Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    DAS SIND SOOOOOO TOLLE NEUIGKEITEN!!! :thumbup:


    Ich kann auch sehr gut nachfühlen, wie wohl dieses Gefühl tut, wenn man die Begeisterung des Hundes fühlen kann und er so ganz bei einem ist. Darin badet man wie in einem wohlduftenden Schaumbad!


    Ich glaube auch, dass vieles besser wird, wenn die Hormone dem Brummi nicht mehr durchs Gehirn tanzen. Ich merke gerade, welchen Einfluss Hormone auf das Wesen des Hundes haben. Chia wird anhänglich, aber auch jengelig und ungeduldiger, als sie es außerhalb ihrer hormongeschwängerten Zeit ist.


    Insofern bin ich sicher, dass das Alleinbleiben wieder leichter für den Brummi wird - oder eben das Training besser bei ihm ankommt, wenn er sich darauf konzentrieren kann.


    Ich habe übrigens neulich mein "Schnüffelpuzzle" beim Einräumen der Hänge- und Wackelbrücke in die Pferdebox geräumt habe, in der ich meine Parcoursteile lagere. ob das ein Zeichen war? Und dann Deine ansteckende Begeisterung ... hmmm ... vielleicht sollte ich Chia auch mal wieder schnüffeln lassen? :/

    Holger, ich danke Dir sehr dafür, dass Du Dein Elli-Buch für uns geöffnet hast. Es ist ein ganz wunderbares Geschenk Deiner Freundin und ich bin sicher, dass sie Dich sehr liebt und versteht, denn Ihr Geschenk geht zu Herzen, aber es ist vermutlich auch ein Trost, in Deinem Jahr mit Elli blättern zu dürfen, um die Erinnerung aufzufrischen und dabei irgendwann auch lächeln zu können.


    Sie werden uns immer fehlen - die, die uns über die Regenbogenbrücke voraus gegangen sind, aber wir dürfen den Schatz der Erinnerung hüten und wissen, dass wir sie dadurch nie so ganz verlieren werden ... der Tod ist die Grenze des Lebens, nicht aber die der Liebe.

    Der Hund hat den Wesenstest nicht bestanden?

    @Timur Ich hatte es schon an anderer Stelle geschrieben und wiederhole mich jetzt, aber wäre es möglich, dass Du Dich - einfach um die Höflichkeit zu wahren - doch mal eben vorstellst, bevor Du Dich in die Diskussionen einklinkst? Wir wissen alle gern, wer hinter dem Nickname steckt.

    Ruebchen Normal bedeutet auch bei Chia, dass sie durchaus auch fliegen könnte, wenn nur die Startbahn lang genug wäre, um mal ordentlich Anlauf mit entsprechendem Tempo nehmen zu können. ;)


    Aber ich bin auch ganz sicher, dass sich Ero nicht mit dem Pubertier-Vrus ansteckt und dass er die BH mit bester Bewertung ablegt. Für A.J. drücke ich fest die Daumen, dass Dir in den nächsten vier Wochen auch noch genügend Ideen einfallen, wie Du den Patienten bespassen kannst, ohne dass er sich zu sehr belastet - und in 16 Wochen geht es dann auch wieder zum "Flugtraining! :thumbup:


    Wir sind heute Früh mal wieder vor Sonnenaufgang unterwegs gewesen, was sich im Nachhinein als sinnvoll erwies - aber erst mal gibt es den Sonnenaufgang über der A1:



    .... uuuuuund das usselige schwarze Böckchen haben wir auch getroffen



    mein leider ebenfalls sehr usseliges Smartphone war aber heute im Wald nicht zum Fotoknipsen aufgelegt und so habe ich das einzige Bild, auf dem man noch was erkennen konnte, mal mit einem Filter "aufgepeppt"



    Aber das Handy war heute nicht das Einzige, was mich geärgert hat ... die Jäger hatten heute offenbar eine Jagdhundprüfung bei uns im Wald.


    Das ist an sich ja kein Problem, mal abgesehen davon, dass gefühlte 100 Autos durch den Wald brausten und ich dann mal vorsichtshalber meine Hunde zur Seite nahm. Gerade, als ich Chia angeleint hatte, näherte sich ein SUV von vorn und der Fahrer bremste neben uns und ließ das Seitenfenster runter. Chia fand zwar, dass sie ihrem Unmut erst mal Ausdruck verleihen muss, aber zu meinem Erstaunen verstummte sie, als ich "AUS! sagte ... WOW! Sie ließ ich sogar neben mir ablegen und fing auch nur nochmal kurz an zu bellen, als sich der Fahrer aus dem Fenster lehnte.


