haben. Ersatzweise

    kann auch für die Übung das Vereins- oder Clubhaus verwendet werden.

    Der Hund befindet sich in dem Hofraum (Clubhaus) frei. Jede Annäherung an die

    Umzäunung (Clubhaus) hat der Hund mit Aufmerksamkeit zu beobachten. Der Hund hat

    seine Aufmerksamkeit mir Bellen zu unterstreichen.

    b) Finden, Stellen und Verbellen eines Helfers (40 Punkte)

    Sowie der Hund sich bemerkbar gemacht hat, ergreift der Helfer die Flucht. Der HF betritt

    jetzt die Umzäunung (Clubhaus) und hält den Hund fest. Der Helfer setzt die Flucht fort und

    begibt sich in ein für ihn sicheres Versteck. Sobald der Helfer dieses Versteck bezogen hat,

    wird der Hund losgelassen, der sofort auf das Versteck zuzuspringen und den sichtbaren oder

    unsichtbaren Täter zu verbellen hat. (40 Punkte)

    c) Aufmerksamkeit am Laufdraht (30 Punkte)

    Der Hund wird an einer Kette, die sich an einem etwa 15 Meter langen Laufdraht befindet,

    festgemacht. Eine Versuchsperson reizt den Hund an einem Ende des Laufdrahtes. Der Hund

    hat sich angriffslustig zu zeigen. Hierauf begibt sich die Versuchsperson außer Sicht. Jetzt tritt

    am anderen Ende des Laufdrahtes ebenfalls eine Versuchsperson heran und reizt ebenfalls den

    Hund. Auch hier hat der Hund sich aufmerksam und angriffslustig zu verhalten. Nachdem

    auch diese Versuchsperson außer Sicht des Hundes gegangen ist, wird die Übung beendet und

    der Hund abgeholt.




    So,jetzt sollte es verständlich sein 🙈