Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Ich habe ja diese hier


    Fresh-Line Nylcott-Ball ø ca. 13cm, mit Schaumstoff Füllung
    Der Fresh-Line Nylcottball wird aus stabilem Nylcott, welches auch für Beißwürste und Technikkissen ist, gefertigt. Dank seines einzigartigen Designs…
    kt-pets.de



    Für unterwegs habe ich die Pfotenbälle von Trixie mit Quietscher, die ich inzwischen im 10-er Pack kaufe. Die sind meines Wissens 7 und 9 cm groß und quietschen wie eine kranke Ente.


    Trixie Spielball mit Pfotenabdruck, Quietscher
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    Dann den Denta Schleuderball, der auch draussen verwendet wird https://www.alsa-hundewelt.de/…EALw_wcB&skuCode=84920101


    Ich habe für die Dämmerung auch die Glow in the dark-Bälle von Chuckit, aber meine Mädels lieben die kranke-Ente-Bälle, weil man die auch knautschen kann. Sie wären auch sehr langlebig, wenn sie nicht immer mal wieder verloren gehen würden.


    Den Schlaufenball nehme ich nur für Zuhause, denn der ist zum Verlieren dann doch zu tuer. Aber er ist super stabil und ähnlich dem Lederball, den Du mal gekauft hattest, aber eben mit festem Stoff, der super robust ist.

    Holger, Du schweisst den Korb zusammen und ich dekoriere ihn - das wird ein Verkaufsschlager und für Ruebchen gibt es dann halt den Werwolf Maulkorb - da fragt dann keiner mehr, ob er Ero und A.J. mal streicheln darf :D

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    Och ... ich mag es auch gerne hübsch (wo ist der Peinlichkeits-Emojii, wenn man ihn braucht???)


    ... und ein bisschen Bling-Bling gibt auch einem Maulkorb den Stil des Besonderen. Bei den Blümchen ist der Nachteil, dass die rasch verwelken. Da müsste man Seidenblumen nehmen, aber so nah an der Schnauze fürchte ich, dass die dann mit Hundeglitzer durchweicht wären, wenn der Flowerpower - Love an Peac-Brummi vom Gassigehen nach Hause kommt :/


    Übrigens ist Eisblau leider gar nicht mit Deinem Grossenbacher-Geschirr kompatibel :rolleyes: Eisblau - so wie ich es hier von Maly liegen habe - ist eher ein ganz helles Babyblau oder Puderblau. Frag nicht, woher ich das weiß, aber ich war gestern einer Verzweiflungstat nah, als ich passendes Fettleder zur Geschirrfarbe suchte und feststellte, dass das irgendwo zwischen eisblau und azurblau liegt und es wirklich keinen Fettleder-Anbieter gibt, der Fettleder in dieser Farbe verkauft.


    Mein Fazit: ich werde zukünftige Geschirrkäufe farblich so planen, dass ich passendes Fettleder dazu finde ?(


    Und zum Thema Brummis Verhalten: Ich glaube tatsächlich auch, dass der Wegfall der in den Hoden produzierten Hormonen dazu führt, dass sich der Brummi erst mal wieder neu sortieren muss. Man hört auch immer wieder, dass ängstliche Hunde ängstlicher werden, als sie das zuvor waren, aber beim Brummi war es ja nicht so, dass er Angst hatte, sondern eher Stress, weil ihn die Hormone trieben.


    Aber spooky ist auch für Chia so einiges, wenn sie Geräusche oder Gegenstände nicht einsortiert bekommt und ich denke, daran kann man arbeiten.


    Deine Trainerin war es glaube ich auch, die vorsichtig prognostizierte, dass sein Verhalten erst mal schlimmer werden könnte, sich das aber auch wieder legt.


    Für mich ist tatsächlich auch die Verknüpfung im Kopf entscheidender, als die Hormonproduktion in den Hoden. Ich kenne spät kastrierte Rüden, die nie vergessen haben, was zu tun ist, wenn sich ihnen eine läufige Hündin präsentiert. Das sind keine Hormone, die sie treiben, sondern dass sie im Kopf eben ein intakter Rüde geblieben sind.