    Das Jägerlein, ein smarter Jungspund, rüffelte uns dann auch gleich an, dass hier gleich eine Jagdhundeprüfung statt findet und ich bitteschön den Wald mit meinen Hunden verlassen sollte, weil jetzt Fährten gelegt werden.


    Gut - ich würde es auch nicht gut finden, wenn mir jemand durch die Fährte latscht, aber wenn man sicher gehen möchte, dass das nicht passiert, sollte man so eine Veranstaltung eben auch mal ankündigen und nicht die Anwohner aus dem Wald vertreiben, denn der ist Eigentum meines Nachbarn. Also zitierte ich auch den Satz, den mein Nachbar in so einem Fall anwendet: "Und wieviel Hektar gehören Dir denn so hier, dass Du denkst, dass Du irgendwelche Rechte hast?"


    Der Jüngling meinte, dass er als Jagdpächter das Recht hat, in diesem Wald zu jagen. Das konnte ich ihm zwar nicht absprechen, aber es ist nun einmal so, dass die Jagd oder eine jagdliche Prüfung angekündigt werden muss, denn niemand kann davon ausgehen, dass an einem Samstag niemand den Wald betritt, weil eventuell die Jäger eine Veranstaltung geplant haben.


    Und genau das sagte ich ihm auch. Da meinte er, dass er wohl nicht alle Einwohner von Fladderlohhausen und Grandorf informieren kann, um eine Veranstaltung anzukündigen. Ich fragte ihn dann, ob er Internet hat. Als er mich dann fragte, was das damit zu tun hat, sagte ich ihm, dass er sich lediglich die Emailadressen der Anwohner (also 3 Emailadressen) besorgen müsste, um uns und unsere Nachbarn zu informieren und die beiden Zufahrten zum Wald entsprechend sichern müsste.


    Nachdem er aber keinen Grund dazu sah, erklärte ich ihm, dass ich 600 Meter von seiner Prüfung entfernt Pferde halte und wenn die Jäger im Wald rumballern, um die Schußfestigkeit der Hunde zu überprüfen, dann könnte es sein, dass sich meine Pferde auf dem Paddock erschrecken, den Zaun niederrennen und eventuell dann zu einer Gefahr werden könnten, denn wir wohnen zwischen den Schienen der Nordwestbahn und der A1. Überdies sind meine Nachbarin und ich öfter mal zu Pferd in diesem Wald unterwegs und wenn sich so ein Pferd erschreckt und durchgeht und dann die Nordwestbahn seinen Weg kreuzt, könnte das nicht nur zum Nachteil des Pferdes, sondern auch des Reiters sein. Mal ganz abgesehen davon, dass in diesem Wald auch Pilzsucher und Familien mit Kindern unterwegs sein können, die man vorwarenen sollte.


    Wir hatten ja letztes Jahr um die gleiche Zeit schon die gleiche Diskussion mit den Lorser Jägern, als das Pony meiner Nachbarin stieg und durchging, weil die Jäger ihr Hundetraining im Wald durchführten - natürlich nicht angekündigt. Mein Nachbar hat sich die Jungs dann auch zur Brust genommen, denn wenn es um seine Freundin geht, versteht er keinen Spaß. Die Jäger versprachen dann auch, uns zu informieren, wenn sie eine Veranstaltung planen und wir haben in den zwei Stunden, in denen das Training statt fand, für die Zeit den Wald gemieden.


    Dass wir aber jedes Jahr die gleiche Diskussion führen müssen und man mir erklärt, dass ich mit meinen Hunden nicht durch den Wald laufen darf, ärgert mich sehr. Ich habe dem Jüngelchen dann angeboten, dass er mit seinen Jagdkumpanen doch einfach mal vorbeikommen soll, damit wir und unsere Nachbarn mit den Jägern einen Weg finden, dass man uns nicht einfach einschränkt, sondern wir informiert werden, wenn es Veranstaltungen gibt, bei denen es störend ist, wenn wir mit unseren Hunden im Wald unterwegs sind.


    Ich bin ja keinesfalls uneinsichtig und stur, aber ich wohne nun mal am Wald und wenn die Jagdgesellschaft der Meinung ist, dass sie alle Rechte haben und wir hier als Anwohner keine, dann bedarf das der Klärung.


