Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Danke für Deine rasche Antwort und wow - das ist ein Abenteuer, gleich so weit weg zu ziehen. Für mich war ja schon die Auswanderung aus der Schweiz nach Deutschland ein großer Sprung.


    Ich wünsche Dir aber ebenfalls, dass Du in Dubai findest, was Du Dir erhoffst, alle Deine Pläne vom Glück begleitet sind und Deine Entscheidung, Deutschland den Rücken zu kehren, immer und an jedem Tag die Richtige ist und bleibt.


    Und ich schließe mich Claudia an und bin auch froh, dass das Internet weltweit funktioniert und wir uns weiter mit Dir austauschen können.

    Danke, Deiner Nachfrage liebe Alex Kimba2001. :*


    Heute früh war sie fieberfrei und hatte 38,5 auf dem Thermometer. Sie steht allerdings natürlich noch unter Antibiose, aber zumindest scheint das gespritzte Mittel gut anzuschlagen und ich bin guter Dinge, dass das auch mit den Tabletten gut funktioniert, wenn wir heute Abend damit anfangen, die zu geben. Ein zweites Antibiotikum scheint also nicht notwendig zu sein.


    Ansonsten ist sie nach wie vor kein Freund des Trichters. Damit trinken, Futter annehmen oder sich lösen geht nicht - wobei ich natürlich auch den Verdacht hege, dass sie mich mal wieder genau in ihre gewünschte Richtung erzieht. Also: Ich nehme den Trichter ab, sie trinkt, sie nimmt ein wenig Futter (wobei ich ihr momentan ein bisschen Nutrigel anbiete, das die Nährstoffversorgung sichert und den Appetit anregen soll), sie geht mit Begeisterung mit mir bis zur Bahn - also ca. 200 m hin und wieder zurück, sie löst sich und würde, wenn ich sie ließe, auch mal Tempo machen.


    Sobald aber der Trichter drauf ist, dann ist sie das Leiden Christi in Flaschen verpackt und mein Herz schmilzt und steht mir als Tränen in den Augen, wenn ich sehe, dass sie so unglücklich ist. Wir müssen da durch und es sind ja nicht mal mehr drei Wochen, aber in ihren Augen steht immer der Vorwurf: "Warum tust Du mir das an???" ... und das ist schwer für mich.


    Heute Früh war sie auch wieder schwer empört, dass sie nicht mit durfte, als ich mit Chia und Elysia los lief und als wir nach Hause kamen, nahm Bene nicht mal einen Keks von mir an ... das tut weh.


    Sie weiß ja nicht, dass sie den Trichter auch ganz schnell wieder los sein wird und so gut, wie die Wunde gestern schon aussah, denke ich durchaus, dass wir auf unter drei Wochen Heilung hoffen dürfen. Die Tierärztin hatte sogar ein Foto gemacht, weil sie so begeistert war und ihr Chef (der Benchen operiert hat) unbedingt wissen wollte, wie die Wunde heilt.


    Wir sind also, da bin ich überzeugt, auf einem guten Weg und wenn Benes Appetit zurückkehrt, dann geht es mir auch wieder richtig gut. Wobei ich auch weiß, dass sie bei der Herzwurmbehandlung mit Antibiotika gar nichts fressen mochte - nicht mal Kekse. Da sie aber ihre getrockneten Hünerbruststücke noch nimmt und gestern auch zwei aufgetaute Hühnerhälse einatmete, versuche ich mich nicht zu sorgen ... vielleicht höchstens, dass das auch Teil ihres Erziehungsprogramms für mich ist. Ich bin gespannt, wann sie mich auf die stille Treppe schickt.


    Alex, ich freue mich auch sehr für Basko, dass er keinen Trichter mehr braucht ... ich weiß ja nun, dass man als Mensch mitleidet und der Trichter auch das Wohlbefinden des Menschen beinträchtigt, der seinen Hund damit rumlaufen sieht.

