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Ich hasse meinen Hund oder doch eher mich?

  • vanilla coke
  • 23. Februar 2024 um 14:36
  • vanilla coke
    Beiträge
    32
    • 4. April 2025 um 00:16
    • #106

    Hallo Tay

    Zitat von Tay

    ich hab ja auch einen Osteuropäer. Und nein, die sind absolut nichts für Anfänger, weil sie eben neben dem Schäferhundewesen auch noch eine Portion das Mitbringen, was man sonst von HSH kennt.

    Ich habe versucht mich mit dem HSH Charakter auseinanderzusetzen und das hat wirklich geholfen, meine Vorstellungen und Ansprüche runterzuschrauben. Wie ihr sagt, mein Hund muss nicht alle mögen, muss nicht überall dabei sein und ich respektiere seine Bedürfnisse. Und es gibt Dinge die kann und muss man nicht wegerziehen, nur um anderen zu gefallen. Klar soll er keinen schreddern und anfallen. Aber da liegt es an mir ihn gar nicht erst in die Situationen zu bringen, bevor er sie nicht händeln kann. Und vielleicht wird er es auch nie. Hundewiese und Hundestrand, wo dutzende fremde Hunde toben und in seinen Individualbereich donnern werden wahrscheinlich nie für uns drin sein und das ist ok so.

    Zitat von Tay

    Das, was du als Training über die Dominanzschiene beschriebst ist für diese Hund nix Brutales oder Heftiges. Die haben einen SEHR starken Willen, brauchen Deutlichkeit und Konsequenz, je deutlicher du ihm machen kannst, was du willst und was nicht, desto eher die Chancen, dass der runter kommt. Und sind leider gar nicht leicht zu vermitteln. Hast du mal probiert, Nasenarbeit zu machen? Klingt so als habe dein Hund sich gleich einen Haufen Jobs gesucht und ist ansich ziemlich überfordert damit, damit kriegst du den vielleicht eher runter.

    Die Vermittlung stagniert mehr oder weniger.

    So wirklich anspruchsvoll machen wir noch keine Nasenarbeit. Ich verstecke bloß seinen Futterdummy oder Ball, den er dann sucht. Meist du Mantrailing oder sowas in die Richtung?

    Zitat von Tay

    Hast du mal überlegt, dir zeigen zu lassen, wie man ihn mit Halti führen könnte?

    Das Halti akzeptiert er gar nicht. Ich habe es echt lange und kleinschrittig versucht aufzutrainieren. Zuhause geht es, aber draußen dreht er damit durch und macht keinen Schritt, bis er es nicht losgeworden ist.

    Zitat von Tay

    Für Verträglichkeit sind sie auch nicht bekannt, und grad wenn du einen aus deutscher Zucht erwischt hast, hast du einen ganzen Haufen Baustellen mit eingekauft. Vielleicht mal Blutbild mit Schilddrüsenwerten checken?

    Kannst du da ein bisschen mehr dazu sagen? Welche Baustellen haben die deutschen Zuchten? Also die Herkunft ist mehr oder weniger unbekannt. Scheint auf jeden Fall kein seriöser Züchter gewesen zu sein. Er kommt laut Heimtierausweis aus Frankfurt am Main, aber da gibt es eigentlich keinen VEO Züchter.

    Zitat von Tay

    Aus welchem Bundesland kommst du denn?

    Wir wohnen aktuell noch in BaWü.

    Ich möchte dieses Jahr aber nach Bayern (Familie) oder Berlin (Freunde) ziehen.

  • Nordlicht
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    6
    • 4. April 2025 um 21:29
    • #107

    Hallo vanilla coke ,

    Ich finde es toll, dass Du noch mal wieder geschrieben hast, wieder Stand der Dinge ist, und die Fortschritte, die Du beschreibst, finde ich echt ziemlich beachtlich im Vergleich der Situation, die Du ganz am Anfang hier im Faden beschrieben hast.

    Vielleicht erreicht ihr gemeinsam ja doch noch einen Punkt, wo Du ihn nicht mehr abgeben willst.

  • Bass23
    Beiträge
    553
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    1
    • 5. April 2025 um 07:18
    • #108

    Was mir bei der ganzen Geschichte fehlt, ist eine gemeinsame positive Beschäftigung, der ihr regelmäßig nachgeht.

    Meist ist es ja so, dass man, auch mit Trainer, primär an den Problemen arbeitet.

    Das ist so, wie wenn ich als lernschwaches Kind, zur Hauptsache an meiner Lernschwäche arbeiten muss. Aus der Sicht der Eltern logisch, für das Kind eher demotivierend.

