Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Boss und Luna


    Danke für Eure Ideen und Inspirationen :*


    Ich denke, ich bleibe momentan bei den Balanceübungen, denn das entspannt Chia am besten.


    Beim Suchen ist sie leider wieder sofort im "On-Modus". Ich habe mir jetzt noch mal eine 15 Meter-Schleppleine bestellt, weil sie sich auch gleich animiert fühlt, loszupreschen und Action zu machen und ich hoffe, dass ich sie dann an der Leine ein bisschen gebremst bekomme. Obwohl ihre Leinenführigkeit derzeit wirklich sehr zu wünschen übrig lässt ... ich glaube, das letzte Mal, dass sie so zog, ist sehr, sehr lange her.


    Man merkt einfach, dass da sehr, sehr viel Energie drin steckt, die dringend gebraucht werden will und wir müssen noch bis Dienstag langsam machen. Das Problem ist bei ihr ja auch nicht der Bewegungsapparat, sondern die Lunge. Das heißt: Sie soll in einer ruhigen Atemfrequenz bleiben und das gelingt in dem Moment nicht mehr, in dem sie sich auf Arbeit freut und ihre gesamte Motivation hochfährt.


    Der Tierarzt erlaubte ja schon nur mit Bauchschmerzen den normalen Spaziergang und ich merkte, dass sie wieder hörbarer atmete, nachdem wir abends mit Fredy unterwegs waren. Natürlich kann es auch sein, dass die von mir zusätzlich verabreichten Hustenkräuter im Zusammenhang mit der vermehrten Bewegung den Schleim lösen und sie darum mehr "rasselt" oder hin und wieder hustet, aber ich möchte jetzt einfach auch nichts mehr riskieren, denn nochmal Antibiotika würde ich sehr gerne vermeiden.


    Sie selbst fühlt sich offenbar sehr fit, aber das kann eben auch den Medikamenten geschuldet sein und das Risiko, dass sie sich überfordert, wenn ich sie zum Arbeiten auffordere und dann außer Puste gerät, ist einfach gegeben.


    Das Beutelsuchen macht ihr auch sehr viel Spaß - aber sie findet leider auch, dass das, was sie findet, eben dann auch ihrs ist und sie damit abzwitschern muss, um die Beute vor mir in Sicherheit zu bringen.


    Bevor sie krank wurde, hatten wir das Suchen und Apportieren auf ein gutes Level gebracht. Sie gab ihre Beute ab, freute sich ober das Lob und die Belohnung und fühlte sich nicht genötigt, vor mir abzuhauen. Jetzt scheint sie jede Gelegenheit zu nutzen, mal richtig Gas zu geben.


    Bei Intelligenzspielen klaut sie nun die Becher und erwartet, dass ich sie ihr wieder abjage (tue ich natürlich nicht).


    Als ich das "Bring mir das richtige Spielzeug"-Spiel mit ihr machen wollte, nahm sie sich den Foxy und rannte damit durchs Haus.


    Ob die Schleppleine was bringt, werden wir sehen, aber ich denke, die Schwierigkeit ist einfach, dass sie schon aufgeregt ist, wenn ich ihr ein Spiel anbiete und sie dann eben auch wieder schneller atmet, als sie das soll.


    Also balancieren wir und um noch mehr Ruhe reinzubringen und ich denke, ich werde fürs Haus die Fitpaws bestellen, um auch mal zwischendurch ein bisschen was mit ihr tun zu können, ohne dass ich die Brücken rumschleppen muss.


    @Azemba Ja, man sieht sehr deutlich, welcher der Hunde nur darauf wartet, dass endlich der Startschuß für das große Laufen fällt ... Bene und Fredy wirken eher wie ein Rentnerpärchen und Bene nötigt meine Gassifreundin ständig, sie zu krabbeln - der arme Hund wird ja sonst nie gekrault und gekuschelt. 8o


    Tilli Danke auch Dir für Deine guten Wünsche und Deine Gedanken zum Futterentzug. Ich habe, als ich Deine Zeilen las, auch überlegt, dass mir der Griff meiner Hunde nach der kulinarischen Weltherrschaft auch noch nicht auffiel. Sie sind im Grunde noch nicht mal wirklich mäkelig. Sie haben Vorlieben und auf die gehe ich ein und dann werden die Näpfe auch ausgeschleckt. Klar wechselt der Geschmack auch mal. Beim Trockenbarf habe ich dann halt auch mal drei Tüten offen und biete den Hoheiten die Auswahl, aber wenn sie das Futter, das sie eigentlich mögen, dann verweigern, dann sind sie krank oder hormonell unausbalanciert.


