Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Ganz lieben Dank fürs Teilen Deiner Erfahrung.


    Ich wollte sie auch eher nicht zum Spazierengehen - da haben die Hunde ihre Naturkautschukbälle - die sind nicht ganz so teuer, wenn sie die dauernd verlieren :evil:


    In erster Linie geht es mir bei Elysia um die konstante Leinenführung - also dass sie motiviert ist, neben mir herzulaufen und ich ihre Aufmerksamkeit habe, ohne dass sie stehen bleibt, sich quasi hinterherziehen lässt oder seitwärts läuft, weil etwas super duftet. Das übe ich aber aktuell auch nur über vielleicht 20 Meter und zuhause oder in der Welpengruppe - dann würde sie belohnt. Also entweder mit der Top Matic Beisswurst oder dem Magnetball. Je nachdem, mit was sie sich leichter motivieren lässt.


    Auf unseren Spaziergängen läuft Elysia noch weitgehend ohne Leine und nachdem ich immer alle drei Hunde dabei habe, wird da weniger geübt - außer vielleicht mal Sitz, Platz, Bleib -, sondern eher ein bisschen apportiert. Futtersuchspiele, Revieren um die Wasserwerksbrunnen oder Slalom um die Bäume gehört natürlich auch dazu. Aber da sind die Hunde sovieso motiviert, weil das für sie eher Spiel und Spaß ist. Da bräuchte ich also auch keine Magnetbälle- oder Beisswürste, um die Motivation zu steigern.


    Ich habe noch ein bisschen Hoffnung, dass das Paket mit den Top Matic-Artikeln vor Samstag ankommt und ich eventuell dann auch mit der Trainerin besprechen kann, wie ich sie für Elysia am sinnvollsten einsetze.


    Für Chia ist es eher noch ein Experiment, weil ich da den Weg noch suche, auf dem ich ihre Begeisterung wecke und mich interessant mache. Aktuell arbeiten wir mit Clicker und Target. Wie da das Top Matic dazu passt, muss ich noch ausprobieren.

    Zergelspiele wollte ich mit den Bällen nicht machen. Aber Chia zergelt auch nicht nicht mit Bällen - sie trägt sie nur - und für Lyssi habe ich ja auch die Junghunde-Beisswurst mitbestellt. Mir geht es also mehr darum, dass ich die Aufmerksamkeit der Hunde habe, respektive dass ich Lyssy motivieren kann, mir erwartungsvoll zu folgen. Bestätigt werden die Hunde mit Leckerchen und wenn Elysia die Beisswurst attraktiv findet und sie zur Bestätigung auch mal bekommt, hält die das doch hoffentlich aus.

    Micha369 was benutzt du denn bitte sonst so für Bälle, wenn dir die von Top Matic zu SCHWER sind? 😲


    Die von Top Matic sind mit Abstand die leichtesten von den etwa 15 verschiedenen Bällen die hier rumfliegen.


    PS.: die orangen Bälle sind die härtesten, die hellblauen sind die etwas weicheren 😉

    Ruebchen Hast Du da auch schon Erfahrungen gesammelt, welche die haltbarsten der Top Matic Bälle sind? Sind die weicheren Bälle elastischer und bekommen nicht so schnell Risse?


    Ich bin mal gespannt auf die Lieferung. Elysia tut sich ein bisschen schwer, an der Leine neben mir herzulaufen, wenn sie von den anderen Beiden getrennt läuft und ich brauche ein spannendes Lockmittel, damit sie mit Begeisterung mitläuft, denn sonst wird das schon fast ein Geziehe. Mit einem Ball in der Hand oder dem Schaffellzergel geht es deutlich besser, aber dann habe ich die Hände zum Belohnen nicht mehr frei.


