Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Eigentlich ist nichts drin, was brennen könnte, aber mein Leojunge Elvis rannte auch immer davon, wenn ich mit einer Flasche in der Hand um die Ecke kam, weil er es prinzipiell nicht gut fand, wenn ich ihn mit irgendwas einreiben wollte und vorsichtshalber floh, wenn ich irgendwelche Mittelchen vorkramte.


    Das Mittel wird ja auch in der Pflege verwendet und da sollte es eigentlich nicht reizend wirken.

    Ich habe eine Reithalle ... aber das hilft Dir jetzt auch nicht weiter :|


    Aber ich hatte mir im letzten Herbst mal eine Baustellenlampe gekauft, um bei schwindendem Licht und trockener Witterung auch noch auf dem Reitplatz mit meinem Pony was tun zu können - ich kann gerne nachschauen, wieviel Lumen diese Halogenlampe hat. Sie ist auf jeden Fall richtig hell, aber beim Pony birgt das den Nachteil, dass er sich vor den Schatten erschrickt. Bei den Hunden könnte ich mir auch vorstellen, dass eine ungünstig installierte Leuchtquelle auch ungünstig für den Hund ist, wenn er Distanzen einschätzen muss.


    Auf dem Hundeplatz gibt es Flutlicht, aber wenn wir um 15 Uhr mit dem Training beginnen und es um 17 Uhr dunkel ist, dann passt das auch noch ohne Beleuchtung. Aber momentan kann ich coronabedingt auch nur am Wochenende zum Verein.

    Ich freue mich so sehr für Dich, Mona!


    Es bestärkt auch meinen Gedanken, dass Du für Sam auch einen Weg jenseits des Hundeplatzes findest, mit dem Du ihm zeigst, was Du Dir wünschst und was unerwünschtes Verhalten ist. Du hast viel Erfahrung im Gepäck und kannst sie nutzen und Sam kann davon profitieren.


    Ich wünsche Euch täglich so entspannte Spaziergänge und Erfolgserlebnisse!

    Ich freue mich auch sehr für Dich und die Bilder sprechen eine deutliche Sprache: Brummi wirkt deutlich entspannter.


    Er wird auch ganz sicher wieder zunehmen, wenn er sich selbst nicht mehr so stresst und die Hormone in seinem Kopf keine Tänzchen mehr aufführen.


    Ich finde es auch super, dass er das Trockenfutter als Leckerchen nimmt. So isst er was Gesundes und bekommt seine Nährstoffe.


    Ich versuche Chia auch immer wieder, unterwegs das Fresco Trockenbarf anzubieten und sie nimmt es gerne. Aber zuhause oder auf den Hundeplatz kann ich sie damit (noch) nicht begeistern. Bei mir war bei dem Futter auch die Überlegung, dass es sehr nahrhaft ist und Chia mit 300 g alles hat, was sie braucht ... und 300 g Trockenbarf sind leichter in den Hund zu bekommen, wenn er schlecht frisst, als 700 g Frischfleisch mit Gemüse und Obst. ;)

    Ich pudere Benes Näschen zwar nicht, aber ich creme es ein. Sie hat im Sommer immer so eine Stelle direkt hinter dem Nasenschwam, die zu jucken scheint und wenn sie sich dann die Nase auf dem Boden schubbert, nehme ich zuhause ein Hundefeuchttuch, mache die Nase sauber und dann creme ich den Nasenrucken ein, damit er nicht mehr juckt ...

    Ich fände es auch toll, wenn mehr DSH dabei wären

    Ich würde echt ganz andere Rassen bei so etwas sehen wollen. Immer nur border/Malis und dsh zum Beispiel find ich öde. Ich hatte zum Beispiel den Cocker abgefeiert. Also Ich will lieber Doggen/ Mastiff etc. sehen.