    Darum glaube ich auch, dass es einfach Zeit braucht, bis der Kopf frei wird und Platz entsteht, der dann mit neu Erlerntem gefüllt werden kann.


    Und dass der Brummi momentan noch ein bisschen durch den Wind ist, würde ich nicht zu hoch bewerten. Dass er sich gegen Deinen Lebensgefährten auflehnt, scheint mir eher der Tatsache geschuldet, dass er in seiner Inkonsequenz für den Brummi kein Fels in der Brandung ist, auf den er sich verlassen kann. Du schreibst ja auch, dass der Brummi bei Dir zur Ruhe kommt und das liegt daran, dass er Dir vertraut.


    Du weißt es ja auch, dass die Kastration einfach eine neue Grundlage schafft, aber keine Probleme löst, die mit einer wackeligen Bindung zusammen hängen. Aber ich weiß auch, dass es in Endlosdiskusionen ausarten kann, wenn man jemanden versucht zu erklären, dass der Fehler bei ihm und seinem inkonsequenten Verhalten liegt ... das Argument meines Mannes ist dann auch stets: "Bei mir macht sie was sie soll und wenn Du es falsch findest, was ich mache, dann nehme ich sie halt nicht mehr mit raus."


    Soll ich ihm sagen, dass ich es fürchterlich finde, dass der Hund ans Tor stürmt und bellt, wenn jemand vorbeigeht? Kann ich machen. Die Antwort ist aber dann: "Solange der Hund auf unserem Grundstück bellt, darf er das und die Leute müssen ja hier nicht vorbeilaufen!"


    Also schlucke ich meine Argumente runter und hoffe, dass Chia unterscheiden kann, wo sie testen und ihr Ding machen kann und bei wem sie sich nicht daneben benehmen sollte.


    Aber als kurzfristige Lösung könntest Du eventuell nochmal Rosenwurz und Ashwaganda-Kapseln einsetzen, um Brummis geistiges Balancechaos ein bisschen ins Gleichgewicht zu bringen. Er hat ja vor seinem Hormondesaster sehr gut darauf reagiert und Schaden nimmt er dabei auch nicht ... auch wenn er keinen stylisch-bunten Bling-Bling-Maulkorb bekommt :D

    Nun bin ich mal der Spielverderber ... der Hund weiß, wer konsequent ist und wird da auch nicht testen - oder nur mal vorsichtig anfragen -, aber wenn jemand inkonsequent ist, dann ist das ein Freibrief für den Hund, sich die Rechte, die er einfordert auch zu nehmen.


    Die gute Nachricht ist, dass die meisten Hunde genau wissen, bei wem sie was dürfen.


    ... mein Pony weiß das übrigens auch und solange er unterscheidet, spare ich mir die Nerven, meinem Göttergatten zu erzählen, dass er konsequent sein muss und nicht mal was erlauben und es dann wieder verbieten.

    Ich schließe mich Holger mal ganz schnell an: Ich hoffe, Du hast Dich nicht verletzt und die vermutlich entstandenen blauen Flecken heilen rasch ab.


    Ich habe allerdings neulich die Erfahrung gemacht, dass selbst das gute Profil meiner Grubs Stiefel auf nassem Moos wenig Halt finden. Ich bin zwar auf den Füßen geblieben, aber es fühlte sich einen Moment an, wie auf nasser Seife zu stehen.


    Ich suche aber auch noch nach warmen, wasserdichten und haltbaren und mindestens knöchelhohen Laufschuhen. Mit den Grubs Gummistiefeln könnte es im Winter doch klalte Füße geben, auch wenn die bis Minus 20 Grad warm halten sollen ... oder ich bin eben eine Frostbeule, denn meine Füße frieren in den Stiefeln.