    Die Bälle mit den Schlaufen kann ich zwar auch in die Lasche an den Hundesportwesten und -jacken hängen, aber letzten Sonntag war es so regnerisch, aber gleichzeitig auch warm, dass ich über der Regenjacke keine Weste tragen wollte, nur um die Schlaufe nutzen zu können. Da wäre dann vielleicht der Magnetball oder die magnetische Beisswurst eine gute Unterstützung.

    Ich habe mal wieder ein bisschen für die Hunde eingekauft und Bälle, sowie eine Beißwurst für Junghunde von Top Matic bestellt.


    Nun hatte ich bei Micha369 s Thread gelesen, dass sein Ball recht schnell einen Riss hatte. Darum wollte ich den Ball nicht zum wilden Zergeln nutzen, sondern habe dafür die Beißwurst bestellt.


    Chia ist allerdings eher für Bälle zu begeistern und darum habe ich mich für das Top-Matic Profi Mix Set entschieden und für Lyssi gab es den Top Matic Fun Ball Puppy in Pink und eben die Junior Beißwurst.


    ... ein Lederbringsel ist auch noch in den Warenkorb gewandert und ein Arbeitshalsband für Chia.


    Nun meine Frage an Micha369 Du wolltest den Riss in Deinem Top Matic Ball meines Wissens reklamieren - hattest Du Erfolg? Und welchen der Bälle hast Du? Es gibt wohl härtere und weichere Bälle. Mir ging es beim Set um den roten Magneten, der stärker sein soll, als der schwarze Magnet, denn im Winter werden die Jacken auch mal dicker.

    Och ... wegen der 10 Tage, die Du das Frisbee älter gemacht hast, ist Dir wohl keiner gram ;)


    Aber danke für Deinen Erfahrungsbericht. Es ist ja immer hilfreich, wenn man Einkaufstipps bekommt und weiß, dass jemand, der das Frisbee intensiv nutzt, mit dem Ruffwear zufrieden ist.

    Irgendwie umgibt mich derzeit Wirrnis ... zum einen habe ich Elysia eine Woche jünger gemacht, als sie das ist, denn heute ist sie schon 13 Wochen auf der Welt und zum anderen versuche ich mich gerade an Wachstumstabellen zu orientieren, die mir weissagen, dass mein kleines Hundekind zum Leonberger mit Windhundoptik mutieren wird.


    Ich schicke voraus, dass sie wirklich jede Woche exakt ein Kilo zunimmt und somit heute genau 10 kg wog. Chia war mit 13 Wochen sogar ein Kilo schwerer und ist trotzdem eher ein schlankere und kleinere Schäferhündin geblieben, die mit 19 Monaten nun 60/61 cm Schulterhöhe und ca. 33 kg erreicht hat.


    Nutze ich nun aber die Wachstumstabelle, dann hätte Elysia mit 3 Monaten - also am 11. August - 35% ihres Endgewichtes erreicht und käme auf 29 kg. Bis dahin passt das vermutlich auch noch. Aber beim Größenwachstum hätte sie laut Tabelle 50% Ihrer Endgröße erreicht und dürfte dann also bestenfalls 30 cm hoch sein. Ihre Schulterhöhe habe ich aber mit 41 cm gemessen und ich bezweifle sehr stark, dass Elysia eine Schulterhöhe von 80 cm erreichen möchte.


    Bleibt also die Frage, ob Elysia zu schnell wächst - wobei ich sie sehr moderat füttere und sie eher weniger als 7% vom Körpergewicht zu sich nimmt und meist etwas im Napf lässt. Die Leckerchen werden auch abgezogen und die Gewichtszunahme passt ja eigentlich sehr gut.


    Mir fiel dann ein, dass es von Roopa eine Tabelle gibt, die ich dann mal zum Vergleich heranzog:


    Wenn ich nun diese Tabelle mit Elysias Wachstum vergleiche, dann hätte sie exakt das Gewicht und die Größe von Roopa mit 11 Wochen. Nachdem Roopa aber als Rüde schwerer und größer ist, als sie es werden wird, könnte ich mir vorstellen, dass es dennoch passt, wenn er ihre Größe und ihr Gewicht, das sie nun mit 13 Wochen hat, schon zwei Wochen früher erreichte.


