Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Holger - das sind wunderbare Hunde und ich bin sicher, dass so ein Leo auch super zu Dir passen würde, aber leider sind sie wie alle Riesenrassen nicht sehr langlebig und anfällig für Knochenkrebs. Darüber hinaus ist eine Genmutation, die Leonberger Polyneuropathie (LPN 1 und 2) recht weit verbreitet in der Zucht und ich hatte leider gleich zwei Leos mit LPN1. Darum kann ich meinen Mann auch kaum noch überzeugen, noch mal "ja" zu einer Leoline zu sagen, denn er steht auf dem Standpunkt, dass drei Hunde vor ihrem 7. Geburtstag beerdigen zu müssen, einfach genug des Leids ist.


    Aber so ganz aufgegeben habe ich den Leowunsch noch nicht ;)

    Ich habe auch eher kleinere Schäferhunde ... wobei sie ja im Prinzip im Rahmen der Standardmaße sind, aber man ist halt doch irgendwie noch die Leohöhe gewohnt und gegen Müslis 85 cm Leo-Widerristhöhe und 78 kg Gewicht sind auch "normale" Schäferhunde eher klein. Wobei mein erster Langhaarrüde auch 74 cm und 54 kg hatte ... er wurde aber auch gleich bei der ersten Schau, die ich mit ihm besuchte als "jetzt schon aus dem Maß" beurteilt und damals war er gerade mal 9 Monate alt. Ich weiß auch nicht, wie oft ich gefragt wurde, was in dem hübschen "Mischling" denn da noch drin wäre, außer Schäferhund ... dabei waren seine Brüder aus dem A-Wurf, die aus der gleichen Anpaarung stammten, teilweise sogar zu klein geraten.


    Bene ist mit ihren nun fast 10 Jahren 64 cm (mit dem Pferdekörmaß gemessen) groß (oder klein) und wiegt knappe 50 kg - der Tierarzt findet, dass sie 10 kg abnehmen müsste, aber wir haben das lange erfolglos probiert mit der Abnehmerei und solange sie sich wohl fühlt und fit ist, mag ich bei ihr auch nicht mehr um die Kilos kämpfen, die sie weniger haben sollte.


    Chia ist am 26. Januar ein Jahr alt geworden und misst (auch mit dem Pferdekörmaß gemessen) aktuell 62 cm. Ich denke auch nicht, dass sie noch größer wird - höchstens, dass sie noch ein bisschen auslegt, denn aktuell ist sie noch ein "halbes Hemd", obwohl sie mit 32 kg nicht zu dünn ist ... aber mein Mann bezeichnet sie gerne als "Bonsai-Schäferhund" ;)

    In meiner Brust schlagen ja schon immer zwei Herzen und so gab es bei uns immer Langhaarschäferhunde und Leonberger. Allerdings ist es bei uns auch mein Mann, der einem Langhaarschäferhund die Tür immer offen halten wird, aber sie vor einem Leonberger lieber fest zumacht ... und mit Brettern vernagelt, um sicher zu gehen, dass das auch einem großen Ansturm stand hält;)


    Für mich war es die schönste Zeit, als wir zwei Leos und eine Langhaarschäferhündin als Hundetrio hatten ... oder wie mein Mann oft sagte: "Wenigsten ein Hund, der hört, wenn man ihn ruft"



    Ich selbst würde nicht ausschließen, dass irgendwann doch wieder eine Leonbergerin bei uns einzieht ... aber einen Langhaarschäferhund wird es definitiv bei uns auch immer geben, denn an diese Rasse habe ich mich in den letzten 40 Jahren zu sehr gewöhnt, um irgendwann mal keinen Langhaarschäferhund mehr zu haben.