    Lasst das Thema doch nicht in Streit ausarten ... Holger hat definitiv Recht, dass jemand, der ein Entgegenkommen erwartet, das freundlich und mit allen Regeln der Höflichkeit formulieren sollte und wenn ich einer Bitte nachkomme, erwarte ich auch, dass man wenigstens DANKE sagt, denn das ist die Grundlage für ein entspanntes Miteinander.


    Natürlich kann man darüber diskutieren, ob ich mir über die Probleme meiner Mitmenschen Gedanken machen muss, damit ich sie, ihre Reaktionen und ihre Fehlbarkeit verstehe. Das wäre sicher schön, wenn jeder ein bisschen Empathie zeigen würde, keiner den anderen vorverurteilt, ohne Hintergründe zu kennen und gegenseitiges Verständis selbstverständlich wäre.


    Aber das ist nun mal selten der Fall und Fakt ist, dass ich nur mich und niemand anderen verändern kann. Also versuche ich Konfrontationen möglichst zu vermeiden und mein Bestmöglichstes zu tun, nicht unangenehm aufzufallen.


    Nur bin ich auch ganz ehrlich.


    Meine Leorüden hätte ich nicht halten können, denn die brachten einfach mehr Gewicht auf die Waage wie ich. Also hätte ich keine Leos haben dürfen? Ich behaupte, dass so mancher gestandene Mann seine Standfestigkeit einbüßen könnte, wenn ein Leobub mit 78 kg Kampfgewicht in die Leine brettert.


    Es dürfte also kaum noch jemand einen Hund führen, der mehr als 75 kg wiegt ... und dann darf ich auch kein Pferd haben, denn wenn mein Pony sich erschrecht und 600 kg lospreschen, hält das keiner.


    Ich darf auch nicht Auto fahren, denn wenn mir ein Reifen platzt, dann verliere ich vermutlich die Kontrolle über den Wagen.


    Wenn ich also nur noch das tun darf, mit dem ich kein Risiko eingehe oder zur Gefahr für andere werde, dann tue ich am besten nichts mehr, denn ich bin nun einmal fehlbar.


    Das Leben ist ein einziges Risiko, mit dem ich umgehen lernen muss. Das heißt aber nicht, dass ich mich meinen Mitmenschen gegenüber rücksichtlos verhalten darf. Das heißt auch nicht, dass ich es akzeptieren muss, wenn man sich mir gegenüber rücksichtslos verhält.


    Damit leben muss ich wohl aber trotzdem - und genauso trotzdem versuche ich, möglichst nicht unangenehm aufzufallen, aber meine Fehlbarkeit bedingt, dass mit das auch nicht immer gelingt und ich auch schon niedergemacht wurde, wenn Chia außer Kontrolle geriet. Und ja, manchmal hätte ich auch gerne den caniden Roboter an der Leine, der auf Gehorsam programmiert ist und sich immer so verhält, dass sich niemand über uns ärgern muss.


    Aber ich habe nun mal neben meinem Vorzeigehund Bene auch meine Chaosfürstin Chia und die wird vermutlich trotz allen Trainings und aller Mühe meinerseits immer das Fitzelchen Unberechenbarkeit behalten, wegen dem ich aber nicht vorhabe, sie abzugeben, weil ich das nicht kontrollieren kann.


    Aber ich bin froh, wenn ich dafür nicht niedergemacht werde, keiner seinem Hund erlaubt, meine Chia zu schreddern, weil man nur für sich und nicht für andere mitdenkt und empfinden muss, sondern von seiner Seite einen Beitrag dazu leistet, damit eine Situation nicht eskaliert. Dafür sollte ich dann aber auch Danke sagen und das nicht für selbstverständlich halten.


    Mir hat der Post von Boss im Brummi-Fred so gut gefallen, dass ich das Thema Konsequenz gerne etwas vertiefen möchte.


    Boss schrieb:

    Auch für mich ist Konsequenz die Grundlage jeder erfolgreichen Erziehung - ich gebe aber zu, dass ich manchmal zur Inkonsequenz neige, wenn beispielsweise meine Hunde Mauselöcher ausbuddeln oder Chia sich ein Stöckchen im Wald mitnimmt.