    Wir werden aber sowieso die zweite Impfung diese oder nächste Woche abholen und dann mal mit dem Tierarzt sprechen, was Elysias Wachstum und Gewicht betrifft. Meine Tierärzte mögen es ja schlank und man kann Elysias Rippen deutlich fühlen und auch die Wirbelsäule ist nicht in Speck gebettet.


    Wenn ich nun noch davon ausgehe, dass sie mit drei bis sechs Monaten den größen Wachstumssprung macht, passt es vermutlich dann doch wieder ... zumindest stehen Größe und Gewicht in einem guten Verhältnis zueinander, wenn ich mit Roopas Tabelle vergleiche.


    Genauso intensiv wie ihr Wachstum ist aber auch ihr Lerneifer. Heute haben wir mal das "Bleib" versucht, im ersten Minischritt zu üben. Wobei es eigentlich drei Schritte waren, die ich mich von ihr entfernte, während sie auf dem Plüschpopo saß und wartete, bis ich sie mit "Hier!" zu mir rief. Wie immer kam sie im Feuerwehrtempo angeflitzt und setzte sich dann vor mich . "Sitz!" ist schon in ihrer frühesten Kindheit mit "Essen gibt es erst, wenn alle sitzen" verknüpft und so lässt sie sich auch stets auf den Hintern fallen, wenn sie auf ihre Belohnung wartet. Platz klappt auch schon sehr gut und ich werde mal versuchen, einen Futterdummy ins Spiel zu bringen, um ihr Lust aufs Apportieren zu machen. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass sie Spaß daran hat und selbstverständlich auch immer nur für zwei/ drei Minuten.


    Wenn es jetzt mal zwei Tage nicht stürmt und regnet, werde ich mal den Agility Parcours wieder aufstellen und mit ihr mal erste Übungen durch den Tunnel in Angriff nehmen. Nachdem sie aber gerne unters Auto kriecht, wird es ihr im Tunnel sicher gefallen ... ich muss nur schauen, dass sie auch wieder rauskommt und ihn nicht zur Schlafhöhle erklärt.


    Mit Chia habe ich heute Früh einen inneren Reichsparteitag feiern können und ich war so stolz auf meine Chaosfürstin, dass ich das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekam.


    Wir waren heute extrem spät dran, denn ich hatte sowas von verschlafen und bin erst um 5.30 Uhr aufgewacht und so sind wir erst um sechs Uhr losgelaufen und kamen dann auch genau um 7.15 Uhr zurück ... also zu der Zeit, zu der mein Nachbar immer seine Runde um den Hof dreht und seine Schwiegertochter in Spe mit ihrem Jack Russel zum Pieschern nach draußen geht.


    Das Problem bei meinem Nachbarn ist, dass Chia ihn vom ersten Tag an anbellte und er sich dann stets vor ihr aufbaute und sie anherrschte "Was ist los? Du kennst mich doch! Sei ruhig!" Das Ritual wiederholt sich, wann immer wir uns treffen - weshalb ich schon lieber früher zuhause bin, um ihm nicht zu begegnen, denn in seinen Augen bin ich der totale Hundeerziehungsversager und aus seiner Sicht müsste ich mich mehr durchsetzen und Chia mal "eins mit der Reitgerte überziehen".


    Mein Nachbar ist im Grunde ein ganz lieber Mensch und er ist hilfsbereit und hat - wenn es nicht um Hunde geht - keine schlechte Einstellung. Wir teilen viele Ansichten sogar, aber was Chia betrifft, kann ich ihm 100 mal sagen, dass das Frust ist und es definitiv gar nichts bringt, sie zu verhauen. Für ihn bin ich halt zu lasch und Chia ist unerzogen.


