Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Verbena, es ist irgendwie unglaublich, dass man euch quasi zwingen möchte, das städtische Wasser und den städtischen Strom zu nutzen. Einen wirklich rationalen und nachhaltigen Sinn kann ich darin zumindest nicht sehen, im Gegenteil, der Ausbau von Stromtrassen und Wasserkanälen ist ja schweineteuer und selbst die paar Tacken, die ihr dann euer Leben lang dafür zahlt, werden nicht einmal annähernd die Kosten dafür decken,

    Das kann ich Dir ohne viel Mühe erklären, denn die Stromanbieter verdienen ja weniger, wenn wir unseren Strom selbst produzieren und auch die Gemeinde würde finanziell profitieren, wenn wir Stadtwasser nutzen würden. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband liegt bei uns ja in direkter Nachbarschaft und unser Bürgermeister ist dort im Vorstand.


    Die Trassen sind ja bereits alle verlegt und insofern müssen die nun auch Rendite abwerfen und wer sein Wasser aus 70 Meter Tiefe fördert, statt das verchlorte Stadtwasser zu nutzen, der ist der Gemeinde (die auch mit dem Stromanbieter EWE verbandelt ist) ein Dorn im Auge.


    Klar, wenn ich mal flott rechne, dass unsere Pferde täglich ca. 350 Liter Wasser benötigen und dazu noch unser Verbrauch dazukomme, dann würde sich das schon lohnen, uns als Kunde zu gewinnen.


    Ich würde natürlich auch eher nach dem Wohlbefinden des Hundes einkaufen und erst in zweiter Linie schauen, ob mein Hund eventuell auch ein Futter verträgt, das "umweltverträglicher" ist.


    Und wie ich schon schrieb: Ich versuche, wo es möglich ist, im Sinn des Umweltschutzes zu leben, aber ich werde meine Hunde weder vegan ernähren, noch riskieren, dass sie Durchfall von einem Futter bekommen, das sie nicht vertragen, nur weil ich damit näher am Umweltschutz liegen würde.

    Und Fleisch muss nicht unbedingt "bio" sein. Viele kleinere Metzgereien beziehen ihr Schlachtvieh von örtlichen Landwirten. Und da stehen auch bei so manchem Landwirt ohne Öko-Siegel die Rinder auf der Weide und die Schweine auf Stroh mit deutlich mehr Platz als üblich. Geht ruhig mal in die landwirtschaftlichen Betriebe in Eurer Umgebung, interessiert Euch ehrlich für deren Tierhaltung, fragt die Landwirte ob und an welche Metzger sie ihre Tiere verkaufen und bevorzugt beim Einkaufen dann diese. Man lernt auf diese Weise auch Direktvermarkter kennen für Fleisch, Milch, Eier und Kartoffeln/Gemüse, und so manche zuvor unbekannte Einkaufsquelle tut sich einem auf. Vom Acker/Stall ohne Zwischenhändler direkt in die heimische Küche.

    Du hast sicher Recht, aber glaube mir, wenn Du wie ich, mitten um Gülleland wohnen würdest, wäre Dir nicht danach, in die Betriebe zu gehen, die in der Nachbarschaft Tiere mästen ... was man da zu sehen bekommt, macht einen ganz schnell zum Vegetarier - wenn einem überhaupt Zutritt in die Ställe gewährt wird, denn teilweise muss man ja durch eine Desinfektionsschleuse, um zu den Tieren zu kommen, denn die armen Viecher sind ja so immunschwach, dass schon ein Windhauch sie umhauen könnte. Stroheinstreu wäre da tatsächlich eine Gefahr für die Gesundheit von Mastschweinen, denn im Stroh sind Keime und das wäre für diese armen Tiere schon zu viel.


    Ich würde auch gerne das Fleisch für die Hunde direkt vom Bauern kaufen, aber das wäre hier gar nicht möglich, weil die Landwirte allesamt die schlachtreifen Tiere an die Schlachthöfe verkaufen und nicht mehr selbst schlachten.