    Richtig wäre, unerwünschtes Verhalten immer sofort zu unterbinden und nie zu erlauben - auch nicht, wenn man selbst gerade müde oder erschöpft ist oder man abgelenkt ist.


    Aber - und obwohl ich das weiß, versage ich in dieser Beziehung ab und zu ... meistens, weil ich nicht immer die Spaßbremse sein will, die den Hunden ihre Freude nimmt.


    Dabei weiß ich, wie wichtig Konsequenz für die Bindung des Hundes zu seinem Menschen ist, weil sie eben Sicherheit gibt und dem Hund zeigt, dass er sich einfach immer auf seinen Menschen verlassen kann, weil dessen Handeln für den Hund berechenbar ist.


    Ich schweife kurz zu meinen Pferden ab, denn ich halte ja seit 1993 auch Hengste, die ja häufig als unberechenbarer gelten, als Wallache oder Stuten, weil sie sich gerne mal von ihren Hormonen und Trieben steuern lassen und auch sehr gerne mal nachfragen und dazu neigen, zu testen, ob das Menschlein das wirklich ernst meint, was es sagt, oder man es ein bisschen erschrecken kann, indem man beisst, den Menschen ansteigt oder den Hinterhuf drohend hebt.


    Von so einem 600 kg schweren Hengst geht also eine ungleich größere Gefahr aus, als von einem 35 kg schweren Hund. Konsequenz wird lebenswichtig.


    Mein spanisches Moppelpony war ein sehr devotes Pferd, als er bei mir einzog, denn er war mit Härte und Zwang zum Gehorsam erzogen worden. Das funktioniert dann, wenn man immer die Position des Chefs und damit des Stärkeren bekleiden kann. Sobald man aber Schwäche zeigt, wird der Hengst die Chance unter Umständen nutzen, um die Position des Chefs in Frage zu stellen, um selbst der Chef zu werden.


    Mir ist so ein Weg zu mühsam, denn mein Weg ist der des freundschaftlichen Miteinanders.


    Aber der erfordert eben auch besagte Konsequenz. Ein unerwünschtes Verhalten muss immer unerwünscht sein und darf nie geduldet werden. Ein erwünschtes Verhalten wird gelobt und belohnt.


    Mein Paradebeispiel ist der Weg mit meinem Spanier von der Weide in den Stall. Führt ihn mein Mann, dann tanzt der Hengst neben ihm piaffierend und passagierend her und versucht auch in die Hand meines Mannes zu zwicken. Schon am Weidetor lässt er sich nicht ruhig aufhalftern, sondern rennt immer wieder zurück und ist das Halfter dann drauf und das Tor öffnet sich, dann prescht mein Liko durch den Spalt, reisst fast das Tor aus den Angeln und galoppiert einmal um meinen Mann herum. Ich konnte bei dem Anblick die Krise bekommen :cursing:


    Sowas würde sich mein Pferd bei mir nämlich nicht erlauben. Ich gehe zur Weide, rufe mein Pferd. Er kommt, lässt sich aufhalftern, bekommt seinen Keks. Dann sage ich "WARTE!" und öffne das Tor komplett. Versucht mein Pferd dabei auf mich zu zu kommen, schicke ich es mit "BACK! wieder zurück. Tritt der Hengst zurück, bekommt er den Keks und wird gelobt. Ist das Tor dann komplett offen, stelle ich mich an die Seite und sage "KOMM - ABER LAAAANGSAM!" Ich lasse ihn dann einen Schritt nach vorne gehen, belohne, dann ist er auch wirklich bei mir und wir schreiten zusammen nach vorne. Wird er schneller, als ich das möchte, halte ich ihn an und schicke ihn mit "BACK" wieder vier Schritte rückwärts. Danach wird angehalten - es folgt die Belohnung und das Lob und wir gehen ruhig weiter, bis wir an der Box angekommen sind. Ganz ohne Beissen, Tänzeln und Aufgepluster.


    Mein Mann findet allerdings, dass er für solche Spielereien keine Zeit hat und lebt lieber damit, dass das Pferd ihn fast über den Haufen rennt.