    Heute brüllte sie natürlich gleich wieder los und zum Glück hatte ich ja meinen Trekkinggürtel um, konnte also Lyssi und Bene sichern und hatte beide Hände für Chia frei, um erst mal die Leine zusätzlich im Brustring einzuhängen. Natürlich kam er auf mich zu und herrschte Chia in gewohnter Weise an, die natürlich erst richtig aufdrehte, nachdem er ihren Frust noch anheizte. Ich habe aber in dem Moment einmal gaaaanz tief durchgeatmet, meinen inneren Versager besiegt und ganz ruhig mit Chia gesprochen, bis sie sich beruhigt hatte und dann bekam sie ihren Ball und ... legte sich ganz entspannt neben mich hin!


    Ich hätte vor Stolz über meinen wunderbaren Hund platzen können und ja, es war natürlich eine Genugtuung für mich, meinem Nachbarn beweisen zu können, dass man mit Ruhe und Konsequenz und ein bisschen Motivation und Freudenimpuls viel mehr erreicht, als mit seiner Reitgertenmethode.


    Klar blieb er skeptisch und meinte, dass Lyssi sich das Gebrüll abscheun wird und dann hätte ich zwei Leinenpöbler, die ich dann wahrscheinlich auch nicht mehr halten kann. Aber in dem Moment schwamm ich so weit oben auf meiner Glückswelle, dass ich ihm locker entgegnete, dass Elysia ein ganz anderes Wesen hat und sie in der Welpengruppe eine kleine Streberin ist, die viel Lob erntete. Damit hatte ich ihn dann doch verblüfft, denn er meinte dann, ob ich dann nicht auch mit Chia zum Hundesport gehen wollte und als ich ihm antwortete, dass ich das definitiv noch tun werde, habe ich wohl ein bisschen von dem Versagerstatus verloren, den ich in seinen Augen hatte, nachdem ich über Chia in seinen Augen nicht "Herr" wurde.


    Aber Chia legte dann sogar noch einen drauf. Während ich mich mit unserem Nachbarn unterhielt, kam seine Schwiegertochter in Spe mit ihrem Jack Russel aus der Tür und Chia schaute zwar, aber sie blieb ruhig und entspannt liegen.


    Was immer gewirkt hat - in diesem Moment wusste ich, dass wir es schaffen können, das Leinengepöbel auch in Zukunft in den Griff zu bekommen. Es wird vielleicht nicht jedes Mal so einen Erfolg zu feiern geben, aber wenn ich entspannt bleibe, ist sie es auch.


    Wobei ich heute auch eine sehr seltsame Beobachtung machte, denn neben uns schoß mal wieder ein Reh aus dem Dickicht und Chia sah es und startete durch. Aber sie lief gar nicht in die Richtung, in die das Reh floh, sondern flitzte entgegengesetzt vom Reh eine Schleife und stand dann wieder bei mir.


    Ich hatte zwar immer schon das Gefühl, dass es Chia gar nicht um die Jagd geht, sondern um den Grund, loszurennen - egal wohin.


    Gestern Abend waren wir auch wieder mit dem Berner Sennenhund Fredy unterwegs und der ging wie immer mal wieder stiften. Da hatte Chia wieder gar keine Ambitionen mitzurennen. M;anchmal würde ich gerne einmal zu Gast in ihren Gedanken sein, um meine Chaosfürstin und ihre Reaktionen zu verstehen.


    Bene besteht weiterhin auf unseren Seniorensport und ist empört, wenn ich ihr den Ball nicht werfe, sondern ihn wegstecke, wenn sie ihn mir das zehnte Mal vor die Füße legt ... irgendwann binde ich eine 2 Meter lange Gummischnur dran, damit ich mich wenigstens nicht immer bücken muss.


    Und ein paar Bilder von heute gibt es auch:


    Gezergel um den Ball


    Verschwommen zwar, aber für einen Moment standen beide Öhrchen!



