Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Ich musste ja gerade über das "begeisterte" Gesicht von Lex lachen ... Bene im Bademantel sieht genauso aus ;) Wobei sie dann zu allem hin noch wie eine Presswurst aussieht, weil ich den Bademantel, der Bene gut passt, noch nicht gefunden habe. Ich schau mir aber gleich mal die Marke an, die Du für Lex gefunden hast, denn nach 20 Minuten einen trockenen Hund zu haben, wäre auch mein Ziel, denn Benes Plüsch saugt den Regen förmlich auf und ich rubble und rubble mit meinen Hundebadetüchern, ohne dass ich das Gefühl habe, dass das viel bringt.


    Micha369 Es geht ja nicht darum, den Hund in Watte zu packen, sondern ihn genau darum schneller trocken zu bekommen, damit kein feucht-warmes Milieu auf der Haut entsteht. Wenn ein Hundebademantel dabei hilft, kaufe ich den auch gerne, denn wenn ein Hund gerne draußen ist und oft nass wird, ist das aus meiner Sicht eine gute Anschaffung.

    Wobei ich tatsächlich auch nicht pauschal sagen könnte, dass alle meine Langstockhaarigen gleich viel oder wenig pflegeintensiv sind oder waren.


    Ankas Fell war beispielsweise sehr glatt, hatte wenig Unterwolle und neigte überhaupt nicht zum Verfilzen, während man Joe wenigstens 1 x pro Woche bürsten musste, um Filzknoten in den Hosen und hinter den Ohren zu vermeiden. Benes Fell ist ein Pelz mit massig Unterwolle und auch sie muss ich sehr regelmäßig und mindestens 1 x in der Woche bürsten und kämmen, weil das Fell sonst filzt. Ihre Haare sind auch feiner und länger als die von Chia, die auch eher selbstreinigend ist und die auch nicht so einen Plüsch hat, wie Bene.


    Meine Erfahrung ist auch die, dass sich die Fellstruktur im Alter auch verändert und pflegeintensiver wird. Auch der Stoffwechsel wird ja langsamer und dadurch bedingt, zieht sich auch der Fellwechsel länger hin und die losen und ausgefallenen Haare werden eher zum Filz, als beim jungen Hund. Insofern wird Bene auch häufiger gebürstet und ich hole deutlich mehr Unterwolle aus dem Fell, als bei Chia, bei der es auch ausreichend ist, einmal im Monat mit Kamm und Bürste durchs Fell zu gehen. Zwar hat auch sie die Problematik der feinen Haare hinter den Ohren, die man häufiger entknoten muss, aber sie ist lange nicht so fusselig, wie es Bene ist und wie es Joe war.

    Das Stressproblem hatte auch Chia, weil sie mit all den Eindrücken, die ihr geboten wurden, teilweise überfordert war. Auch bei ihr war der Kot im Laufe eines längeren Gassigangs nicht mehr ganz so fest, wie das erste Häufchen, wenn sie aufgeregt eine Wildspur erschnupperte oder die Häschen vor ihr wegflitzten und die Spaßbremse von Frauchen ihr verbot, die wieder einzufangen. Auch nach - für Chia - aufregenden Hundebegegnungen war der Kot oft nicht mehr ganz so fest.


    Man kann dann durchaus mit der Fütterung dafür sorgen, dass sich der Kot wieder normalisiert (Anregungen dafür gab es hier ja auch schon reichlich), aber ich finde es auch wichtig, dass man die vermutlich ursächlichste Problematik behebt und dem Hund hilft, dass er mehr Ruhe und Entspannung findet. Das kann damit anfangen, dass man den Hund keine 30 Minuten mit anderen Hunden toben lässt, sondern nach einem kurzen, ausgeglichenen Spiel mit dem Hundekumpel den Schlusspunkt setzt. Es gibt natürlich auch adaptogene Kräuter, die man auch aus der Humanmedizin kennt, und die vielfach auch ADS und ADHS-Patienten zu mehr Ruhe und Gelassenheit, respektive auch mehr Konzentrationsfähigkeit verhelfen. Ashwaganda - die Withaniawurzel wäre ein Mittel. Rosenwurz ein Weiteres, das adaptogen, also ausgleichend auf die Reize ans Gehirn, wirkt, denn Aufregung und Stress entstehen, wenn das Gehirn reizüberflutet wird und dann Stresshormone wie das ACTH ausschüttet - und das bewirkt, dass dem Körper so viel Energie zur Verfügung steht, die der Hund nicht braucht und die dazu führt, dass ihm die Aufregung auf den Magen/ Darm schlägt.


    Für Chia hatte ich mich entschieden, sie zuhause mental mit Agility und Intelligenzspielen auszulasten, damit sie lernt, sich zu konzentrieren und vor allem, dass in der Ruhe mehr Kraft liegt, als im Stress. Hundebegegnungen verliefen kontrollierter und wenn das Spiel zu wild wurde, habe ich es unterbrochen. Auch bei den Spaziergängen habe ich sie nicht mehr hemmungslos allen optischen und olfaktorischen Reizen folgen lassen, sondern sie mit Spielzeug- und Futtersuche abgelenkt, weil das für sie weniger aufregend war, als die für sie erregende Suche nach Spuren und Gerüchen.


