Verbena
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Beiträge von Verbena

    Dann scheint Chia ja wohl auf das Schlüsselwort "Such" zu reagieren. Wäre ja mal interessant, was sie noch alles so suchen würde bei "Such die...".

    Oder es war einfach weil Fredy da etwas im Fang hatte, was sie auch interessant fand und dann ihre Chance sah als er es dann irgendwo fallen lies.

    Micha, theoretisch kann das durchaus sein, dass Chia am liebsten Sachen sucht, die sie auch gerne hätte, aber würde sie dann nicht sofort reagieren, wenn sie die Chance dazu erhält, weil eben Bene oder Fredy ihr Bällchen oder die Flexi fallen lassen?


    Ihr Interesse daran erwacht tatsächlich erst, wenn man sie losschickt und ihr sagt, was sie suchen soll.


    Sie sucht und findet auch ihre eigenen Sachen. Beispielsweise die Plüschente oder den blauen Foxy von Kong. Frage ich sie: "Wo ist der Foxy?" oder "Wo ist Deine Ente? Geh such sie!", dann fetzt sie auch los und kommt in der Regel auch mit dem gesuchten Spielzeug zurück.


    Ich habe auch schon versucht, das Spiel mit ihr zu spielen, das Martin Rütter in einer Folge vom VIP-Hundeprofi mit dem hyperaktiven Hund der Sportmoderatorin vorschlug, um ihn auszulasten, ohne dass der sich beim Frisbee-Spielen auspowern muss. Martin Rütter schlug vor, drei Spielzeuge in etwas Abstand vor den Hund zu setzen und dann das gewünschte Spielzeug zu holen - also quasi das Richtige auszusuchen.


    Chia kann das tatsächlich auch und sie weiß genau, welches Spielzeug die Ente ist oder der Foxy, das Hasi oder das Bärchi ist und sie bringt auch immer das Gewünschte ... leider wird ihr das aber dann recht schnell langweilig und dann schnappt sie das Spielzeug und versteckt es. Game over.

    Ein Hoch auf Witus, den Helden und König der Katzenignorierer und Appoirtierbeutelablieferer! :thumbup:


    So große Erfolge können wir zwar nicht feiern, aber ich habe mich in den letzten Tagen immer wieder über Chia gefreut, die ich zur Ballhüterin erhob.


    Chia hat ja immer ihren Ball dabei und hütet den auch ganz selbstverständlich. Ich muss da wirklich kein Auge drauf haben, dass sie den verlegt und wir ohne Ball nach Hause kommen könnten.


    Bene ist aber ein echtes Schluderwuschel und verlegt ihre Sachen auch schon mal, wenn sie das Interesse daran verloren hat. Eigentlich fand sie Bällchen und Spielzeuge aller Art bislang sowieso ziemlich doof und nahm die nur aus Höflichkeit an, um ihnen die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, welche die Menschen für ein Geschenk erwarten. Also eigentlich so ähnlich wie mit dem Ausgeburt der Accessoirescheußlichkeit in Form der Vase, die einem die Erbtante als Geschenk überreichte und die dann ganz hinten in den Schrank wandert und nur hervorgeholt wird und den Wohnraum verunstalten darf, wenn eben jene Erbtante zu Besuch kommt. Auch Bene ignorierte Bällchen und Plüschquietschis nachdem sie sie ein bisschen herumgetragen und ihnen ein paar jämmerliche Töne entlockt hatte.


    Als Chia einzog, wurden Benes Spielzeuge natürlich alle von der Welpin annektiert und zu ihren Schätzen getragen, deren Verstecke auch nur Chia kennt. Bene war das eigentlich erst mal egal. Aber irgendwann befand Bene, dass sie sich ihren Teil des Schatzes wieder zurückerobern sollte und bestand darauf, dass sie auch nicht mehr ohne Ball aus dem Haus geht ... oder eben Chias Ball enteignet, was Chia dann empörend findet und mich in die Pflicht nimmt, um das Bällchen wieder zum rechtmäßigen Eigentümer zurück zu bringen.


    Also laufen wir nun mit zwei Bällen durch den Wald ... oder eben mit einem in Chias Obhut und einem, den Bene irgendwo liegen ließ, weil sie was Spannenderes entdeckte und das Bällchen schlicht vergaß´mitzunehmen.


    Für mich bedeutete das bislang, dass ich Bene und ihren Ball im Auge behalten muss und möglichst schnell erkennen sollte, wenn in Benes Schnauze kein Ball mehr transportiert wird, denn je nachdem wo der Ball verloren ging und wie lange das schon her war, bedeutete das für mich den Beginn der Sucherei und das Zurücklegen einer Strecke, die bereits hinter uns lag.