    Bene ist zwar auch bei Fleisch offener für Experimente, als Chia das ist, aber ich weiß, was sie nicht mag und dann muss sie das auch nicht fressen. Klar habe ich die Päckchen mit dem Pescatore zu Anfang halt mit Rinderblut aufgepeppt, damit ich nicht so viel Fisch mit Krabben verschenken muss, aber ansonsten halte ich nicht so viel davon, aus der Fütterung einen Dreiakter zu machen und irgendwelche Soßen über das Futter zu kippen, damit es genommen wird. Bei Elvis musste ich das tun, weil er ja kein BARF vertrug und Trockenfutter nicht mochte, aber vom Nassfutter Durchfall bekam ... da habe ich Leberwurst mit Hühnerbrühe verrührt und das Sößchen über den Napfinhalt gekippt ... aber der Knabe war auch so schlau, nur die Bröckchen zu nehmen, die mit Soße bekleistert waren - die ohne Pampe blieben liegen. Also musste ich dann schlückchenweise nachkippen ...


    Insofern kann ich ein Lied von Anstrengungen rund ums Futter singen und empfinde die Vorlieben meiner Hundedamen als akzeptabel und umsetzbar und somit auch nicht als besonders anstrengend, solange sie das, was sie mögen (und was ihnen gut tut) mit Appetit annehmen.


    ... aber den Anstandsstrick würde Chia definitiv gerne so langsam wieder loswerden. Ich schrieb es ja schon, aber ihre Leinenführigkeit entfernt sich mit jedem Tag mehr vom Ideal und wenn ich bislang stolz verkündete, dass ich den Brustring am Geschirr nur bei Hundegegnungen brauche, weil mir das mehr Kontrolle ermöglicht und keinesfalls, um meinem Hund das Leinenzerren abzugewöhnen, bin ich mittlerweile hin und wieder mal versucht, die Leine doppelt einzuhängen, um den Drang nach vorne zu begrenzen.


    Ich hoffe also auch sehr, dass wir am Dienstag wieder grünes Licht für mehr Action bekommen und somit auch wieder ein Training möglich ist.

    Ich bin so froh, dass der Brummi wieder so gut frisst und die Ablenkung weitestgehend funktioniert. Ich bin ja trotz der These, dass man nächts im Feld keine Angst haben muss, schwer beeindruckt, was Du alles auf Dich nimmst, um dem Brummi entspannte Spaziergänge zu ermöglichen. Die Zeit bis zur OP wirst Du so sicher auch überbrücken können.


    Lachsöl füttere ich zwischendurch zwar auch mal, aaaber meine Erfahrung ist, dass manche Hunde nach einer Zeit der regelmäßigen Lachsölfütterung anfangen zu "fischeln". Erstmals aufgefallen ist mir das, als ich meinen Leo Elvis mit Trockenfutter fütterte, in dem viel Lachs verarbeitet wurde und in dem auch Lachsöl als Ingredienz zugefügt worden war. Irgendwann roch mein Hund wie ein alter Fisch. Ich habe dann die Sorte gewechselt und der Geruch war wieder weg.


    Darum gebe ich lieber Hanföl oder Leinöl, zwischendurch mal Dorschlebertran und nur hin- und wieder mal Lachsöl.


    Die Sache mit den Knochen ist immer schwierig zu beurteilen. Chia hat durch die Antibiose auch etwas weicheren Kot und obwohl sie eigentlich häufig Knochen und Knorpel bekommt, weil sie manchmal Abends einfach nichts anderes nimmt, als Rehhaxen und Rinderkehlkopf, ist der Kot nicht fester geworden. Gut, vielleicht hätte sie ohne die Knochen sogar Durchfall, aber ich würde einfach beobachten, ob der Kot zu fest wird. Gerade nach der OP wird er antibiotisch versorgt werden und dabei kann der Kot weicher werden, weil die AB leider nicht nur die "bösen" Keime plätten, sondern auch die Darmflora dezimieren und aus dem Gleichgewicht bringen. Chia bekommt darum momentan auch die Topinamburpaste, um die Darmflora wieder aufzubauen.


