doch nette man kann einen Vorwurf machen. Ich mach das mal anhand eines Beispiels deutlich. Früher war es normal Kindern mal eine zu pfeffern. Nur weil das beispielsweise die Eltern gemacht haben wäre es nach deiner Argumentation so das Leute die das erlebt haben selbstverständlich ihre Kinder auch körperlich züchtigen.
Nein ich finde, da hinkt deine Argumentation ein bischen ...
Der Unterschied: früher war das körperliche Züchtigen von Kindern nicht verboten.
In Deutschland sind alle Körperstrafen in der Kindererziehung erst seit dem Jahr 2000 aufgrund des Gesetzes zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung verboten. Und ja es gibt viele Untersuchungen und Studien dazu die belegen, dass mit Gewalt erzogene Kinder eher dazu neigen ihre Kinder wiederum ebenfalls mit mehr Gewaltbereitschaft erziehen, einfach weil oft keine andere Konfliktlösung erlernt wurde. (Beispiel: Zitat: Die Erziehung durch Gewalt und übermäßige Strenge bahnt in den geschlagenen Kindern die Bereitschaft zur Gewaltausübung.)
Die Gesellschaft hat sich in der Einstellung zur Erziehung per körperlicher Ertüchtigung gegenüber Kindern einerseits gottseidank verändert und andererseits tut so ein Verbot sein übriges um hier ganz klar auch einen Vorwurf an "Täter" auszusprechen.
Im Gegensatz dazu war und ist die Zwingerhaltung von Hunden nicht verboten. Und moralisch einen Vorwurf gegen die Zwingerhaltung vorzubringen an jemanden für den es selbstversändlich ist, empfinde ich gerade in dem von dir gebrachten Beispiel als wenig zielführend. Denn das Problem ist ja dort nicht die Zwingerhaltung sondern wie Du ja selbst festgestellt hast eventuell ein ganz anderes. Ich finde dem Hund gehts mit dem draussen sein unter den gegebenen Umständen vll. sogar besser als wenn er den ganzen Tag alleine in einer Wohnung wäre.