    Klar habe ich früher auch mal bei Steinemann https://www.steinemann.de/tierwohl/ mein Barffutter in deren Fabrikverkaufsladen gekauft, aber als ich feststellte, dass die das auch von Dibo und Co. zukaufen und gar kein eigenes Barffutter anbieten, habe ich eben wieder bei Tackenberg bestellt.


    Die Sache mit der autarken Selbstversorgung streben wir zwar auch an, aber auch dabei ist man eben nicht autark. Unser Brunnenwasser muss jährlich einer Überprüfung durchs Gesundheitsamt standhalten und eigentlich mag die Gemeinde das gar nicht, dass wir uns nicht ans Stadtwasser anschließen lassen. Die Solaranlage dürften wir auch nicht betreiben, wenn wir nicht zuvor vom örtlichen Stromanbieter die Bewilligung eingeholt hätten. Es wird einem also gar nicht so leicht gemacht, umweltfreundlich zu leben.

    Herzliche Glückwünsche zur Komplettierung! 😊💐 Hast du Bilder von den Eltern der schwarzen Schnute? Tervuren hab ich irgendwie so gar nicht auf dem Schirm. Ich mag ja kurzhaarig, da kommt längeres Fell, oder?

    ... und so sind die Geschmäcker verschieden. Ich liebe die Plüschbefellten und finde die Farbe der Tervueren auch richtig toll - auch wenn ich sonst eher die Dunklen bevorzuge, aber auch für einen Groenendael würde mein Herz eher nicht so sehr schlagen. Ich bleibe darum dabei: Wenn es ein Belgier sein sollte, dann würde ich mich auch für einen plüschigen Tervueren entscheiden und darum bin ich auch schon sehr gespannt, wie sich die kleine Anka weiter entwickelt. Sie hat ein so fröhliches Wesen, dass ich mich auch spontan in die Zuckerschnute verlieben könnte.

    Ich habe meinen Beitrag noch mal vorgeholt - man sieht, dass das Geschirr auch am Hals gut verstellbar ist, denn auch bei Chia war zwischendurch das Problem, dass am Bauch noch Platz zum Reinwachsen gewesen wäre, aber der Halsausschnitt schon eng wurde.

    Hmmmm ... das Grossenbacher Vario ist eigentlich aus meiner Sicht das einzige Geschirr, bei dem man unzählig viele Verstellmöglichkeiten hat - und es ist so gefertigt, dass es den Hund nicht einschränkt oder irgendwo drückt. Ich hätte das Vario (Größe XS bis L) vermutlich von Anfang an bis heute benutzen können, ohne je ein anderes Geschirr kaufen zu müssen.


    Das Anpassen ist zwar echt eine Frickelei, weil es eben so viele Verstellmöglichkeiten gibt, aber schlussendlich war es wirklich das Geschirr, das mitgewachsen ist. Inzwischen gibt es sogar das Vario Puppy, das man noch besser verstellen kann.


    Gut, es hat auch keinen Brustring, aber dafür zwei Ringe im Rückenbereich (einer wirkt auf den Halsbereich, einer auf den Brustbereich) und einen Griff.


    Ich hatte mir das AnniX angeschaut, als ich auf der Suche nach einem größeren Geschirr für Chia war und im Vergleich mit dem Grossenbacher schien es mir nicht so optimal zu sein. Aber viele verwenden es und berichten Positives und schlussendlich muss der Hund damit glücklich sein.

    Micha, wenn das Getreide noch nach China ginge, würde es jemand wenigstens essen ... aber es wandert hier zu einem großen Teil in die Biogasanlagen und wer Tiere hält, die mit Getreide gefüttert werden, zahlt inzwischen 30% mehr, als noch vor 3 Jahren. Ich kenne Pferdezüchter, die ihre Senioren zum Schlachter brachten, weil sie die Kosten für das Futter der "nutzlosen" Tiere nicht mehr investieren wollten.


    Tatsächlich ist es auch so, dass nicht China die Schweine an uns liefert, sondern wir die Schweine nach China. Dafür werden Schweine nach Polen transportiert, dort geschlachtet und hübsch portioniert und verpackt wieder nach Deutschland geschickt - und das nicht allein, weil das Schlachten in Polen billiger ist, sondern weil es Subventionen von der EU dafür gibt.


    Daran könnte man verzweifeln.