    Aber es ist durchaus möglich, dass die Knochen den Kot dann zwar festigen, aber er auch nicht zu hart wird. Das Fleischknochenmehl ist eine gute und vor allem gut dosierbare Alternative, aber für meine Hunde ist das Knochen- oder Knorpelkauen eine tolle Beschäftigung, die ich ihnen ungern verwehren würde - aber ich schaue auch immer, wie die Häufchen aussehen und reduziere dann entsprechend oder gebe auch mal ein bisschen mehr. Nach einer OP mit Bauchnaht würde ich selbstverständlich auch kein Risiko eingehen, aber wie ich schon schrieb: Chia bekommt täglich Knochen oder Knorpel und hat durch die Antibiotikagabe trotzdem weichen Kot.


    Du kannst dem Brummi aber auch immer ein bisschen Nutriplusgel-Paste geben, um ihm noch ein bisschen mehr Gewicht anzufüttern. Die ist sehr kalorienreich und je nach Menge ersetzt die Paste auch ganze Mahlzeiten und sie enthält auch viele Nährstoffe. Es gibt viele Rezensionen, in denen berichtet wird, dass es auch nach OPs, zur Rekonvaleszenz und bei zu schlanken Hunden gut hilft.


    Ob der Brummi mit dem Knochenstück um Futter gut klarkommt, ist auch ein bisschen schwierig zu beurteilen. Wenn er gierig frisst, könnte schon die Gefahr bestehen, dass er sich an dem Knochenstück verschluckt. Aber wenn das Barf aufgetaut ist, kannst Du das große Knochenstück rauspuhlen und es ihm dann separat geben.


    Ich kenne es, dass kleine Knorpelstücke im Fertigbarf sind. Im Welpenbarf konnte man das gut feststellen, denn Lyssi sortierte und spuckte die Knorpelstückchen immer erst aus und wenn sie dann das Fleisch verputzt hatte, kümmerte sie sich um die Vertilgung der Knorpelstückchen. Aber die waren auch wirklich ziemlich klein.


    Dass er das Huhn-Trockenbarf jetzt auch gut findet, hatte ich schon fast erwartet. Ich war ja anfangs sehr enttäuscht, dass meine Hunde sich gar nicht für die Bröckchen erwärmen konnten und dann mischte ich sie mit Lieblingsleckerchen und dem gewohnten Trockenfutter (das ich sonst für unterwegs nutzte) und nach ein paar Tagen blieben dann die "alten" Trockenfutterbröckchen liegen und das Trockenbarf wurde raussortiert und zuerst genommen.


    Meine Mädels mögen eigentlich inzwischen alle Sorten. Chia bekommt derzeit das übrige Welpen- und Juniorfutter (davon hatte ich ja insgesamt 20 kg bestellt) und bei Bene wechsle ich zwischen Rind, Huhn und Rind mit Lachs (das füttere ich wegen des Geruchs nur ein- bis zweimal in der Woche).


    Heute Früh wollte Bene tatsächlich auch lieber Trockenbarf und fand ihre Roastbeeftrimmings nur semilecker ;)


    Aber ein System, was meine Hunde nun zum Lieblingsfutter erklären, gibt es bei uns auch nicht :/

    Ich lasse mal nur kurz einen Tipp da, über den ich auch schon nachdachte, weil ich das Produkt überlegte im Shop anzubieten, um damit Kräuter zu vermischen und die Paste dann als Leckerchen in den Hund zu füttern.


    Es handelt sich um Schaffett. Ich hatte auch mal die Schaffettbonbons und die kamen bei meinen Hunden sehr gut an - bei meinen Kunden nicht. Darum habe ich dann auch die Idee mit dem Schaffett wieder verworfen ... wenns keiner kauft, dann macht es keinen Sinn das Produkt anzubieten.