    Das war ziemlich lästig und ich überlegte, ob ich die Bälle prinzipiell zu Hause lasse, damit keiner verloren geht und Bene keinen klauen kann. Aber Chia löste das Problem und hilft mir, Benes verschluderwuschelte Bälle zu suchen und zu finden.


    So startet sie ihre ganz eigene Zielobjektsuche, wenn ich mal wieder feststelle, dass zwischen Benes Zähnen kein türkisfarbiges Bällchen mehr hervorblitzt und zu Chia sage: "Such Benes Bällchen!" Meine kleine Rennsemmel flitzt dann zielstrebig los und ganz egal wie tief im Gebüsch der Ball verloren ging - Chia holt ihn wieder hervor und ist stolz wie Bolle, wenn ich sie dafür belohne und lobe.


    Vor ein paar Tagen hat sie sogar die Flexileine meiner Bekannten wiedergefunden, die deren Berner Sennenhund Fredy herumgetragen und dann irgendwo abgelegt hatte. Meine Berkannte sagte zu Chia: "Such die Leine!" und Chia flitzte los und kam mit der Flexi in der Schnauze wieder zurück - und mir ging echt das Herz auf!

    Ich freue mich sehr, dass schon bald ein neues Familienmitglied bei Euch einziehen wird, denn wie sagt man so schön: Das letzte Kind hat immer Fell! ;)


    Mir geht es übrigens wie Deinem Sohn: Wenn ein Welpe aus dem Wurf besonders anhänglich ist, soll es der dann sein, der bei uns einzieht. Unsre Chia lief meinem Mann sogar bis zum Auto nach, als der die Mitbringesel für die Züchter holen ging und wir haben es noch nie bereut, gerade sie ausgesucht zu haben, obwohl ihre Geschwister quasi alle gleich aussahen und so wie der Züchter sagte, auch vom Wesen sehr einheitlich geraten waren ... aber sie sollte es halt sein, obwohl ich nach den ersten Fotos vom ganzen Wurf auch das Gefühl hatte, dass man die Welpen gar nicht auseinanderhalten kann und dann aber genau wusste, welche "unsere" ist, als wir die Welpen kennen lernten.


    Ich bin übrigens auch nicht der "Hund schläft in einer Box"-Verfechter. Vielleicht liegt es daran, dass ich schon ein ganzes Leben lang von Hunden begleitet werde und noch nie einer unserer Hundefreunde in einer Box schlief. Sicher schafft man dem Hund auch einen sicheren Rückzugsort, an dem er seine Ruhe hat und das kann sinnvoll sein, wenn kleinere Kinder mit im Haus leben, die den süßen Welpen am liebsten ständig bekuscheln und herumtragen wollen, sodass der Hund dann wirklich nie seine Ruhe hat. Aber unsere Hunde suchten sich ihren "sicheren Rückzugsort" selbst aus und wenn sich der Hund dorthin verkrümelte, hieß das auch für unsere Tochter, dass sie den Welpen nicht stört. Ich denke, man kann Kindern das beibringen, auch wenn man den Hund dafür nicht in eine Box schickt.


    Zur Grundausstattung wurde ja schon umfangreich geschrieben, sodass ich dazu auch nichts Neues dazufügen könnte, obwohl ich die Wartezeit mit Intensivshoppen verbrachte und hier dann mindestens drei Welpen hätten einziehen können und genügend Schlafplätze, Spielzeug und Geschirre vorhanden gewesen wären.


    Beim Geschirr würde ich aber tatsächlich im Nachhinein die Wahl zugunsten des Grossenbacher-Geschirrs treffen, denn das wächst mit. Ich habe nämlich vier Geschirre gekauft, damit ich immer ein Passendes hatte. Das erste war ein Ruffwear, das unserer Welpin das Fell abschubberte. Das zweite war ein Hunter, das aber dann nicht lang passte. Das dritte war ein Niggeloh und das war eigentlich super - vor allem für die Schleppleinenarbeit, aber es ist zum einen schwer und zum anderen hat es eine unausgewogene Passform. Als der Bauchriemen endlich nicht mehr 20 cm überstand, war auch schon der Halsbereich zu eng und der lässt sich nicht verstellen.


    Danach kaufte ich das Grossenbacher FunRun https://www.hundeshop.de/marke…gK7adD-RZWNRoCGvIQAvD_BwE

    Dieses Geschirr hat so viele Verstellmöglichkeiten - die zuerst auch ein bisschen Gefrickel voraussetzen, bis das Geschirr perfekt sitzt -, dass es vom Welpen (XS) bis zum ausgewachsenen Hund (L) immer passt.


    Sollte hier noch mal ein Welpe einziehen, kaufe ich gleich das Großenbacher FunRun, denn Chia wird ihres behalten und da ist sogar noch ein bisschen Spielraum, wenn sie noch ein bisschen auslegt.