    Auf der anderen Seite wird den Leuten eingetrichtert, auf Plastik zu verzichten und statt dessen Papierverpackungen zu nutzen. Das würde Sinn machen, wenn man nur die Entsorgung in den Fokus stellt, aber wer auch mal an die Herstellung denkt, dem wird schnell klar, dass die Herstellung von Papier oder Kartonumverpackungen Unmengen von Wasser und Holz verbraucht - beides Ressourcen, mit denen wir eigentlich sparsam umgehen sollten.


    Selbst das Altpapier ist in seiner Herstellung nicht umweltfreundlich, denn um die Farbe und die Druckerschwärze zu entfernen, braucht es Bleichmittel - die sind giftig und bringen Insekten um. Darüber hinaus können höchstens 30% Altpapier wirklich für neue Verpackungen genutzt werden, weil die Fasern vom Altpapier zu kurz sind, um dem Papier oder der Kartonage Stabilität zu geben. Also muss langfaseriges Holz beigemischt werden.


    Ich versuche unseren Kunden stets zu erklären, dass wir der Futtermittelkontrolle unterstehen und hygienisch einwandfreie Verpackungen verwenden müssen (die nicht durchfetten, keine Gerüche zum Inhalt lassen, nicht säureempfindlich sind) - also Kunststofftüten, die - wenn man sie nicht in die Umwelt wirft, sondern zum Recyclen gibt, wieder zu Plastiktüten werden können. Genau wie Pet-Flaschen.


    Aber dann gibt es Kunden, die der Meinung sind, wie könnten doch Papiertüten mit Plastikinlay verwenden, weil das umweltfreundlicher wäre. Nein, das ist es nicht, denn eine plastifizierte Papiertüte ist kein Altpapier und fürs Plastikrecycling auch nicht mehr zu gebrauchen. Abgesehen dass ich zum doppelten Umweltsünder werde, weil ich gleichzeitig Plastik und Papier verwende.


    Eine Kundin bot mir sogar an, mir die gebrauchten Plastiktüten zurück zu schicken, damit sie die nicht entsorgen muss (sie weiß, dass wir keine gebrauchten Tüten verwenden dürfen) ... und das Co2, das für den Transport aus Bayern zu mir verbraucht wird, schadet der Umwelt nicht???


    Das Problem ist, dass es Lobbys gibt, denen der Verbraucher glaubt und wenn deren Aussagen das eigene Gewissen beruhigen, dann sucht man auch nicht mehr nach weiteren Informationen, sondern sonnt sich in der vermeintlichen Gewissheit, ja zu den Guten zu gehören.

    Herzlichen Glückwunsch zum Familienzuwachs.


    Würde ich mich für einen Belgier entscheiden, wäre es auch ein Tervueren - das sind einfach auch bildschöne Hunde.


    Eine Anka hatte ich auch mal ... sie war ein ganz wunderbarer Hund und wenn der Name für genau so einen Hund steht, wie es meine Anka war, dann wird Deine kleine Schönheit ganz sicher ein Traumhund (was sie natürlich auch sicher jetzt schon ist)

    Theresa, ich lebe vegan (meine Familie vegetarisch), aber meine Hunde würde ich nach einem Versuch mit Ami Dog nicht mehr vegetarisch oder vegan füttern. Mein Leo Müsli war ja eher der Vegetarier, der die Geflügelfleischwurst, die er zum Geburtstag geschenkt bekam, erst mal versuchte, wiederzubeleben, in dem er sie eine gefühlte Ewigkeit beleckte ... irgendwann erbarmte sich unsere damalige Langhaarschäferhündin und schappte Müsli die Fleischwurst weg ... die brauchte keine 30 Sekunden und die Fleischwurst war Geschichte.