    Luna und Pinguetta


    Ihr habt liebevolle Worte gefunden, die mich tief berührten und egal wie man es formuliert: Es ist ein wunderbares Gefühl zu wissen, dass da Menschen sind, die einen verstehen, mitleiden, mitfiebern, Daumen drücken, gute Wünsche schicken und Mut machen.


    Die Last der Sorge wird doch etwas leichter, wenn man sie teilen darf und das haben @all definitiv für mich getan.


    Wir waren eben auch beim Tierarzt zur Kontrolle. Die Wunde sieht super aus, aber Benczhen hat etwas Fieber und die Pfote ist minimal dicker. Wir müssen morgen früh noch mal Temperatur messen und wenn sie unter 40 hat, dann ist das o.k, aber wenn das Fieber nicht sinkt oder höher wird, müssen wir morgen noch mal zum Tierarzt und schauen, dass sie noch ein zweites Antibiotikum bekommt - die Tierärztin wollte aber nicht gleich aus allen Rohren schießen, weil sie sagte, dass Bene insgesamt einen sehr fitten Eindruck macht und dass sie noch mit den Nachwirkungen der Narkose und der OP kämpft, ist nicht ungewöhnlich. Aber wir müssen es halt beobachten.


    Fressen mag sie nicht unbedingt. Aber durch das Fieber und die Antibiose ist der Appetit auch geringer und solange sie genug trinkt, sollte ich mir, laut Tierärztin, auch keine Sorgen machen, dass Bene verhungert - Reserven hat sie ja durchaus noch genug.


    Gerade war ich noch ein paar Schritte mir ihr bis zur Bahn - ohne Trichter, denn sonst geht bei ihr gar nichts. Lieber hält sie ein, bis sie ausläuft. Aber das Häufchen sah super aus, gepiescht hat sie auch zwei mal und trinken tut sie auch ausreichend.


    Wenn übers Wochenende alles gut aussieht, sind wir dann Montag wieder zum Verbandswechsel beim Tierarzt - aber Bene ist ausgesprochen gerne dort und wird auch immer sehr herzlich empfangen. Darum ist es für sie kein Stress.


    Elysia war heute auch mit - ich werde bei den plüschigen E´s berichten, denn na klar ist so ein Tierarztbesuch mit unserem "Einohrhasen" für eine Geschichte gut ;)

    Danke auch Dir derjens


    Ich hatte beim schwarzen Magneten die Sorge, dass er im Winter, wenn ich eine dickere Jacke trage, nicht mehr stark genug ist.


    Und mir geht es genau darum, was Du schreibst: Die Aufmerksamkeit des Hundes zu bekommen.


    ECA was siehtst Du als Unterschied zwischen dem privaten Training und dem Training aus dem Hundeplatz? Ich kann ja momentan nur mit einem Hund zum Hundesportverein, weil die Coronaregeln eingehalten werden müssen und die Hundeführer nach Anfangsbuchstaben ihres Namens in zwei Gruppen auf Samstag und Sonntag verteilt werden.


    Die Junghundegruppe trainiert aber gleichzeitig mit der Welpengruppe - also kann ich Chia derzeit nur zuhause trainieren. Aber ich gebe mir dabei nicht weniger Mühe, als ich das auf dem Platz tun würde und möchte definitiv auch zuhause mit dem Magnetsystem arbeiten. Was spricht dagegen?


    Zum Gassigehen brauche ich sie definitiv nicht, aber bis die Coronaregeln gelockert werden können, kann ich eben nur einen Hund im Verein trainieren und mit dem anderen wird zuhause gearbeitet.