    Klar mache ich mir auch hier und da mal Gedanken, ob das mit meiner Fitness im Alter zu vereinbaren sein wird, denn wenn Chia so alt wird wie Joe, dann bin ich 71 ... auf der anderen Seite war meine Mutter 76 Jahre alt, als ihre letzte Schäferhündin mit 12 Jahren über die Regenbogenbrücke ging und dass kein Hund mehr bei ihr einzog, hat nichts mit ihrer Fitness zu tun, sondern damit, dass sie befürchtet, dass der Hund länger leben könnte als sie (obwohl ich ihr anbot, dass ich den Hund dann natürlich übernehmen würde). Wenn ich also die die Gene meiner Mutter und ihrer Schwester habe, die mit 79 Jahren noch eine Neufundländerhündin hatte, dann würde ich mich im Spätherbst meines Lebens auch gerne von einer Langhaarschäferhündin begleiten lassen ... vielleicht würde ich dann auch wieder eine ältere Hündin aus dem Tierschutz zu mir nehmen ... aber dass ich mir einen kleinen Hund aussuche, glaube ich eher nicht.

    Also ich stehe dazu, dass ich meiner nun fast 10 Jahre alten Hündin den Bademantel gekauft habe, weil sie sich gerne in tiefe Pfützen legt und dann ihr Fell wirklich fast die Pfütze leersaugt und entsprechend nass ist dann der Hund - und zwar wirklich inklusive der Unterwolle.


    Ich habe die Hunde ja auch immer bei mir im Kräuterparadies und sehe, wie lange Bene nach einem Morgengassi, bei dem sie entsprechend nass wurde, dann feuchte Flecken auf den Fliesen hinterlässt. Sie ist - worüber ich sehr froh bin - noch sehr fit, aber das soll auch noch lange so bleiben und darum ist es mir lieber, dass ich ihr einen Bademantel anziehen kann, mit dem auch ihre Unterwolle schnell trocken ist und der sich vor allem innen trotzdem nicht feucht anfühlt.


    Ich schrieb schon, dass Bene ihn - im Gegensatz zu allen anderen Bademantel-Experimenten - gerne trägt und sich darin wohl fühlt und ich wiederhöle mich auch diesbezüglich, dass es mir ums Wohlbefinden meiner Hunde geht. Es mag sein, dass der Deutsche Schäferhund für ein Leben draußen gezüchtet wurde, aber der erste DSH, der meinem Exmann gehörte, als ich bei ihm einzog, lebte draußen und hatte in der Scheune eine Hundehütte, die ihn vor Wind, Nässe und Kälte schützte. Der Hund wurde nur acht Jahre alt und ich habe oft darüber nachgedacht, ob er bei einer anderen Haltung älter hätte werden können.


    Aber genau da komme ich auch an den Punkt, an dem ich überlege, dass viele von uns unsere Hunde im Haus halten. Bei uns ist es nie kälter als 21 Grad und im Bad ist es noch wärmer. Die Hunde sind also eigentlich dadurch schon "verweichlicht", weil sie eigentlich nur während der Gassigänge raus in die Kälte kommen. Weil sie sich dabei aber bewegen, wird ihnen nicht kalt. Sind sie aber bei mir, wenn ich die Pferde versorge, halte ich immer den Hauseingang offen, damit sie nicht auf dem kalten Pflaster liegen, während ich miste. Sie können sich dann - geschützt vor Wind und Regen in die Diele legen und dort auf mich warten ... oder wenn sie wollen, dürfen sie auch ins Haus. Bene nimmt das Angebot sehr gerne an und ja, die legt sich dann auch in Herrchens Bett und kuschelt sich da ein.


    Die Hunde sind also schon verweichlicht, weil sie im Winter nicht draußen leben, sondern immer Zugang zu geheizten Räumen haben. Insofern kann man meine Hunde auch nicht mit den Schäferhunden über einen Kamm scheren, die wirklich noch draußen leben, sich ein entsprechendes Fell wachsen lassen und im Ganzen vermutlich robuster sind.


