Alles anzeigenAlso ich würde das bei einem eher ängstlichen Hund (so wie du es anfangs geschrieben hast) komplett neu aufbauen.
Gerade jetzt in dem Alter - üben üben üben - und ich würde nicht das Problem umgehen, indem ihr auf Strecken unterwegs seid, wo du dir vll "leichter" beim Gassi gehen tust, sonder etappenweise schwierigere Gebiete aufsuchen.
Schritt 1.
Um einen Hund ablenken zu können, muss er auf die Ablenkung zuverlässig reagieren. Also gilt es hier einmal die passende Ablenkung zu finden.
Bei manchen Hunden reicht Futter. Bei anderen ist der Ball ein Heiligtum. Andere Hunde sprechen mehr auf ein Lobendes Wort an.
Hast du die perfekte Ablenkung gefunden, gilt es sie richtig einzusetzen. Der Hund muss schließlich wissen, was er machen soll und was er dafür bekommt, wenn er bei Hunden vorbeigeht.
Schritt 2.
Trockenübungen mit der Ablenkung.
Nehmen wir an, dein Hund liebt Bälle. Der Ball ist seine Belohnung, die darf er auch ruhig sehen oder sich nur auf den Ball konzentrieren. Ich würde ein Kommando verwenden, zb "bei mir". Das heißt, der Hund muss bei dir gehen, kann irgendwohin schauen oder dich, Hauptsache er geht bei dir. Macht er das einige Schritte -> Belohnung -> er bekommt den Ball.
Erst wenn er diese Übung wirklich intus hat. Also du kannst ihn auch von 5 Meter Entfernung zu dir rufen und er geht neben dir und wartet gespannt auf den Ball, kommen andere Reize hinzu. Sprich du baust diese Übung bei euren Gassirunden ein. Dann ,wenn Menschen vorbeigehen, wenn Hunde etwas weiter entfernt sind. Und dann wenn das wirklich klappt und du und die Belohnung sind wichtiger als alles andere, dann kommt der nächste Schritt.
Schritt 3.
Übungen mit anderen Hunden.
Zuerst bei weiter Distanz , dann verringern und weil man es auch mal ohne Ball an fremden Hunden vorbei schaffen möchte. Baut man dann langsam den Ball auch ab. Bei manchen Begegnungen bekommt er nur mehr ein stimmliches Lob oder eine kleine Streicheleinheit. Bei freiwilliger Kommandoausführung oder wenn es wirklich toll gemacht wurde, würde ich jedoch immer auf die höchstmögliche Belohnung zurückgreifen. & nach der Zeit wirst du sehen, wird der Hund von allein bei Sichtung eines Hunden zu dir kommen und an deiner Seite ruhig vorbeigehen.
Ein Rat an dich, löse das Problem jetzt, bevor es sich festigt
Wenn du einen alltagstauglichen Hund möchtest, dann setz ihn auch diesen Situationen aus.
Das oben beschriebene funktioniert, habe es meinen letzten Rüden so beigebracht. Er war halt nicht ängstlich, da ging das schneller.
Mein jetziger ist eher ängstlich, ich habe das oben beschriebene schon seit klein auf geübt und keinerlei Probleme bei Hunden vorbeizugehen und wir sind dabei Schritt 3 zu perfektionieren .& trotzdem übe ich zeitweise noch immer "trocken", also immer wieder mal dem Hund die Chance geben, ein Kommando wirklich gut auszuführen. Wenn ich merke, es wird wieder schwieriger bei Hunden vorbeizugehen, dann üben wir halt wieder zweimal die Übung ohne äußeren Reiz "bei mir" zu gehen. & wenn der Hund merkt, dir macht es Spaß an anderen Hunden vorbeizugehen und du bringst ein gewisses Selbstbewusstsein mit, weil du dich auf deinen Hund verlassen kannst, dann klappen die Hundebegegnungen schneller als gedacht.
Schritt 3.
Er wird von allein ruhig vorbeigehen .Das soll mir mal einer mit Basko mit fremden Hunden vormachen !