    Ich wünsche Euch eine erfüllte und freudvolle Wartezeit auf Euren Welpen!

    Ich danke euch sehr für eure Meinungen. Ich werde mir auf jeden Fall auch noch eine dritte tierärztliche Meinung einholen. Welche Veränderungen habt ihr an euren Hündinnen nach der Kastration festgestellt?

    @Oskar&Nika

    Es gibt auch pflanzliche Mittel, um die Hündin (und den Rüden) hormonell auszugleichen und wir haben eine Kräutermischung im Angebot, die viele Kunden bestellen, deren Hündin zur Scheinträchtigkeit neigt.


    Auch Chia ist nach der Läufigkeit quasi "postmenstruell depressiv" und darum bekommt sie eben auch Kräuter und damit ist sie hormonell ausgeglichen und fröhlich.


    Ich habe meine ältere Hündin kstriert aus dem Tierschutz übernommen und wäre es möglich gewesen, die Kastration vorab zu verhindern, hätte ich das mit allem Mitteln getan ... ich kenne meine Veränderungen nach den Wechseljahren und weiß, dass Hormone nicht nur die Fruchtbarkeit regulieren sondern viele Stoffwechselvorgänge beeinflussen. Eine medizinisch nicht indizierte Kastration würde ich immer ablehnen.


    Und das Thema Zucht ist nicht nur abhängig von der Leistung, die ein Hund erbringt, sondern auch von den Genen, die er in sich trägt und so beeinflusst auch der Urgroßvater eventuell die Welpen im Aussehen, der Leistungsfähigkeit und dem Charakter oder wie ich es formuliere: Zucht ist wie ein Bus voller Verwandtschaft: Man weiß nie, wer als Erster aussteigt.


    Ich habe bis zu Bommelines Tod einen engen Kontakt zur Züchterin (die Tierärztin ist) gepflegt und sie hatte ja zwei Welpen aus dem Wurf behalten und auch zu den anderen Welpenkäufern Kontakt. Da war keiner von den "sieben Zwergen" wie der andere und vom Papa hatten sie definitiv gar nichts. Bommeline sah aus wie ihre Oma mütterlicherseits. Ihre Schwester Clementine wie der Opa mütterlicherseits. Bommeline war ein sehr freundlicher Hund, der alle liebte ... Clementine zankte sich mit jedem anderen Hund, der ihr quer kam. Ein Rüde starb noch vor dem ersten Geburtstag.


    Wer mir also mit dem Argument kommt, dass es die Zucht mit einem papierlosen Hund rechtfertigt, wenn der Hund sich durch einen besonderen Charakter und/ oder herausragende Leistungfähigkeit auszeichnet, dem kann ich nur sagen, dass es sein kann, dass keiner der Welpen wie der Papa sein muss. Das größte Problem ist aber, dass man keine passende Hündin aussuchen kann, wenn man bei der Genetik des Rüden im Dunklen tappt, denn Zucht bedeutet auch, dass der Genotyp der zu verpaarenden Hunde passen sollte.


    Ob man nun trotzdem züchtet oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen, aber das Argument dafür sollte nicht sein, dass man sich eine zweite Ausgabe des Vaters wünscht.


    Und die Frage nach dem Verbleib der Welpen ist auch so ein Thema, bei dem ich müde lächle, denn wenn ich überlege, wie viele Leute bei einer Bekannten von mir vor der Bedeckung ihrer Landseerhündin mit einem Bernhardinerrüden jubelten und unbedingt einen Welpen kaufen wollten, dann frage ich mich, warum dann plötzlich nur noch ein Interessent übrig blieb, der dann einen der wirklich zauberhaften Welpen nahm. Alle anderen - und das waren 10 Leute, die auf der Liste standen - hatten plötzlich 100 Gründe, doch keinen Welpen nehmen zu wollen. Mit Müh und Not konnten die 5 Welpen, die noch übrig waren, dann über die Kleinanzeigen neue Besitzer finden.


    Selbst eine Anzahlung schützt den Züchter nicht davor, dass Interessenten es sich anders überlegen. Als wir Chia abholten, war auch gerade ein Käufer wieder abgesprungen (und Micha hätte fast den kleinen Rüden mit eingepackt) und dabei waren es nur vier Welpen und eine Hündin blieb beim Züchter, respektive wäre auch für einen weiteren, nicht verkauften Hund Platz genug gewesen.