    Interessant ist aber, dass der Hengst sich bei ihm auch schnell mal erschreckt, während er bei mir viel gelassener unterwegs ist. Das liegt darin, das sich ihm mit meiner Konsequenz Sicherheit gebe und er weiß, dass er sich auf mich verlassen kann. Er weiß, was ich will und ich reagiere für ihn berechenbar und das gibt ihm Sicherheit.


    Theoretisch weiß ich also, dass Konsequenz die Grundlage einer Erziehung ist, die auf Vertrauen basiert und keinen Zwang oder Gewalt benötigt, sondern nur feste Regeln, die immer gelten müssen.


    Warum gelingt es mir also nicht, auch bei meinen Hunden immer konequent zu sein? Weil sie mich nicht mit 600 kg über den Haufen rennen können?


    Vielleicht ist das wirklich so. Bin ich nicht konequent im Umgang mit meinem Hengst, gehe ich ein hohes Risiko ein. Es lohnt sich also, die Spaßbremse zu sein, die klare Regeln durchsetzt und kein unerwünschtes Verhalten duldet, weil mich das vor Verletzungen schützt.


    Bei meinen Hunden begebe ich mich nicht in Gefahr, wenn ich mal nein zum Mauselochbuddeln sage und ein anderes Mal, wenn es mich nervt, dass die Hundedamen dauernd stehen bleiben und ich sowieso schon spät dran bin, das Mauselochbuddeln verbiete.


    Aber ich nehme meinen Hunden die Sicherheit, mit der sie mich einschätzen können und genau wissen, was ich möchte und was nicht.


    Insofern sollte ich mir also überlegen, was ich erlaube und was ich verbiete, denn entweder erlaube ich es immer - auch wenn ich keine Zeit dafür habe - oder ich verbiete es immer - auch wenn es niedlich aussieht, wie die Beiden ihre Nasen in die Mauselöcher stecken und ich nicht immer die Spaßbremse sein will.


    Meine Hunde müssen sich auf mich verlassen können und wissen, was ich will und was ich nicht will, denn damit mache ich es ihnen leicht, meinen Wünschen zu entsprechen.


    Ich muss der Fels in der Brandung sein, der sich nicht verändert, nicht nach rechts oder links kippt, wenn es gerade passt oder nicht passt. Ich muss fürmeine Hunde berechenbar sein, damit sie sich auf mich verlassen können. Ich muss ihr Geländer sein, an dem sie entlang laufen, an dem sie sich festhalten können und an dem sie sich immer sicher fühlen dürfen.


    Bin ich inkonsequent, verunsichere ich meine Hunde.


    Das Gute an diesem, oft anstrengenden Weg, der keine Ausrutscher verzeiht, ist aber, dass es keine Sanktionen, Maßregelungen und Zwang erfordert und eine wunderbare Hund-Mensch-Bindung fördert. Seit ich Chia nicht mehr anschnauze, wenn sie losflitzt, kommt sie zum einen viel schneller wieder zurück, zum anderen kommt sie GERNE zu mir zurück und weiß, dass sie bei mir den besten Platz der Welt findet. Derzeit flitzt sie nicht mal mehr davon, sondern schaut mich an und wenn ich ruhig "Nein - lass es!" sage, dann holt sie ich lieber den Keks und das Lob ab, als loszurennen.


    Trotzdem bleibt mein Problem, dassich manchmal inkonsequent bin, um keine Spaßbremse zu sein (Stöckchen und Mauselochbuddeln) oder ich unsicher bin, wie ich Konsequenz richtig umsetze. Ist es besser, Chia aus einer Situation rauszunehmen, wenn sie für einen Moment damit überfordert ist oder sollte ich sie bewusst durch die Situation führen, damit sie merkt, dass auf mich Verlass ist?