    Aber es ist ein Fett, das auch darmgesund sein soll https://www.medpets.de/competi…XBoCAfUQAvD_BwE&var=26661


    Und was Deine Nachtwanderungen angeht, so ziehe ich nur meinen Hut vor Dir und verneige mich ganz tief



    ... ich tue wirklich viel für meine Hunde, aber Nachts durchs Feld würde ich niemalsnicht laufen - auch wenn Micha sagt, dass mir doch mit zwei Hunden nichts passieren kann und eine Gassifreundin mal sagte: "Glaubst Du allen Ernstes, da setzt sich einer stundenlang in den Wald und wartet darauf, dass Du vorbeikommst?" ... ich bin trotzdem eine bekennende Schissbux =O

    Das Alter würde mich nicht stören - Bene war auch schon sechs Jahre alt, als sie zu uns kam und Elvis hatte ich auch nur drei Jahre, weil er mit drei Jahren zu mir kam und mit sechs Jahren starb. Ich habe meine Trakehnerin Mahé mit 17 Jahren zu uns geholt. Sie war als unfruchtbar und unreitbar abgeschrieben und von der Versicherung bezahhlt worden und die Besitzerin suchte einen Rentneerplatz für sie. Jeder, dem ich erzählte, dass ich ein 17 Jahre altes, unreibares und unfruchtbares Pferd mit durchfüttern will, fragte mich warum ich das tun will. Ich habe keine Antwort darauf gefunden ... aber sie hat mich knappe 13 Jahre lang mit ihrem wunderbaren Wesen und ihrer Liebe so reich beschenkt, dass ich jeder zeit wieder JA zu einem Senior sagen würde - egal, ob Hund, Pferd oder Katze.


    Das Ausschlusskriterium für Colin ist bei mir einzig und allein, dass keine anderen Hunde oder Katzen vorhanden sein sollten ... und so gerne ich Colin ein Zuhause bieten möchte und darum auch noch einmal nachgelesen habe, wo genau seine Probleme liegen, so sehr würde ich mich grämen, wenn durch ihn eine unserer Katzen verletzt würde oder es Probleme mit Bene oder Chia gäbe ... mein Herz schlägt in erster Linie für die Seelchen, die bereits zur Familie gehören und denen gegenüber ich verpflichtet bin, ihnen Sicherheit und Wohlbefinden zu gewährleisten ... würde ein Colin deren Sicherheit und Wohlbefinden gefährden, könnte ich mir - und wahrscheinlich auch ihm - das nicht verzeihen.

    Danke Ihr Lieben. :*


    Momentan ist das größte Problem, dass Chia überhaupt nicht einsieht, dass sie geschont werden muss und sie gerade ziemlich viel Energie hat, die nicht so wirklich abgebaut werden kann.


    Auf der Abendrunde wurden wir von Fredy und Frauchen begleitet, aber entgegen meiner Meinung, dass Fredy ja eher gelassen und langsam unterwegs ist und Chia sich nicht angespornt fühlt, die wilde Wutz zu geben, hat sie es tatsächlich geschafft, Fredy zum Toben zu animieren ... und damit musste sie dann leider auch an der Leine laufen :(


    Beim Spaziergang fanden wir dann auch noch viele Pilze und begegneten anderen Pilzsammlern, die Chia dann auch anbrüllen musste. Das hat sie wirklich schon ewig nicht mehr gemacht und man merkt einfach, dass sie absolut nicht ausgelastet ist.


    Morgen werde ich mal ein bisschen was in der Reithalle aufbauen, denn heute wurden wir gleich zweimal nass und das ist aktuell nicht so ideal.


    Fotos vom Gassigehen mit Fredy, Bene und Chia habe ich heute auch:


    Für mich war es auch eine Art "innerer Reichsparteitag", dass meine These auch vom Tierarzt bestätigt wurde und er mich bestärkte, weiter so gut auf meine Hunde zu achten, um zu merken, wenn sie unpässlich sind.


    Er fand meine Sorge auch nicht übertrieben. Klar meinte er auch, dass nicht jedes Unwohlsein gleich ein Grund zur Sorge sein muss und es sinnvoll sein kann, auch mal einen Tag abzuwarten, ob sich das Problemchen nicht doch von selbst löst. Aber er bestätigte mir heute ein sehr gutes Gefühl für meine Hunde und meinte, dass er sicher ist, dass wenn ich um einen Termin bitte, die Sorge auch berechtigt ist, weil ich ja kleine Zipperlein durchaus auch sehr gut selbst behandeln kann.


    Mich beruhigte das doch sehr, weil ich mich auch ernstgenommen fühlen konnte und nicht den Vorwurf erhielt, meine Hunde zu Mäklern zu erziehen, weil ich wissen will, warum ein Hund keinen Appetit hat und mich dann eben sorge, wenn das Futter nicht schmeckt.