    Als Micha mir vor Jahren den Vorschlag machte, mit unserem gekörten Leonbergerrüden und unserer Leonbergerhündin, die problemlos gekört worden wäre, einmal Welpen zu haben, fragte ich ihn, ob er bereit wäre, zur Not 11 Welpen zu behalten - wenn nicht, dann wird bei uns auch nicht gezüchtet, denn auf die Leute, die im Vorfeld einen Welpen kaufen wollen, würde ich mich nie verlassen. Vor allem dann nicht, wenn es am Ende noch Welpen ohne Papiere sind.


    Aber wie ich schon schrieb: Jeder muss das für sich entscheiden, ob er papierlose Welpen produziert, die er definitiv nicht alle behalten wird und die auf einem überfüllten Markt den besten Platz bekommen sollten.

    ... und dabei soll die Vorfreude doch die größte Freude sein ;)


    Ganz herzlichen Glückwunsch zum glücklichen Finden Deines Herzenswelpen und vor allem eine glückliche, entspannte und von Freude erfüllte Welpenzeit und allzeit Gesundheit für den Jay Jay-Freund.


    Ich verkürzte mir die Zeit des Wartens stets beim Shopping, denn so ein Welpe braucht ja auch noch was Neues und soll nicht die Sachen des "großen Bruders" auftragen :) ... mein Mann wunderte sich aber doch, warum so ein kleiner Hund schon so viele Sachen braucht und warum der bereits vorhandene Hund dann auch gleich noch neues Spielzeug, Halsbänder und Leinen benötigt ^^

    bald ist es in Niedersachsen wieder soweit, dass alle Hunde vom 1. April bis zum 15. Juli an die Leine müssen.

    Darüber können wir in Wolfsburg nur herzlichst lachen.

    Die Stand hat seit der Steinzeit die Gesetzeslage dahingehend nicht angepasst und somit ist bei uns der Leinenzwang vom 1. Dezember bis zum 15. Juli eines jeden Jahres :SX/:cursing:

    ... also ziehen wir um ins Saarland, oder? :thumbup:

    Nein natürlich läuft er an keiner Straße. Aber ich verstehe das so das Parks erlaubt sind.

    Und da ich mich mit Beamtendeutsch ja durchaus öfter rumschlagen darf. Ich nehme mal Hannover, hier dürfte Waldi im Welfengarten frei flitzen. In der Eilenriede dem Stadtwald wieder nicht

    Nein, in öffentlichen Parks in Niedersachsen ist kein Freilauf während der Brut-und Setzzeit für die Hunde erlaubt, denn das zählt zu den Freiflächen, die nicht im Zusammenhang mit Gebäuden stehen, die zum dauerhaften Aufenthalt von Menschen dienen (also Wohnhäusern).


    Freilauf ist definitiv nur da erlaubt, wo man selbst Eigentümer ist oder die Erlaubnis des Eigentümers hat. Nur da gibt es auch ein Aber: Ich dürfte theoretisch meine Hunde beispielsweise in einem Teil des Waldes frei laufen lassen, weil das einem Bekannten von uns gehört und der nichts dagegen hat, wenn meine Hunde nicht an der Leine sind und auf den Wegen bleiben. Weil aber auch diese Fläche zum Jagdgebiet Lorse gehört, haben die Jäger das Sagen und die verbieten den Freilauf ... übrigens haben die sogar inzwischen bei der Gemeinde beantragt, dass im Lorser Teil des Waldes eine ganzjährige Leinenpflicht bestehen soll.


    Die Begründung dafür würde mich mal interessieren.

    und ich finde, dass es auch richtig wäre, dass er sie übernimmt und nicht irgendwelche Gesetze den Hundefreilauf pauschal reglementieren,

    ich bin da zu 100% bei dir Verbena , nur leider ist das Problem mit Gesetzen und Reglementierungen, dass es sie gibt,

    weil leider die Erfahrungen zeigen, dass einige Hundebesitzer eben NICHT auf ihre Hunde achten und sie machen lassen.

    Das ist ja in vielen Bereichen so: es muss immer mit der Doofheit einiger Bürger gerechnet werden. Dadrunter leiden dann

    alle, die sich an Vorgaben halten bzw. ihren noch gesunden Menschenverstand benutzen :( .

    ... und genau darum wäre ich für die Prüfung, bei welcher der Hund beweist, dass er ohne Leine keine Gefahr für das Wild darstellt. Wer das nachweisen kann, bekommt eine Marke ans Halsband und schon wäre das Problem gelöst. Und wie ich schon schrieb: Im Saarland scheint das mit der Selbstverantwortung der Hundehalter ja durchaus zu funktionieren ... es käme halt auf einen Versuch an. Wobei ich eben auch leider denke, dass die Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit eben nicht primär dem Schutz des Wildes dient, sondern dem Wunsch der Jagdpächter entspricht, die sich - so kenne ich das von unserem Gebiet - am liebsten keinen freilaufenden Hund im Wald sehen würden - und das bitte das ganze Jahr durch.