    Meine Hunde bekommen tatsächlich auch rote, tränende Augen, wenn sie im Wind liegen - also lasse ich sie nicht im Wind liegen und damit verweichle ich den Deutschen Schäferhund vermutlich auch wieder. Aber meine Hunde müssen nicht robust und wetterfest sein und sie dürfen den Luxus eines Bademantels genießen, weil er sie rasch trocknet und sie sich damit wohl fühlen - und wenn ich sie damit verweichliche: So what? Ich brauche keinen Hofhund und ich greife mit meiner kastrierten Hündin vermutlich auch nicht in die züchterische Selektion des Deutschen Schäferhundes ein - mache also keine Zucht kaputt, nur weil meine Hunde Bademäntel tragen.


    Insofern erübrigt sich für mich auch die Diskussion darüber, ob ein Hund verweichlicht wird - dann sind meine Hunde eben verweichlicht. Die leben damit sehr gut.


    Die Hunde haben auch Orthobetten und Dryplaces und dürfen mit ins Bett. Muss ich mir nun einen Pudel kaufen, nur weil man das mit einem Schäferhund nicht machen sollte? Ich hatte mein Leben lang Schäferhunde (und Leonberger). Alle Schäferhunde wurden weit über 10 Jahre alt. Vielleicht waren sie allesamt verweichlicht und vielleicht bin ich in den Augen der Schäferhundleute, die dieser Hunderasse eine andere Aufgabe zudenken, als nur ein treuer Freund zu sein, der mit mir als Familienmitglied zusammen lebt, bei dieser Rasse vollkommen verkehrt, weil die Hunde offensichtlich nicht als Familienhunde gezüchtet werden. Aber meine Schäferhunde waren gesund und genossen ihr vielleicht zu weichgespültes Leben.


    Und zu den Hautkrankheiten: Die entstehen, wenn der Hund lange eine feuchte Unterwolle hat und sich durch die Körperwärme dann ein Millieu auf der Haut bildet, das als idealer Nährboden für Bakterien und Pilze dient. Mit dem Siccaro Hundebademantel trocknet auch die Unterwolle so schnell, dass die Haut nach 30 Minuten nicht mehr feucht ist und somit auch kein Nährboden für Pilze und Bakterien wachsen kann.

    Ich hatte gerade bei meinen Leonbergern immer wieder das Problem, dass sie Hot-Spots entwickelten, wenn sie naß geworden waren und die Unterwolle lange feucht blieb. Damals suchte ich händeringend nach einem Bademantel in passender Größe und bin ganz sicher, dass wenn ich ihn gefunden hätte, meine Hunde auch keine Hotspots mehr entwickelt hätten.


    Ich habe ja - trotz des bekannten Werbeversprechens von Siccaro, dass der Hund in 20 Minuten zu 90% trocken ist, sehr gestaunt, dass Bene wirklich bis auf die Haut trocken war, als ich ihr den Bademantel nach 30 Minuten auszog - der Kopf, über den ich den Bademantel nicht zog, war nach wie vor sehr nass. Was mich aber wirklich sehr erstaunte war, wie wohl sie sich in diesem Bademantel fühlte und wie ungern sie ihn sich wieder ausziehen ließ. Der Bademantel war innen trocken und für Bene war er genau darum wohl auch so angenehm zu tragen. Bei den Frotteebademänteln bleibt die im Stoff aufgesaugte Feuchtigkeit ja am Hund und das fände ich auch nicht gut.


    Ob man einen Bademantel braucht und ob nur ein Minihund das Recht haben sollte, einen zu tragen, möchte ich gar nicht bewerten. Ich habe aber eine nun fast 10-jährige, kastrierte Hündin, die das typische, von Unmengen von Unterwolle geprägte Kastratenfell entwickelt hat. Sie liebt es, sich auch an kühleren Tagen in tiefe Pfützen zu legen und durchnässt dann bis auf die Haut. Ich habe zwar Dryplace-Decken und rubbelte auch mit speziellen Microfaser-Hundehandtüchern eine gefühlte Ewigkeit an ihr herum, aber nach ein oder zwei Stunden war die Unterwolle nach wie vor feucht und das ist dann bei wärmeren Temperaturen das ideale Millieu für Bakterien, Pilze und für die Entwicklung von Hotspots.