    Vielleicht biin ich gerade etwas emotional unterwegs, weil sich die Anspannung des gestrigen Tages löste und mir nun so richtig bewusst wird, wie nah wir dem Abschied von Bene hätten sein können ... aber ich hatte gerade Tränen der Rührung in den Augen, während ich Eure Beiträge las und ich kann mich nur wiederholen: Ihr habt mir Kraft gegeben und Mut gemacht und das konnte ich an Bene weitergeben und ich bin sicher, dass ihr das die Kraft gab, zu kämpfen.


    Ich schicke Euch allen eine Umarmung in tiefer Dankbarkeit.


    Bene hatt eine etwas stressige Nacht, weil sie des Nächtens gerne mal den Schafplatz wechselt und dabei überall mit ihrem Trichter hängenblieb. Sogar eine Schublade hat sie aufgezogen, weil sich der Griff im Trichter festhakte und Bene ausbremste, Sie tut mir so leid und ich weiß gar nicht, wen der Trichter gerade mehr stört - Sie oder mich. Ich glaube mich, weil sie mich auch noch vorwurfsvoll anschaut, wenn sie an jede Ecke und Kante schrammt und ihr getrocknetes Hühnerbruststückchen nicht mit den Pfoten festhalten kann und das dann wegrutscht.


    Pipi machen wollte sie auch nicht, weil sie nicht schnüffeln könnte und ohne Schnüffeln kein Pieschern. Ich habe dann den Trichter wenigstens so lange abgemacht, wie ich Bene unter meinem wachsamen Auge hatte und bin dann wenigstens bis an die Ecke vor unserem Hoftor mit ihr gelaufen, damit sie sich lösen könnte.


    Aber ohne wird es nicht gehen. Sie wollte sofort an den Verband, als der Trichter ab war und ich musste sie dann auch noch schimpfen, damit sie das operierte Bein in Ruhe lässt. Bremsen muss ich sie leider auch. Ich dachte, sie wird sicher keine Lust auf Tempo haben. Aber weit gefehlt. Sie trabte sofort los, als es Richtung Hoftor ging - schließlich hatte ich ihr schon den gemeinsamen Spaziergang verwehrt und das war ein Affront von mir, den sie mir so schnell nicht verzeihen wird. Da kann ich ihr immer wieder erklären, dass die Wunde keine Spannung verträgt und erst heilen muss, bevor sie wieder rennen darf - sie sieht das nicht ein. Ich hatte heute Früh dann auch ein echtes Getümmel vor der Haustür, denn Bene wollte sich partout mit durchquetschen und drückte mir dabei den Trichterrand gegen das Schienbein und die anderen Beiden trauten sich nicht vorbei.


    Das Laufen ohne Bene war dann auch irgendwie ganz ungewohnt und unschön. Immer wieder drehte ich mich um, weil ich dachte, da fehlt doch jemand. Auch Chia wollte mehrfach umkehren, weil sie der Meinung war, wir hätten unser Benchen vergessen.


    Ich glaube, dass der Spaziergang auch mit der Auslöser war, dass meine Emotionen Achterbahn fahren - zwischen Freude und Erleichterung und dem Bewusstsein, dass es auch hätte sein können, dass kein Benchen mehr zuhause wartet.


    Man greift in die Potasche, wo drei Bällchen zu fühlen sind und wirft nur zwei davon. Man öffnet die Kekstasche und fischt drei Leckerchen raus - verteilt werden aber nur zwei. Automatisch rief ich über die Schulter: "Bene, komm jetzt und keine Mäuslein fangen!" Chia und Elysia schauten mich sehr zweifeln an und ich glaube, manchmal sind Hunde einfach viel mehr im Hier und Jetzt, wie wir das sind, denn sie wussten, dass Bene zuhause wartet.


    Als ich nach dem Heimkommen unserem Benchen rasch den Trichter abnahm, sprang Elysia ihr gleich um den Hals und leckte ihr die Schnauze ab und Chia wich ihr gar nicht mehr von der Seite ... und ich dachte an ein Buch von Hans Georg Benz, das ich vor vielen Jahren mal las: "Der Bund der Drei" - denn das sind meine Damen definitiv und ich wünsche mir, dass das noch ganz, ganz lange so bleibt.

