Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Jetzt muss ich mal unwissend fragen, ob es wirklich mehr Schäferhunde gibt, als Labradore. Mein Eindruck ist sicher sehr subjektiv, aber spontan fallen mir schon fünf Labbis ein, die ich regelmäßig auf unseren Waldrunden treffe - im Gegensatz dazu kenne ich nur noch eine weitere Schäferhündin in der näheren Umgebung.


    Ich frage nun auch nicht, um das nächste Reizthema loszutreten, aber ich habe tatsächlich das Gefühl, dass fast jeder, der einen größeren Hund hat, einen Labrador oder einen Berner Sennenhund besitzt. Auch bei unseren Kunden sind die Labradorbesitzer sehr häufig dabei.


    Übrigens auch ein Golden Retriever, der einen Kleinhund umgebracht hat ... der durfte nur weiterleben, weil er einer Rollstuhlfahrerin gehört und sie ihn als Servicehund braucht. Aber Leine und Maulkorb hat er auf Dauer gebucht.

    Momentan schaue ich ja immer mal wieder, welches Spielzeug Chias Zähnen Widerstand leisten könnte und stelle fest, dass sie in der Regel alles "himmelt", was der Markt so hergibt.


    Die Ente, die sie zu Ostern geschenkt bekam und die keine Füllung hatte (ich dachte, dann ist es für Chia nicht spannend, sie zu operieren, wenn nichts drin ist, was man rausholen könnte), verlor erst den Schnabel, dann ein Bein und schlussendlich auch noch den Kopf und nun liegt hier nur noch der zerfledderte Torso.


    Vom Kong Knot Fuchs Floppy fehlte nach 10 Minuten bereits ein Ohr und der Elchring von Kong wurde nach einem Tag "entkernt" aufgefunden ... da sind Ringe mit Quietschies drin und die fand Chia tatsächlich spannender, als die Hülle.


    Das Luffa-Spielzeug hält meist noch am längsten, wird aber auch rasch langweilig, weil es nicht "um Gnade wimmert", wenn sie es quält - das Spielzeug muss bei ihr also möglichst eine Stimme haben.


    Bei Schecker hatte ich einen mit einer Pet-Flasche gefüllten Vogel gekauft, der knisterte und das fand Chia super ... allerdings hat sie auch das Unterteil abgefressen und die Petflasche würde rausfallen, wenn ich ihr das Spielzeug nicht weggenommen hätte.


    Also freute ich mich, als ich jetzt Lederspielzeug entdeckte, das mit einer Petflasche gefüllt wird und knistert. Leder ist ja eigentlich strapazierfähig ... dachte ich, aber der Effekt war nach 10 Minuten dieser:


    Welches Spielzeug hat sich bei Euch bewährt?

    An den Unterlagen sind Klettverschlüsse. Die Unterlagen klettet man eigentlich unter das Reithalfter:

    Der Vorteil ist, dass ich nun auch mal nicht das ganze Geschirr waschen muss, sondern nur die Unterlagen in die Waschmaschine wandern.


    Ich habe auch ein Foto an Grossenbacher geschickt - vielleicht können die diese Lösung auch weitergeben, wenn das gleiche Problem wie bei Chia auftritt, denn die 12 cm mehr Weite am Halsausschnitt von der Größe M zu L sind schon arg viel und bei uns waren es ja wirklich nur 3 cm.


    Ich habe vorhin auch noch zwei für die Seitenriemen bestellt, weil ich den Ring direkt auf dem Fell auch nie so ideal fand. Chia stört er zwar nicht, aber ich weiß nicht, ob er nicht doch drückt, wenn Zug aufs Geschirr kommt.

    Ich habe das Fleisch für die Hunde auch immer mal wieder angebraten, wenn sie es roh nicht mochten, aber mein Tierarzt meinte, wenn garen, dann besser kochen.


    Aber Hauptsache, Witus mag das Rinderherz nun doch und findet die Leckerlies für Training lecker.