    ... aber dann kippte ein Öhrchen wieder



    Was willsu, ey?



    Chia bunkert alle Bälle



    Der Gelbe ist meiner!!!



    Meins, meins, meins!!!


    so wie es azemba schreibt, erlebe ich das hier in den kleineren bächen auch manchmal ...

    ... und genau darum dürfen meine Hunde nicht mehr in unseren Mühlbach. Der sieht auch klar aus, aber der Grund ist genau mit dem Mulm bedeckt, den @Azemba beschreibt. Als Bene sich da mal reinlegte, klebte zuhause schon der ganze Pelz zusammen und der Hund roch auch wie Gülle. Ich habe die Schlamm kaum noch aus Fell bekommen - das Zeug war richtig zäh.

    Es freut mich sehr, dass Du uns erhalten bleibst. Ich glaube wir sind alle gespannt, wie sich Dein Jack weiter entwickelt und sind sehr an Fotos interessiert. Vor allem, ob er Fortschritte in seiner Berufung als Waschmaschinenkontrolleur macht und irgendwann Deine Wäsche vorsortiert - nach Bunt- und Weißwäsche und nach Fein- und Kochwäsche :D


    Und bei der Rasse - ich habe das hoffentlich richtig verstanden - ist das quasi eine gewollte Verbindung aus Ridgeback und Labrador. Stelle ich mir das vor wie die Designerrassen Labradoodle und Co.?

    Vielleicht gibt es heute auch mehr Möglichkeiten zur Diagnose und so werden Krankheiten manchmal schon entdeckt, bevor man sie unter Alterserscheinungen ablegt.


    Aber ich merke auch an mir selbst, dass ich genauer hinschaue, als ich das früher tat - nicht zwingend beim Kauf des Welpen, sondern eher bei dem, was vielleicht ein bisschen außerhalb der Norm sein könnte und so bin ich auch schneller beim Tierarzt, als ich das noch vor 30 Jahren gewesen wäre ... da wäre mir auch nicht eingefallen, regelmäßig Blutproben untersuchen zu lassen und mit Flohmitteln, Wurmkuren, Zeckenhalsbändern war ich vermutlich vor 30 Jahren auch noch uninformierter und weniger kritisch.


    Fütterung kann heute auch zu einer Religion werden ... und auch da hätte ich vor 30 Jahren noch ohne schlechtes Gewissen aus Sack und Dose gefüttert und mich nicht stundenlang mit einer Zutatenliste beschäftigt.


    Meine Mutter sagte vor ein paar Tagen noch zu mir, als ich ihr sagte, dass ich mit Elysia noch nicht so weit laufe und sie nur zu kurzen Spaziergängen mitnehme, dass sie sich darüber früher nie Gedanken gemacht hat und ihre Welpen von Anfang an locker ein Stündchen mitgelaufen sind.


    Sie meinte aber auch, dass unsere Familienhunde vielleicht auch noch älter geworden wären, wenn man sie mit dem heutigen Wissen gefüttert und aufgezogen hätte.


    Wir werden das zwar nie wissen, aber ich glaube schon, dass vieles genetisch bedingt ist (DM ganz sicher), aber die Aufzucht auch eine Rolle mitspielt, ob ein Hund irgendwann Gelenksprobleme bekommt oder trotz eines HD-Befundes sogar lahmfrei alt wird.

    Naja, Micha, ein Welpe ist eigentlich keine Option - auch wenn meine Tendenz auch eher der Welpe wäre, mit dem man zusammenwächst und den man - wie Dimi27 schon schrieb, auch selbst formen kann.


    Aber ich verstehe auch, wenn man doch lieber einen Hund möchte, der quasi aus dem Gröbsten raus ist. Ich hatte, vor Chia einzog, auch nach erwachsenen Langhaarschäferhunden geschaut und einen schönen Rüden gefunden, den ich eigentlich mehr oder minder schon gekauft hatte ... und dann sagte mein Mann, dass er eigentlich lieber einen Welpen hätte und auch lieber eine Hündin.