    Ich wurde nämlich auch schon im Spätherbst vom Hochsitz aus angemeckert, dass ich mit meinen Hunden das Wild verscheucht und dem Jäger die Jagd versaut habe und dass ich doch bitte da mit den Hunden Gassi gehen soll, wo kein Jäger Pacht dafür bezahlt, dass er schießen darf.


    Mal ehrlich? Wenn wir das Wild verscheucht hätten (was ich leider bezweifle, denn ich schrieb es ja schon: Die Rehe bleiben stehen und wenn die merken, dass man kann Interesse an ihnen hat, rennen die nicht mal weg), wäre ich darüber auch nicht böse gewesen, denn wären wir nicht gewesen, wäre zumindest ein Reh weniger im Rudel gelaufen und so haben wir ihm das Leben gerettet ;)

    Holger, mein Lieber ... würdest Du Deiunen Loki auf Straßen und Wegen flitzen lassen wollen, die für den öffentlichen Verkehr bestimmt sind? Also ich nehme meine Hunde ja selten an die Leine, aber an befahrenen Straßen, wo der öffentliche Verkehr fließt, sind auch meine Hunde angeleint.


    Und klar kann ich meine Hunde auf meiner eigenen Hoffläche oder in meinem Garten auch während der Brut- und Setzzeit frei laufen lassen - und das, obwohl bei uns die Fasane unter den dichten Büschen und Hecken brüten. Wir freuen uns aber auch jedes Jahr über die Fasanenmütter, die ihre Küken über den Hof spazieren führen und die Hunde verscheuchen sie nicht (sonst würden die Fasane auch nicht jedes Jahr bei uns brüten).


    Was die Gartenbauflächen oder die erwerblichen Baumbestände angeht, glaube ich nicht, dass ich meine Hunde da laufen lassen dürfte, denn soweit ich weiß, geht es dabei um Flächen, die in meinem Eigentum stehen und nicht darum, dass jeder mit seinem Hund Freilauf auf Obstwiesen geben darf.


    Und was sind "Parkanlagen, die im räumlichen Zusammenhang zu baulichen Anlagen stehen, die zum dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind."? Das wären dann doch Grünflächen, die zu Wohnanlagen gehören und wenn ich daran denke, dass sich manche Leute schon im Wald aufregen, wenn meine Hunde nicht angeleint sind, möchte ich nicht wissen, was die Mieter oder Eigentümer der baulichen Anlagen sagen, wenn ich mal eben vorbeikomme, um meine Hunde auf deren Grünfläche flitzen lasse.


    Mal abgesehen davon, dass ich bei diesem Beamtendeutsch schon überlege, mich dem Leinenzwang zu unterwerfen, weil ich keine Lust habe, mir darüber den Kopf zu zerbrechen, was die Behörden mit ihrer Formulierung nun genau meinen, denn im Grunde widerspricht sich die Formulierung mit der Definition der freien Landschaft, in der während der Brut- und Setzzeit Leinenpflicht besteht:


    Die freie Landschaft besteht aus den Flächen des Waldes und der übrigen freien Landschaft, auch wenn die Flächen innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile liegen. Bestandteile dieser Flächen sind auch die zugehörigen Wege und Gewässer.

    Was ist also, wenn die "Parkanlagen, die im räumlichen Zusammenhang zu baulichen Anlagen stehen, die zum dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind" nun als Fläche innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile liegen?


    Mein Fazit ist, dass diese "Ausnahmen", wo die Hunde von der Leine gelassen werden dürfen, nur die privaten Flächen betrifft, die im eigenen Eigentum stehen - was eben dann heißt, dass ich nicht mit meinen Hunden zur Obstbaumwiese fahren und dort meine Hunde rennen lassen kann, weil die mir nicht gehört. Der Obstbauer, dem sie gehört, dürfte seinen Hund aber dort frei laufen lassen.


    Wer also nicht im Besitz von Flächen im Eigentum ist oder sich die Erlaubnis von einem Grundstücksbesitzer holen kann, dass man seine Fläche als Freilaufareal für den Hund nutzen darf, führt seinen Hund knappe vier Monate an der Leine.


    Mich würde interessieren, welche Erfahrungen vom Saarland vorliegen, das ja die Leinenpflicht für abrufbare Hunde aufhebt. Ich denke mir, dass wenn es da häufig zu Problemen käme, man die Lockerung längst aufgehoben hätte.


    Klar kann man als Gegenargument immer die Uneinsichtigkeit und Rücksichtslosigkeit der Menschen anführen, aber dann sollte man halt auch in der Zeit der Leinenpflicht auch keine Jagd erlauben und das Befahren des Waldes mit Autos, Mountainbikes, Quads MotoCross-Maschinen, Mopeds und Traktoren verbieten, denn hier ist doch auch nicht mit der Einsicht der Menschen zu rechnen, wenn die durch den Wald scheppern.