    Fortan bekam Müsli dann einen Geburtstagskuchen aus Pfannkuchenschichten, zwischen denen Frischkäse und Leberwurst mit geschlagener Sahne gemischt und Wurstscheiben aufgebracht wurden. Wurst ging, wenn es Scheiben waren:



    Auch die Geburtstagsmahlzeiten der Leos waren eher Gemüselastig, denn meine Leos zogen jede Möhre einem Wiener Würstchen vor und auch Elvis liebte gefüllte Pfannkuchen mit Spinat und sonstiger Gemüsefüllung:





    Nachdem meine Leos so gerne fleischlos genossen, kaufte ich Dosen und Trockenfutter von Amidog. Gefressen haben sie es wirklich sehr gerne, aber die armen Hunde bekamen solche Blähungen, dass ich zukünftig auf solche Experimente verzichtete. Sie bekamen zwar hin uns wieder trotzdem ein bisschen Tofu oder Seitan von uns ab, aber ausschließlich Soja als Proteinquelle halte ich für ungesund.


    Ich barfe auch - allerdings mit Fertigbarf, weil ich froh bin, wenn ich nur Schälchen auftauen und in die Näpfe kippen muss, ohne dass ich noch anfangen muss, Fleisch zu schneiden. Ich kaufe vorwiegend bei Tackenberg und dort auch meistens Bio wie dieses hier https://www.tackenberg.de/prod…ermagen-moehre-apfel.html


    Leider gibt es die von meinen Hunden so geliebten Rehhaxen nicht als Bio ... aber ich versuche diesbezüglich mein Gewissen zu beruhigen, indem ich mir sage, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Reh bis zum Abschuss ein schönes und freies Leben hatte, höher ist, als dass ein nicht Bio-Rindlein oder ein nicht Bio-Huhn die Freiheit und ein tolles Leben genossen hat.


    Wobei man leider auch nicht vergessen darf, dass die Ansprüche der Bio-Zertifizierungsunternehmen nicht immer zwingend auf die artgerechte Haltung der Schlachttiere ausgerichtet ist. Wichtig ist da vor allem, dass sie mit Bio-Futter gemästet wurden ... aber darüber mag ich lieber nicht nachdenken.

    Ich finde es ja auch gut, dass es Leute gibt, die eine Lanze für den Wolf brechen, aber diese Vergleiche hinken doch ein klitzekleines bisschen, denn meine Pferde greifen keine Schafe an und "Blutzoll" fordern sie auch nicht und ich habe derzeit noch 8 Pferde und halte seit 40 Jahren eigene Pferde ... und ich lebe noch immer.


    Bei der Wolfsdiskussion geht es doch eigentlich mehr um Wolfsangriffe, die das Leben von Schafen, Kälbern und Fohlen oder Ponys gefährden, denn dass Menschen angegriffen wurden, kam bislang noch nicht vor.


    Allerdings will man wohl das Wolfrudel in Goldenstedt von Seiten des Gemeinderats "entnehmen" (was für erschießen steht), weil sich Wölfe bis auf 100 Meter an den Waldkindergarten angenähert haben sollen.


    Das Problem ist also nicht, dass der Wolf angreift, sondern dass er anwesend ist ...

    ... und vermutlich sind es auch häufig die "Luxustierhalter", die sich sehr viele Gedanken um die Umwelt machen.


    Was mir eher Sorgen macht, ist die Richtung, in die sich die Landwirtschaft entwickelt. Mein Nachbar spritzt jedes Blümchen am Ackerrand tot, weil es dem Getreide auf seinen Felder das Wasser absaugen könnte. Als ich ihn fragte, ob er im letzten Sommer auch festgestellt hätte, dass man kaum noch Bienen sieht und ob er nicht doch ein paar Blümchen stehen lassen könnte, fand er, dass es ja noch genug andere Blumen gibt .. na denn.


    Nach wie vor werden Autobahnen auf sechs Spuren erweitert und dafür gesunde Bäume gefällt ... klar müssen Aufforstungen an anderer Stelle nachgewiesen werden, aber die 30 Birken, die gepflanzt wurden, nachdem man bei uns den Wall zur Autobahn kahlgeschlagen hat, sind bereits wieder eingegangen ... der Sommer war zu trocken, als dass die jungen Würzelchen das hätten überleben können.


    Es werden viel zu große Wassermengen von geldgierigen Wasserverbänden gefördert, der Grundwasserspiegel fällt und damit wird eine Versteppung von Grünflächen verursacht und es werden Flüsse ausgebaggert, damit Reedereien ihre Kreuzfahrtschiffe ausliefern können Moore werden trockengelegt und Felder gnadenlos überdüngt. Die Massentierhaltung ist nachweislich extrem an steigenden Co2-Werten beteiligt ... aber ich soll mich schuldig fühlen, weil ich Hunde halte?