    Was mich aber nach dieser Diskussion freute war, dass unsere Nachbarin mir mit ihrem Jack Russel entgegenkam, der sofort loskläffte und Chia nur einen kurzen Beller zu ihm schickte und dann mit mir und Bene weiterlief . vielleicht liest sie ja hier mit und denkt gerade drüber nach, ihr Image zu verbessern? :D

    Oh ja, das wäre wunderbar, wenn Colin quasi als Geburtstagsgeschenk ein neues Zuhause bekommen würde, in dem all seine Ansprüche erfüllt werden können und wo er dann auch ein ganzes, glückliches Hundeleben lang bleben kann.


    Meine Daumen sind ganzu fest gedrückt!

    Ihr habt Recht: Wir brauchen vermutlich einen Stuhlkreis, um uns gegenseitig zu trösten, Mut zuzusprechen und um uns daran zu erinnern, dass ja trotzdem noch vieles klappt. Bei Chia ist es das Brunnenspiel und das Balancieren.


    Aber durchs Tor abflitzen würde ich Chia momentan auch zutrauen, lieber Holger und ich versuche möglichst nicht sauer zu werden und Verständnis für meinen Hund aufzubringen, aber zwischendurch frage ich mich dann auch, ob die Chaosfürstin meine pazifistische Grundeinstellung schamlos ausnutzt und damit meine Grundsätze doch irgendwann ins Wackeln bringt :evil: .


    Auch das mit der kurzen Zündschnur kenne ich zu gut, Ruebchen. Wobei es bei Chia eher so ist, dass die einfach dreister wird und Bene ihr ab und an mal wieder erklären muss, dass sie ihre Renitenz gegen die Obrigkeit nicht übertreiben sollte. Erst vor ein paar Tagen wollte Chia Benes Napf kontrollieren, während Benes Schnauze noch drin war. Über eine solche Dreistigkeit war Bene dann zum Glück erst mal so verblüfft, dass sie nicht darauf reagierte, aber ich habe dann Chia mal kurz den Unterschied zwischen "mein" und "Dein" erklärt.


    Ich kann also Deinen A.J. gut verstehen. Man darf nichts tun, das niedere Volk probt den Aufstand und die Energie kann nirgendwo hin. Da kann man schon mal die Contenance verlieren. Wie lange muss er sich noch mit dem Schonprogramm arrangieren, bis er wieder aufgebaut werden kann?

    Nun hatte ich gehofft, dass ich mit Chia am Sonntag wieder ins Training einsteigen kann, denn eigentlich erwarte ich ja auch, dass sie in Kürze läufig wird und in weiser Voraussicht habe ich dann doch noch mal auf der Seite vom Verein geschaut ... und das Training ist erneut abgesagt worden :(



    Natürlich ist es richtig und vernünftig, keine weiteren Ansteckungen zu riskieren, aber mir fehlt das Training im Verein momentan schon sehr ... und wenn Chia nun läufig wird, verlängert sich unsere Pause um weitere drei Wochen.


    Also werde ich wohl meinen inneren Schweinehund in seinen unmotivierten Hintern treten müssen und mich aufraffen, um mit Chia zuhause was zu machen. Ich merke nämlich leider auch, dass Chias Leinenpöbelei wieder deutlich zunimmt und sie kaum zu beruhigen ist, wenn beispielsweise unser Nachbar uns entgegen kommt.


    Auch die Leinenführigkeit lässt neuerdings zu wünschen übrig - obwohl sie ja nun wieder überwiegend ohne Leine läuft und sich auch auspowern kann. Aber scheinbar ist alles, was dieser Hund je gelernt hatte, von der Festplatte gelöscht. Als hätte jemand auf RESET gedrückt und Chia auf Werkseinstellung zurück gesetzt.


    Das Brunnenspiel klappt nach wie vor hervorragend, aber Ablegen und Bleib ... das geht gerade gar nicht mehr. Nicht mal mit einem Keks zwischen den Pfoten. Der ist sowas von uninteressant, dass er einfach liegen gelassen wird.


    Ich dachte eigentlich, dass wir die pubertäre Renitenz hinter uns gelassen hätten, aber entweder kommt mit den Läufigkeitshormonen wieder bunte Knete in ihrem Kopf an oder ihr fehlt das Training auf dem Platz.


    Ein bisschen was tue ich ja auch mit den Hunden und gerade das Balancieren scheint sich sehr positiv auf Chias Aufmerksamkeit auszuwirken. Aber halt nicht auf ihre Motivation, Kommandos umzusetzen.