    Ganz, ganz lieben Dank! Ihr seid wirklich die Besten!


    Daumen- und Pfotendrücker werden natürlich sehr, sehr gerne angenommen, denn die Dramatik der OP geht ja nun leider in die Problematik über, dass die Hautränder sich finden und wieder zusammenwachsen müssen - momentan klafft da ja noch eine Wunde, die nun täglich versorgt werden muss und so werden wir uns auch an die strengen Vorgaben halten, damit kein Zug auf die Wundränder kommt und alles gut verheilt. Der Tierarzt geht von drei Wochen aus - aber was sind schon drei Wochen gegen das Geschenk, unser Benchen wieder bei uns zu haben.

    Daaaaaaanke Ihr Lieben! :*


    Wir durften Bene um 17 Uhr abholen. Der Tierarzt wollte sicher sein, dass sie ihre Pfote aufsetzen kann, weil die OP wohl doch in einem größeren Rahmen ablief und - so der Wortlaut des Tierarztes "ein Blutgematsche" war. Es mussten Nerven freigelegt werden, die in die Fettgeschwulst eingewachsen waren und da war dann die Frage, ob die Reizleitung noch funktioniert und sie die Pfote normal aufsetzen kann - sie kann das zum Glück und läuft auch wacker im Haus herum. Das Trinken mit dem Trichter ist mühsam, aber wie ich sie kenne, wäre sie ohne den Trichter sofort am Verband und das wäre sehr, sehr ungünstig. Die Haut reichte nämlich nicht zum überlappen und so müssen sich die Wundränder noch finden und die Wunde ist unter dem Verband quasi offen. Darum sind auch Gassigänge vollkommen gestrichen und für die nächsten drei Woche gibt es nur ein paar Schritte an der Leine, damit sie Pipi und ihr Häufchen machen kann.


    Chia und Elysia hatten zuerst auch richtig Angst vor ihr, weil sie Bene ja noch nie mit einem Plastiktrichter gesehen haben, aber inzwischen haben sie gemerkt, dass es immer noch das Benchen ist.


    Momentan schnarcht die Patientin im Büro und ist beleidigt, weil sie heute Abend kein Futter mehr bekommen sollte - ich durfte sie nämlich nur abholen, weil ich versprach, dass ich sie nicht füttere, nur eben ein paar Schritte an der Leine mit ihr laufe und morgen Abend zum Verbandswechsel mit ihr beim Tierarzt erscheine. Ansonsten hätte sie über Nacht in der Klinik bleiben müssen.


    Elysia darf morgen dann auch mit, weil die ja noch die zweite Impfung bekommt.


    Ich bin so dankbar, dass ich meine Bene wieder bei mir habe und alles so gut verlaufen ist.


    Ganz sicher habt Ihr einen ganz großen Anteil daran, dass Bene die OP so gut überstanden hat, denn Eure Daumendrücker und guten Wünsche haben uns Mut gemacht und Bene sehr geholfen.


    Es war aber heute auch einer der schlimmsten Tage meines Lebens. Wenn man sieht, wie Blut in feinem Strahl aus einem Lipom pulsiert und überall Blutsprenkel und Pfützen sind, wo der Hund gelaufen und gelegen ist, dann schwebt man zwischen Panik und Funktionieren ... vor allem, wenn man das Bein abbindet und der Blutfluss trotzdem nicht gestoppt werden kann.


    Dann die Nachricht des Tierarztes, dass er die Blutung vielleicht stoppen kann, aber das Problem jederzeit wieder auftreten kann und wenn das dann Nachts passiert und keiner das mitbekommt, liegt morgens mein Hund tot in seinem Blut. Da war es keine Frage, ob wir in die OP einwilligen, sondern die einzige Option, die wir hatten, um Bene noch lange bei uns zu haben.