    Den Schuh möchte ich mir nicht anziehen.

    ich finde das mit den geschlossenen Geschäften auch Mist. Brauch nämlich auch neue Schuhe.


    Aber den Unterschied Blumen vs Schuhe, kann ich dir erklären.

    Blumen=verderblich (wurden Frühjahr 2020 Millionen von vernichtet ohne das die Gärtner was verdienten)

    Schuhe=unverderblich (kann man notfalls nächste Saison verkaufen)

    Das zu kommentieren, würde jetzt vermutlich doch sehr politisch, aber wir sind mit unserer Inzidenz derzeit im Kreis Vechta über 300 und insofern bestelle ich fast alles, was ich brauche, in Internetshops.


    Mir geht es da wie Micha369 : Wenn ich dreimal nach Osnabrück fahren muss, um das zu bekommen, was ich brauche, dann hätte ich vermutlich meinen ökologischen Fußabdruck bereits übel in eine Negativbilanz katapultiert.


    Natürlich war es mir lange Zeit ein Anliegen, vor Ort einzukaufen, um den regionalen Handel zu unterstützen, aber zu der Zeit, als ich die Tierheilpraxis noch aktiv betrieb, kaufte ich die DHU-Mittelchen noch in der Apotheke im Ort, die ich zur Behandlung meiner Patienten nutze. Irgendwann fragte ich mal, ob ich nicht doch vielleicht einen kleinen Rabatt haben könnte, weil ich ja locker auf monatlich 250 € kam mit dem, was ich so brauchte. Man bot mir an, dass ich ein Stempelkärtchen bekommen könnte, in das bei jedem meiner Einkaufe ein Stempel gegeben wird und bei 10 Stempeln dürfte ich mir ein Pfegeprodukt im Wert von 15 € von Vichy aussuchen ... gut, dass ich Vichy nicht vertrage.


    Ich habe dann doch mal in einer Onlineapotheke bestellt, was ich sonst so in der örtlichen Apotheke gekauft hatte und dabei mehr als 30% gespart ... und ganz ehrlich? Ich bin dabei geblieben, denn ich bin sicher, dass mich die Apothekerin auch nicht unterstützen würde, wenn ich einen Umsatzeinbruch erleiden müsste. Irgendwo hat auch meine Loyalität Grenzen.


    Aber ich kaufe durchaus auch mal bei einem teureren Internet-Anbieter ein, wenn der Service sehr gut ist und ich mich als Kunde gut aufgehoben fühle, denn dafür zahle ich auch gerne mehr.


    Was ich aber auch nicht machen würde, wäre einen Artikel in einem Laden vor Ort anzuprobieren, um ihn dann im Internet günstiger zu bestellen. Mein Sattler ist auch einer der örtlichen Reitsportfachhändler und klagt sehr darüber, dass er teilweise für die Leute spezielle Stiefel bestellt, die sie dann anprobieren und nicht kaufen, obwohl sie passen ... und dann weiß er genau, dass diese "Kunden" niemals seine werden, weil die das Schnäppchen im Internet suchen gehen, sobald sie wissen, welcher Stiefel passt.


    Ich brächte das nie fertig. Dafür bin ich dann halt auf die Marken festgelegt, die mir sicher passen und die ich in Internetshops kaufen kann, ohne dass ich danach wieder das Rücksendederby habe.


    Wobei ich bei den Schuhen meist auch erst merke, ob sie wirklich passen und bequem sind, wenn ich sie mal länger getragen habe und dann ist das mit der Rücksendung sowieso nicht mehr möglich.


    Insofern bleibe ich vermutlich doch eher bei meinen Grubs für die Hunderunden, denn die sind haltbar, bequem, wasserdicht und wenn man eine Antischwitzsohle einlegt, dann kann man auch den Sommer in Gummistiefeln überstehen, denn Halbschuhe ziehe ich schon darum nicht an, weil ich viel zu besorgt wäre, dass Zecken unter meine Hose krabbeln, denn meine Hosenbeine stecken aus Vorsicht in den Stiefelschäften.

    und das muss man auch akzeptieren, dass ein jeder hund etwas anders ist. Der eine lernfähiger und temperamentvoller, der andere eher gelassener usw...