    Was ja übrigens auch interessant ist, dass auch Baumfällarbeiten durchaus mal im Zeitraum der Brut- und Setzzeit durchgeführt werden ... das scheint das brütende und aufziehende Wild dann wohl nicht zu stören.

    ich bin neulich an einem Zaun vorbeigekommen, ein kleiner Hund dahinter mit einem Halsband um.

    Ich habe so etwas noch nicht gesehen. Je dichter der Hund zum Zaun kam um so intensiver wurde ein akustisches Signal. Evtl. war das so etwas, k.A. Jedenfalls sah es nicht so aus als ob der kleine Hund irgendwelche Massakrierungen ertragen musste. Ich muss die echt mal fragen, was das für ein Ding ist, wenn die mal zu Hause im Garten zu sehen sind.

    Das liest sich wie ein "Electric Fence" in der "netten" Variante. Die gibts auch in weniger Nett.

    Ich gehe auch von einem "Electric Fence" aus, denn hier werden die im Dorf von gleich zwei Landwirten verwendet., amit die Hunde die Demakationslinie der Hofgrenze nicht überschreiten. Genauso kenne ich auch eine Hundehalterin, die ihren Jack Russel-Mix mit dem Teletacker Gassi führt, weil der jagt. Ich habe alle gefragt, ob ein Training nicht sinnvoller wäre, als dererlei Hilfsmittel und bekam einstimmig die Antwort: "Ein Stromschlag bei unerwünschtem Verhalten ist weitaus weniger schmerzhaft für den Hund, als wenn er streunern oder jagen geht und dabei vor ein Auto oder die Nordwestbahn läuft ... kann man so sehen. Das Strom- oder Senderhalsband als Lebensretter und Schlüssel zur Freilauffreiheit. Ich würde solche Hilfmittel nicht verwenden, aber wer glaubt, dass er damit Gutes tut, möge das glauben.


    Das Antibellhalsband ist ein Schwert, das rasch stumpf wird. Ich habe es vor 30 Jahren eingesetzt, weil meine damalige Schäfer-Collie-Mix-Hündin im Auto ausrastete, wenn sich jemand ihrer "Höhle" näherte. Das Problem war, dass man ihr das schlecht durch Training abgewöhnen konnte, weil sie in der Trainingssituation stets tiefenentspannt im Auto lag - egal, wen der Trainer vorbeischickte. Also fuhr der Trainer eine Runde im Auto mit uns mit und bewaffnete sich dafür mit einer Wasserspritzpistole. Als der erste Radfahrer zu nah ans Auto kam, spritzte er dem Lieschen das Wasser ins Gesicht - und es stoppte sofort ihr Gebell. Weil ich nun aber nicht gleichzeitig Autofahren und den Hund bei unerwünschtem Verhalten mit der Spritzpistole sanktionieren konnte, riet mir der Trainer zum Antibellhalsband. Das wurde mit citronellahaltigem Wasser geladen und brachte das Lieschen genau eine Autofahrt lang zum Schweigen. Beim nächsten Mal kam ein anderer Hund am Auto vorbei. Liese bellte, das Gerät spritzte, der andere Hund bellte zurück und schon verfiel Liese in eine Raserei, bei der es ihr egal war, dass sich der ganze Inhalt ihres Antibellhalsbandes in ihr Fell entleerte ... sie roch hinterher sehr frisch.


    Von da an war es dem Lieschen auch prinzipiell egal, dass das Antibellhalsband ihr Bellen strafte. Sie lernte lediglich, dem Sprühstoß so auszuweichen, dass er nicht auf ihrer Nase landete.


    Insofern ist auch so ein Antibellhalsband keine wirkliche Lösung. Abgesehen davon würde ich es mit meinen heutigen Erkenntnissen auch nicht mehr verwenden.


    Beim Wasserschlauch möchte ich eigentlich auch, dass die Hunde ihn nicht fürchten, denn im Sommer dusche ioch das dick bepelzte und entsprechend schwitzende Benchen auch mal mit dem Schlauch ab und sie genießt das. Chia springt sogar unter den Wasserstrahl, wenn ich den Reithallenboden wässere und lässt sich nassregnen.


    Insofern bleibe ich bei meinem Gedanken, der hier ja auch schon vielfach bestätigt wurde: Ein Hund, der auf sich allein gestellt auf dem Grundstück ist, übernimmt die Aufgabe, dieses Grundstück zu bewachen und zu beschützen, weil es ja sonst niemand tun kann. Ich glaube darum auch nicht, dass es eine andere Lösung gibt, als die Hunde bei langen Schichten der Hundehalter so unterzubringen, dass sie keinen Anlass zum Bellen haben - also im Haus zu behalten.