    Ich habe momentan das Problem, dass meine Hunde die Kalbsbrustbeinstückchen von Barfgold nicht mögen. Bislang haben sie die immer gerne genommen, aber vorgestern blieben sie liegen und als ich sie gegen die Rinder-Brustbeinstücke von Tackenberg austauschte, fanden die Hunde die dann auch gut und haben sie mit Begeisterung gefressen. Ich fand nicht, dass die Kalbsbrustbeinstückchen anders rochen, als sonst, aber vielleicht sind Hundenasen da feiner und empfindlicher. Knochen anbraten oder kochen geht ja leider nicht, also werde ich meinen Bekannten fragen, ob der sie für seine zwei Rottweiler haben möchte ... die sind allerdings auch nicht so verwöhnt, wie meine Damen.

    Sooooooooo ... jetzt hatte ich die ultimativ gute Idee, wie ich Chias Grossenbacher-Geschirr-Problem löse: Taddaaaaa!



    Die Überlegung war ja, wie ich die ca. 3 cm überbrücke, die der Halsausschnitt zu weit ist, damit sich das Geschirr bei Zug auf den vorderen Brustring nicht dreht.


    Die Firma Grossenbacher und Hundeshop.de, denen ich das Problem geschildert und Bilder geschickt hatte, waren ja übereinstimmend der Meinung, dass das Geschirr eigentlich schon fast perfekt passt und die 3 cm sicher schnell ausgefüllt sind, wenn Chia noch ein bisschen auslegt - die Größe M wäre also definitiv keine gute Option.


    Auch das Support-Geschirr wurde mir empfohlen, weil es noch besser zu verstellen wäre und gerade bei schlanken, längeren Hunden eine bessere Passform zu haben scheint. Aber trotz intensiver Suche fand ich das Support-Modell nicht, das zum Brustring einen verstellbaren Halsausschnitt hat.


    Aber dann kam mir die zündende Idee! Ich musste das Geschirr lediglich unterlegen! Also suchte ich nach Unterlagen und dabei fielen mir meine gepolsterten Unterlagen ein, die ich für meine Zaumzeuge verwende. Bei Agradi fand ich dann die Unterlagen von Pfiff und Kavalkade und habe beide bestellt. Die von kavalkade sind aus Memoryfoam und leider ein bisschen hart. Aber die von Pfiff sind genial!


    Ich habe jetzt drei davon an Chias geschirr: rechts und links je eins beim Halsausschnitt und ein am unteren Bauchsteg. Tatsächlich hat heute der Test ergeben: Da rutscht nichts mehr und Chia fühlt sich immer noch sehr wohl mit ihrem Grossenbacher-Geschirr.


    Wir haben das Problem also tatsächlich mit 3 Unterlagen für je rund 3 € gelöst und wenn Chioa noch ein bisschen auslegt, brauche ich die Unterlagen eben für die Zaumzeuge und Halfter der Pferde.

    Tilli du hast die Bulldogge Edmund vergessen. :D

    Nein im Ernst wenn ein Dackel Theater macht nehme ich den einfach und gut. Ein Schäferhund der zieht und bellt ist einfach eine andere Liga.

    Anders gesagt ein Dackel der randaliert und beißt stellt keine Gefahr dar. Das meine ich mit Rasse mit einbeziehen. Ich kann einen Akita nicht wie einen Mali erziehen. Aber genauso wenig kann ich jeden Hund wie einen Pudel erziehen. Wenn Rottweiler Odin bellt ist es was anderes als wen Oma Ernas Pekinese Otto bellt.

    ... woher kennst Du den Rottweiler Odin? Das ist der Hund meines Trainingspartners Sven ^^

    Zauberhafte Osterhasenhündchen :love:


    ... und bekommen schon Homeschooling, indem sie mit der hingelegten Zeitung lesen lernen :D


    Ich wünsche mir ja, dass ich noch lange, lange nicht über Familienzuwachs nachdenken muss, aber man könnte schon schwach werden. Dunkel und plüschig ist ja so total meins ;)

    Wollte noch fragen, hat es hier noch weitere Langstockhaar Schäferhund und anderen Hundezüchter natürlich, zwecks Erfahrungsaustausch ?