    Sooo Ihr Lieben,


    wir hatten heute Früh ja wieder einen Tierarzttermin und leider ist die Chaosfürstin noch nicht wieder ganz gesund. Auf der linken Seite ist die Lunge noch nicht wieder ganz frei. :(


    Also gibts noch mal einen Nachschlag von Antibiotika und den nächsten Termin am Dienstag in einer Woche.


    Sie fühlt sich natürlich sehr fit, aber der Tierarzt meinte, dass wenn sie jetzt bis Sonntag ABs bekommt,man dann am Dienstag sehen würde, ob sie wirklich ganz fit ist, denn solange sie ABs bekommt, steht sie halt auch unter dem Einfluss der Medikamente.


    Ich werde sie also noch weiter schonen müssen ... und meine Hoffnung, doch am Sonntag zum Hundeplatz fahren zu können, weil sie nach wie vor nicht läufig ist, hat sich zerschlagen.


    Sie darf zwar Gassi gehen und sie ist wohl auch nicht mehr ansteckend, aber man hört auch noch ein leichtes Atemgeräusch und somit gibt es keine Anstrengung für meine Chiamaus.


    Der Tierarzt ist wieder total begeistert von ihr gewesen. Chia wollte heute nicht auf den Tisch und weil sie eben Chia ist und der Tierarzt meinte, dass er den armen Hund nicht stressen möchte, musste er sich zu ihr runterbücken ... sie schafft es wirklich, alle um ihre Pfoten zu wickeln.


    Heute Früh wurden wir aber zu allem Unglück auch noch klitschnass, weil es wie aus Kübeln regnete - ein Glück konnte ich sie gleich zuhause in ihren Bademantel wickeln und so war sie dann auch trocken, als wir zum Tierarzt fuhren.


    Was mich aber wirklich begeisterte, war die Meinung meines Tierarztes zum "Hunde mal hungern lassen, wenn sie nicht fressen" oder um sie beim Training besser mit Leckerchen motivieren zu können.


    Chia nahm ja mal wieder keinen Keks und ich sagte dann, sie würde den Keks auch nicht nehmen, wenn sie vorher drei Tage nichts gefressen hätte. Da war der TA aber ganz entsetzt und fragte, ob ich sie denn tatsächlich schon mal drei Tage hätte hungern lassen. Ich konnte ihn aber beruhigen und ihm versichern, dass ich meine Hunde niemal hungern lassen würde und auch Chia, wenn sie schlecht frisst, immer die Nutrigelplus-Paste gebe, damit sie was in den Magen bekommt.


    Da hatte ich aber sofort seine uneingeschränkte Zustimmung, denn er meinte, dass das Problem ist, dass wenn ein Hund in den Abbaumodus kommt, der Stoffwechel aus dem Tritt gerät und dann das immunsystem, der Darm und der Magen leiden. Darum würde er auch immer dazu raten, dem Hund zumindest eben sowas wie die Paste anzubieten - auch um den Appetit anzuregen, denn je länger der Hund nichts frisst, desto weniger Appetit hat er dann meistens auch, weil eben der Magen schon schmerzt.


    Ich war sehr, sehr froh, nun meine Gedanken auch vom Tierarzt bestätigt zu bekommen und nicht in die Schublade der Tüddeltante geschoben zu werden, weil ich es nicht haben kann, wenn meine Hunde ihr Futter verweigern.


    Chia hat gestern Abend aber auch ihre 250 g Rindertartar genommen und den Rehhaxen zum Dessert nahm sie auch. Heute Früh schmeckte auch das Trockenbarf wieder und ich bin wirklich sehr erleichtert, dass Chia nicht weiter im Hungerstreik ist.


    Natürlich wäre es schön gewesen, wenn ihre Lunge heute wieder komplett frei gewesen wäre, aber ich bin schon froh, dass sie fieberfrei ist, wieder frisst, auch mental gut drauf ist und keinen Depri pflegt.


    ... und sie sang auch wieder im Auto ;)

    Ohhhhh Peinlichkeit. Ich habe es tatsächlich noch immer nicht ganz durchgelesen, aber ich hatte auch vor Kurzem ein Buch über den Freudenweg des Lernens für Hunde gekauft und darin vertiefe ich mich aktuell sehr gerne - wenn ich Zeit zum Lesen finde.