    Können ja den Titel machen Deutschlands tollster Border finde ich allerdings langweilig

    ja, Holger - mein Reden. Aber der Neufi und der Wolfshund wären ja leider wirklich chancenlos und für mich war es schon tröstlich, dass der Drahthaarvizla Kalle unter den Besten war. Und ja, die kleine Pebbels hat sicher noch mehr Herzen gewonnen ... aber haben möchte ich so einen Working Cocker dann nicht. Ich glaube, der wäre mir zu anstrengend ;)

    Herzlich willkommen, wunderschöner, fusselig zauberhafter Mik!


    Mögen Gesundheit, Glück und Erfolg Deine steten Begleiter sein und mögest Du Deinem Frauchen allzeit ein treuer Begleiter sein, der jeden Tag mit Freude füllt ... auch wenn Du ihr ein bisschen mehr Zeit fürs Fotografieren lassen könntest, denn auch wenn ein schöner Rücken auch entzücken kann, sehen wir Dich auch gerne in Gänze ;)

    Also ich kann mit dem Vorwurf leben, meine Hunde zu "verpimpeln" 8o


    Meine Hunde. Meine Tierarztkosten. Meine Prophylaxe.


    Das bedeutet: Wenn ich meine Hund im Winter in einen Bademantel wickle, nachdem sie nass geworden sind, rechtfertige ich mich dafür nicht, denn wenn ich es nicht mache, weil ich auf die Leute höre, die das "verpimpeln" nennen, zahlen die meine Tierarztkosten nicht, wenn mein Hund eine Blasenentzündung davonträgt.


    Und wenn das Leben meines Hundes sich verkürzt, weil ich keine Rücksicht auf seine Zipperlein nehme, dann trage ich den Schmerz und muss mich mit der Frage quälen, ob ich ihm mehr Leben und weniger Schmerzen hätte geben können, wenn ich die Heizdecke gekauft, das Mäntelchen umgeschnallt und den Hundesport aufgegeben hätte.


    Also mache ich es, wie ich es für richtig und gut für meine Hunde halte, denn die Rechnungen - die finanziellen und die gedanklichen - zahle ich.


    Ich bin übrigens auch ganz bei all denen, die es nicht zwingend für nötig halten, mit dem Hund auf einem Hundeplatz zu trainieren. Aber ich denke schon, dass man den Hund nach besten Möglichkeiten auf einen guten Weg bringen und ihn gesund auslasten sollte, um seine Lebensfreude und sein Wohlbefinden zu steigern.


    Das "Wie" ist dabei aber nicht relevant. Ob ich einen privaten Trainer bezahle, eine gute Gruppe finde oder im Verein Einzeltrainings buche, ob ich zuhause für Spaß und Spannung mit dem Hund sorge, mich anhand von Büchern und der Investition eines Parcours mit Agility oder Obedience beschäftige oder draußen im Wald ein bisschen Abwechslung einbaue - all das ist gut und es gibt eigentlich kein besser oder schlechter, weil es um ein Individuum geht, dem wir gerecht werden wollen. Darum muss das Training eben auch zum Hund passen.


    Schafring schrieb auch mal, dass man auch unterscheiden muss, wohin man mit seinem Hund strebt, wenn man ein Training bewertet.


    Wer einen zuverlässigen Gassifreund haben möchte, kann den Weg dahin mit entsprechender Erfahrung auch selbst finden. Ich habe jahrelang mit meinen Leos keinen Hundesport gemacht und statt dessen das Clickern eingeführt, mit dem ich auch entspannte Spaziergänge genießen konnte. Mein Anspruch an die Hunde war aber auch ein Geringer und mir reichte es, wenn die Hunde kamen, wenn ich sie rief. Klar kannten sie auch Sitz und Platz. Aber über Positionen habe ich da nie nachgedacht.