    Vor allem aber habe auch ich an meiner eigenen Stresstoleranz arbeiten müssen, denn Chia spiegelt mein Wesen und ich bin mit meiner Planung auch oft schon drei Gedankensprünge weiter und lasse mich leicht stressen. Sich selbst zur Ruhe zu bringen, kann schon helfen, dem Hund mehr Ruhe zu vermitteln. Je mehr Souveränität ich ausstrahle, desto besser kommt mein Hund mit Stress zurecht, weil er Sicherheit in mir findet und sich entspannen kann. Das klappt auch bei mir nicht immer - aber wenn es klappt, stellt sich der Erfolg auch umgehend ein.


    Manchmal tun sich Tierärzte auch schwer, bei ihrer Behandlung die Ganzheit des Hundes aus Körper, Geist und Seele zu berücksichtigen und ich musste unseren Tierarzt auch erst einmal dazu "überreden", meinen Weg der ganzheitlichen Behandlung zu akzeptieren. Wir sind aber in den letzten 22 Jahren auf einen sehr guten gemeinsamen Nenner gekommen und was mir wichtig ist, ist eben auch, dass man mich als besorgten Hundebesitzer und als Tierheilpraktikerin ernst nimmt. Wischt ein Tierarzt meine Sorgen mit lapidaren Phrasen und Empfehlungen für ein von ihm vertriebenes Trockenfutter zur Seite, würde ich den Tierarzt wechseln.


    Auch die Sache mit der X-beinigkeit würde ich nicht als "das wird schon noch" abhaken. Es gibt durchaus Möglichkeit, dem entgegen zu wirken, denn eine Fehlstellung kann langfristig die Gelenke belasten und zu Arthrosen führen. Solange der Hund wächst, kann man Einfluss nehmen - ist das Wachstum abgeschlossen, wird es schwer und zurechtwachsen können sich die wenigsten Fehlstellungen.


    Ich bin kein Wunderheiler und auch nicht allwissend. Ich habe mit meinen Hunden auch hin und wieder Problemchen, die es zu lösen gilt und bin dankbar für jeden Rat, der mir hilft, den besten Weg für meine Hunde zu finden. Ich vertraue meinem Tierarzt auch sehr, aber wenn ich merken würde, dass seine Tipps keinen Erfolg bringen, würde ich nach Alternativen suchen, die wirkungsvoller sind.

    Die Frage ist aber wie bei jeder Ernährung, wer die Produkte hergestellt. Klar kann ich Fertigbarf von großen Futterherstellern wie proCani oder Dibo auch bei Zooplus bestellen, aber ich ziehe es dann doch vor, mein Fertigbarf quasi direkt vom Hersteller zu beziehen, der mich auch fachkompetent beraten kann und wo ich eventuell sogar ein individuell nach meinen Wünschen zusammengestelltes Barf-Fertigmenü erhalten kann, bei dem der Hersteller das Wissen ergänzt, was mir fehlt und meine Menüidee perfektioniert.


    Luna Bei uns ist 20 Kilometer entfernt Grobys Futterkiste https://www.grobysfutterkiste.de/hundefutter/barf-rohfleisch, bei denen kaufe ich häufiger ein. Der Vorteil ist, dass man dort auf Wunsch auch individuelles Fertigbarf bekommen kann. Entweder nach dem persönlichen Barfplan oder nach Beratung werden die Komponenten zusammengestellt. Hinzufügen muss man lediglich nöch Öl und wenn man Kräuter oder Supplemente füttert, dann diese Ingredienzien. Ich finde das insofern gut, als dass ich nicht so sehr der Freund vom Futter bin, in dem Unmengen von Kräutern enthalten sind, denn deren Wirkstoffe möchte ich dem Hund lieber bei Bedarf zur Verfügung stellen.


    Mit den Hanfsamen bekommen die Hunde auch einen großen Teil von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Aminosäuren und beim Öl verwende ich entweder unsere Ölmischung Best Condition oder für Chia 3 x in der Woche Dorschlebertran.


    Der Vorteil bei Grobys ist, dass siue auch Frostfutter versenden, wenn ich es nicht schaffe, hinzufahren. Einziger Nachteil bei Grobys ist, dass nicht immer alles auf Lager ist, was man gerne hätte und darum kaufe ich auch hin und wieder Fertigbarf bei Perleberg, Tackenberg oder bei Barfgold.


    Bei Perleberg ist im Fertigbarf auch Öl und das Zusatzpülverchen Barfperle enthalten - das finde ich nicht ganz so gut, denn wie ich schon schrieb, füttere ich Zusätze lieber nach Bedarf. Aber Perleberg bietet auch BAF in 500 g-Würsten an. Hierbei handelt es sich um gegartes Fleisch - also quasi biologisch artgerechte Fütterung, die keine rohen Komponenten enthält, sonst aber eine gute Alternative für uns ist, wenn ich mal vergessen habe, Frostfleisch aufzutauen oder mit den Hunden unterwegs bin und Barfen schwierig wäre.