    Dann kommt es auch noch darauf an, ob ich mir einen dsh für den hundesport gekauft habe und mit ihm grosse ziele verfolge und dementsprechend wird aufgebaut und gearbeitet. Oder aber man wird schon sehen, was wir alles bewerkstelligen usw...


    Aber eines haben sie alle gemeinsam: sie sind der treuerste freund des menschen und das sollte man trotz allem eifer nie vergessen!

    Genau, das denke ich auch! Sowohl, dass jeder unserer Hunde auf seine ganz eigene Art perfekt ist und sie uns ja auch so nehmen, wie wir sind ... auch wenn sich Chia vermutlich ein sportbegeistertes Frauchen gewünscht hätte und Bene manchmal findet, dass auf unseren Runden mehr Kekspausen gemacht werden sollten (Chia findet Pausen aber generell doof).


    Auch die Einsicht des Hundehalters, dass eben der super sportliche und extrem clevere Hund, der immens schnell lernt, auch eine größere Herausforderung darstellt, als der gelassenere Typus, weil so ein Schlauli halt auch für alle Reize empfänglich ist und immer nah am ADHSler kratzt, finde ich in der Erziehung wichtig.


    Mit Joe hätte ich sportlich gerne mehr erreicht, aber er war ein sehr gelassener und zu jedem freundlicher Pazifist, der durchaus einen hohen will to please anbot, aber eben mit Grenzen. Sein Charakter bot aber trotzdem so viele Vorteile, dass ich seine sportlichen Grenzen auch nie als Nachteil hätte sehen können.


    Bene ist immer und überall everybodys Darling und ich habe oft gehört, dass ich ja im Bezug auf ungehorsame Hunde keine Meinung haben kann, weil Bene mir alles an Gehorsam schenkt ... inzwischen gibt es Leute, die mich bedauern, weil Chia so eine Chaosfürstin mit Hummeln im Hintern ist. Das Erstaunliche dabei ist aber, dass ich das gar nicht so drastisch finde, wie meine Gassigehbegleitungen, die behaupten, noch nie einen so aufgedrehten Hund kennen gelernt zu haben, wie Chia das ist.


    Meine Hunde sind - jede auf ihre Weise - perfekt für mich und wenn es darauf ankommt, kann ich mich sogar auf mein Fräulein 100.000 Volt verlassen ... nur war der Weg dahin anstrengender als mit Bene, die mir ihren Gehorsam irgendwann hinterhertrug.


    Aber wie ich schon schrieb: Wer weiß, ob meine Hunde mich immer als perfekten Menschen bewerten würden und sich fragen, ob sie nicht doch noch mal an meiner Erziehung arbeiten sollten ;)

    Holger, ich gebe Dir durchaus Recht: Man kann nichts pauschalisieren. Darum schrieb ich ja auch, wenn es zwischen Hund und Mensch passt, entsteht eine ganz besondere Bindung, die durchaus auch dazu führen kann, dass ein Hund das Jagen lässt, weil Mensch und Hund beiderseits bemüht sind, es einander Recht zu machen (man könnte so ein Verhalten, das vom Hund ausgeht, als ausgeprägten "will to please" bewerten).


    Ich ahne auch, dass so mancher Hundeführer das als "Disney-Romantik" bewerten würde, aber ich nehme mal Bene als Beispiel - die bereits sechs Jahre alt war, als sie zu uns kam und zu der mir gesagt wurde, als ich nachfragte, ob ich versuchen soll ein paar ungarische Kommandos zu lernen, damit mich mein Hund dann versteht und weiß, was ich möchte, dass der Hund gar keine Kommandos versteht - weder ungarische, noch deutsche und ich bei ihr ganz vorne anfangen muss.