    Mit meinen Schäferhunden hatte ich immer einen höheren Anspruch und war darum auch immer im Hundesportverein. Allerdings war es dann bei Benes Einzug so, dass ich einfach keinen passenden Verein fand und Martin Rütters D.O.G.S. hatte damals schon einen kernigen Preis, denn man sollte eine Zehnerkarte für 400 € kaufen, um am Gruppentraining teilnehmen zu können. Bene war ja nun auch nie ein "schwieriger" Hund und insofern war der Preis für ein bisschen Basistraining doch ein bisschen hoch.


    Bei einem Verein hieß es dann, dass ich erst mal ein Einzeltraining absolvieren muss, damit eingeschätzt werden kann, in welche Gruppe ich kommen kann. Das fand ich o.k., auch wenn der Preis bei 60 € lag. Aber dann hieß es plötzlich, dass wir mehrere Einzeltrainings brauchen, um in die Gruppe zu dürfen und das kam mir dann so komisch vor, dass ich bei Bekannten nachfragte, ob sie den Verein kennen und alle die ihn kannten, rieten mir ab und zweifelten sogar, ob es überhaupt eine Gruppe gibt, weil die Trainer wohl darauf getrimmt sind, den Leuten möglichst viele Einzeltrainings aufzuoktruieren - immer mit dem Versprechen, dass wenn es dann gut klappt, sie in die Gruppe dürften. Ich habe dann angerufen und gefragt, ob ich mir denn vorab mal so eine Gruppe ansehen dürfte und da hieß es dann, dass ich dafür im Verein sein müsste und in den Verein käme man erst, wenn man mindestens 1 Einzeltraining absolviert hat. Das war mir dann echt zu doof und darum habe ich dann auch abgesagt.


    Die Hundeschulen boten auch nur Gruppentraining an, das dann mit 25 - 30 € € pro Stunde berechnet wurde und wenn dann 10 Hundeführer in einer Gruppe sind und für jeden quasi gerade mal 6 Minuten zur Verfügung stehen, dann ist das auch ein stolzer Preis.


    Bei zwei Hundeschulen war es dann sogar so, dass zwar Einzeltraining für 25/ 30 € pro Stunde angeboten wurde, aber nachdem ich jeweils drei Wochen lang Emails schrieb, den Anrufbeantworter zutextete und sogar zu einer Trainerin hinfuhr und vor verschlossener Tür stehen gelassen wurde, hatte ich die Nase voll und trainierte eben allein.


    Es gab dann zwar noch ein Grüppchen, das auf dem Munagelände zusammen trainierte, aber die lösten sich dann leider auch mangels Interesse auch irgendwann auf.


    Dann Kam Chia und Corona mit dem ersten Lockdown. Hundesport, Welpengruppen oder Hundeschule war nicht möglich und ich nahm mir ein paar Bücher, meine Erfahrung aus der Vergangenheit und trainierte mit Chia zuhause.


    Die Mankos zeigen sich leider immer wieder, weil ich dazu neige, die Basis nicht genug zu festigen und die Lernschritte zu weit zu fassen. Überdies funktionierte zwar das meiste in der UO ganz gut, aber sobald es eine Ablenkung gab, war Chia "out of order".


    Meine Suche nach einem Verein begann erneut, war aber insgesamt unbefriedigend, weil mir ja auch gleich zum "Erziehungshalsband" geraten wurde und Chia im Training einen Maulkorb tragen sollte. Das wollte ich aber auf keinen Fall.


    Mit Lyssi fand ich einen Verein, dessen 1. Vorsitzender mir gleich sagte, dass ich in die Welpengruppe kommen kann, aber nicht in den Verein. ???


    Ich sollte pro Quartal 300 € bezahlen für eine Stunde Welpengruppe pro Woche mit einem Hund. hätte ich Chia auch mitnehmen wollen, wären weitere 300 € pro Quartal angefallen.


    Ich hatte aber trotzdem überlegt, ob ich das mache. Aber im weiteren Gespräch kam dann raus, dass der Verein sich auf die Ausbildung zum Hundeführerschein spezialisiert hat und außer Welpengruppe und Hundeführerscheinstraining gar nichts angeboten wird.