    Knochen und Knorpel bestelle ich meistens bei Barfgold, weil ich gerne Rinderbrustbeinstückchen verfüttere und bei Grobys sind die meistens nur begrenzt auf Lager. Bassum ist auch nicht so weit weg von uns und insofern bin ich auch dort ein regelmäßig einkaufender Kunde. Ich mag auch das Rind-Komplett-Menü, weil es ebenfalls keine Zusätze enthält, die ich lieber gerne selbst einmische, wenn die Hunde das brauchen.


    Ansonsten ist Tackenberg für mich eine gute Adresse. Chia liebt das Tartar (selbst wenn sie mal wieder findet, dass ich mir mehr Mühe geben müsste, um ihren Geschmack zu treffen) und die Rehhaxen sind für unsere beiden Hunde unwiederstehlich. Aus den Tüten mit gefrorenen Hühnerhälsen kann man die Teile gut einzeln entnehmen. Bei Barfgold taut man ein ganzes Kilo auf und muss das dann zügig verfüttern, weil die Hälse alle zusammengefroren sind.


    Ich könnte mir übrigens auch vorstellen, dass Groby eine Adresse wäre, an die sich auch Micha369 wenden könnte, denn wie ich schön schrieb: Die beraten und verschicken auch das Fertigbarf.


    Klar ist das Zusammenstellen der Barfmahlzeiten im Do it yourself immer preisgünstiger, aber für eine gute Alternative, die mir das Barfen ermöglicht, auch wenn ich die Zeit selten finde, Mahlzeiten selbst zuzubereiten, ist es mir den Mehrpreis auf jeden Fall wert.

    Ich halte grundsätzlich absolut nichts von Fertigbarf und schon gar nicht in Verbindung mit TF.
    Absolut nicht bedarfsgerecht - meine Meinung.
    Lies dich entweder ins barfen ein und mach es gescheit oder lass es bleiben. So tust du dem Hund nichts gutes & man sieht ja dass irgendwas nicht stimmt.

    Bitte entschuldige, wenn ich diesbezüglich eine andere Meinung vertrete, aber ich halte es für besser, Fertigbarf zu füttern, als Trockenfutter oder Dosenfutter, denn es gibt durchaus Firmen, die sich viele Gedanken zu ihren Produkten machen und Komplett-Barfmahlzeiten zusammenstellen, die teilweise vielleicht sogar hochwertiger sind, als ein selbst zusammengeklöppeltes Barfmenü, denn ob ich nun noch obst und Gemüse püriere und das zum Fleisch dazugebe oder ob ich eine Barfmahlzeit kaufe, in der Obst und Gemüse bereits hinzugefügt wurde, macht für mich kaum einen Unterschied - außer, dass auch jemand, der nicht ganz so viel Zeit hat, seine Hunde barfen kann, ohne Mangelerscheinungen befürchten zu müssen.


    Ich bin dankbar dafür, dass ich täglich meine Fertigbarfmahlzeiten aus der Tiefkühltruhe nehmen, sie auftauen lassen kann, um sie dann den Hunden zu füttern, ohne dass ich in Stress gerate, weil ich das Pürieren von Obst, Gemüse, Salat und Co. auch noch in meinen Tagesplan einarbgeiten muss. Mir ist eine gesunde Ernährung meiner Hunde sehr, sehr wichtig, aber ich habe die Zeit nicht, mich täglich mehr als eine halbe Stunde mit dem Zubereiten der ausgewogenen Barfmahlzeiten für meine Hunde zu beschäftigen. Selbst für meine Tochter habe ich mir nicht so viele Gedanken über ihre Ernährung gemacht, als sie im Kleinkindalter war und oft zur Gläschenkost gegriffen und sie ist auch mit fast 30 Jahren eine gesunde junge Frau ohne Allergien oder sonstige Zipperlein.


    Meine Hunde stelle ich auch ohne besonderen Grund 2 mal im Jahr beim Tierarzt vor und lasse Blutbilder anfertigen. Bislang warten die auch immer perfekt und man hat mich sogar schon auf das glänzende Fell meiner Hunde angesprochen und gefragt, was ich füttere, um das zu unterstützen.


    Sicher gibt es bei Bedarf auch entsprechende Kräuter ins Futter und ich ergänze das Fertigbarf mit hochwertigen Ölen und Hanfsamen, aber nun komplett auf Trockenfutter oder Dosenfutter umzusteigen, weil Fertigbarf Deiner Meinung nach weniger bedarfsgerecht ist, als das Futter aus der Tüte oder der Dose, wäre für mich der vollkommen falsche Weg.


    ... und so leid es mir tut, dass ich einen Großteil meines Tages mit Arbeiten verbringen muss, um das Geld zu verdienen, das man zum Leben braucht, statt mich laufend auf dem neuesten Stand der Barf-Ernährungswissenschaft zu bringen und die Barfmahlzeiten für meine Hunde dem entsprechend selbst zusammen zu stellen, so froh bin ich doch auch, dass es Fertigbarf gibt, das von Futterexperten zusammengestellt wurde, damit meine Hunde ausgewogen und artgerecht ernährt werden können.


