Azir
  • Mitglied seit 8. Juni 2017

Beiträge von Azir

    Leider ein nicht so schöner Eintrag:

    Ich habe ja schon mal ein wenig über meinen Sitterhund Biggi berichtet.
    Nach einem langen Gespräch mit seiner Besitzerin, sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es eigentlich das Beste wäre, wenn er in eine anderem Umgebung kommen würde.

    Steckbrief:
    Name: Biggi
    Geschlecht: kastrierter Rüde
    Alter: geboren April 2012
    Rasse: Malinois/Schäfermischling, etwa 55cm, 40kg
    Wohnort: Wien, Österreich

    Verträglich mit Hunden/Katzen: je nach Sympathie
    Kinder im selben Haushalt: Nein
    Gesundheitlicher Zustand: Epileptiker; bedingt durch seine Medikamenteneinnahme (2x täglich 100mg Phenoleptil) stark übergewichtig. In Stresssituationen bekommt er einen Anfall, jedoch sehr schwach - schwankt, legt sich am Boden, zuckt. Man kann ihn problemlos währenddessen streicheln und beruhigen. Nach 2-3 Minuten ist es auch vorbei.

    Bevorzugtes neues Zuhause: Ländliche Gegend mit gesicherten Garten in einem ruhigen und hundeerfahrenen Haushalt.

    Charakter:
    Grundsätzlich ist Biggi ein sehr lieber und vor allem schmusebedürftiger Hund. Er liebt es gestreichelt zu werden & ist auch mit wenig zufrieden. Hauptsache er kann bei seiner Bezugsperson sein. Auch wenn er durch sein Gewicht nicht sehr aktiv ist, spielt er gerne & in gesicherten Umfeld geht das auch sehr gut. Am liebsten würde er alles Fressen, doch leider verträgt er nicht mehr viel durch seine ständige Medikamentengabe. Er bekommt leicht Durchfall und seine Besitzerin kocht meist sein Fleisch. Neben seiner kuscheligen Art, hat er auch eine andere Seite. Er ist ein unsicherer Hund, der nach vor geht. Hundebegegnungen gehen bei ihm gar nicht, Umweltreize wie vorbeifahrende Autos, kreischende Kinder, Fahrräder, etc. dabei reagiert er aggressiv. Außerdem ist er in letzter Zeit sehr wachsam und lässt keine fremde Person zu seiner Besitzerin.

    Wenn ich könnte, würde ich mir diesen Hund nehmen, weil er mir wirklich am Herzen liegt. Aber die Umgebung, also das Stadtleben an sich, ist nichts für ihn. Er wird auch unter keinen Umständen an Personen vergeben, die in stark frequentierten Gegenden leben. Denn er bekommt jetzt schon nach etwa 30 Minuten Spaziergang einen Epi. Je mehr Hunden man begegnet oder je lauter die Straßen sind, desto früher bekommt er einen Epi. Danach kann er wieder aufstehen und weiter gehen. Ich denke, er weiß ganz genau, dass er einen Epi bekommt und ist dementsprechend angespannt draußen. Nur wenn wirklich nichts in der Gegend ist, fängt er an zu schnüffeln und innerlich zu entspannen.

    Ich bin jetzt schon seit letzten Sommer mit Biggi unterwegs und wir haben kleine Fortschritte gemacht, aber leider nur bei mir. Seine Besitzerin ist ja letztes Jahr übel gefallen, hat sich ihr Knie verletzt, konnte dadurch nicht mehr mit so einem großen Hund draußen spazieren gehen, weil er davor ja auch schon nicht super einfach war. Sein Verhalten hat sich aber verstärkt. Sie traut sich mit ihm zu gehen, nur mehr zu unmöglichen Zeiten. Also mitten in der Nacht oder sehr früh. Wir leben leider in einer Gegend , in der jeder dritte Bewohner einen Hund führt. Meist sind diese ohne Leine unterwegs, dadurch, dass Biggi vor geht, ist das nicht immer ungefährlich. Gott sei Dank ist noch nie etwas passiert - mit anderen Hunden. Greift man als Mensch in so einer Situation ein, also möchte man korrigieren, dann geht Biggi leider auf diese Korrektur los. Ich führe den Hund immer mit Maulkorb, weil ich weiß, dass er zuschnappen würde (lässt aber sofort wieder los, weil er merkt, das er dem Menschen an sich eigentlich nichts Böses will). Jedoch erzählte die Tochter, dass er auch schon mal auf sie hinschnappen wollte. Im Endeffekt ist es ihm egal, was in seiner Nähe ist, wenn er sich aufregt - auf alles wird hingeschnappt.