    Allerdings kann es auch da sein, dass auch wenn es keinen optischen Reiz gibt, der den Hund zu einer Reaktion treibt, akustische Reize zum Anlass fürs Gebell genutzt werden, denn wie ich schon schrieb: Meine Hunde sehen nicht, aber hören, wenn jemand auf den Hof kommt und laufen dann zur Tür, um den Besucher zu empfangen.


    Ich kann Kimmo s Gedanken auch gut nachvollziehen. Sie sind meinen nicht unähnlich. Ich denke auch, dass Micha369 richtig liegt, wenn er schreibt, dass ein Forum eben wie ein Stammtisch ist, bei dem es eben auch mal unterschiedliche Ansichten gibt, die dann eben diskutiert werden. Wer das nicht verträgt, sollte sich stets sehr gut überlegen, was er in einem Forum schreibt.


    Ich mag Streit aber auch nicht und auch wenn ich stets auf der Seite der Hunde stehe, möchte ich die Haltung der Hunde nicht bewerten - ich würde meine Hunde niemals unbeaufsichtigt stundenlang auf unserem Grundstück laufen lassen, aber ich bin vielleicht wie Kimmo mit meinen Hunden sehr eng und emotional verbunden und für mich hat das letzte Kind eben auch immer Fell. Meine Hunde sind Familienmitglieder und sind wie mein Mann und meine Tochter, da wo wir sind. Müssen wir doch mal zu Dritt weg, dann bleiben die Hunde für die kurze Zeit definitiv im Haus. Aber ich vertrete hier auch nur meine eigene, von mir emotional geprägte Meinung, die niemand teilen muss und die auch keinen Anspruch auf Richtigkeit erhebt.


    Was aber definitiv auch fachlich belegt werden kann ist, dass ein Hund, der auf sich gestellt ist, auch nach seinem Ermessen reagiert, wenn es um sein Territorium geht. So lange die Hunde also ohne Aufsicht draußen sind, werden sie die ihnen übertragene Verantwortung für das Grundstück übernehmen und es vor allen schützen, die dem Zaun zu nah kommen und die Leute bellend vertreiben. Da hilft kein Antibellhalsband und auch sonst kein Hilfsmittel ... und ich stelle die steile These auf, dass auch jedwedes Training keinen langfristigen Erfolg bringt, weil das grundlegende Problem damit nicht gelöst ist.


    Ich wünsche Dir, liebe Annika natürlich von ganzem Herzen, dass der Weg, die Hunde im hinteren Teil des Gartens zu sichern, wo sie zumindest nicht auf optische Reize reagieren müssen, funktioniert. Ich weiß aber leider aus eigener Erfahrung, dass ein sehr wachsamer Hund nicht nur seine Augen benutzt, um sein Territorium zu sichern, sondern auch auf akustische Reize reagiert. Die empfangt er allerdings auch im Haus ... und das würde zu der Lösung führen, dass Ihr eventuell doch über einen Hundesitter nachdenkt, der an den Tagen, an denen die Hunde länger allein sind, bei ihnen bleibt ... oder die Hunde an diesen Tagen zum Hundesitter/ Hundepension gebracht werden, damit sich die Nachbarn nicht über ihr Gebell ärgern.


    Klar gibt es auch dafür Gegenargumente, denn man muss akzeptieren können, dass der Hundesitter oder die Leute in der Hundepension andere Regeln aufstellen, als man selbst. Wobei ich damals, als ich meine Hunde von einer Hundesitterin betreuen ließ, auch feststellte, dass die genau wissen, wo sie sind und dass bei mir andere Regeln galten, als bei der "Tante", bei der sie nur zu Besuch waren und die so eine Art "Frauchen mit Zuckerguß" für sie war.

    Ich weiß aktuell nur, dass das in Niedersachsen von den Gemeinden/ Landkreisen geregelt wird, wie sich die Leinenpflicht definiert. Aber ich habe meinen jagenden Nachbarn gefragt, der meinte, dass die Leine nur so lang sein darf, dass der Hund damit nicht stöbern kann und quasi auf dem Weg bleiben muss - also höchstens zwei Meter.


    In Brandenburg wird die Leinenpflicht im ganzen Bundesgebiet mit 2 m, in Berlin auch auf 2 m auf Grün- und Waldflächen definiert.


    Das Problem bei einer 8-m-Flex wäre leider auch, dass sie dem Hund das Stöbern ermöglichen könnte.