    Und noch kurz zum Schrittzähler Micha369 : Du kannst bei den Geräten in der Regel die Schrittlänge eingeben, aber wenn Du einen Schrittzähler kaufst, ist meistens das Schrittmaß von 60 cm eingegeben. Das würde dann bedeuten, dass 1000 Schritte in etwa einer zurückgelegten Strecke von 600 Metern entsprechen. Bei 13.000 Schritten bist Du also ca. 7,8 Kilometer gelaufen (das ist die Strecke, die auch ich mit den Hunden insgesamt pro Tag laufe) und da passt das dann auch mit der Zeit wieder, ohne dass der Gassigang zum Training für einen Halbmarathon wird ;)

    Ich schrieb auch nicht "unbekannt", sondern als solche im VDH noch nicht anerkannt.


    Ich habe selbst vor ca. 25 Jahren die Erfahrung machen müssen, dass mir immer mal wieder auf den Trainingsplätzen des SV erklärt wurde, dass langhaarige Schäferhunde ja eher ein "Abfallprodukt" der Zucht seien und sowieso für den Sport weniger geeignet. Ich kann mich auch gut daran erinnern, dass ich von einer Trainerin zu hören bekam, als ich meinte, dass ich meinem Hund ungern ein Halsband anziehen möchte, das dazu führt, dass seine lange Halsmähne leidet und die Haare brechen, dass das ja wohl bei einem Schäferhund egal wäre, der sowieso keine Schauen besuchen könnte. Dass die langhaarigen Schäferhunde auch gezielt gezüchtet werden und durchaus auch Schauen besuchen, mochte man lieber nicht hören.


    Bekannt war die Rasse selbstverständlich lange, lange bevor sie auch im VDH ihren Platz fand. Sie wurde geplant seit 1899 gezüchtet, aber das Langhaar wurde vom FCI als zuchtausschließender Mangel bewertet. Mit der Anerkennung als Rasse im VDH hat es lange gedauert und den LSVD gibt es auch seit 1984, aber ich war 1996 froh, wenigstens eine Anlaufstelle zu haben, wo man mich mit meinem Wunsch nach einem langhaarigen Schäferhund nicht belächelte.

    Hmmm ... Chia wog mit 7 Monaten auch 30 kg und war dabei auch kleiner als Micha369´s Hund und meine Tierärztin fand ihre Figur top. Allerdings wiegen Muskeln auch und so ist das Gewicht auch eher relativ - ist es Speck oder ist der Hund muskulös? Bei einem solchen Gassiprogramm sind es vermutlich Muskeln, aber ob es sinnvoll ist, mit einem so jungen Hund quasi täglich für einen Halbmarathon zu trainieren, weiß ich nicht.


    Ich bin mit den Hunden in der Regel insgesamt plus/ minus 2,5 Stunden unterwegs und wir gehen dabei ca. 7 bis 8 Kilometer und bewegen uns - laut meinem Schrittzähler - auf einem Niveau von deutlich unter 4 km/h. Wir trödeln beim Laufen auch nicht gerade, aber die Hunde dürfen schnüffeln, spielen, suchen, klettern und was sonst Spaß macht und das Hundeherz erfreut.


    Aber es freut mich trotzdem, dass das Kotproblem und das Zunahmeproblem beim Gewicht Deines Hundes behoben werden konnte.

    Es ist wirklich faszinierend, wie viel einem Hunde mit ihren Blicken sagen können - oder mit ihren Ohren ;) Chia trägt auch den Beinamen "Yoda", weil ihre Ohren genauso seitlich vom Kopf abstehen, wenn sie ein schlechtes Gewissen hat.:evil:

    Wenn ich jetzt auch ein bisschen spät dran bin mit meinen guten Genesungswünschen, so sollen sie Deinen tapferen Dogi doch trotzdem von ganzem Herzen erreichen.


    Um aber auch kurz auf die Frage zu antworten, ob Cissus und Cistus das Gleiche ist: Nein, die beiden Pflanzen sind nicht identisch und auch nicht verwandt. Cissus Quadrangularis gehört zu den Rebengewächsen und wird auch "das Rückrat des Teufels" genannt, weil die Pflanze wie eine Wirbelsäule geformt ist. Bei uns ist Cissus Quadrangularis wenig bekannt und wenn, dann am ehesten bei den Bodybuildern, denn das Gewächs enthält natürliche Stereoide, die Ketosterone. Die fördern den Muskelaufbau - was ja auch nach OPs interessant ist, damit die Muskulatur, die durch die Schonung des Beins weniger stark verwendet werden kann, sich nicht abbaut.


    Im indischen/asiatischen Bereich der Naturheilkunde wird Cissus vor allem für den Bewegungsapparat empfohlen. Cissus stärkt das Bindegewebe, wirkt damit positiv auf Bänder und Sehnen, aber Cissus gilt auch als wirkungsvolles Adäquat zum hier bekannten Beinwell. Wobei Beinwell eben zur innerlichen Anwendung kritisch gesehen werden muss und darum meist auch eher hömoöpathisch unter Symphytum (Symphytum officinale kommt vom griechischen „symphyo“, zu Deutsch: „ich vereinige“ - was den Hinweis liefert, dass Beinwell gebrochene Knochen im Zusammenwachsen unterstützt) als in Form der Pflanzenwurzel zur inneren Anwendung verwendet wird.


    Beim Cissus Quadrangularis ist die innerliche Anwendung problemlos möglich und das Wirkspektrum ist noch breiter, als das von Beinwell, weil es eben auch die Muskulatur positiv beeinflusst und trotzdem stärkend und heilend auf den Bewegungsapparat wirkt.