    Seine jetzige Wohnsituation : er lebt mit zwei Frauen im Haushalt, mit ein paar Katzen und einer kleinen Mischlingshündin.
    Mit den Katzen war er anfangs nicht kompatibel, mit viel Geduld lebt er jetzt problemlos mit ihnen Zusammen.
    Mit der Mischlingshündin gab es nie Probleme, die zwei spielen miteinander, kuscheln, etc.

    Biggi wurde übernommen. Er lebte bevor er hierher kam mit einem Mann auf der Straße. Dieser Mann schien sehr nett gewesen zu sein, denn Biggi liebt bis heute Männer. Meinen Freund hatte er nach dem zweiten treffen mehr ins Herz geschlossen als mich, die schon Monate lang mit ihm Spazieren war. Deswegen würden wir ihm auch eine männliche Bezugsperson wünschen. Durch seine Krankheit (Epilepsie) wurde er früher von Hunden attackiert - deswegen auch seine totale Unsicherheit. Er geht lieber vor als sich nochmals beißen zu lassen. Wenn er merkt, ein Hund macht ihm nichts, kann man einen gemeinsamen Spaziergang mit einem weiteren Hund antreten (Onyx und er waren ja schon einige Male zusammen unterwegs. Trotzdem geht er jedes mal in den ersten Sekunden auf ihn drauf, Onyx steigt ja nicht drauf ein bzw. sieht es als Spiel und gibt kein Kontra, deswegen klappt das dann mit ihnen). Neben seiner Epilepsie, hatte er einen Tumor, dieser wurde entfernt. Vor zwei Jahren besagte der ärztliche Befund, dass dieser auch wirklich weg sei.

    Die Besitzerin hat schon viele Hundetrainer kontaktiert und es sind schon einige bei ihnen Zuhause gewesen. Sie versucht eigentlich mit aller Kraft den Schritt zur Vermittlung aufzuschieben. Aber für den Biggi wäre es wirklich das Beste zur Ruhe kommen zu können. Es ist einfach nicht gesund ständig unter Stress zu stehen. Ich kann mir vorstellen, dass Biggi ein netter Hofhund sein könnte oder ein Haus mit Gartenzugang zu haben, er muss nicht stundenlang Spazierengehen , er wäre froh gemütlich Zeit bei seinem Menschen zu verbringen, ein wenig zu Spielen und ganz viel gestreichelt zu werden.

    Falls ihr jemanden kennt, der auf der Suche nach einem gemütlichen älteren Hund ist, der jedoch seine Macken mit sich trägt, dann bitte teilt diese Geschichte. Vielleicht gibt es ja da draußen einen passenden Ort. Ein gutes Zuhause könnte auch über die Grenzen Österreichs gehen.



    Mein voriger Rüde hat bei allen Hundebegegnungen den Kamm gestellt, war aber weder ängstlich noch aggressiv. Ist wohl eher Vorsicht oder "Ich mach mich größer, damit mir nichts passiert oder jemand auf dumme Gedanken kommt" Ding gewesen. Er war auch immer stets freundlich jedoch wenig Interessiert weiter als Schnuppern zu gehen.

    Gebe meinem öfters eine ganze Forelle, schon seit er 4 Monate ist und hatte bis dato keine Probleme damit. Aber ich habe auch das Glück, dass meiner eine Fressmaschine ist und wirklich alles zu sich nimmt.

    Naja bei einem Hütehund kann es sein, dass er eben das Grundstück + Famile zum Hüten hat und das dann auch macht. Sprich keinen aufs Grundstüxk lässt oder beim Spazieren sein "Rudel" bewacht.


    Bei den wolfsähnlichen Hunden hast halt die Ausbruch und Zerstörungswut. Nicht ohne Grund halten sich zb die Amerikaner alle Wolsmischungen im Gehege. Kenne eine Dame, die einen Tschechoslowakischen hat und einen weißen. Die hat vor allem im Welpenalter + Pubertät paar Probleme gehabt. Im ausgewachsenen Alter ging es dann. Weiß aber nicht, inwiefern sie Kinder zu Hause hatte. Das sind Hunde, die hinterfragen dann doch schon mal die Person, die sie führt und Bindung aufzubauen ist hier auch nicht so einfach wie bei einem normalen Hund :)

    @Jacky, nur weil du mit deinem Hund nicht klar kommst, heißt das noch lange nicht, dass jeder andere Hund genauso "tickt" wie eurer, wenn man XY Sachen macht, die scheinbar bei euch nicht klappen.

    Ich finde, mit Tipps zur Erziehung, solltest du dich eventuell etwas zurückhalten.
    Bis auf dass du deinen Hund streichelst, habe ich noch nichts Produktives in deiner Hundehaltung herauslesen können..

    Sorry wer noch immer daran festhält, durch Zerrspiele "Kämpft" man mit dem Hund....