    Momentan nehme ich sie aus solchen Situationen raus, weil ich denke, dass es am letzten Fitzelchen Bindung noch fehlt, mit dem ich es dann schaffe, dass sie sich auf mich zu 100% verlässt und ich ihr Fels in der Brandung bin. Ich fürchte, wenn ich beim Durchschreiten einer unguten Situation versagen könnte und damit Rückschritte riskiere oder die vorhandene Bindung Risse bekommt.


    Ist das schon inkonsequent, wenn ich eine Abzweigung nehme, statt den Weg konsequent weiter zu gehen?


    Ich weiß es nicht.


    Vielleicht muss ich situationsabhängig handeln ... aber ist das dann auch schon inkonsequent?


    Ich finde, dass es viel schwerer ist, Konsequenz beim Hund zu üben und durchzusetzen, als beim Pferd - mein Hengst tickt einfach irgendwie simpler, als Chai das tut. :/

    ganz einfach, Du kannst auf einem HUPL Übungen wiederholen, kannst Distanzen annähern oder ggf. wieder vergrößern, kannst deinen Hund gezielt mit Hundepartnern unterschiedlichen Temperaments konfrontieren usw. und das mit Begleitung und Anleitung durch (hoffentlich) fachkundige Trainer.


    Das dauert im Alltag oft viel zu lang, besonders in ländl. Gegenden wo es wenig Hundebegegnungen gibt,anders wie in den Speckgürteln der Metropolregionen.

    Ganz genau!


    Ich begegne bei uns sehr selten anderen Hundehaltern - bis auf diejenigen, die in der Nachbarschaft wohnen oder mit denen ich mich zum Gassigehen verabrede. Vielleicht ist das der Grund, warum Chia zum Leinenpöbeln neigt, weil solche Situationen für sie nicht selbstverständlich sind.


    Auf dem Hundeplatz lerne ich, wie ich mit einer Begegnung umgehe, wie ich auf meinen Hund einwirken kann, um seine Aufmerksamkeit zurück zu gewinnen und vor allem weiß ich, welche Individualdistanz meiner Hündin wichtig ist.


    Eine Situation mit 10 Hunden üben zu können, um dem eigenen Hund Sicherheit zu geben und seine Frustrationstoleran und seine Gelassenheit zu fördern, ist unter der Kontrolle einer Trainerin oder eines Trainers eher geeignet zum Erfolg zu führen und dem Hund unguten Stress zu ersparen, als unkontrolliert verlaufende Hundebegegnungen, die dazu führen können, dass die Bindung meines Hundes zu mir Risse bekommt, weil er merkt, dass er sich auf mich nicht verlassen kann.


    Ich fühle mich durch das Training auf dem Hundeplatz auch viel sicherer und weiß, wie ich souverän reagiere - und genau das braucht mein Hund, um sich auf mich verlassen zu können.


    Darum fahre ich zum Hundeplatz.

    Bei uns im Revier läuft immer ein Mann mit drei Hunden: Zwei kleinen French Bullys und eine Cane Corso Hündin. Die Bullys sind immer an der Leine, die Cane Corso Hündin läuft immer ohne Leine. Die Bullys pöbeln auch übel bei Hundebegegnungen, aber die Cane Corso Hündin steht über den Dingen. Trotzdem habe ich immer ein ungutes Gefühl, wenn wir einander begegnen und Chia dann an der Leine pöbelt und ich mich oft frage, wann es der Cane Corso Hündin zu dumm wird und sie meine Chia schreddert.


    Mir wäre es auch lieber, er nähme seinen Hund an die Leine, wenn ich meine anleine. Er hat seinen Hund durchaus unter Kontrolle, aber mein Wohlgefühl sinkt schon, wenn wir uns begegnen.


    Und genau darum nehme ich meine Hunde an die Leine und weiche aus, damit sich keiner vor uns fürchten muss und das ist eigentlich die Grundlage der Höflichkeit und eines freundlichen Miteinanders.


    Ich bin da auch ganz bei Holger: Meine Hunde könnten sich sicher wehren, aber ich will es auf keinen Fall darauf ankommen lassen und bemühe mich von meiner Seite, kein Risiko einzugehen.