    Bene jagte natürlich, denn als Straßenhund hatte sie sich vermutlich von der Jagd ernährt und fand dabei nichts Verwerfliches, hinter Hasen und Mäusen herzuflitzen, sodass ein Freilauf erst einmal unmöglich war ... zumal mich der Hund auch komplett ignorierte. Ich war für sie nicht der Retter aus der Hundenot, sondern der Mensch, der ihre Freiheit beschnitt.


    Es waren drei Monate mit Blüt, Schweiß und Tränen und einem Hund, der immer (auch auf unserem hof) an der Schleppleine lief und mich von den Füßen riss, wenn es etwas Spannendes zu entdecken gab.


    Ich will nun gar nicht behaupten, dass ich nicht versuchte, mit Leckerchen jedes Verhalten zu belohnen, das in die gewünschte Richtung gegangen wäre ... aber Bene nahm erst mal gar kein Futter aus meiner Hand an.


    Also lief ich eben "einfach so" mit ihr durch den Wald, damit sie mich erst einmal kennen und hoffentlich auch lieben lernt und feststellt, dass sie mir vertrauen darf und ich gar nicht so doof bin, wie sie das erst mal grob eingeschätzt hatte.


    Irgendwann kam der Tag, an dem ich über eine Baumwurzel stolperte und sie zu mir zurückkam, um nachzuschauen, warum ich auf dem Waldboden rumliege. Bis dahin war ich ihr grundsätzlich peng und wurde ignoriert. Futter hinstellen? Ja, aber dann bitte weggehen und den Hund in Ruhe lassen. Kuscheln? Lieber nicht ... höchstens, wenn es dann unbedingt sein muss.


    Aber als sie zu mir kam und sich neben mich setzte (gut, Lassie wäre nach Hause gelaufen, um Hilfe zu holen), wusste ich, dass ich ihr gar nicht so egal bin, wie sie immer tat.


    Von da an konnte ich die Schleppleine zuhause lassen, denn Bene blieb immer in meiner Nähe und bis auf eine Maus, die sie trotzdem noch erlegte, hatte sich auch ihr Jagdeifer auf Null abgekühlt.


    Bene ist mein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl und jeder, der uns kennt oder auch von Anfang an kannte, hält mich für einen "begnadeten Hundeflüsterer", weil Bene vom Ignoranten zum will to please-Hund wurde. Aber ioch muss auch immer wieder beteuern, dass ich an dieser Wandlung nicht aktiv beteiligt war. Bene legt sich übrigens noch heute nicht immer gleich ins Platz, wenn sie gerade gar keinen Sinn in meinem Kommando sieht und ohne Belohnung würde sie auch beim Hoopers nicht mitmachen ... wo sie im Übrigen auch nur so lange mittut, wie sie das will und wenn sie findet, dass das jetzt aber genug Anstrengung war, legt sie sich auf die Seite und wundert sich über Chia, die wohl auch einen Handstand machen würde, wenn ich das verlangen würde.


    Bene ist kein kadavergehorsamer Hund und befolgt nur Kommandos, die sie als sinnvoll erachtet. Trotzdem kann ich mich zu 100% auf sie verlassen und bräuchte eigentlich weder Leine, noch Halsband für sie, denn Bene gefährdet sich und andere nicht. Sie weiß, dass sie nicht jagen muss, um satt zu werden und sie muss nicht bei Fuß gehen, wenn ich das will - aber sie tut es, wenn wir in Richtung Straße kommen oder uns jemand entgegen kommt. Jogger lässt sie entspannt an sich vorbeiziehen und setzt sich an den Wegrand, bis die sie passiert haben.


    Gäbe es Bene nicht, würde ich auch stark anzweifeln, dass es möglich ist, ohne konsequente Erziehung und ohne ständiges Üben, zum Ziel zu kommen, dass der Hund alle Freiheit genießen kann, weil er das nicht ausnutzt.


    Aber - um noch ein Beispiel zu nennen: ich habe Bene nie beigebracht, an der Straße oder an den Gleisen stehen zu bleiben und sich hinzusetzen, bis wir weiterlaufen. Aber ich bin stets stehen geblieben und weil Bene ja drei Monate an der Leine lief und ebenfalls stehen bleiben musste, ist diese Regel in ihr so verwurzelt, dass sie vor jeder Straße und den Gleisen anhält und wartet, bis ich die Straße oder die Gleise überquere.