    Bringt auch die eine Partei in den " du musst"-Modus und der anderen Partei stinkts.

    Für euch könnte eine regelmäßige Hundesportbeschäftigung bei einem guten Verein etwas sein, das euch zusammenschweisst und gemeinsam Freude macht. Dann tut der Hund auch gerne etwas für dich und du lernst seine Qualitäten kennen und schätzen. Erziehung kommt da auch nicht zu kurz, ist hier aber in Beschäftigung eingebettet.

    Auch hier wird es am Anfang nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen sein, aber unter regelmäßiger Anleitung arbeitet man sich Schritt für Schritt nach oben und hat stets auch für den Hund ( ganz wichtig!) arbeits-motivierende Elemente dabei. Ich würde da auch eher in einem Arbeitshundeverein suchen als bei Freizeithundecoachs.

    Bei uns im SC war beispielsweise beim Fährtenkurs jemand mit Dackel dabei ( der hat es sehr gut gemacht).

    Zudem ist jemand mit so einem halben Wolf ebenfalls im SC ( die sind nicht einfach zu erziehen) und natürlich die ganze Bandbreite an holländischen, belgischen und deutschen Schäfern. Jeder macht dort mit, wo es für ihn passt und wo der Hund Freude hat.

  • Maline
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    23
    • 5. April 2025 um 11:47
    • #109
    Zitat von Bass23

    Was mir bei der ganzen Geschichte fehlt, ist eine gemeinsame positive Beschäftigung, der ihr regelmäßig nachgeht.

    Meist ist es ja so, dass man, auch mit Trainer, primär an den Problemen arbeitet.

    Du bringst es auf den Punkt :thumbup:

    Bei Quinto hatte ich anfangs ja auch extreme Probleme ihn für eine Zusammenarbeit zu motivieren. Durchs Longieren haben wir schließlich zu einander gefunden. Hier konnte er Gas geben und musste sich trotzdem sehr auf mich konzentrieren, da hier nicht nach PO gearbeitet wird musste ich nicht auf Perfektionismus hin arbeiten. Mittlerweile sind wir ein richtiges Team und Longieren bleibt sein liebstes Hobby.

  • Nordlicht
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    316
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    6
    • 5. April 2025 um 13:34
    • #110

    Im Kommentar #104 schreibt sie doch , dass sie mit ihm das Longieren angefangen hat.

    Vielleicht hatte das bei ihr nicht den gleichen positiven Effekt wie bei Dir, Maline:/ , falls es ihren Hund nicht so begeistert wie Quinto. Keine Ahnung, ob sie vielleicht noch nichts gefunden hat, was ihren Hund wirklich begeistert?

  • Maline
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    23
    • 5. April 2025 um 14:14
    • #111

    Sorry Nordlicht

    Das habe ich bei der Fülle von Informationen glatt überlesen. Wobei ich zugeben muss, dass ich auch nicht mehr alles von vorne an gelesen habe... ist ja doch schon ein Weilchen her zwischen Themenstart und update :S

  • Yorick
    Beiträge
    267
    • 5. April 2025 um 14:59
    • #112

    Ich lese diese Art Threads immer mit sehr gemischten Gefühlen. Ich glaube, man wird dem Eingangsposter nie wirklich gerecht und man urteilt aus der Ferne immer schlecht; andererseits stehen einem die Haare zu Berge bei so manchen inhaltlichen Aspekten. Wie man es macht, macht man es verkehrt; wenn man sich zu Wort meldet.

  • Online
    Floppy
    Beiträge
    67
    • 5. April 2025 um 16:30
    • #113

    vanilla coke : Respekt, dass Du es bis jetzt durchgezogen hast. Dass ganz viele andere das nicht schaffen, zeigen doch unsere überfüllten Tierheime. Ich würde Dir empfehlen, an Deinem Mindset in Richtung positiv zu arbeiten. Es muss Dir nicht leid tun, dass der Hund bei Dir ist, sondern Du solltest stolz darauf sein, schon viel erreicht zu haben. Bei vielen anderen wäre er u. U. zum Wanderpokal geworden.

  • Nordlicht
    Beiträge
    316
    Bilder
    6
    • 5. April 2025 um 16:37
    • #114

    Da stimme ich Dir auf jeden Fall zu, Yorick, man kann aus der Ferne keine wirkliche Einschätzung geben, man kann nur Ideen oder Anregungen geben, seine eigenen Erfahrungen teilen und hoffen, dass sie für sich da etwas rausziehen kann.

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