    Aber das Warten war dann auch die Hölle. Auch wenn Micha mir immer wieder sagte, dass Bene eine Kämpferin ist und unser Tierarzt ein Könner, dem wir seit 25 Jahren vertrauen ... die Angst, dass wir sie verlieren könnten, saß mir die ganzen Stunden über im Nacken. Micha beruhigte mich zwar immer wieder und meinte, dass wenn was schiefgelaufen wäre, wir längst Nachricht hätten oder wenn ein Entscheid getroffen werden müsste, auch da ein Anruf gekommen wäre ... wäre die Geschwulst mit dem Knochen verwachsen gewesen, hätte unter Umständen Benchens Vorderbein amputiert werden müssen.


    ... da sind drei Wochen Trichter und Leine allemal eine Option, die wir sehr gerne annehmen ... obwohl Bene not amused ist


    Bene hat ja leider seit längerem ein stetig wachsendes Lipom vorne am Bein, das sie sich leider auch vor zwei Tagen in der Nacht aufgeleckt hat. Morgens hatte sich eine Wundfläche gebildet, die auch schon ein wenig Sekret aufwies. Ich habe die Wunde dann gereinigt, mit Drachenblutsaft eingepinselt und verbunden. Das sah auchimmer sehr gut aus, wenn ich den Verband wechselte und heute Früh war die Wunde auch schon zu und eiterte auch nicht mehr. Also dachte ich, dass es vielleicht gut ist, wenn ich den Verband zum Laufen abnehme, damit Luft an die Wunde kommt.


    Dummerweise hat sie sich dann unterwegs die Wunde wieder aufgeknabbert, als ich einen Moment mit Chia und Elysia beschäftigt war und nicht zu ihr schaute. Es blutete aber erst mal nur wenig und weil wir auf der Hälfte der Strecke waren, wäre Umkehren genauso weit gewesen, wie nach Hause laufen - also liefen wir heim.


    Zuhause wollte ich die Wunde dann wieder verbinden und holte das Verbandszeug. Bene hatte es inzwischen geschafft, sich so aufzuknabbern, dass sie ein Gefäß erwischt hatte aus dem dann das Blut im Takt des Herzschlages spritzte. Ich habe dann versucht, das Bein abzubinden, Micha alarmiert, den Tierarzt angerufen und dann fuhren wir um sieben Uhr mit einem sehr flauen Gefühl im Bauch los, denn ich ahnte schon, dass das auf eine OP rausläuft. Unser Tierarzt bestätigte das dann auch und meinte, dass selbst wenn er die Blutung stoppen, die Wunde zusammenziehen und nähen kann, die Gefahr besteht, dass Bene sich mal aufknabbert, wenn wir das nicht mitbekommen und dann verblutet.


    Also haben wir unser Benchen dort lassen müssen. Natürlich wäre eine OP vor einem halben Jahr noch unkomplizierter gewesen, aber ich habe einfach immer so große Angst gehabt, dass Bene die Narkose nicht übersteht, weil sie übergewichtig, über 10 Jahre alt ist und ihr Herz auch nicht mehr so perfekt funktioniert.


    Diese Angst sitzt mir jetzt auch im Nacken und ich wünsche mir gerade nichts mehr, als dass ich mein munteres Benchen am Mittag wieder fit und fröhlich abholen kann ... sie fand die Fahrt zum Tierarzt ja schon super spannend, begrüsste gleich den Jagdhund des Tierarztes und inspizierte die Praxisräume sehr interessiert, denn sie hat ja auch immer nur positive Erfahrungen dort gemacht und fühlt sich dort wohl.


    Bitte drückt ganz fest die Daumen für uns.

    Micha369 Warum willst Du denn das Futter umstellen? Witus verträgt es doch gut und das Fertigbarf empfinde ich als bessere Lösung, als irgendein Trockenfutter - auch wenn es da ohne Frage sehr gute gibt.