    Für mich ist das sehr, sehr wichtig, dass Mann und Tochter genauso glücklich mit dem Hund sind, wie ich es bin. Nur so sind sie auch bereit, mich zu unterstützen und wenn dann mal was geschreddert wird, war es nicht "mein Hund", sondern "es ist halt ein Welpe und damit haben wir ja gerechnet, dass was kaputt gehen könnte". Das ist sehr beruhigend, weil ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn es Schäden am Mobiliar gibt oder für einen Tag kein Internet funktioniert, weil das Kabel rausgezogen und der Stecker abgefressen wurde.


    Bei Elvis, der Leo, der mit 3 Jahren zu uns kam, akzeptierte mein Göttergatte, dass das verstorbene Herrchen uns den Hund vererbt hatte und es sein Wunsch war, dass er zu uns kommt. Aber es war halt auch immer "mein" Hund und nie "unser" Hund ... und er was anstellte, dann war es meine Schuld, weil ich ihn ja haben wollte.


    Bene, Chia und Elysia sind ganz und gar "unsere" Hunde und dass mein Mann sogar zur Welpengruppe mitkommt und dabei Spaß hat, freut mich riesig. Man macht wieder was gemeinsam und hat ein neues Thema, das beide interessiert.


    Ich persönlich hatte zu meinen beiden Schäferhunddamen auch gerne wieder einen Leonberger gehabt, aber Micha würde 5 Langhaarschäferhunde akzeptieren, aber keinen Leo ... und darum stecke ich, was die Rasse betrifft eben meinen Wunsch zurück und freue mich mit meiner Familie an unseren wunderbaren Schäferhundmädels.


    Was ich aber wirklich sagen kann ist, dass die Hunde, die nach der Welpenzeit bei uns einzogen, nicht weniger anstrengend waren, wie es Elysia mit ihren 13 Wochen ist.


    Chia, als Herdengebrauchshund, ist mit ihren 19 Monaten deutlich anstrengender, als Lyssi, die so tiefenentspannt ist, dass ich manchmal überlege, ob das normal ist ... aber ich habe nur Chia als Vergleich und die würde keine 4 Stunden zuhause alleine bleiben, ohne dass ein Schaden entsteht, weil sie ihren Frust irgendwo abbauen muss. Elysia bleibt eher mal für einen Moment alleine, weil sie viel gelassener mit neuen Situationen umgeht.


    Man kann also auch schlecht sagen, dass der Schäferhund ein idealer Familienhund ist und für Anfänger immer geeignet. Bei Elysia würde ich das so bestätigen. Sie liebt Kinder, ist immer zufrieden und entspannt und wenn wir morgens gelaufen sind, liegt sie den Rest des Vormittags auf dem Sofa im Kräuterparadies und pennt oder sie beschäftigt sich mit einem Kauknochen.


    Chia wäre mit der Morgenrunde definitiv nicht zufrieden. Sie braucht Bewegung, Kopfarbeit und ganz viel Aufmerksamkeit - sonst sucht sie sich selbst eine Beschäftigung und die ist selten in meinem Sinn.


    Ich liebe jeden meiner Drei und ich will sie gar nicht anders haben, wie sie sind. Ich würde aber eine Hündin wie Chia auch keiner Familie mit zwei kleinen Kindern empfehlen, denn die würde sie garantiert hüten und wenn man bei ihr nicht aufpasst, dann kontrolliert sie einen.