    Die Wundheilung kann man ganz wunderbar mit Drachenblutsaft unterstützen - er mindert auch den Juckreiz und wirkt nicht nur zusammenziehend, sondern auch desinfizierend und damit entzündungshemmend.


    Mein Tierheilpraktikerrat nach jeder OP wäre noch, die Narkose auszuleiten und die Darmflora wieder aufzubauen. Das ist allerdings erst dann sinnvoll, wenn die allopathischen Medikamente abgesetzt werden können, denn die Ausleitung entfernt alles aus dem Körper, was da eigentlich nicht reingehört und dazu gehören auch Schmerzmittel und Entzündungshemmer oder Antibiotika. Weil der Hund die aktuell aber noch braucht, wäre es nicht gut, jetzt mit einer Ausleitung zu beginnen, denn damit werden auch die Medikamente wirkungslos.


    Das Zucken kann eine Reizleitungsproblematik der Nerven sein, die mit der Narkose zusammenhängt. In der Regel verschwindet das von selbst wieder, wenn die Narkose vom Körper wieder abgebaut worden ist. Es gibt zwar auch Hunderassen (Malamut, Leonberger) bei denen so ein Zucken auf eine Polyneuropathie hindeuten kann, aber zum einen ist der Schäferhund dafür eher nicht prädestiniert und zum anderen tritt so ein Zucken tatsächlich häufig nach einer Narkose auf und ist damit eher harmlos.


    Für den Dogi weiterhin alles Gute und eine unkomplizierte Heilung der Wunde und eine schnelle Genesung.

    Mein Rat wäre, Kontakt mit dem LSVD e.V. (Langhaarschäferhundverein Deutschland) aufzunehmen. Ich wandte mich 1996 an den Verein, als ich meinen ersten "echten" Langstockhaar suchte, denn damals war die Rasse leider noch nicht als solche anerkannt und meistens fand man die Langstockhaarigen eher zufällig als eher unerwünschte Wurfbeigabe bei den SV-Züchtern. Die damalige erste Vorsitzende gab mir damals alle Adressen der Züchter, die aktuell einen Wurf hatten und so fand ich meinen "Bo von Tobmarani".


    Seitdem bin ich auch Mitglied im Verein und startete auch, als wir uns in diesem Jahr entschieden hatten, eine zweite Langhaarschäferhündin zu uns zu nehmen, beim LSVD meine Suche. Nadine Goerschel war sehr bemüht und falls es für Dich interessant ist, wäre dies die Emailadresse, unter der man sie erreicht: geschaeftsstelle@lsvd-net.de.

    Ich möchte mich zum einen Mona anschließen, die bereits schrieb, dass hier lediglich eine Diskussion entstand und wenn immer alle einer Meinung sind, ist es auch kein Austausch.


    Der Satz, dass die einen sich eher Sorgen um Nicoles Seelenheil machen und die anderen über Storm, trifft es sehr gut und auch wenn ich auch viel Verständnis für Nicoles Situation habe und auch immer wieder betone, dass es nicht meine Absicht ist, sie anzugreifen oder zu verurteilen, sondern ich mir lediglich Gedanken machte, was nun aus Storm wird, störte mich eben genau der Beitrag, der auch Kimmo sauer aufstieß und aus dem man durchaus herauslesen kann, dass sich jemand des Problems entledigt hat und es darum auch nicht mehr als sein Problem betrachtet. Das ist nur meine Meinung und sie erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit und soll auch weder verletztend sein, noch als Anschuldigung verstanden werden. Aber in dem Fall bin ich auf der Seite des Hundes, denn Nicole kann selbst entscheiden, wird irgendwann über das Thema weg sein und sich einen neuen Hund holen, mit dem sie vielleicht mehr Freude hat, als mit Storm. Aber Storm konnte nicht entscheiden und muss mit den Konsequenzen ihrer Verhaltensproblematik leben ... aber wieso muss nur der Hund damit klarkommen und der Mensch nicht?


    Im Zweifelsfall bin ich eben auf der Seite des Hundes, der zum Problem wurde und nun eins hat und stehe zu meiner Meinung, dass dem Hund das Problem bleibt, dem Mensch, der sich desselben entledigen könnte, aber nicht.


    Wenn ich die Situation falsch einschätze, tut es mir leid. Ich würde mich natürlich auch sehr freuen, wenn ich mich täusche und Nicole weiterhin an Storms Leben teilnimmt. Wenn wir Berichte lesen dürfen, aus denen hervorgeht, dass Storm nun wirklich endgültig ihren Menschen finden durfte, der sie versteht und mit ihr umzugehen weiß und wir vielleicht sogar Bilder sehen, von einer glücklichen Storm.


    Vielleicht hat Holger recht, dass es ein Generationenproblem ist und wir "Oldies" nur vergessen haben, dass wir als Twen auch nicht immer alles richtig gemacht haben und erst mit zunehmendem Alter zur Einsicht reiften, dass man an sich arbeiten muss, um mit einem Tier arbeiten zu können, weil es schlussendlich doch so ist, dass alles was das Tier tut, eine Reflektion auf uns selbst ist. Es ist nicht leicht, mit dieser Erkenntnis zu leben, denn man muss sich selbst häufig hinterfragen und das ist manchmal schmerzhaft.