    Wobei ich mich dann auch frage, warum die Leinenpflicht in der Brut- und Setzzeit auch in bebauten Gebieten gilt und ich gehe mal nicht davon aus, dass man Rehe und Waldvögel, die am Boden brüten nun mitten im Wohngebiet antrifft.


    Das Saarland ist übrigens aus meiner Sicht am "hundefreundlichsten", denn hier gilt, dass die Hunde, die abrufbar sind und definitiv auf den Wegen bleiben, auch in der Brut- und Setzzeit frei laufen dürfen.


    Ich verstehe natürlich jedes Argument für das Anleinen in der Brut-und Setzzeit, wenn es darum geht, das Wild nicht zu stören, aber - und ich schrieb es schon: Ein Hundespaziergänger, der mit seinem Hund auf den Wegen bleibt, stört das Wild weitaus weniger, als der Jäger, der ab dem ersten Mai auf Bockjagd geht oder die ganzen Corona-Waldbesucher.


    Ein wildernder oder jagdbegeisterter Hund hingegen, ist nicht nur in der Brut-und Setzzeit ein Problem und insofern bleibt die Verantwortung eben schlussendlich doch beim Hundehalter - und ich finde, dass es auch richtig wäre, dass er sie übernimmt und nicht irgendwelche Gesetze den Hundefreilauf pauschal reglementieren, die für mich nicht nachzuvollziehen sind, weil sie schlussendlich das Wild, für das in der Brut- und Setzzeit keine Schonzeit gilt (Rehböcke dürfen nur im Februar, Marz und April nicht geschossen werden und Schwarzwildfrischlinge haben gar keine Schonzeit), auch nicht schützen.


    ... und wie ich schon schrieb: Hier wird quasi jedes Wochendende im Wald rumgeballert, weil man ja die Tauben ermorden muss, bevor sie die Saat aus dem Acker fressen ... ob das die brütenden Vögel und dias Wild nicht beunruhigt? Oder nicht mehr, als ein Hund, der ohne Leine in abrufbarer Enfernung vor seinem Besitzer auf dem Weg läuft?

    Ich zerstöre Eure Hoffnungen nur ungern, aber die Schleppleine gilt leider in der Brut- und Setzzeit - zumindest in Niedersachsen - auch nicht als Alternative, denn die Leinenpflicht schreibt vor, dass die Leine nicht länger als zwei Meter sein darf und in der Hand des Hundeführers sein muss.


    Ich hatte vor zwei Jahren nämlich auch die Idee, dass es Bene ja nicht groß einschränkt, wenn ich die 10 Meter-Schlepp ans Geschirr hänge und zur Not das Ende ergreife, wenn jemand meckert. Wobei ich die Hunde ja sowieso immer anleine, wenn mir Leute entgegenkommen.


    Dann kam ein Jägerlein mit seinem Auto auf uns zugefahren und ich hatte das Ende der Schleppleine bereits in der Hand, als der Mensch neben uns anhielt, das Fenster öffnete und meinte, dass die Leine zu lang wäre und er das Ordnungsamt informieren würde, wenn er nochmal sieht, dass mein Hund eine Leine über zwei Meter Lange trägt.


    Ich habe zuhause natürlich nachgeschaut und tatsächlich darf die Leine nicht länger als zwei Meter sein ... und das kommt fast schon einem ständigen lockeren bei Fuß gleich. Genau deshalb gibt es auch immer mehr Stimmen, die die Brut-und Setzzeit-Leinenpflicht für tierschutzrelevant halten, weil ein Hund eben mehr Freiraum braucht, als die besagten zwei Meter.


    Und ich betone an dieser Stelle auch gerne noch einmal, dass mir das Wohl der Wildtiere sehr am Herzen liegt, aber ich nur schwer einsehe, dass das Wohl meiner Hunde deutlich zu kurz kommt, wenn ich sie fast vier Monate an einer zwei Meter-Leine durch den Wald führen muss.


    Klar gibt es auch noch die Möglichkeit vom ausgewiesenen Hundefreilauf, aber zum einen sieht es damit bei uns schlecht aus, weil hier dafür in der Regel auch kein Bedarf besteht und somit keine Hundewiesen angelegt wurden und die Möglichkeit, im Hundeverein anzufragen, ob man seine Hunde mal auf dem Platz rennen lassen darf, ist schon durch die Corona-Einschränkungen unmöglich ... wir liegen ja leider nach wie vor in einem Risikogebiet, in dem es keine Lockerungen gibt.


    Klar können unsere Hunde auch auf unserem 3 Hektar Grundstück laufen, aber wenn das ausreichend wäre, brauchte ich nicht täglich zweimal mindestens eine Stunde mit ihnen laufen gehen - und abgesehen davon, hat auch hier nicht jeder 3 Hektar Freilaufmöglichkeit für seinen Hund.