    Ich habe eine liebe Bekannte, die Border Collies züchtet und eine Schafherde für die Hunde hält. Sie übernahm vor ein paar Jahren einen Border Collie, der die Kinder nachts nicht mehr zur Toilette ließ, weil er der Meinung war, dass die in ihrem Zimmer bleiben müssen und sie zurücktrieb. Er wurde nachts dann an der Heizung angebunden, aber das Kontrollieren der Kinder wurde dann auch tagsüber so extrem, dass auch keine Kinder mehr zum Spielen kommen wollte, weil der Hund sie maßregelte.


    Klar, da haben die Eltern versagt, die das frühzeitig hätten unterbinden müssen, aber am Anfang fanden das alle süß, wie der Hund die Kinder hütete ... nur als er sie dann mit seinen Zähnen bremste (Schafring nannte das glaube ich Meutegriff), wurde es unschön. Der Hund ist nun ausgeglichen und ein genialer Hütehund an den Schafen. Mit Kindern bleibt er aber schwierig.


    Ich würde also auch eher zu einem Hochzucht-Hund raten, der wenig Trieb hat, als zur LZ - auch wenn die Hündin nicht so viel Trieb zu haben scheint, aber sie steckt auch noch in der Entwicklung und wird noch kräftiger und stärker werden.


    ... und ich denke an die X-Herder Hündin, die zu Anfang auch noch händelbar war und je sicherer sie wurde, desto mehr versuchte sie ihre Menschen zu kontrollieren.


    Ich will auch keinesfalls den Teufel an die Wand malen und es gibt viele Beispiele, bei denen der Hund in eine gute Richtung gelenkt werden konnte, auch wenn er nicht ganz so einfach war. Aber bei zwei kleinen Kindern hätte ich einfach ganz große Sorgen, dass die Hündin die Kinder hütet, wenn sie nicht anderweitig ausgelastet ist und wenn die Kinder keine Hunde kennen und es unangenehm finden, wenn ihnen die Hündin auf die Pelle rückt, würde ich auch eher einen Hund wählen, mit dem auch die Kinder umgehen können.

    Bitte vergiss nicht, dass Du Dir kein Auto kaufst, sondern ein Lebewesen, das auch mal krank werden kann und dann vielleicht auch Betreuung braucht.


    Es mag negativ klingen, aber hier schreiben Forenmitglieder, die seit Ewigkeiten Hunde halten und die wissen, von was sie reden und auf welche Widrigkeiten Du Dich im schlimmsten Fall einrichten solltest.


    Klar kann es sein, dass die von Dir ausgesuchte Hündin sich als ideale Ergänzung zu Deiner Familie entwickelt und Du über unsere Gedanken lachen kannst.


    Aber man kann nicht immer vom Ideal ausgehen und wenn Du als Ersthundebesitzerin und Mutter zweier Kinder, die auch noch stundenweise arbeitet einen Ausgleich zum "Familienstress" suchst, dann ist vielleicht eine LZ-Hündin eher ein zusätzlicher Stressfaktor, während ein kleinerer Hund vielleicht weniger anspruchsvoll ist und derzeit besser in Euer Familienkonzept passt.


    Ich denke nicht, dass Dir irgendjemand hier die Anschaffung eines Hundes ausreden möchte, aber für ein Experiment sollte kein Hund herhalten müssen ... und bitte missversteh mich nicht. Wir kennen Dich alle nicht persönlich, aber wir wissen, von was wir schreiben, weil wir Hunde haben, viele Forenmitglieder aktiv Hundesport betreiben und vermutlich mehr Erfahrung haben, als Du sie momentan hast.


    Wenn Du unseren Segen zur Anschaffung einer einjährigen LZ-Hündin haben möchtest, dann wird das vermutlich wirklich nicht funktionieren, denn - und ich gehe jetzt von mir und den meisten hier aus - im Zweifelsfall stehen wir auf der Seite des Hundes, denn der kann sich nicht entscheiden, ob er zu Dir möchte und muss das Leben annehmen, das Du ihm anbietest. Ob er damit glücklich wird, weißt Du aber nicht, weil Dir die Erfahrung mit einem Hund dieser Rasse und aus einer Leistungszucht fehlt.