    Ich bin auch schon diejenige gewesen, die ihre Hunde nicht im Griff hatte und mir war das unendlich peinlich ... dann wäre ich froh, Holger zu begegnen und nicht HSH, denn ich bin fehlbar und meine Hunde sind es auch. Ich bin dankbar, wenn dann jemand freundlich und höflich bleibt und die Situation nicht eskaliert oder meine Hunde verletzt werden, weil der Hundehalter sich auf das Faustrecht beruft.

    einfach nur weil alles andere stressig werden kann, also ich rede hier von DSH.


    Zwei Hände, zwei Hunde.


    Die Hunde sind sich meist leider 100%-ig einig darüber, dass die Katze da jetzt gejagt werden muss. Und dann könnten 12 Pfoten eine Kraft auf den Boden übertragen der die meisten Menschen wohl nicht mehr genug entgegensetzen können.

    ... und genau darum lege ich so viel Wert darauf, dass meine Hunde nicht auf die Idee kommen, Katzen zu jagen.


    Ich war auch mit drei Hunden unterwegs - einst mit einer LSH-DSH-Hündin und zwei Leos. Aber da musste sich nie jemand fürchten, wenn er uns entgegen kam, weil die Hunde alle so erzogen waren, dass sie mich nicht von den Füßen zogen oder an der Leine pöbelten.


    Aber es kommt auf die Hunde an. Mit Elvis lief ich immer alleine, weil ich den kaum halten konnte. Noch ein Hund mehr wäre für mich eine Überforderung gewesen.


    Aber mit Bene, Chia und Lyssi liefen wir sehr entspannt. Bene ist unkompliziert und pöbelt nicht. Lyssi war ein Streberhund und wenn Chia losflitzte, blieben Bene und Lyssi bei mir.


    Ich hatte mir zwar einen Jogginggürtel gekauft, um zwei Hunde daran fest zu machen und beide Arme für Chias Bärenumarmung frei zu haben, wenn wir Hunden begegneten, aber ich hätte Benes und Lyssis Leine auch auf den Boden legen konnen und "Bleib" sagen - das hätte auch geklappt.

    Ich denke, @Azemba kann den Brummi sehr gut einschätzen und ich bin auch ganz sicher, dass sie ihn keinesfalls überfordern wird oder ihm etwas zumutet, für das es noch zu früh ist.


    Aber ich denke auch gerne mal in die Zukunft ... und zwqar viel weiter nach vorne, denn wenn es mit unserem Welpen klappt, wird der vermutlich wieder ca. im Mai geboren und ich überlege schon jetzt, wie ich das dann mache, dass ich mit Chia weiter trainieren kann, aber die Welpengruppe mit dem Nachwuchs trotzdem besuchen kann :D


    Ich weiß nnatürlich auch, dass wenn man den lieben Gott zum lachen bringen will, man Pläne schieden sollte - trotzdem verstehe ich den Gedankengang gut, sich zu überlegen, ob die Kastration auch die Grundlage legen könnte, dass der Brummi auf dem Hundeplatz weniger gestresst ist und so lernt, mit Hundebegegnungen gelassen umzugehen.


    Ich habe deutlich gemerkt, dass Chia das Training "ansprechbarer" gemacht hat und dass sie ohne das Training mit anderen Hunden wieder weniger ansprechbar geworden ist. Das bessert sich gerade wieder, aber ich freue mich auch sehr darauf, wenn wir endlich wieder zusammen loslegen können.


    Aber - und ich schrieb es schon: Mein Ziel ist es, dass sich der Hund durch das Training wohler fühlt. Dazu müssen die Trainer meinen Hund richtig einschätzen und den Trainingsweg so wählen, dass er für Chia passt. Was daraus wird, werden wir dann sehen. Die BH wäre schön. Agility käme auch in Frage, aber ich nehme, was mein Hund anbietet, freue mich, wenn er mir sogar noch was drauflegt, aber im Vordergrund steht immer, dass sich mein Hund dabei wohlfühlt.