    Dafür dann 2400 € im Jahr? Eher nicht.


    In dem jetzigen Hundesportverein fühle ich mich wohl und nach vier kostenlosen Schnupperstunden sollte man Mitglied werden. Das habe ich auch sehr gerne gemacht, denn auch die Mitgliedschaft ist sehr günstig. man zahlt 80 € im Jahr und 50 € Aufnahmegebühr.


    Der Kaffee kostet übrigend 1 €, denn das Vereinsheim wird vom Verein betrieben und der "Kaffeekocher" macht das ehrenamtlich.


    Niemand wird gerügt, wenn er seine Wasserflasche mitbringt. Einzig das auf dem Platz schietern des Hundes kostet 1.- €. Aber dafür wird der Platz dann auch vom jeweiligen Trainer mit dem Wasserschlauch abgespritzt, damit niemand in die Reste eines weichen Häufchens tritt.


    Sportlich werde ich nicht zur IPG gelangen, weil kein Schutzdienst angeboten wird. Damit lebe ich eben.


    Dafür habe ich aber auch das gute Gefühl, dass die Trainer immer das Wohlbefinden des Hundes allem voran stellen.


    Als Chia letzte Woche irgendwann nicht mehr im Platz liegen blieb, immer wieder aufstand und ich dann schon ein bisschen genervt reagierte, meinte die Trainerin, dass ich auf keinen Fall Druck aufbauen soll. Chia sei zu sensibel und der Hund soll nicht mit krummem Rücken und angelegten Ohren arbeiten, sondern mit offenem Blick und Spaß am Miteinander. Sie riet mir dann, Chia noch einmal ruhig ins Platz zu legen, sie dann sofort zu belohnen und es damit gut sein lassen.


    Bei der nächsten Übung meinte sie auch gleich, dass ich von Chia nur soviel verlangen soll, wie sie anbietet und sie zu nichts zwingen soll, bei dem ihr unwohl ist.


    Ich sehe aber auch, dass alle Hunde in der Gruppe mit ganz viel Spaß dabei sind und keiner devot wirkt oder kadavergehorsam die Übungen abspult.


    Hätte ich auch nur einen Moment das Gefühl, dass sich Chia unwohl fühlt, würde ich wohl auch einen Trainer oder eine Trainerin suchen, die auch hundepsychologische Vorkenntnisse mit einbringt. Das Geld wäre es mir wert.


    Mich stört es weniger, dass in der Gruppe vorwiegend Aussis und Border Collies vertreten sind und Chia, zusammen mit Mila (die Langhaarschäferhündin der Trainerin) und einem grauen, einjährigen LZ-Rüden, die einzigen Schäferhunde sind.


    Der Fokus liegt natürlich erst mal auf dem Grundgehorsam, der "Alltagstauglichkeit" des Hundes und dem korrekten Führen des Hundes. Aber in der Erwachsenengruppe, die sich auf die BH vorbereitet, steht der sportliche Aspekt im Vordergrund.


    Chia ist momentan in der Junghundegruppe gut aufgehoben, denn in erster Linie ging es mir darum, unter Ablenkung zu trainieren und ihre Leinenpöbelei nicht weiter zu festigen, indem ich mich schon verspanne, wenn ich einen anderen Hund sehe.


    Wohin das Training führt und ob wir Prüfungen absolvieren, weiß ich nicht. Mal sehen.


    Vielleicht wird es eines Tages auch einen höheren Anspruch geben. Ob mit Chia oder einem 3. Hund überlasse ich auch den Hunden und der Entwicklung derselben.


    Aber selbstverständlich steht vor allem immer das Wohlbefinden der Hunde - gesundheitlich wie psychisch. Was nicht geht, geht halt nicht und wenn der Hund Einschrtänkungen hat, dann nehme ich darauf eben Rücksicht - ob mit der Aufgabe vom Sport im Verein oder mit Heizdecke und Mäntelchen ist mir dabei aber auch Wumpe. Ich habe gegen nichts davon Vorbehalte.