    Ich will heute mal wieder das Apportieren wieder ein bisschen auffrischen, denn auch da ist Chias Tendenz zum Beute sichern wieder gewachsen. Noch vor zwei Wochen brachte sie mir alles wieder und legte es mir sogar in die Hand. Jetzt rennt sie los - gerne auch ohne Freigabe - schnappt sich den Futterbeutel oder den Ball und dreht damit erst mal eine große Runde, auf der der apportierte Gegenstand dann auch gerne mal abgelegt und liegengelassen wird.


    Manchmal möchte ich Gast in ihrem Chaosfürstinen-Gehirn sein, um zu verstehen, warum sie tut, was sie so tut :/

    Bitte entschuldige, aber ich musste auch lachen, als ich mir bildlich vorstellte, wie Du und der Brummi im Nebel stehen und Euch voreinander erschreckt :D


    Obwohl ich Dich ja schon sehr bewundere, dass Du Dich bei Nacht und Nebel vor die Tür traust und mir ganz sicher schon 5 Meter nach der Haustür die Düse gehen würde - aber das Kopfkino, wie ihr Beide vor schreck hüpft ... das ist einfach zu gut. :thumbup:


    Das mit dem erneuten Wasser abstellen ist ja nun wirklich extrem nervend. Bei uns war mal die Brunnenpumpe ausgefallen und wir mussten einen halben Tag ohne Wasser auskommen, bis dann die Pumpe repariert war. Man merkt dann erst, wie oft man zum Wasserhahn rennt, wenn dann nichts rauskommt und man einfach nur dankbar ist, dass so ein Wasserabstellen "nur" die Ausnahme und nicht die Regel ist. Ich wünsche Euch, dass Ihr auch diese Ausnahmesituation noch mal gut übersteht ... und wenn Du den Brummi beim Tierarzt abgibst und abholst, kannst Du vielleicht auch noch das Kunden-WC benutzen ... ist dann wahrscheinlich im Preis inbegriffen ;)


    Ich bin aber ganz sicher, dass der Brummi ganz schnell wieder Dein ganz entspannter Lieblingshund sein wird, wenn die Hormone runtergefahren sind. Vor allem, dass Du wieder tagsüber mit ihm Laufen gehen kannst, ist ein großer Gewinn. Ich finde es nämlich schon gruselig, dass es hier um halb acht noch relativ dunkel ist und der erste Teil des Weges in der Dämmerung zurückgelegt werden muss. Aber es wird auch quasi mit jedem Meter, den wir gehen, heller und der Nebel lichtet sich. Wenn er aber dichter würde ... dann wären meine Gassirunden vermutlich ziemlich kurz ... einmal um den Hof würde ich mich vielleicht noch trauen.


    Ich wünsche Dir und dem Brummi auf jeden Fall jetzt schon, dass Deine Ziele, die Du Euch gesteckt hast, alle erreicht werden können und jeder Tag ganz viele Erfolge und freudvolle Momente für Euch bereit hält! :*

    Während meine Damen ionzwischen wieder auf dem Weg der Genesung sind, respektive Chia wieder fit ist, keucht nun Fredy, der Berner DSenmnenfreund meiner Mädels. Sein Frauchchen rief mich gestern an, dass wir diese und nächste Woche wohl unsere Gassiverabredungen canceln müssen und im Hintergrund hörte ich den armen Fredy husten.


    Das ist wirklich eine fiese Seuche und ich kann nur hoffen, dass sich die Lage rasch wieder beruhigt und die Husterei bald überstanden ist.


    Wir haben heute Früh mal wieder das Brunnenspiel gespielt und Chia hat so super mitgemacht, dass ich selbst ganz verblüfft war, wie viel Spaß ihr das Umrunden macht.


    Momentan ist sie tatsächlich auch deutlich mehr bei mir. Ob das vielleicht mit dem Balancetraining zusammen hängt? Es wird ja tatsächlich auch geschrieben, dass es die Bindung festigt ... hmmm. Auf jeden Fall ist es aber eine gute Abwechslung für den Winter, denn ich habe die Balancepads inzwischen ins Wohnzimmer geschleppt und bin damit auch unabhängig vom Wetter oder der Uhrzeit - ab nächster Woche ist es ja dann wieder eine Stunde früher dunkel, aber dafür auch wieder früher hell und das kommt mir auch sehr entgegen, denn inzwischen laufe ich um 7.30 Uhr los und da wird das Risiko wieder größer, auf dem Rückweg den Stockschwingern, Joggern und den Gassihausfrauen zu begegnen.