    Ich bin sicher, dass @Azemba das exakt auch so sieht: Das Training auf dem Hundeplatz - so es in absehbarer Zeit möglich werden sollte, muss dem Brummi mehr Wohlbefinden ermöglichen und steht nicht unter der Überschrift: Der muss eine Prüfung absolvieren und eine 1A Unterordnung laufen. Wenn er das dann tut, dann ist das Super! Viel wichtiger ist es aber, einen Weg zu finden, ihn auf Hundebegegnungen vorzubereiten, damit er gelassen damit umgehen kann.


    In unserem Verein ist das möglich, aber ich fahre dafür auch über 30 Kilometer für einen Weg, weil die OGs, Hundeschulen oder Gebrauchshundevereine, die in näherer Umgebung liegen, auch gleich mit "verhaltensauffälligem Hund, der mit Maulkorb und Erziehungshalsband gesichert werden muss" anfingen und es genau das ist, was ich - genau wie @Azemba, für meinen Hund ablehne.


    Beim Brummi drängt die Zeit nicht - wenn die Trainerin eine Empfehlung für ein Gruppentraining ausspricht und der Verein mit seinen Trainern für den Brummi passen soll, muss man sich die Zeit auch nehmen, das Richtige zu suchen und ich habe da keine Sorge, dass @Azemba vom wilden Ehrgeiz getrieben wird und morgen anfängt, nach Hundesportvereinen zu suchen, die zum Brummi passen ;)


    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es 6 Monate geht, bis die Kastration auch im Kopf angekommen ist. Bei meinen Hengsten, die zum Wallach wurden, wurde mir vom Tierarzt immer geraten, die Pferde noch mindestens sechs bis acht Wochen wie einen Hengst zu behandeln - aber die waren meistens noch so jung, dass sie im Kopf noch nicht mal kapiert hatten, dass sie ein Hengst sind. Bei einem hormongetriebenen Brummi würde ich auch davon ausgehen, dass er vielleicht noch ein bisschen mehr Zeit braucht. Aber auch er wird dann froh sein, wieder Hund sein zu dürfen und nicht nur Rüde.

    Holger, ich gebe Dir absolut Recht: Wenn ich ein Entgegenkommen erwarte, dann bitte ich hoflich darum und sage dann selbstverständlich auch danke.


    Aber ich parke meine beiden Hunde auch immer am Wegesrand - wo möglich, da wo ich sogar noch etwas vom Wegesrand entfernt bin, damit der vorbeilaufende Hundehalter wirklich sicher an mir und meinen Hunden vorbei laufen kann, denn Chia neigt zum Pöbeln und ich kenne ihre Wohlfühldistanz und kann sie zur Not mit der "Bärenumarmung" sichern. Das geht aber schlecht, wenn ich mit meinen beiden Hunden an dem einzelnen Hund vorbei muss.


    Wobei ich auch außer mit meiner Lieblingsfeindin, noch nie mit anderen Hundehaltern Stress hatte, wenn ich zur Seite ging und wartete - ich denke, die sind dankbar, dass ich ausweiche und ihnen genug Platz lasse und sie sicher sein können, dass ich meine Hunde unter Kontrolle behalten kann.


    Meistens bedanken sich die 1-Hundehalter dann bei mir, dass ich ihnen großzügig ausweiche - allerdings schaue ich auch rechtzeitig, dass ich eine weite Stelle finde, an der ich ausweichen kann und erwarte nicht, dass sich jemand an mir vorbeiquetschen muss und rikiert, dass einer meiner Hunde die Passierenden erschreckt - und ich sage auch: "Moin! Gehen sie ruhig vorbei - alles gut, meine sind laut, aber nicht gefährlich." Meistens lachen die Leute dann und laufen mit einem freundlichen Gruß vorbei.


    Aber Voraussetzung ist immer gegenseitige Achtsamkeit und Respekt und dass man eben dann, wenn man erwartet, dass der andere vorbeigeht, das auch freundlich formulöiert und Bitte und Danke nicht vergisst.


    Bei Rübeln kann ich mich aber auch aufregen und verstehe auch Dich, Holger.