    Ich schließe mich Claudia an: Ich kann auch Boss verstehen, denn ich bin sehr, sehr gerne auf dem Hundeplatz, erwarte immer schon freudig das Wochenende, wenn wir zum Hundeplatz fahren. Ich bin auch endlos froh, wenn Corona soweit kein Thema mehr ist, dass ich die Möglichkeit habe, dann drei mal in der Woche zum Training zu können.


    Aber - und ich schrieb es schon - wenn ich stundenlang auf meinen Einsatz warten müsste, würde ich das meinem Hund auch nicht antum mögen. Klar fahre ich vielleicht auch mal zwei Stunden mit meinen Hunden, wenn wir im Auto unterwegs sind. Aber dann ist die Temperatur im Auto für den Hund auch angenehm und er kühlt nicht aus.


    Für mich persönlich ist es aber mehr das familiäre Miteinander, das mir das Training mit den Hunden so angenehm macht. Ich kann mich mit den Leuten dort auch austauschen und es geht nicht nur um den Erfolg, sondern um den Spaß, den man zusammen mit dem Hund haben kann.


    Mein Hintergrund bei Lyssi war zwar der, sie auch mal fern von Chia und Bene zu trainieren und Zeit mit ihr zu verbringen, in der sie ganz allein im Mittelpunkt steht. Wichtig war mir natürlich auch der soziale Aspekt und dass sie unter Gleichaltrigen ist und nicht immer nur mit erwachsenen Hunden spielt.


    Aber ich habe dann auch gemerkt, wie viel Spaß das Training in einer tollen Gruppe macht und hatte schon zu Lyssis Lebzeiten die Hoffnung, auch mit Chia ins Training einzusteigen.


    Für mich ist es nun wichtig, in der Gruppe zu trainieren, weil Chias Problem ja die Hundebegegnungen sind und ich ihr beim Training in der Gruppe ein Programm biete, bei dem die anderen Hunde plötzlich gar nicht mehr wichtig sind und das Leinengepöbel plötzlich auch kein Thema mehr zu sein scheint.


    Chia braucht als HGH-Schäferhund unbedingt eine Aufgabe - das wurde mir heute Früh mal wieder mehr als klar, als ich dachte, dass ich einfach nur mal mit den Hunden spazieren gehe und keine UO einbaue ... und schon war der Hase im Gebüsch soooo spannend, dass Chia ihm nachrennen und dabei ihren Ball verlieren musste. Sie kam zwar sofort wieder und ihr war klar, dass sie gerade richtig Mist gebaut hat, aber sie ist kein Hund, der einfach nur durch den Wald läuft und nachdem ich sie auf dem Rest des Weges wieder beschäftigt habe, waren die Hasen auch wieder uninteressant.


    Mit ihr was zu tun bedeutet, ihr damit einen Gefallen zu tun, weil ich ihr Aufgaben gebe und sie dafür Zuwendung, Lob und Belohnung bekommt.


    Ich könnte auch zuhause mit ihr trainieren, aber ich merke, dass ich dann auch gerne mal schlampere, die Basis zu wenig festige und zu schnell zu viel verlange. Also ist es gut, die Trainer/in auf dem Platz zu haben, die mich korrigiert und mich daran erinnert, dass Ehrgeiz ungesund ist, wenn man sich von ihm zu sehr treiben lässt.


    Aber ich habe für mich auch festgestellt, dass das Ganze gar nicht zwingend in Richtung IGP gehen muss, sondern eventuell auch Clickerkurse, Obedience, Treibball, Longieren oder andere Richtungen vom Sport mit Hund ganz viel Spaß machen können und den Hund auslasten.