    Insofern gönne ich meinen Hunden sehr gerne einen hochwertigen Bademantel und dabei ist es mir egal, ob ich einen Pudel oder einen Langhaarschäferhund habe ... und wenn Bene nicht so pienzig wäre, wenn man versucht, ihr einen Regenmantel anzuziehen, hätte sie sogar auch so einen.


    Ich richte mich, in dem, was ich für die Hunde kaufe, immer nach ihrem Wohlbefinden - wenn sie sich augenscheinlich wohl fühlen, wenn ich sie in einen Bademantel hülle, dann ist es mir egal, welcher Rasse sie angehören.

    Heute früh, kurz nach halb acht, war bei uns nicht nur Väterchen Frost übers Land gezogen und hatte alles eingefroren, sondern auch eine milchige Nebelsuppe, die keine 20 Meter klare Sicht zuließ.


    Aber Hundebesitzer sind ja tapfer - auch wenn ich kurz überlegte, ob ich mir das wirklich antun möchte, 1,5 Stúnden durch die klirrende Kälte zu stapfen, nur um meine Hunde glücklich zu machen ... aber es geht halt nichts über glückliche Hunde und so wickelte ich mich im Zwiebellook ein, den Schal dreimal um den Hals, setzte die dicke Mütze auf den Kopf und schlüpfte in die gefütterten Gummistiefel und die Handschuhe.


    Als wir kurz nach neun Uhr wieder zuhause waren, sahen die Hunde so aus:





    Die Feuchtigkeit des Nebels hatte sich auf die Haarspitzen der Hunde niedergeschlagen und war sofort gefroren ... ich hatte bei Benes Anblick gedacht, sie wäre zum Husky mutiert ;)

    Für mich ist der Hundebademantel auch wichtig, weil er meinen älteren Hund nicht nur schnell trocknet, sondern auch hilft, dass Bene nicht auskühlt. Sie liegt am liebsten auf den Fliesen und der Vorteil vom Siccaro ist, dass er die Feuchtigkeit nach aussen leitet und sich innen trocken anfühlt, auch wenn der Hund pitschnass war.


    Theoretisch kann man den Siccaro wohl auch nass machen den Hund und an heißen Sommertagen damit kühlen. Bene legt sich ja nicht auf Kühlmatten und findet Kühlwesten total doof. Also lege ich im Sommer ein feuchtes Handtuch über sie, aber wenn sie den Platz wechselt, rutscht das Tuch natürlich auf den Boden. Darum hatte ich übrigens auch den ersten Bademantel gekauft - ich wollte ihn nass machen und Bene darin "einwickeln" um sie zu kühlen. Nur war der Bademantel so eng und unbequem, dass Bene damit gar nicht glücklich war.


    Das ist nun beim Siccaro wirklich ganz anders - der ist offensichtlich bequem, denn Bene trägt ihn gerne und hält damit auch gerne ein Schläfchen, während sie trocknet ;)

    ... mit dem Pferd die ersten Spuren im Schnee hinterlassen ;)


    Tatsächlich gab es in meinem Leben nur knappe vier Wochen ohne Hund ... das war, als meine Leonberger so kurz hintereinander über die Regenbogenbrücke gegangen waren und wirauf die Aus- respektive Einreise das Benchen warten mussten. In der Zeit fehlte mir das Laufen mit den Hunden so sehr, dass ich tatsächlich mein Pferd an den Strick nahm und mit ihm losspazierte ... ich war aber sehr, sehr froh, als ich endlich wieder mit Hunden unterwegs sein durfte und nicht an jedem Grashalm parken musste, weil das Pony lieber picknickt, als zu laufen.