    Sicher kann man einräumen, dass ein Second-Hand-Hund eine Vorgeschichte hat und nicht erst beim aktuellen Besitzer so geformt wurde, wie er sich zeigt. Aber - und das sind nun die Gedanken einer ganzheitlich denkenden Tierheilpraktikerin, die Körper, Geist und Seele als Ganzes sieht - man zieht immer den Hund an, der auf der Basis der Schwingungsebene zu einem passt und der einem die Aufgaben stellt, die für die eigene Reifung wichtig sind.


    Nicole hat nun betont und eingesehen, dass sie sich überschätzte, mit Storm überfordert war und einen Fehler machte, Storm zu sich zu nehmen. Ich freue mich über diese Erkenntnis und wünsche ihr und mir, dass sie dem nächsten Hund zugute kommt, der bei ihr einzieht.


    Ich selbst bin aber nun auch zu der Erkenntnis gekommen, dass ich an dieser Stelle nichts mehr schreiben werde, weil zum einen alles geschrieben wurde, was es dazu zu schreiben gibt und sich die Situation für Storm dadurch auch nicht verändern kann. Zum anderen nehme ich mir die Zeit dann doch lieber für meine eigenen Hunde, die ich brauche, um mich für meine Meinung, bei der ich stets betonte, dass sie kein Angriff sein soll, zu rechtfertigen.


    Ich wünsche Nicole gute Besserung, Storm ein tolles neues Zuhause und behalte meine Meinung zum Thema Verantwortung, respektive wie weit sie gehen sollte, für mich.

    Ich möchte noch einmal betonen, dass es mir nicht darum geht, jemanden zu verurteilen, der seinen Hund abgibt. Im Gegenteil. Ich sehe es durchaus als sinnvoll, wenn man einen Hund lieber abgibt, als eine Situation herauszufordern, die für Mensch und Hund ungut enden kann.


    Ich kritisiere auch niemanden, der Probleme mit der Interpunktion hat, aber Beiträge, die Satzzeichen enthalten, sind eben besser les- und interpretierbar - und an dieser Stelle möchte ich auch darauf hinweisen, dass das auch schon von anderen Forumsmitgliedern angemerkt wurde, dass es eben oft schwierig ist, einen Sinn in einem Beitrag zu finden, wenn sich Worte ohne Interpunktion aneinanderreihen.


    Aber ein solcher Beitrag lässt eben viel Raum für eine fehlerhafte Interpretation.


    Genau wie die Beiträge, die Teilinformationen enthalten und dadurch auch wieder zu Spekulationen führen.


    So wird ja auch geschrieben, dass durch die schnelle Abgabe ein Beißvorfall verhindert werden sollte. Gleichzeitig schreibt Nicole, dass Storm sie so heftig anging, dass sie grün und blau war und aussah, wie nach einer Schlägerei.


    Ich bin darum davon ausgegangen, dass heftiges Angehen und solche Blessuren bedeutet, dass Storm Nicole bereits gebissen hat, denn ich bin neulich von einem Berner Sennenhund versehentlich gezwickt worden, als der genau vor meinem Oberschenkel mit meinen Mädels raufte. Ich hatte davon eine kleine, rot geschwollene Stelle. Um grün und blau zu sein und auszusehen, wie nach einer Schlägerei, denke ich, muss der Hund also schon mehr, als nur gezwickt haben. Also entnehme ich den Worten, dass Storm bereits einen Beißvorfall hatte und Nicole gebissen wurde.


    Und das ist eben das Forenproblem im Allgemeinen: Man kennt die Mitglieder selten persönlich und interpretiert aus Teilinformationen eine ganze Geschichte, die dann so vielleicht nicht richtig ist.


    Nur ist das andere Problem bei Forenbeiträgen, dass man eine Geschichte öffentlich macht und damit rechnen muss, dass dann auch öffentlich darüber diskutiert wird - wobei ich bislang auch durchaus harschere Kommentare von Leuten gelesen habe, die sich hier plötzlich "lenorweich" geben und vollkommenes Verständnis haben, respektive Vorwürfe verteilen, weil man sich sorgt, dass bei dieser ganzen kruden Geschichte, von der man immer mal wieder Teilinformationen bekommt, die man sich dann eben zusammenstückelt, der Hund der Leidtragende sein könnte.


    Denn Fakt ist, dass man die Verantwortung für einen Hund nicht einfach abgeben sollte, ohne vorher geprüft zu haben, ob der Platz, an den er kommt, wirklich geeignet ist, um dem Hund das befürchtete Trauma zu ersparen.


    Vielleicht habe ich auch nun wieder etwas missverstanden, aber so wie ich das gelesen habe, kommt Storm nun zu einem Interessenten, der ihr einen Endplatz bietet. Ganz ehrlich? Das mag ja sinnvoll sein, wenn der Interessent die Rasse kennt und Erfahrung damit hat und vor allem die ganze Problematik von Storm kennt und sicher ist, dass er das Problem gelöst bekommt, aber zuerst geht der Hund auf eine Pflegestelle, die überfordert ist, dann kümmert sich ein Profitrainer um den Hund und nach ca. einer Woche ist Storm schon so weit, erneut vermittelt zu werden?