    Ob am Ende eine Prüfung steht, wird sich zeigen und ob es irgendwann so sein wird, dass ich doch wieder einen Hund habe, der mich zur IGP anspornt, kann auch sein. Aber für mich muss zu allererst der Hund Spaß haben und sich wohlfühlen.


    Da bin ich dann ganz bei Luna.


    Wenn ich ein ungutes Gefühl im Bezug auf meinen Hund hätte, würde ich auch nicht mehr zum Training fahren, sondern den Hund eben nach meinen und seinen Möglichkeiten anderweitig beschäftigen. Mona hat genügend Erfahrung und fachliche Kompetenz, um mit Sam im Rahmen der UO auch auf ihren Gassirunden zu üben, ohne dass zwingend ein Trainer dabei sein muss.


    Darum würde ich dann auch denken, dass sie Sam auch ohne Hundeplatz sinnvoll beschäftigen kann und ihm Ausgleich bietet, ohne dass ein Trainer sie anleitet.


    Wenn das Gefühl nicht passt, sollte man sich nicht zwingen.

    Ich bin erst mal sehr erleichtert, dass Dir Dir Trainerin das "ungute Gefühl" nehmen konnte. Vieles wird leichter, wenn man es versteht und weiß, warum es so ist. Daraus ergibt sich dann auch die passende Lösung.


    Ich bin aber auch sicher, dass die Trainerin dazu beitragen konnte, den Brummi auf einen guten Weg zu bringen, weil sie auch auf Dich einging und Dir eine große Portion Zuversicht geben konnte, denn wenn man schon mit dem Gefühl "bitte, lass mich keine Hunde und Menschen treffen und keine neuen blauen Flecken dazukommen" vor die Tür geht, ist man selbst schon extrem gestresst. So ein Hypersensibelchen wie der Brummi merkt dann sofort, dass er nun besser selbst für seine Sicherheit sorgen sollte und schon springt Dein Stress auf ihn über.


    Jetzt weißt Du, das Du ihn runterfahren kannst und dass er tatsächlich auch eine ganz andere und sehr angenehme Seite hat und das gibt auch Dir Sicherheit und die schon erwähnte Zuversicht. Das ist eigentlich unbezahlbar - ich sehe darin sogar den Schlüssel zum Erfolg.


    Deine Trainerin hat Dir ein paar Werkzeuge in die Hand gegeben, Dir erklärt, wie Du sie erfolgreich benutzen kannst und Du weißt, dass sie funktionieren ... das Gefühl ist so gut! Und allein das hilft Dir schon, ganz anders auf Deinen Brummi zu wirken und ihm Sicherheit zu geben, weil Du sie in Dir trägst.


    Ich habe immer ein bisschen mitgelitten, wenn der Brummi Dich so sehr herausforderte und Dich vor Deine Grenzen schickte, weil meine Chaosfürstin Chia mich ja auch immer mal wieder vor Herausforderungen stellt, die manche Leute meinem "Versagen" zuschreiben (ich erinnere an den Tipp meines Nachbarn mit der Reitgerte) und das schmerzt, weil sie gar nicht verstehen können, dass sie Unrecht haben. Dein Brummi ist ein LZ-Schäferhund. meine Chia eine HGH-Vertreterin. Unsere Hunde wurden auf Eigenschaften selektiert, die bei ihrer "Arbeit" sehr nützlich sind, aber wir fühlen uns manchmal von ihren Ansprüchen überfordert. Das versteht niemand, der einen - wie Ruebchen das so treffend formulierte - dicken, faulen Labrador Gassi führt.


    Darum bin auch ich froh, dass ich im Forum so viel Verständnis und Ratschläge bekomme. Aber - und da hast Du liebe @Azemba vollkommen Recht: Wenn man nicht direkt involviert ist und ein extremes Stressverhalten eines Hundes nicht persönlich miterlebte, ist es schwer, das nachvollziehen zu können. Genauso schwer ist es aber für den bemühten Menschen, die wirklich sinnvollen Ratschläge immer 1:1 umsetzen zu können, denn es braucht mehr als Erfahrung, um den besten Weg für das Individuum Hund zu finden, das eben nicht so ganz in die Norm des "will to please-Schäferhund" passen will. Dazu braucht es dann eben "Aha-Erlebnisse", die uns Erklärungen liefern und aus deren Umsetzung Erfolge resultieren.