    Hallo Michela,


    ich habe selbstverständlich nach wie vor Langstockhaarige Schäferhunde - Joe/ Bo hat mich nachhaltig geprägt :thumbup:


    Im LSVD bin ich auch noch immer Mitglied - obwohl ich zwischendurch ja mal ganz ohne Schäferhund unterwegs war. Daran war aber auch Joe "schuld", denn als er mit 13,5 Jahren in meinen Armen starb, hätte wohl keiner seine übergroßen Pfotenspuren ausfüllen können und keiner hätte dem Vergleich mit ihm stand halten können. Darum wechselte ich erst mal zum Leonberger. Nach drei von den "schwäbischen Löwen", die noch vor ihrem 7. Geburtstag über die Regenbogenbrücke gingen, intervenierte mein Mann gegen ein weiteres trauriges Leo-Experiment und bestand darauf, dass bei uns nur noch Langhaarschäferhunde einziehen.

    Das sind dann aber leider genau die Hunde und deren Leute, die alle Hunde und Hundehalter in Vewrruf bringen und weshalb dann eben auch die abrufbaren Hunde mit der Leinenpflicht gestraft werden.


    Gewiss hoffe ich auch, dass die Rehe den Schock gut überstanden haben und der Jack Russel wieder heil zuhause landete. Aber wir sind gestern früh ein einem Rudel von 5 Rehen vorbeigelaufen und beide Hundehaben zwar Notiz von uns genommen und die Rehe auch von uns, aber die standen zufrieden grasend im Gerstengras und ließen sich ihr Frühstück entspannt schmecken und die Hunde bekamen ihre Belohnungen und niemand war auch nur eine Sekunde in Gefahr.


    Heute früh liefen wir mit einer Freundin und deren Hund und vor uns flitzten ständig Feldhasen über den Weg und übers Feld. Meine Freundin meinte, ob ich Chia anleinen muss, aber für die sind Hasen und Kaninchen nicht wirklich interessant. Davon rennen ja so viele täglich bei uns über den Hof, dass Chia quasi abgehärtet ist und Bene macht sich die Mühe längst nicht mehr, hinter irgendwas herzurennen - höchstens hinter ihrem Ball.


    Bei uns unter den Brombeerbüschen brüten derzeit Fasanen - die lassen sich von den Hunden nicht stören und die Hunde finden es bestenfalls interessant, wenn die Fasanenmutti ihre Küken dann spazierenführt ... und das tut sie, obwohl die Hunde präsent sind, aber keine der Hundedamen würde hinter den Vögeln herrennen. Die schauen und staunen, aber für die Fasenen besteht keine Gefahr. Ich denke manchmal, dass die Hunde inzwischen das Wild eben als Familienmitglieder akzeptieren, die eben auch mit auf dem Hof leben.


    Umso mehr mopst es mich, dass ich momentan in aller Frühe auf Wegen mit den Hunden laufe, wo ich keinem begegne, der sich genötigt fühlt, mich an die Leinenpflicht zu erinnern - während heute den ganzen Nachmittag die Motoren von Motocrossmopeds durch den Wald bis zu uns dröhnten.


    Ich würde mir nach wie vor eine Prüfung wünschen, in der die Hunde beweisen können, dass sie abrufbar sind, nicht jagen und nicht stöbern und in der auch der Hundehalter seine Verantwortung gegenüber den Wildtieren beweist, indem er seine Hunde nicht durchs Gerstengras rennen lässt und mit ihnen auf den Wegen bleibt, sie zu sich holt und anleint, wenn sie Wild fixieren und den sicheren Rückruf trainiert, bevor sie Rehe und Hasen hetzen.


    Mein Vorteil ist vielleicht, dass hier im Revier eigentlich jeder jeden kennt und die Jäger, die vorwiegend Landwirte aus dem Ort sind, auch meine Hunde kennen. So ist die Gefahr wenigstens gering, dass ich mir eine Anzeige einhandle, aber meine Freundin wohnt ein Stückchen weiter weg und wurde bereits von einem "Dorfsheriff" rund gemacht und darauf hingewiesen, dass wenn er ihren Hund nochmal ohne Leine sieht, sie eine Geldstrafe von 500 € zu zahlen hat ... seitdem kann sie ihren Hund (der wirklich abrufbar ist) auch nicht mehr zum Reiten mitnehmen, denn die Gefahr, dass sich das Pferd erschreckt und der Hunhd nicht ausweichen kann und getreten wird, ist einfach zu groß, wenn er an der Leine ist.

    es gibt doch nicht immer nur dieses schwarz weiß denken.