    Naturavetal hat mir auch immer sehr gut gefallen. Die Firma ist in Osnabrück, also nicht so weit von uns und ich fand es auch praktisch, dass ich kleine Mengen lagern konnte, weil ich wusste, dass ich mir bei Bedarf eben schnell einen Sack Futter von dort abholen kann.


    Meine Leos waren ja leider nicht von der Rohfütterung zu überzeugen :rolleyes:


    Ich bleibe aber auch beim Fresco Trockenbarf als Ergänzung zur Rohfütterung, wenn ich vergessen habe, was aufzutauen oder zum Mitnehmen beim Laufen - obwohl ich für Elysia auch immer ihr Welpenbarf mitnehme und das zu Kügelchen forme, um sie zu belohnen. Mit dem Fresco freundet sie sich langsam an aber Rohfleisch findet sie dennoch besser.


    Bei Reico bin ich raus. Was mich stört, ist nicht mal das Futter oder seine Zusammensetzung, sondern das System, mit dem es verkauft wird. Bei mir war mal so eine Beraterin und als ich sie fragte, was ein Futter wert ist, an dem sie als Beraterin verdient, an dem aber auch die noch verdient, die vor ihr steht und die davor auch und der Chef vom Ganzen wird ja auch nicht umsonst Futter herstellen, sondern ebenfalls daran verdienen wollen, da meinte sie, dass das Futter trotzdem hochwertig sei.


    Nur kenne ich vergleichbare Trocken- und Nassfuttersorten, die nicht teurer sind, aber bei denen dann wirklich nur der Hersteller und der Einzelhändler verdient und nicht noch zig andere Leute, die wieder neue Verkäufer geworben haben und davon auch noch profitieren, wenn die was verkaufen.


    Besonders gestört hat mich aber auch, dass man kein Infomaterial bekam. Sie hielt mir eine Mappe unter die Nase, die ich durchblättern durfte und die sie dann wieder mitnahm, als sie ging.


    Vergleichsfotos hat sie mir auch präsentiert ... naja. Da ging es um ein Pferdezusatzfutter, das nun von den Ingredienzien nicht unbedingt hätte teuer sein müssen, aber die Dame wollte mir dann zeigen, wie gut es wirkt und präsentierte mir ein Foto von einem zweijährigen, unbemuskelten Weidepferd, kurz nach der Kastration, der noch den Winterpelz draufhatte und nicht eben üppig gefüttert worden war. Als Vergleichsfoto hielt sie mir dann ein Bild des gleichen Pferdes unter die Nase, das eineinhalb Jahre älter war, sich im glatten Sommerfell präsentierte und bereits Muskeln aufgebaut hatte, weil es inzwischen geritten wurde. Als ob man ein Jungpferd, das nur auf der Wiese steht, nichts tut, nicht zugefüttert wird und einen Plüschpelz hat, mit einem gerittenen, gut gefütterten, trainierten Reitpferd im Sommerfell vergleichen kann. Das empfinde ich schon als Augenwischerei und wenn das nötig ist, um den Preis des überteuerten Futters zu rechtfertigen, dann muss ich kein Kunde werden.


    Ich kaufe aber auch kein Putzmittel oder Kosmetika, die über solche Wege vertrieben werden oder Plastikschüsseln von Tupperware, an denen auch alle möglichen Leute beim Verkauf mitverdienen, weil ich das Gefühl habe, das ein solcher Vertriebsweg ein Produkt sinnlos verteuert ... oder eben ein Produkt, das günstig hergestellt wird zu einem teuren Produkt macht.


    Wer sich übrigens für die Produkte interessiert, kann auch nur über einen Berater zu Infos gelangen ... und wenn der Berater vor Dir sitzt, dann kaufst Du auch eher, als wenn Du erst mal im Internet Infos sammeln kannst und dann da kaufst, wo es Dir gefällt.