    Momentan wandern wir aber noch in den Sonnenaufgang und durch die Morgennebel:


    Chia hat mal wiedr eine halbe Baumkrone mitgenommen und versucht sie zu schreddern, bevor ich das Spiel verderben kann :evil:

    ... und darum denke ich immer an @Pinguettas Worte, dass Schäferhunde untereinander eben die gleiche Sprache sprechen und sich verstehen, während der "Bassett-Kiffer" eben gar nicht weiß, wass der spitzohrige Typ, der sich dür den Parkwächter hält, von ihm will ;)

    Also ich habe tatsächlich auch so ein Multitool-Minimesser dabei. Aber damit kann man sich bestenfalls die Fingernägel sauber machen oder eben im Notfall eine Leine durchschneider, wenn sich der Hund mit der Schleppleine gnadenlos verheddert hat ... oder eben erste Hilfe leisten ... oder eine Flasche Wein entkorken ;)


    Als es hieß, dass bei uns im Wald ein Wolf gesichtet wurde, habe ich tatsächlich überlegt, ob ich mir jetzt ein Pfefferspray kaufe, falls ich meine Hunde beschützen muss, aber ich bin dann in der Zeit dann doch lieber mit einem Stock in der Hand mit den Hunden gelaufen, um den notfalls gegen den Wolf zu werfen, damit der sich verzieht. Ob er das getan hätte? Ich weiß es nicht, aber mehr Abwehr empfand ich nicht für nötig und ich glaube, mir hätte der Wolf auch sehr leid getan, wenn ich ihn mit Pfefferspray besprüht hätte.

    Ich denke, wenn die Zwerge bei Euch sind und Romeo sie dann nicht versucht zu kontrollieren, dann vermutlich, weil er weiß, dass Du das selbst erledigen kannst und seine Hilfe nicht brauchst. Deine Mutter ist für ihn nicht "der Fels in der Brandung" und da muss er vermutlich dafür sorgen, dass keiner verlorengeht.


    Ich dachte übrigens auch, dass Chia "spielt", wenn sie mit der ganzen Hundemeute im Verein herumtobt. Aber seit wir mal bei einem Trainer waren, der mir anhand von Chias Verhalten ganz klar sagte: "Die hütet!", beobachte ich häufig, dass sie wirklich immer wieder versucht, die Kontrolle über die anderen Hunde zu erlangen, damit denen nichts passiert. Speilen ist ja im Grunde für einen Hund nicht stressig, aber ständig auf jemanden aufpassen zu müssen, der sich der Kontrolle entzieht (sich ins Schlafzimmer zurückzieht, wo Romeo nicht hin soll), das ist extrem stressig.


    Insofern beobachte ich nun genau, ob mein Hund entspannt bleibt und spielt oder ob sie die anderen Hunde bedrängt und auffordert, sich in die Richtung zu bewegen, in die Chia sie treiben möchte.


    Wenn ich Stresssymptome bemerke, rufe ich Chia zu mir und versuche sie abzulenken, damit sie sich entspannen kann und merkt, dass es nicht ihre Aufgabe ist, alle unter Kontrolle zu bringen - und die Welt sich weiterdreht, wenn sie die anderen nicht hütet.


    Aber das Problem wird vermutlich sein, dass Romeo Deine Mutter nicht zutraut, dass sie die Zwerge unter Kontrolle behält und das auch noch in einer nicht so vertrauten Umgebung, wo er vermutlich auch noch angespannter ist, weil ihm die vertraute Sicherheit fehlt und er darum noch aufmerksamer sein muss.


    Wahrscheinlich tritt irgendwann die Gewohnheit ein und Romeo kann sich mehr entspannen, wenn er merkt, dass die Zwerge sehr gut selbst auf sich aufpassen können und Deine Mutter die Situation auch ohne ihn im Griff hat.

    Ich bin da ganz bei Dir, Holger. Mir widerstrebt es auch, ein Pauschalurteil zu fällen oder gar - wie auch schon in Social Medias geschehen, quasi zur Lynchjustitz aufgerufen wird.


    Aber ich habe auch Hunde, die durchaus den Gehorsam verweigern können, wenn ich den anderen Hund zu spät sehe. Natürlich habe ich gerade meine Chaosfürstin an unübersichtlichen Stellen mit der Leine gesichert, aber wenn meine Hunde mögliche Spielgefährten treffen, wollen die da auch gerne hin und wenn ihnen das gelingt, bin ich schuld, weil ich es verpasst habe, rechtzeitig zu reagieren. Nicht meine Hunde. Wenn also jemand eine Sanktion erfahren muss, bin ich das.


