Danke für Eure Ideen und Inspirationen ![]()
Ich denke, ich bleibe momentan bei den Balanceübungen, denn das entspannt Chia am besten.
Beim Suchen ist sie leider wieder sofort im "On-Modus". Ich habe mir jetzt noch mal eine 15 Meter-Schleppleine bestellt, weil sie sich auch gleich animiert fühlt, loszupreschen und Action zu machen und ich hoffe, dass ich sie dann an der Leine ein bisschen gebremst bekomme. Obwohl ihre Leinenführigkeit derzeit wirklich sehr zu wünschen übrig lässt ... ich glaube, das letzte Mal, dass sie so zog, ist sehr, sehr lange her.
Man merkt einfach, dass da sehr, sehr viel Energie drin steckt, die dringend gebraucht werden will und wir müssen noch bis Dienstag langsam machen. Das Problem ist bei ihr ja auch nicht der Bewegungsapparat, sondern die Lunge. Das heißt: Sie soll in einer ruhigen Atemfrequenz bleiben und das gelingt in dem Moment nicht mehr, in dem sie sich auf Arbeit freut und ihre gesamte Motivation hochfährt.
Der Tierarzt erlaubte ja schon nur mit Bauchschmerzen den normalen Spaziergang und ich merkte, dass sie wieder hörbarer atmete, nachdem wir abends mit Fredy unterwegs waren. Natürlich kann es auch sein, dass die von mir zusätzlich verabreichten Hustenkräuter im Zusammenhang mit der vermehrten Bewegung den Schleim lösen und sie darum mehr "rasselt" oder hin und wieder hustet, aber ich möchte jetzt einfach auch nichts mehr riskieren, denn nochmal Antibiotika würde ich sehr gerne vermeiden.
Sie selbst fühlt sich offenbar sehr fit, aber das kann eben auch den Medikamenten geschuldet sein und das Risiko, dass sie sich überfordert, wenn ich sie zum Arbeiten auffordere und dann außer Puste gerät, ist einfach gegeben.
Das Beutelsuchen macht ihr auch sehr viel Spaß - aber sie findet leider auch, dass das, was sie findet, eben dann auch ihrs ist und sie damit abzwitschern muss, um die Beute vor mir in Sicherheit zu bringen.
Bevor sie krank wurde, hatten wir das Suchen und Apportieren auf ein gutes Level gebracht. Sie gab ihre Beute ab, freute sich ober das Lob und die Belohnung und fühlte sich nicht genötigt, vor mir abzuhauen. Jetzt scheint sie jede Gelegenheit zu nutzen, mal richtig Gas zu geben.
Bei Intelligenzspielen klaut sie nun die Becher und erwartet, dass ich sie ihr wieder abjage (tue ich natürlich nicht).
Als ich das "Bring mir das richtige Spielzeug"-Spiel mit ihr machen wollte, nahm sie sich den Foxy und rannte damit durchs Haus.
Ob die Schleppleine was bringt, werden wir sehen, aber ich denke, die Schwierigkeit ist einfach, dass sie schon aufgeregt ist, wenn ich ihr ein Spiel anbiete und sie dann eben auch wieder schneller atmet, als sie das soll.
Also balancieren wir und um noch mehr Ruhe reinzubringen und ich denke, ich werde fürs Haus die Fitpaws bestellen, um auch mal zwischendurch ein bisschen was mit ihr tun zu können, ohne dass ich die Brücken rumschleppen muss.
@Azemba Ja, man sieht sehr deutlich, welcher der Hunde nur darauf wartet, dass endlich der Startschuß für das große Laufen fällt ... Bene und Fredy wirken eher wie ein Rentnerpärchen und Bene nötigt meine Gassifreundin ständig, sie zu krabbeln - der arme Hund wird ja sonst nie gekrault und gekuschelt. ![]()
Tilli Danke auch Dir für Deine guten Wünsche und Deine Gedanken zum Futterentzug. Ich habe, als ich Deine Zeilen las, auch überlegt, dass mir der Griff meiner Hunde nach der kulinarischen Weltherrschaft auch noch nicht auffiel. Sie sind im Grunde noch nicht mal wirklich mäkelig. Sie haben Vorlieben und auf die gehe ich ein und dann werden die Näpfe auch ausgeschleckt. Klar wechselt der Geschmack auch mal. Beim Trockenbarf habe ich dann halt auch mal drei Tüten offen und biete den Hoheiten die Auswahl, aber wenn sie das Futter, das sie eigentlich mögen, dann verweigern, dann sind sie krank oder hormonell unausbalanciert.
Bene ist zwar auch bei Fleisch offener für Experimente, als Chia das ist, aber ich weiß, was sie nicht mag und dann muss sie das auch nicht fressen. Klar habe ich die Päckchen mit dem Pescatore zu Anfang halt mit Rinderblut aufgepeppt, damit ich nicht so viel Fisch mit Krabben verschenken muss, aber ansonsten halte ich nicht so viel davon, aus der Fütterung einen Dreiakter zu machen und irgendwelche Soßen über das Futter zu kippen, damit es genommen wird. Bei Elvis musste ich das tun, weil er ja kein BARF vertrug und Trockenfutter nicht mochte, aber vom Nassfutter Durchfall bekam ... da habe ich Leberwurst mit Hühnerbrühe verrührt und das Sößchen über den Napfinhalt gekippt ... aber der Knabe war auch so schlau, nur die Bröckchen zu nehmen, die mit Soße bekleistert waren - die ohne Pampe blieben liegen. Also musste ich dann schlückchenweise nachkippen ...
Insofern kann ich ein Lied von Anstrengungen rund ums Futter singen und empfinde die Vorlieben meiner Hundedamen als akzeptabel und umsetzbar und somit auch nicht als besonders anstrengend, solange sie das, was sie mögen (und was ihnen gut tut) mit Appetit annehmen.
... aber den Anstandsstrick würde Chia definitiv gerne so langsam wieder loswerden. Ich schrieb es ja schon, aber ihre Leinenführigkeit entfernt sich mit jedem Tag mehr vom Ideal und wenn ich bislang stolz verkündete, dass ich den Brustring am Geschirr nur bei Hundegegnungen brauche, weil mir das mehr Kontrolle ermöglicht und keinesfalls, um meinem Hund das Leinenzerren abzugewöhnen, bin ich mittlerweile hin und wieder mal versucht, die Leine doppelt einzuhängen, um den Drang nach vorne zu begrenzen.
Ich hoffe also auch sehr, dass wir am Dienstag wieder grünes Licht für mehr Action bekommen und somit auch wieder ein Training möglich ist.