    Mein voriger hat das gern mit mir gemacht und sobald er gewonnen hat, kam er sofort zu mir und wollte nochmals zerren. Hatte immer das Grfühl, dadurch konnte er mit mir spielen, besser als ewiges Ball werfen, wo Mensch nur steht und schaut.


    Man sollte zwischen Spielen und Verteidigen unterscheiden, Jacky

    Schäferhunde sind auch clever, das hast du recht, aber ich sehe Schäferhunde vor allem als sehr sensible Hunde. Sie neigen zu Übersprungshandlungen, sie Schreien, wenn sie ungeduldig sind oder etwas nicht "verstehen" aber verstehen wollen, sie spüren Angst/Frust/Trauer sehr schnell. Natürlich bei manchen mehr ausgeprägt als bei anderen.
    Rumschreien bringt nix. Natürlich reißt uns Menschen mal der Kragen. Dann wird es laut. Aber das sollte kein Alltag werden.

    Ich würde abgesehen von den oben genannten Tipps
    - dem Hund beibringen bei Berührungen ruhig zu halten und diese auch zu genießen
    - das Kommando "Raus" aufzubauen

    Auch noch Beschäftigung bieten , die seine Kaubedürfnisse stillt, sprich Rinderohren mit Fell oder Ochsenziemer geben, Kauwurzel mögen auch einige Hunde, & was immer gut angenommen wird, Spieleinheiten mit einem Tauspielzeug. Daran kann er zerren und beißen mit euch wie er möchte.

    Bzgl.. er knabbert das Kind an, wenn es bei ihm vorbeigeht: Da bitte schon etwas klarer machen, so nicht. Das Kind sollte kein Spielzeug sein, und sollte auch nicht aufgehalten werden, wenn es von A nach B möchte. Da ich aber keinerlei Erfahrung mit Kindern und Hunden habe, müsstest du da Tipps von jemand anderen holen :)

    Tatsächlich war ich auch auch am Sonntag bei einem Hundesitter, der auch vor "Problemhunden" nicht abschreckt.
    Er hat eine nette Facebookseite, ein Haus mit Garten. Vor seinem Garten gleich ein riesiger See und ein separates Hundezimmer, falls er wirklich mal ganz unverträgliche Hunde bei sich hat. Er hat selbst einen Listenhund und sittet meist Listenhunde oder andere Gebrauchshunde, wie Schäferhund, Dobermann etc.

    Ich bin zuversichtlich, er wirkt sehr ruhig und geht mind. 3x am Tag mit den Hunden große Runden.
    Preislich ist er super, die Fahrtzeit von einer Stunde nehme ich gern in Kauf. Er war auch nicht schockiert, als ich erzählt habe, wie Onyx so tickt. Er meinte, er wird kein Risiko eingehen, aber versuchen wird er es trotzdem mit seiner Hündin, sobald er Onyx etwas einschätzen kann. Das versteh ich total! Bin schon echt gespannt.

    Nächste Woche geht es ja schon für mich nach Oslo & für Onyx zum Hundesitter. Ehrlich gesagt bin ich schon etwas hibbelig. Im Notfall kann ihn leider keiner zu sich nehmen. Meine Mutter hatte leider eine KnieOP vor kurzem und wäre sowieso keine Option, wegen ihrer alten Hündin (die hasst den Onyx). Ich habe schon gesagt, dass bitte auf keinem Fall mit Stock oder dergleichen gespielt werden darf , weil eben damals dieser Unfall passierte. Der Hundesitter hat das natürlich verstanden und meinte er ist eh kein Fan von unnötigen Werfen. Eher legt er Futter zum Suchen im Garten aus. Das macht Onyx ja sowieso Spaß :)

    Manchmal ist Onyx sehr eigen.

    Da gaben sie dann endlich mal Ruhe, für 10 Minuten oder so..

    Das Wochenende war turbulent.
    Onyx liegt seit Sonntag Abend auf der Couch oder in seinem Zimmer und schläft. SO erledigt ist er.