    Danke aber trotzdem für die Anregung - ich muss das Buch mal wieder vorkramen und es zu Ende lesen, damit ich berichten kann ... wobei es mich nicht ganz so fesselte, wie ich das erhofft hatte, denn sonst wäre es längst ausgelesen :/

    Unterordnung ist bei ihr ein ganz anderes Level im vergleich zu meinem Ehemaligen Rüden. Ein "Nein", "Aus" oder "Hier" bei Rückruf wird instant umgesetzt und dabei mussten wird das nicht stark üben.


    Ist der Unterschied wirklich so stark zwischen Rüde und Hündin?

    Nein, das Wesen des Hundes ist entscheidend. Das Geschlecht ist nicht entscheidend. Die Unterschiede, welche Du jetzt bei Deinen beiden Hunden feststellst, hätten auch genau anders herum sein können. :)

    Schwierig, das so pauschal zu bestätigen. Ich finde schon, dass Hündinnen "anders" sind und auch wenn wir aktuell darüber nachdenken, vielleicht doch einem Rüden unser Herz zu öffnen, fällt mir der Gedanke noch schwer, weil ich mit meinen Hündinnen immer glücklich war und es auch bin.


    Ich habe das Gefühl, Hündinnen binden sich stärker - gut, mein Joe hatte auch eine sehr starke Bindung zu mir, aber wenn der eine läufige Hündin in der Nase hatte, schlich der sich auch vom Hof, ohne darüber nachzudenken, wie ich das finde. Meine Hündinnen respektieren die Hofgrenze und überschreiten sie nicht.


    Was aber sicher zu überdenken ist, wäre die Läufigkeit, in der man in manchen Hundesportvereinen nicht trainieren darf - da entstehen dann längere Pausen mit Hundeplatzabstinenz.


    Bislang hatte ich sechs Hündinnen - zwei aktuell - und vier Rüden. Meine Hündinnen sind dabei immer deutlich mehr bemüht gewesen, mir zu gefallen.


    Vielleicht ist es aber auch wirklich so, dass wenn man ein Faible für die Mädels hat, man sie auch gerne glorifiziert ;)

    Puh - das wäre für mich ein schwieriges Thema. Ich habe mich zwar auch schon mal von einem Junghengst getrennt, weil er eine große Karriere im Dressursport hätte haben können und ich die ihm in dieser Form nicht bieten konnte, aber ob ich mich von meinem Hund trennen könnte? Bei meinem Pferd habe ich es bereut und ich denke oft an ihn und frage mich, ob er sich bei uns nicht wohler gefühlt hätte.


    Klar, das ist eine Chance für Ghost und vermutlich sogar eine hohe Auszeichnung, dass man sie für geeignet hält, als Diensthund eingesetzt zu werden. Aber - und bitte bewerft mich für diese, meine Meinung nicht mit heißem Quark - wäre das Leben in Deiner Familie nicht vielleicht auch eine tolle Option gewesen?


    Die Frage ist natürlich, ob Du den Entscheid getroffen hast, weil Ghost sehr viel Trieb entwickelt hat und Du das Gefühl hattest, dass sie bei Dir unterfordert wäre und Du ihren Ansprüchen nicht mehr gewachsen bist.


    Das wäre für mich durchaus verständlich.


    Ich weiß aber nicht, ob die Diensthundelaufbahn für einen Hund das ist, was er sich unter einem erfüllten Leben vorstellt - die Frage wird mir auch niemand wirklich beantworten können.


    Ich meine damit nun auch nicht Ruebchen s Hunde, die auch "Arbeitskollegen" sind, denn die haben ein wunderbar hundegerechtes Leben außerhalb der Arbeit und dürfen auch Hund sein. Sie werden geliebt, gekuschelt, sie düfen auch Ausflüge machen, mal ohne Leine frei laufen und Hühner hüten. Sie leben im Rudel, dürfen mit aufs Sofa ... und sogar Fernsehen kucken ;)


    Die Diensthunde, die ich von einer Zolldienststelle kannte, lagen mehr oder minder immer in der Box im Auto, bis sie zum Einsatz kamen oder mal eben zum Lösen an den Grünstreifen geführt wurden.


    Wie die in ihrer "Freizeit" beschäftigt wurden, weiß ich nicht mehr so genau, aber von einem Bekannten, der am Zoll mit seinem Spürhund arbeitete, weiß ich, dass der Hund dann halt im Zwinger war. Aber sowas wie Hundekontakt oder Freilauf gönnte der seinem "Arbeitskollegen" nicht.