    Ich bin auch schon niedergemacht worden, wenn meine Hunde lustig auf ebenfalls freilaufende Hundekumpels zugerannt sind. Gut, ich bin natürlich davon ausgegangen, dass wenn jemand seinen Hund nicht anleint, ich meine auch nicht anleinen muss, aber ich habe gelernt: Der Schäferhund ist immer der Böse und darum nehme ich meine Hunde dann eben an die Leine.


    Aber - und ja, ich mag da auch ein kleines Vorurtel pflegen - bislang war es immer der Jack Russel, der meine Hunde attackierte. Sammy, der Hund meiner Nachbarin zur Linken stürzte sich auf Chia - Bene verteidigte ihre Freundin. Aber nun ist sie der böse Schäferhund, der den armen Russel anging. Zur Rechten ist es Becks, ebenfalls JRT, der Bene ins Kinn biss, obwohl die ganz friedlich neben meinem Mann lag, der sich mit dem Nachbarn unterhielt. Da floss sogar Blut, denn der Jack Russel hat gleich richtig zugebissen und Bene hat sich nicht mal gewehrt.


    Dann der JRT, der meinem Joe die Flappe tackerte.


    Die Jack Russels, die ich kannte oder kenne, sind eher von der Sorte: Ich bin hier der Chef!


    Die halten sich für riesengroß und supermanstark und bislang musste ich immer meine Hunde vor den JRT beschützen und nicht umgekehrt. Vermutlich hatte sich der Jack Russel Terrier auch sehr gut selbst schützen können.


    Ich will aber auch keinesfalls Partei für die Schäferhundhalterin ergreifen, denn sie hätte ihren Hund, wenn er nicht zuverlässig abrufbar ist, an der Leine sichern müssen. Aber wie Holger eben auch schrieb: Wenn ein Hund auf mich und meinen Hund zurennt, dann stelle ich mich vor meinen Hund, blocke den anderen Hund ab und bitte den Besitzer, seinen Hund zu sich zu rufen und steche nicht ohne Vorwarnung den Hund ab, weil ich das Gefühl habe, meinen Hund schützen zu müssen.


    Ich bin auch keine Freund von Pfefferspray, aber wenn ich so eine Angst um mein Hündchen habe, dann stecke ich eben sowas ein und warne dann vor, dass ich es benutze, wenn der auf mich zurennende Hund nicht sofort zurückgerufen wird.


    Mir macht es ehrlich gasagt große Sorgen, dass Leute mit Messern in der Tasche rumlaufen dürfen und es dann auch noch benutzen - wir sind nicht im Mittelalter und es gilt nicht das Faustrecht.


    In einer Gesellschaft zivilisierter Menschen sollte es möglich sein, zu kommunizieren, um ein Problem zu lösen und es gibt andere Möglichkeiten, meinen Hund zu schützen, als den anderen Hund abzustechen.

    Einen schlauen Tip habe ich leider nicht. Es ist aber auch schwierig, die Situation aus der Ferne zu bewerten. Welche Intention steckt hinter Romeos Verhalten?


    Ich kann nur von meinen Mädels ausgehen und die zeigen in der Begegnung mit anderen Hunden ein klares Hüteverhalten. Chia extremer als Bene, aber beide mögen es gar nicht, wenn sie die anderen Hunde nicht unter ihre Kontrolle bringen können. Chia ist beispielsweise extrem gestresst, wenn auf dem Hundeplatz der Freilauf losgeht. Die Trainer meinen, ich müsste sie dann kurz aus der Situation rausnehmen, in einer ruhigen Ecke ein paar kleine leichte UO-Übrungen machen, damit sie runterfährt und sich wieder auf mich konzentriert.


    Wenn wir Besuchshunde da haben, ist Chia aber entspannter, denn dann passe ich ja auf alle auf und sie kann die Kontrolle an mich abgeben - auf dem Hundeplatz traut sie mir das nicht zu :/


    IOnsofern denke ich auch, dass Deine Mutter aus Romeos Sicht keine Kontrolle übernehmen kann, weshalb er dafür sorgen muss, dass die Hundezwerge nicht außer Kontrolle geraten.


    Wie ist es denn, wenn Du dabei bist? Reagiert Romeo da auch so extrem auf die Zwerge?