    Es würde schon viel bringen, wenn Fleisch am Sonntag nur auf den Tisch kommt. Und man einfach das ganze mal hinterfragt. Und natürlich gilt das auch für den hippen Veganer, der unbedingt einen veganen Soja Latte benötigt. Anstatt seinen Kaffee einfach zum Beispiel schwarz zu trinken.

    Und beim Hundefutter stört mich halt der ganze Verpackungsmüll. Warum geht sowas nicht im Glas?

    Fleischkonsum an sich ist nicht das Problem, aber die Massentierhaltung schon.

    Und nein ich bin kein Veganer höchstens ein flexitarier. Ich esse auch mal Fleisch aber eben nur selten. Dann aber gutes und teures und genieße das.

    Das Problem mit der Verpackung ist eins, mit dem wir auch so unsere Probleme haben. Hier ist man als Futter- oder Ergänzungsfuttermittelhändler nicht ganz so flexibel, wie das der Verbraucher annimmt.


    Beispielsweise unterstehen wir dem niedersächsischen LAVES (Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) und die Vorschrift lautet, dass die Verpackung hygienisch einwandfrei sein muss und dass die Verpackung den Inhalt vor äußeren Einflüssen (Geruch, Wasser, Säuren) schützen, aber auch nichts nach außen dringen lassen (durchfetten).


    Da sind die Möglichkeiten schon begrenzt. Dazu kommt, dass ich auch sicherstellen muss, dass der Inhalt der Tüte nicht weniger werden darf (wie das im Supermarkt der Fall ist, wenn die Feuchtigkeit im Obst verdunstet und die Tüte mit den Äpfeln weniger wiegt, als das auf dem Etikett steht - hier wird Schwund toleriert - bei Ergänzungsfutter nicht).


    Ich muss die Tüte also verschweißen können.


    Glas wäre sicher nah an der Umwelt, aber zum einen wäre es eine teure Verpackung, wenn ich meine Kräuter in Gläser verpacken müsste, in die ein Kilo Trockenpflanzen passen (vor allem bei geschnittenem Hopfen, bei dem das Volumen schon bei 100 g größer ist, als beispielsweise bei der gleichen Menge grob vermahlenen Knotentangs).


    Was aber noch problematischer wäre, ist der Versand, denn wenn man hier sieht, wie manche Pakete aussehen (manchmal frage ich mich, ob die mutwillig mit einem LKW drüberfahren, um mich zu ärgern) wenn sie hier ankommen, bestehe ich bei vielen Lieferanten auf die Palettenlieferung ... womit wir dann auch beim Thema Kartonumverpackung und Füllmaterial sind. Wir verpacken unsere Öle in Braunglasflaschen. Wenn die hier von unserem Lieferanten ankommen, habe ich mehr Ploppfolie und Füllchips hier liegen, als Glasflaschen.


    Dabei verwenden wir gebrauchte Kartons, die wir von der örtlichen Filiale einer Postenbörse bekommen - nicht weil wir uns keine neuen Kartons leisten können, sondern weil die Herstellung von Kartons Unmengen von den kostbaren Ressourcen Wasser und Holz verbraucht und man Kartons auch zweimal nutzen kann und damit die Umwelt schont.


    Aber das Problem bleibt eben, dass die Vorschriften für die Futter- oder Ergänzungsfuttermittelherstellung eingehalten werden müssen und plastifizierte Papiertüten sind aus meiner Sicht auch keine umweltfreundliche Alternative.

    Ich verstehe jedes Deiner Argumente und kann sie sehr gut nachvollziehen.


    Einzig das, dass der Veganer ständig versucht, andere zu missionieren und der Omnivore höchst selten, ist wohl davon abhängig, in welcher Gesellschaft man sich befindet. Bei den Hipstern hast Du wohl Recht - die bestehen zu 80% aus Kampfveganern. Wir aber leben im Gülleland und wird ist die Schweine-,Hähnchen-, Puten- und Bullenmast exzessiv betrieben und darum wird auch entsprechend viel Fleisch gegessen. Es wird auch viel gefeiert (als es noch möglich war) und wer wie ich, dann nur Salat ohne Dressing ist und Alkohol ablehnt (ich bin ein Straight Edgeler), der ist ein Exot und muss mindestens von 90% der Anwesenden darüber aufgeklärt werden, wie ungesund das fleisch- und alkohollose Dasein doch ist.