    Freitags vormittags holte ich unseren zweitägigen Hundekumpel ab. Wir gingen etwa noch eine Stunden draußen spazieren, damit nicht all zu viel halligalli in der Wohnung sein sollte.
    In der Wohnung angekommen, erkundete Onyx' Freund die Wohnung. Onyx auf Tritt und Schritt hinterher. Er verwandelte sich zu seinem Schatten.. Spielzeug wurde entdeckt - wurde ganz stolz präsentiert und damit durch die Wohnung gelaufen, Onyx immer hinterher. Fühlte sich wohl animiert zum spielen, jedoch nicht mehr dem Spielzeug, sondern mit seinem Hundekumpel. Der hatte aber nur das Spielzeug im Kopf. Witzigerweise waren sie nicht neidig. Weder auf Futter noch auf Spielzeug. Aber Onyx steigerte sich mit seinem Maul abschlecken des anderen Hundes und spielen wollen kombiniert mit Winseln derart rein, dass sein Hundekumpel bisschen Angst bekam. Die zwei waren dann unter dem Tisch und vor lauter Sesselbeine geriet das alles ein wenig außer Kontrolle. Kurzes Aufgeheule von Onyx (er hat jetzt leider eine kleine Wunde unterm Auge - habe ich gleich gereinigt, er hat nicht mal gezuckt, ich glaube ja, er spürt das gar nicht, deswegen hört er auch nicht auf). Dann gleich weiter Gewusel und unterwürfiges Spielen wollen. Ich also mal getrennt und Onyx klar gemacht, dass das so nicht geht. Hielt 3 Sekunden an. Rambazamba funktioniert in der Situation bei ihm leider nicht. Er schaukelt sich da extrem hoch und weiß nicht wohin mit sich. Also jedes Mal, wenn er zu aufdringlich wurde in die Box geschickt. Klappte dann am Sonntag echt gut! Freitag war es noch ein alle-5-Minuten-Kommando. Sonntags schickte ich ihn nur gefühlte 10x in die Box, haha.

    Im Laufe des Tages beruhigte es sich. Bei den Gassirunden war es entspannt, bis eben andere Hunde auf uns trafen.
    Da muss ich extrem aufpassen und beide Hunde verbal derart unter Kontrolle haben , sonst geht das schief. Schief in dem Sinne: Onyx' Hundefreund ist ein Leinenrambo. Onyx gefällt das gar nicht, und weist auch mal deutlicher zurecht. Fand ich anfangs interessant, zur Zeit aber nicht mehr. Weil sein Hundekumpel dann Panik schiebt und sich versucht aus dem Halsband zu winden. Also haben wir jetzt eine Platzordnung bei Hundebegegnungen. Onyx bei Fuß und sein Hundekumpel hinter ihm und zwischen mir oder hinter mir rechts. Sobald er außerhalb von Onyx Reichweite ist, schaukelt er sich hoch und will Knurren/Bellen/in die Leine springen.

    Samstags war ich dann in einem eingezäunten Bereich um die zwei mal auszupowern. Funktioniert natürlich NICHT. Weil bei einem Schäferhund dürfen andere Hunde ja keinen Mucks machen, sich weder hinlegen und welzen noch mit Spielzeug spielen - auch da eskalierte es kurz, weil Onyx nicht aufhören wollte mit seinem Freund spielen zu wollen (der wollte halt Fangen spielen oder mit dem Tau spielen, was Hunde ja so eben machen, wenn sie in Gesellschaft sind) Also musste Onyx absitzen, mit seinem Hundekumpel wurde etwas gespielt & umgekehrt.

    Am Sonntag waren wir dann am Bisamberg spazieren und für die Probleme, die im Alltag so anfallen bei den zwei, waren sie super super brav. Wir hatten viele Hundebegegnungen und auch Menschenbegegnungen (Für Onyx' Freund leider zeitweise problematisch, weil er bei manchen Menschen knurrt und auch vorwärts will - kein Plan warum das so ist. Aber leider muss man da wirklich bei ihm aufpassen und Onyx steigt mit ein - also bellt mit, obwohl er nicht weiß warum....) & nichts passierte. Einmal verfolgte uns ein Hund uns selbst da ging es nach de Zeit und sie trotteten weiter und mussten nicht alle 2 Sekunden nachsehen wo der fremde Hund jetzt geblieben ist.

    Nächstes Wochenende haben wir ja nochmals Besuch. Ich bin schon gespannt ob die ganze Situation entspannter sein wird.
    Für die Doggos war es definitiv anstrengend, die schliefen den ganzen Sonntag Nachmittag und zu Hause angekommen erhielt ich die Nachricht, dass der Hundebesuch so müde war, er wollte gar nicht meiner Freundin hallo sagen.

    Bilder folgen.

    Ich habe jetzt leider nicht alles gelesen, aber bzgl Fütterung bei HD/ED oder Arthrose -> Optimales Gewicht sollte beim Hund gehalten werden (schlank halten!) , Getreidefreie Fütterung, kurweise Grünlippmuschel & Teufelskralle, Collagen, viel Vitamin C (Hagebutte) & Calcium.

    Dogscooter am Besten mit einem privaten Trainer auf einem Feldweg etc. ausprobieren.
    Oder es gibt einen netten Dogscooter Menschen, der dir mal das wichtigste erklärt und mit dir die ersten Schritte fährt eventuell auch mit seinem Hund eine Probefahrt für paar Meter erlaubt. Ist nämlich gar nicht so einfach wie es aussieht. & man braucht auch für den Anfang zwei Personen (1 Person ruft den Hund zu sich -> Hund zieht den Scooter) .