    Und was passiert mit einem Diensthund, wenn er in Rente geht? Wird er vom Hundeführer übernommen? Darf er dann ein "Hundegerechtes" Rentnerleben führen? Geht das aber überhaupt? Wenn ein Hund so hochtrainiert wurde? Kann er dann so runterfahren, dass ihm ein Leben ohne intensives Training dann reicht?


    Wird ein Diensthund bei Polizei oder Zoll nicht auch eher "verschlissen", als ein Hund im nomalen Hundesport?


    Wenn ich die Hunde vom Zoll in ihren Boxen sah, die nur zu Einsätzen oder zum Training raus kamen, denke ich mir irgendwie, dass das für die Gelenke und die Muskeln auf Dauer nicht gut sein kann. Dieses von Null auf Hundert.


    Aber das ist nur meine unfachliche Meinung und für mich sind meine Hunde Familienmitglieder, die ich nicht weggeben könnte.


    Ich wünsche Ghost aber trotzdem ein erfülltes, hundegerechtes Diensthundeleben und dass sie sich immer wohl fühlt.

    Ich glaube durchaus, dass Hunde auch mehr verstehen, als die installierten Kommandos. Es sind nicht zwingend die Worte, deren Bedeutung sie kennen, aber es ist eine Art "Gedankenübertragung" oder eine Form von "Bilder schicken", die sie interpretieren können.


    Bene hat mich auch schon oft fasziniert, wenn ich überlegte: "Gehen wir heute nach rechts oder nach links? Ach, heute ist ein schöner Tag - gehen wir nach links und nehmen den lägeren Weg" oder "Heute habe ich noch so viel zu tun, dann kürzen wir nach rechts ab." Dann biegt sie schon in die gewünschte Richtung ab, ohne dass ich was gesagt hätte oder mich schon in die Richtung orientiert hatte.


    Mit Chia habe ich klare Kommandos. Mit Bene funktioniert die nonverbale Kommunikation genauso gut, wie die verbale. Ich habe ihr nie bewusst das Wort "Langsam" beigebracht, aber irgendwann fiel mir auf, dass sie wirklich deutlich Tempo rausnahm, wenn ich ihr "Langsam!" zurief. Genauso das "Warte!"" Ich habe das nie bewusst mit ihr geübt, aber sie hat das richtig interpretiert und wartet dann auf mich. Allerdings klappt das auch mit: "Nun renn mal nicht so weit voraus!" Auch dann bleibt sie sitzen und wartet auf mich.


    Ich versuche, meine Hunde nicht zu sehr zu vermenschlichen, aber ich glaube durchaus, dass Hunde uns auf einer anderen Ebene durchaus auch verstehen.


    Allerdings funktioniert das wirklich auch nur bei Bene. Chia braucht klare Ansagen. Irgendwelche nonverbalen Kommunikationsversuche setzt sie nicht um.


    Natürlich verknüpfen auch meine Hunde das Wort "Kekse!" mit der Belohnung, ohne dass ich sie bewusst auf das Wort konditionierte - das haben alle Hunde sehr schnell begriffen, dass es sich dann lohnt, schnell zu mir zu kommen, um sich was Leckeres abzuholen.


    Momentan hadere ich aber manchmal mit der Konditionierung auf Worte wie beispielsweise "Leine". Meine Hunde wissen, wenn ich "Leine" sage, dass sie zu mir kommen, angeleint werden und dafür belohnt werden.


    Auf dem Hundeplatz wird das Wort "Leine" aber verwendet, um dem Hund zu sagen: "Du darfst an der lockeren Leine gehen und musst nicht im "Fuß!" bleiben.


    Also muss ich gerade ein bisschen Umkonditionieren, damit zumindest Chia weiß, was ich von ihr will. Wir haben uns auf "Festmachen" geeinigt. Es funktioniert auch schon ganz gut, wenn ich ihr zurufe: "Chia - festmachen" kommt sie uns lässt sich anleinen.


    Ich ertappe mich aber auch, dass wenn sie mal wieder das usselige schwarze Böckchen trifft, ich ihr dann sage: "Lass das sein, sonst bist Du den Rest der Runde an der Leine!" Ob sie dann meine Emotion aufnimmt oder das Wort "Leine" trotzdem mit komm her und festmachen verbindet, weiß ich nicht, aber sie kommt dann zu mir.


    Meine Hunde wissen aber auch was ich meine, wenn ich ihnen sage: "Gehen wir nach Hause".