    Ich hatte mich vor ca. einem Jahr mal für eine Husky-Streunerhündin beworben, der Menschen suspekt waren und die alle Zweibeiner mied, wie der Teufel das Weihwasser. Sie musste mit dem Betäubungsgewehr eingefangen werden. Die Auskunft, die mir der Tierschutzhof gab, der sie aufgenommen hatte war, dass der Hund nun bei einem Husky-Experten ist, der sie resozialisiert und dass ich mich in ca. sechs Monaten noch mal melden soll. Dann wüsste man, wohin die Reise mit dem Hund geht und welche Vortaussetzungen der neue Besitzer erfüllen muss, damit der Hund nicht in sein altes Misstrauen zurückfällt.


    Diese Hündin war noch kein Jahr alt und hatte niemanden gebissen. Sie war lediglich im Alter von sechs Monaten von den Besitzern ausgesetzt worden, weil die mit dem Hund überfordert waren und hatte drei Monate als Streunerin gelebt (war auch von mehreren Leuten gefüttert worden, aber ließ sich nicht anfassen oder einfangen).


    Trotzdem gab man sie nicht ab, bevor man nicht sicher sein konnte, dass das neue Zuhause zum Besten des Hundes ist. Das nenne ich Verantwortung.

    Ich hatte die Aussagen nicht so verstanden, dass Storm in Profihände gegeben wurde, sondern dass sie an eine Pflegestelle ging und man dort den Hund am liebsten gleich wieder zurückgegeben hätte, was aber Nicole keinesfalls wollte.


    Und nein. Man muss keinen Hund behalten, bis ein Unglück geschieht. Aber man sollte dafür sorgen, dass das Unglück nicht weitergereicht wird, sodass es jemand anderer erfährt. Darum hätte ich erwartet, dass der Hund in Profihände gegeben wird, wo man Erfahrung mit Hunden hat, die ein solches unerwünschtes Verhalten zeigen. Was ich aber lese ist, dass Storm auf eine Pflegestelle ging, wo man ebenso überfordert ist und den Hund wieder zurückgeben möchte (was nicht möglich war). Was passiert also nun? Nimmt sich ein Trainer Storms Problem an? Oder wird sie an jemanden wie Nicole vermittelt, der auch wieder an Storms Verhalten scheitert?


    Ich habe so oft erlebt, dass Leute Hunde zu sich nahmen, die von Pflegestellenbetreibern als unkompliziert beschrieben wurden, nur damit der Hund ein neues Zuhause findet. Und nach drei Wochen landet er im Tierheim und bleibt dort unvermittelbar.


    Bitte missversteht mich nicht. Ich will nicht urteilen und schon gar nicht verurteilen, aber wenn man in einem Forum schreibt, dann kann es eben auch sein, dass dem Leser das Hintergrundwissen fehlt, das bei persönlichen Kontakten entsteht und das führt dazu, dass man vielleicht manches auch falsch versteht oder zwischen den Zeilen etwas herausliest, das so nicht gemeint war - besonders bei Nicole fällt es mir manchmal schwer, die Sätze zu interpretieren, weil sie meist Worte aneinanderreiht, ohne Satzzeichen dazwischen zu setzen und so lese ich ihre Posts auch oft zwei- oder dreimal, bis ich denke, dass ich ihre Intention verstanden habe, die hinter dem Geschriebenen steht.


    Aus den Beiträgen, die Nicole verfasste, habe ich häufig das Gefühl gewonnen, dass bei Storms Erziehung viel Ehrgeiz steht, mit der Ausbildung einer anspruchsvollen Hunderasse das eigene Können zu beweisen. Das ist nicht böse gemeint, denn ich habe in meiner Jugend auch oft ungesunden Ehrgeiz entwickelt und das Gefühl gehabt, dass ich in der Beweispflicht stehe, mich als Könner profilieren zu müssen. Irgendwann merkt man, dass man sich damit unter Druck setzt und wenn man dann scheitert, kann man die Niederlage auch schlecht eingestehen und findet Gründe für die entstandenen Probleme, die mit allem zu tun haben, bloss nicht mit einem selbst.


    Ich meine auch das nicht als Angriff. Es geht mir nur darum, dass es auf dem Weg vom "unverdorbenen Welpen" zum erwachsenen Hund auch Probleme geben kann und dann finde ich es wichtig, sich selbst reflektieren zu können, um den eigenen Weg selbstkritisch zu hinterfragen, damit die Ursache gefunden wird und eine Lösung gesucht werden kann.


    Was mich dann eben dazu bringt, dass Nicole darüber empört ist, wenn man die These aufstellt, sie ei mit Storm überfordert gewesen.


    Aber - und ich wiederhole mich jetzt - Überforderung beschreibt lediglich, dass man einer Situation nicht gewachsen ist, respektive die Möglichkeiten fehlen, das Problem zu lösen.


    Wenn Storm Nicole angreift und beisst und sie dagegen nicht tun kann, respektive keinen Weg findet, das unerwünschte Verhalten von Storm abzustellen, dann würde ich schon sagen, dass sie mit der Situation eben überfordert war - wäre sie es nicht gewesen, hätte sie dem Problem eine Lösung entgegenstellen können.