    Ich lebe aber seit mehr als 30 Jahren vegan und bin kerngesund. Ja, ich supplementiere B12 und esse häufig Algen, um diesen Mangel auszugleichen, den die Ernährung bietet.


    Doch jetzt kommt mein Aber. Wer andere missioniert, ernährt sich vielleicht vegan, ist aber kein Veganer, denn wie ich schon schrieb: Veganismus ist eine Lebenseinstellung, die mit Achtsamkeit und Respekt zu tun hat und andere mit dem eigenen "Gutmenschtum" zu nerven ist respektlos und unachtsam.


    Ich war ein paar Wochen lang Mitglied im Veganerforum - nicht des Austauschs wegen, sondern weil ich ein Rezept fpr vegane Windbeutel suchte - und kann nur sagen: Ich habe mich nie unwohler unter Gleichgesinnten gefühlt.


    Da schrieb beispielsweise jemand, dass er nachts geträumt hatte, dass er an einem Brathähnchenstand vorbeigegangen war und dem Duft nicht wiederstehen konnte und dann im Traum ein halbes Hähnchen aß ... puh! Der Verräter wurde verbal geteet, gefedert, aufs Wagenrad gebunden und gevierteilt. Man darf nicht mal im Taum Fleisch essen!!!


    Meine Pferde., Hunde- und Katzenhaltung wurde natürlich auch als "unvegan" verurteilt. Schließlich handelt man damit gegen den freien Willen der Tiere, die man ja submissioniert und Katzen brauchen Fleisch ... Hunde machen einen gleich zweimal zum Antiveganer ... submissioniert und mit Fleisch ernährt - geht gar nicht!!!


    Wann immer ich dann vorsichtig daran zu erinnern versuchte, dass nicht nur die Ernährung und der Verzicht einen zum Veganer macht, sondern die Lebenseinstellung der Achtsamkeit, gab es übles Kontra ... also eigentlich waren das dann alles keine Herzens-Veganer, denn sie versuchten meinen freien Willen zu beeinflussen und waren mir gegenüber unachtsam.


    Auch mein Argument, dass ich ja auch mein Kind nicht zur Adoption freigebe, weil ich es als Veganer nicht nicht in seinem freien Willen beeinflussen darf und es vielleicht gerne Würstchen isst, wurde tatsächlich so kommentiert, wie man das von einem Kampfveganer erwartet: "Darum lebt man am besten allein, denn dann wird man auch nicht negativ beeinflusst, indem man für einen Omnivoren zu kochen gezwungen ist!"


    So bin ich nicht und so will ich auch nicht sein.


    ich glaube aber dennoch, dass es sinnvoll sein kann, das Bewusstsein ein bisschen zu sensibilisieren. Nicht bei denen, die das nicht wollen. Nicht mit missionarischem Eifer und auch nicht mit latent aggressivem Unterton oder Ekelbildern und solchen Sprüchen wie:"Ein Ei ist das Menstruationsprodukt eines Huhns!".


    Aber wenn sich jemand wirklich und ehrlich für meine Beweggründe interessiert, dann freue ich mich darüber und höre mir auch seine Gegenargumente an.


    Meine Freunde kommen sehr gerne zu Geburtstags- oder sonstigen Festen bei uns (als das noch möglich war) und lehnten meine Offerte stets ab, auch "unvegane und unvegetarische" Kuchen zu backen und für jeden Geschmack separat zu kochen.


    Bei uns gibt es aber auch nur selten Convinience-Produkte, denn unsere Tochter ist eine begnadete Köchin und Bäckerin - für das, was sie zaubert, braucht es keine tierischen Produkte und auch keinen Industriezucker.


    Ich räume auch gerne ein, dass meine Erinnerung an den echten Fleischgeschmack nach Jahrzehnten der fleischlosen Ernährung ziemlich verblasst ist. Insofern bin ich ganz sicher nicht objektiv, was den Geschmack von Fleischersatz angeht.


    Ich bleibe aber dabei lieber HSH , dass auch Salz und Pfeffer Gewürse sind und Fleisch ganz ohne Salz und Pfeffer nicht wirklich lecker schmeckt.


    Auch dass nicht die Zubereitung, sondern die Zutaten entscheidend für den Geschmack sind, halte ich für nicht richtig, denn brate mal ein richtig gutes Stück Fleisch über den Garpunkt hinaus und Du könntest auch eine Schuhsohle essen ... nur dass die billiger gewesen wäre.