    Vielleicht würde ich tatsächlich mal über einen Urlaub nachdenken, wenn wir die Tiere nicht hätten, denn mir ist definitiv nicht wohl, wenn ich sie nicht alle um mich habe und ich könnte das Reisen nicht genießen.


    ... und ich wäre nie zu der Erkenntnis gelangt, dass einem nach dem schmerzvollen Abschied von einem geliebten Hund genau das am meisten fehlt, was einem so oft nervte, als er noch lebte.


    Müsli, mein erster Leonbergerrüde war ein Schlabbertrinker. Einen Wassernapf gab es irgendwann nicht mehr für ihn, denn den hat er nicht leer getrunken, sondern leer geplanscht, sodass der Napf immer in einer großen Wasserpfütze stand. Das Problem dabei war, dass nicht die ganze Küche gefliest ist, sondern ein Teil mit Laminat ausgelegt wurde ... das dann immer mehr aufquoll.


    Müsli bekam dann einen Eimer, um daraus zu trinken, aber nun entwickelte er die Eigenschaft, mit wassergefüllem Fang vom Eimer wegzulaufen, um auf dem Weg zu seinem Schlafplatz das gebunkerte Wasser durch die Lefzen tropfen zu lassen (so ein Leo hat ziemlich viel Platz in seiner Schnauze) und eine nasse Spur zu hinterlassen. Also stand in der Küche immer ein einsatzbereiter Feudel, um seine "Wasserstraße" wieder trocken zu legen.


    Als wir Müsli dann zur letzten Ruhe betten mussten, wurde danach auch der Feudel aufgeräumt ... und das war so schlimm, weil ich mir in dem Moment die Endgültigkeit seines Todes bewusst wurde ... in dem Augenblick, als ich auf den Platz des Feudels schaute und ihn dort nicht mehr sah, wurde mir so schmerzhaft bewusst, wie gerne ich noch weiter hinter meinem geliebten Hund hergefeudelt hätte, wenn es ihn wieder lebendig und gesund gemacht hätte.


    Es gibt immer mal wieder Momente, in denen ich grummelig bin, weil meine Hunde mal wieder mein Arbeitspensum vergrößert oder mein Konto geschmälert haben, weil ihnen irgendeine Dummheit eingefallen ist, die eine mühsame Reinigung des "Tatortes", eine arbeitsintensive und/ oder teure Reperatur oder eine kostenintensive Neuanschaffung nach sich zieht.


    Aber nach der Erkenntnis nach Müslis Tod, rücke ich meine Gedanken dann rasch wieder in die Richtung, in der ich froh bin, dass ich sie habe und ich gerne Kosten und Mühe auf mich nehme, wenn es den Hunden dafür gut geht.


    Es gibt dazu auch einen wunderschönes Zitat von Dayton Wedegefarth:


    Ich spreche mit ihm wenn ich einsam bin, und ich weiß genau, er versteht mich,

    wenn er mich aufmerksam anschaut und sanft meine Hände leckt.

    An meinem besten Anzug reibt er seine Schnauze – aber ich sage keinen Ton.

    Weiß Gott! Ich kann mir neue Kleidung kaufen, aber keinen Freund wie ihn!

    (W. Dayton Wedegefarth)

    Also ich teile Babsis Idee durchaus auch, denn ich habe oft festgestellt, dass meine Hunde die Leute am liebsten mochten, die ich mochte und auf Distanz zu denen gingen, bei denen ich auch froh bin, wenn sie mir nicht zu nah kommen.


    Allerdings haben meine beiden Hunde eigentlich auch keine "hündischen" Erzfeinde. Im Grundsatz sind sie anderen Hunden immer freundlich gesinnt. Nur die Sache mit den Vorlieben und Abneigungen gegenüber den Zweibeinern fällt mir immer wieder auf. Aber eventuell liegt es daran, dass ich deren Hunde trotzdem nicht ablehne (die können ja nichts für ihre Leute) und meine Hunde das so sehen wie ich und nur die Zweibeiner doof oder nett finden und deren Hunde prinzipiell mögen.