    Und ich betone auch deutlichst, dass ich mir kein Urteil anmaße oder gar behaupte, dass ich es besser hätte machen können. Ich denke nur, dass wenn man sich nicht eingestehen kann, dass einem das Verhalten des Hundes, den man sich aussuchte, einfach überfordert, man lernen sollte, sich nicht selbst zu überschätzen, denn sonst wird der nächste Hund wieder ein Abgabekandidat, wenn er ein unerwünschtes Verhalten entwickelt ... das dann wieder nicht der Tatsache geschuldet ist, dass der Mensch überfordert ist, sondern dem Hund, dem Züchter, den Lebensumständen, aber auf keinen Fall dem Menschen, der sich überschätzt.


    Mir geht es nicht darum, jemanden zu kritisieren - aber mir geht es darum, dass ich davon ausgehe, dass wieder ein Hund bei Nicole einziehen wird und ich habe gelernt, dass man erst sich selbst "erziehen" muss, um seinen Hund erziehen zu können ... aber das hat auch 30 Jahre gedauert.

    Nicole, bitte sei mir nicht böse, aber überfordert ist man in der Regel, wenn man mit einer Situation nicht mehr klar kommt - also das Maß dessen was von einem gefordert wird, überschritten ist.


    Ich finde nicht, dass es ein Grund ist, an sich selbst zu zweifeln, wenn man mit einem Hund überfordert ist, aber wenn Du nicht überfordert warst, hättest Du das Problem lösen können. So ein bisschen glaube ich, dass Du sehr ehrgeizig bist und das Scheitern mit Storm nun an Deinem Ego kratzt - selbst das ist kein Grund, an sich selbst zu zweifeln, aber mich besorgt ein wenig, dass Du nicht am Weg zweifelst, den Du mit Storm eingeschlagen hast (viel Druck) und großer Ehrgeiz nie ein guter Begleiter ist, wenn man einen Hund erziehen möchte. Egal, ob es ein bereits erwachsener Hund oder ein Welpe ist.


    Ich habe, als Bene bei uns einzog, einer Mitarbeiterin der Orga aus Mitleid angeboten, einen zweijährigen Mali-Mix als Pflegestelle aufzunehmen, weil der mit den beiden anderen Hunden der neuen Besitzerin, die ihn adoptiert hatte, nicht klar kam. Balto musste also sofort weg, weil es üble Beissereien gegeben hatte und keiner aus der Orga hatte die Möglichkeit, ihn zu nehmen ... also sagte ich ja und das habe ich auch bitter bereut, denn dieser Hund kannte keinen Respekt und keine Grenzen.


    Dazu kam, dass auch Bene nichts kannte und an sich schon Aufgabe genug war. Mit Balto und ihr war ich definitiv überfordert. Ich habe zuvor noch nie mit einem Hund an der Schleppleine, die ich mir ums Handgelenk gewickelt hatte, im Bett gelegen. Aber ließ man Balto nur eine Sekunde aus den Augen, zerstörte er alles, was er zu fassen bekam - und er konnte die Tür von der Vorratskammer öffnen, wo auch unser gelber Sack geparkt ist. Er versuchte bei Gewitter durchs Fenster zu springen und als ich ihm verbot, bei mir im Bett zu schlafen, knurrte er und ging mich massiv an.


    Wir erlebten die vier anstrengendsten Wochen, die ich je bei einem Hund erlebt hatte, aber tatsächlich hätte mein Mann den Hund sogar behalten, als es dann Interessenten für ihn gab, die ihm einen Endplatz bieten wollten, hätte ich nicht mein Veto dagegen eingelegt, denn wie ich schon schrieb: Mit Bene hatte ich schon eine Aufgabe, die mich ziemlich forderte und Mitleid ist der falsche Ratgeber, um einen Hund zu sich zu nehmen.


    Selbst wenn wir es geschafft hatten, Balto so weit zu kultivieren, dass er uns nicht anging und sich nicht täglich erneut vornahm, unsere Einrichtung zu schreddern, fühlte ich mich überfordert und hätte Balto auch nicht behalten wollen. Er kostete einfach zu viel Energie und die brauchte ich für mein Benchen.


    Hätte ich aber das Gefühl gehabt, nicht überfordert zu sein, wäre Balto bei uns geblieben. Insofern denke ich, dass es aus meiner Sicht kaum einen anderen Grund gibt, einen Hund abzugeben, als der, mit ihm überfordert zu sein. Wenn Du Dich also mit Storm nicht überfordert gefühlt hast, wäre es doch möglich gewesen, das Problem zu lösen und dann frage ich mich, warum Du sie dann weggegeben hast.


    Und ich störe mich tatsächlich auch daran, dass sie nun aus den Augen und aus dem Sinn bei Dir ist.


    Auch wenn es nicht mehr als Deine Sache betrachtest, was aus ihr wird, war es doch der Hund, für den Du Dich entschieden hattest und der Dich ein Stück Deines Weges begleitet hat und die Verantwortung so vollkommen für ein Tier abzugeben, wäre nicht meins. Aber jeder so, wie er es richtig findet..