    Aber auch meine Hunde sind Gourmets und popliges Rindergulasch wird auch weniger gern genommen, als das Tartar von Tackenberg - insofern scheint sich auch ungewürztes Fleisch im Geschmack zu unterscheiden ... nur essen Menschen ihr Fleisch nie vollkommen ungewürzt und nutzen Salz und Pfeffer, um den Geschmack zu verbessern.


    Wenn ich aber einen eher neutralen Geschmack mit Gewürzen aufpimpen muss, damit er als lecker empfunden wird, dann kann ich auch geschmacksneutrales Tofu essen - das schmeckt auch nach nicht viel.


    Aber ich will auch niemandem sein Stück Fleisch vermiesen. Wer es im Bewusstsein isst, dass dafür ein Tier starb, ist auf seine Art achtsam und respektvoll und damit vielleicht mehr Veganer im Geist, als der missionierende Kampfveganer, der seinen Mitmenschen die Grillparty vermiest.

    Micha, niemand - nicht einmal ich - wollen Dir Dein Essen vermiesen. Ich bin keiner der Kampfveganer, die keine Hemmungen haben, selbst Vegetarier als Mörder zu bezeichnen, weil die Kuh Kälber bekommen muss, um Milch zu geben und die Kälber nicht alle auf Gut Aiderbichl leben, bis sie an Altersschwäche sterben.


    Ich würde mir nur wünschen, dass die Fleischesser sich hin und wieder ein paar Gedanken machen, woher ihre Nahrung kommt und dass Fleisch und Fisch nicht auf Bäumen wachsen und gepflückt werden, wenn sie reif genug sind.


    Meine Idee wäre beispielsweise, dass Fleisch nicht mehr in anonymen Verpackungen verkauft wird, sondern mit einem Foto von dem Tier, das dafür starb ... bei Zigarettenverpackungen wird ja auch auf den Schockmoment gesetzt, aber wer rauchen will, der tut es trotzdem und lässt sich von Bildern, die verdeutlichen, dass Rauchen die Gesundheit gefährdet, nicht davon abhalten.


    Warum also nicht das Bewusstsein des Verbrauchers für das stärken, was er isst?


    Aber abgesehen davon kann man auch vegetarische/ vegane Gerichte so zubereiten, dass der Fleischesser nicht merkt, dass er kein Fleisch isst oder es nicht vermisst. Ich spreche nicht von Convinience, das entweder überwürzt ist oder lasch schmeckt oder einfach auch viel zu teuer ist. Aber mal ehrlich? Isst Du Dein Fleisch oder den Fisch ohne Würze oder unmariniert? Fleisch schmeckt, wenn es perfekt gewürzt oder entsprechend mariniert wurde. Wer schon mal einen Hähnchenschenkel ohne Salz und Paprika gekostet hat, wird feststellen, dass er eigentlich nach nicht viel schmeckt. Warum also nicht doch mal die fleischlose Alternative probieren? Ich habe schon so viele überzeugte Fleischesser damit aufs Glatteis geführt, weil die ganz sicher waren, dass sie Fleisch essen und dann zugaben, dass wenn sie gewusst hätten, dass es sich um eine fleischlose Alternative handelt, sie es nicht gekostet hätten, aber erstaunt sind, dass es wirklich wie Fleisch schmeckt.


    Die Zubereitung ist das Geheimnis, nicht die Zutat.


    Trotzdem darf jeder neben mir beim Grillfest sein Nackensteak auf den Rost legen, ohne dass ich ihn mahnend anschaue. Ich würde mir diese Toleranz halt nur auch von den Fleischessern wünschen, die mich ständig zu bekehren versuchen, wenn ich es ablehne, Fleisch zu essen ("... in der Frikadelle ist doch mehr Brot drin, als Fleisch - die kannst auch Du essen!").


    Aber der Veganismus wird leider auch immer wieder auf die Ernährung dezimiert. Veganismus bedeutet Respekt und Achtsamkeit im Umgang mit den Mitlebewesen. Wer also sein Fleisch oder seinen Fisch mit Respekt und Achtsamkeit kauft und isst, der ist - aus meiner Sicht - schon auf einem guten Weg.