    Ich wünsche Dir noch ganz, ganz viele Aha-Erlebnisse und Erfolge!

    Ich schließe mich da mal an: Ich freue mich so sehr für Dich und den Brummi, dass Ihr eine kompetente, verständnisvolle Trainerin gefunden habt, die auf den Brummi eingeht und ihm kein Schema F-Training aufbürdet, mit dem er nur noch gestresster würde.


    Deinen Bericht vom Training finde ich auch sehr interessant und spannend zu lesen. Ein paar Aha-Erlebnisse hatte ich dabei auch, denn mir wurde auch mal gesagt, dass ich meinem Hund den "Feind" nicht "schönfüttern" soll, weil das nicht funktioniert. Aber was Deine Trainerin sagt, klingt logisch und bestätigt, dass es eben doch wichtig ist, Reize mit Positivem zu verknüpfen, um das Stress- und Frustlevel niedrig zu halten.


    Ich freue mich auch auf weitere Berichte und vor allem auf Eure Erfolge auf dem neuen, guten Brummiweg!

    Luna


    Du hast in den letzten Tagen mit Sam einen sehr guten Weg gefunden, die Verhaltensweisen, die Dich bei ihm stören, deutlich einzuschränken und im Grunde war das Dein erstes Ziel. Du kannst es auch ohne Hundeplatztraining erreichen und insofern verstehe ich Dich absolut.


    Ich denke auch, dass Du einen so großen Erfahrungsschatz in der Hundeausbildung hast und Du Dich ja auch immer wieder weiterbildest, indem Du viel liest, auch offen bist für eher ungewohnliche Wege, wenn sie dem Hund gut tun, dass Du nicht zwingend einen Trainer brauchst, um mit Sam UO zu üben oder eben auch mal was mit ihm zu machen, das Euch Beiden Spaß bringt.


    Ich habe ja für Bene zwei Hoopers-Bögen gekauft und die integriere ich in meinen Agility-Parcours und lasse sie eben nur die Hindernisse machen, die für sie machbar sind - die Bögen, die Tunnel, mal Treibball um die Pilonen. Ich kann das dann auch so lange machen, wie mein Hund das gut findet und muss mich nicht an Trainingszeiten halten oder gar zwei Stunden warten, bis ich dran bin.


    Insofern finde ich Deinen Entscheid gut, denn im Zweifelsfall wäre auch mein Entscheid immer vom Hund abhängig und dabei ist Rücksicht keine Einschränkung, sondern ein Liebesdienst, den der Hund Dir dankt.


    Ich bin auch ab und zu mal bei der Überlegung, ob ich einen zweiten Verein brauche, um sportlich irgendwann mehr zu erreichen, komme aber auch immer wieder an den Punkt zurück, dass es in erster Linie darum geht, dass sich der Hund wohl fühlt und ich auch ... und für den Ehrgeiz hatte ich viele Jahre Zeit und ich versuche ihn mir gerade abzugewöhnen.


    Mit Chia ist es gut, dass wir Hundebegegnungen üben können und sie damit lockerer umzugehen lernt. Aber wenn ich dann alleine auf dem Platz stünde und nach zwei Stunden den Hund aus dem Auto holen müsste, weil die Warterei so lange dauert, hätte ich mich auch gegen eine weitere Teilnahme am Training entschieden.


    Das ist der Vorteil von uns reiferen Semestern: Wir wissen viel, müssen es aber nicht mehr beweisen und wir stehen über der Problematik, uns immer rechtfertigen zu müssen ;)