    Im Menschenbereich habe ich aber eine erklärte Erzfeindin und deren Hündin, ein wuselig plüschiger Dackelmix, hat nun uns zu Erzfeinden erklärt, obwohl weder Bene, noch Chia ihr je was getan haben. Aber kaum sieht das Frauchen uns, schreit sie hysterisch, so dass ich eigentlich nie so genau weiß, was sie uns alles an verbalem Übel an die Köpfe wirft. Wenn es Chia zu laut wird, hält sie gerne mal dagegen und beweist, dass die im Bezug auf die Phonstärke mehr drauf hat, als so eine Menschenstimme.


    Angefangen hat diese Feindschaft, als die alte Bordercolliehündin der Dame noch lebte. Die lief nämlich ohne Leine an der angeleinten Bene vorbei und just in dem Moment warf das Frauchen eine Frisbeescheibe ... klar, dass Bene da hinterher wollte und in die Leine spang. Das Borderfrauchen schrie mich daraufhin an, dass ich meinen gefährlichen Hund kürzer führen soll und behauptete, dass Bene ihrte Bordercolliehündin hätte angreifen wollen. Ich versuchte ihr zwar zu erklären, dass wenn sie vor meinem Hund Frisbees durch den Wald wirft, sie durchaus damit rechnen muss, dass mein Hund das als Aufforderung sieht hinterher zu flitzen, aber die Gute lebt vermutlich in einer anderen Dimension und wirft ungehemmt und ohne Rücksicht auf andere Gassigeher Spielzeuge für ihren Hund durch den Wald. Einmal begegnete ich ihr, als ich auf meinem Pferd saß. Vermutlich wäre niemand außer ihr auf die Idee gekommen, das Frisbee genau in meine Richtung zu werfen. Wäre mein Pferd nicht so unerschrocken und geschickt, hätte das Frisbee ihn tatsächlich getroffen und ich bin sicher, dass so mancher Reiter auf weniger tiefenentspanntem Pferd bei einem solchen Flugangriff in Wohnungsnot geraten wäre.


    Aber über die Folgen ihres Handelns nachzudenken, kommt meiner Erzfeindin nicht in den Sinn und so bleibt Bene ein böser Hund, weil sie dachte, das Frisbee wäre für sie geworfen worden und hinterher wollte und Chia wird pauschal mit in diese Schublade gesteckt.


    Neulich hat sich aber wohl besagte Erzfeindin bei einer Gassifreundin von mir über mich und meine bösen Schäferhunde beschweren wollen und getönt, dass solche Hunde nur mit Maulkorb in den Wald dürften. Da wurde sie dann aufgeklärt, dass Bene und Chia ganz friedliche und freundliche Hunde sind, die wirklich mit jedem anderen Hund können ... ob unsere Erzfeindin das glaubt? Wahrscheinlich nicht.


    Es kann halt der Frommste nicht in Frieden mit seinen Hunden Gassi gehen, wenn es der frisbeewerfenden Erzfeindin nicht gefällt ...

    Meine Erfahrung mit den meisten Hundebademänteln ist leider, dass der Halsumfang oft zu eng geschnitten ist. Bei dem Dry-Up Cape von actionfactory sieht es auch so aus, als wäre der Halsbereich sehr schlauchförmig und ich sehe da keinen Reißverschluss, um den Bereich zur Not etwas weiter machen zu können.


    Bei den meisten Bademänteln, die ich kaufte, war das größte Problem die Passform. Meine Hunde steckten darin wie die Presswürste und fühlten sich entsprechend unwohl, sodass ich irgendwann beschloss, auf den Komfort des Bademantels zu verzichten und die Hunde halt notgedrungen wieder mit dem Handtuch trocken zu rubbeln.


    Insofern war für mich der Siccaro bislang die beste Option und der Preis ist - gemessen mit all den Hundebademänteln, die ich gekauft und dem Tierschutzhof geschickt habe, auch nicht zu teuer.


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