    Mein Nachbar (er züchtete kleine Münsterländer Jagdhunde) hält das für ganz große Erziehungskunst meinerseits, denn er war auch schon dabei, als auf der anderen Seite der Gleise ein Hase loshoppelte und Bene trotzdem sitzen blieb, obwohl sie den Hasen ganz klar gesehen hatte und jeder seiner Hunde hinterhergelaufen wäre (zwei haben das mit ihrem Leben bezahhlt, denn der Zug war stärker). Aber ich habe Bene nie dazu erzogen ... sie tut das einfach, weil ich es tue.


    Chia hingegen braucht viel Konsequenz und was sie an Kommandos befolgt, dem ging auch intensives Training voraus. Sie will auch alles richtig machen, aber oft steht ihr die Ungeduld und der Übermut im Weg. Bei ihr fasse ich vorsichtshalber immer ins Geschirr, wenn wir vor den Gleisen stehen, denn eine Garantie dafür, dass der Hase auf der anderen Seite nicht doch vielleicht verlockender ist, als mein Lob, kann ich bei ihr nicht geben. Aber die Bindung zwischen uns ist eine andere, als die zwischen Bene und mir. Vielleicht ist es Benes Reife, die ihr Vernunfthandeln bestimmt und sie die - aus ihrer Sicht - sinnbefreiten Kommandos ignorieren lässt.


    Bene ist auch kein Hund, den man problemlos motivieren kann, etwas zu tun, was sie gerade nicht möchte, aber ich bin trotzdem sicher, dass ich mich zu 100% auf sie verlassen kann. Chia ist für alles zu begeistern und zu motivieren, lässt sich aber auch von jeder spannenderen Option ablenken und mein Vertrauen in ihre Zuverlässigkeit ist eher so lala. Sie kann, was sie kann und das tut sie auch, solange man sie daran erinnert, was man verlangt hat, aber ob sie je Benes Reife und Überlegenheit in jeder Situation erreichen wird, weiß ich nicht.

    .

    Wenn ich noch einmal zum Thema dieses Threads zurück kommen darf: für mich ist in der Erziehung eines Welpen als erstes wichtig, ihm Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln. Und dann kommt peu a peu alles andere hinzu, was Erziehung bedeutet. Auf Grundkomandos hören (sitz, platz, bleib nein, pfui).

    Da bin ich absolut bei Dir. Erst einmal soll der Welpe ankommen, sich sicher und geborgen fühlen, wissen, an jedem Tag bestätigt bekommen, dass er mir vertrauen und sich auf mich verlassen kann - wobei Letzteres nicht nur auf die Welpenzeit beschränkt bleibt, sondern ein Leben lang immer wieder Bestätigung erfährt.


    Aber ich finde auch das "umgekehrt" wichtig. Nicht nur der Hund muss sicher sein, dass er sich auf mich verlassen kann, sondern auch er sollte mir immer wieder dieses Gefühl vermitteln, dass mein Vertrauen in ihn nicht enttäuscht wird. Nun kann man natürlich sagen, dass ich einem gut erzogenen Hund, der meine Kommandos befolgt, mehr vertrauen kann, als einem Freigeist, der gerne mal hinterfragt, ob er einen Sinn darin sieht, sich sofort hinzulegen, bloss weil ich "Platz" rufe.


    Tatsächlich vertraue und verlasse ich mich aber voll und ganz auf meine Hunde, obwohl sie nicht unbedingt kadavergehorsam sind ... und ich denke, hier beginnt die wundersame Entwicklung der Bindung - das tiefe Verbundensein von Hund und Mensch, das keine Kommandos braucht und auch dann funktioniert, wenn der Hund kein Sitz, Platz, Fuß oder Pfui kennt.


    Sicher kann man auch hier einräumen, dass der Hund Mimik und Körpersprache seines Menschen liest (umgekehrt natürlich auch), aber manchmal habe ich das Gefühl, dass wenn es zwischen Mensch und Hund passt, man keine Worte und Befehle braucht, sondern man einfach weiß, was der andere sich wünscht und ihm den Gefallen auch gerne tut.