    Ich kann den Auführungen meiner Vorschreiber/innen eigentlich nichts mehr hinzufügen, was nicht schon erwähnt wurde und was zu bedenken ist, wenn man einen Hund adoptiert, der kein Welpe mehr ist.


    Bei uns gab es auch immer Hunde, seit ich mich erinnern kann, aber es waren auch immer Welpen.


    Auch in der Zeit, als ich dann selbst ein Kind bekommen hatte, zogen immer nur Welpen ein, weil ich damals das Gefühl hatte, einen Hund, den ich mit acht/neun Wochen vom Züchter übernehme, einfach auch später besser einschätzen zu können. Man weiß manchmal ja nicht, welche Erfahrungen ein Hund in seinem ersten Lebensjahr machte und ob es nicht vielleicht doch zu einer Situation kommen könnte, in der in eine negative Erfahrung zu einer Reaktion reizt, die für die Kinder ungut ausgehen könnte.


    Ich kannte einen wunderschönen Langhaarschäferhundrüden, den eine Bekannte aus dem Tierschutz übernahm - er war zum Scheidungswaisen geworden und erst einmal war der Hund unkompliziert und gehorsam. Allerdings fiel beim ersten Regenschauer schnell auf, dass er auf Menschen mit Regenschirmen extrem aggressiv reagierte. Woher sein Trauma rührte, fand meine Bekannte nie heraus, aber es brauchte viel Einfühlungsvermögen und Training, bis man neben ihm einen Regenschirm oder Stock in der Hand halten konnte, ohne dass er einem am Arm hing.


    Bitte bedenke auch, dass die junge Hündin bei Euch auch ganz anders sein kann, als ihr sie nun kennen gelernt habt. Sie steckt noch in der Entwicklung, die Pubertät bringt vielleicht noch Eigenschaften zum Vorschein, die schwer mit zwei kleineren Kindern zu vereinbaren sind.


    Ich habe, bis unsere Tochter etwas älter war, nur Hunde im Welpenalter zu uns genommen. Erst als unsere Tochter schon 14 Jahre alt war, zog die erste Langhaarschäferhündin bei uns ein, die bereits vier Jahre alt war.


    Anka war zuerst eine eher zurückhaltende, fast schon devote Hündin - auch sie kam als Scheidungswaisin zu uns und hatte ganz sicher auch eine bewegte Vorgeschichte. Aber irgendwann testete sie ihre Grenzen auch aus und prüfte, ob sie nicht doch mal an den Regeln rütteln kann. Aber zu meinem Leidwesen wurde sie nie so "unser" Hund, wie das die Hunde waren, die als Welpen zu uns kamen.


    Auch mein Benchen ist ein "Second Hand Hund" und auch wenn sie nun schon seit vier Jahren ein Mitglied unserer Familie ist, bleibt da immer ein bisschen Distanz, die von ihr ausgeht.


    Müsli, mein erster Leonbergerrüde fühlte sich zwar recht schnell bei uns zuhause - er kam zweijährig zu uns, weil er sich mit einem anderen Rüden der Züchterin nicht gut verstand -, aber Elvis, ebenfalls ein Leorüde, der dreijährig nach dem Tod seines Herrchens zu uns kam, hinterfragte mich als Hundeführerin bis kurz vor seinem Tod und akzeptierte meine Regeln immer nur widerwillig. Es war teilweise sehr anstrengend, mit ihm laufen zu gehen, weil er gerne eigene Wege suchte und dann auf Durchzug stellte. Er trauerte auch lange um sein verstorbenes Herrchen und manchmal hatte ich das Gefühl, dass er eher als Gast bei uns wohnt, der auf der Durchreise ist und darauf wartet, dass er zu seinem Herrchen zurück darf.


    Ich kann @Ellionore auch nur zustimmen: Ein älterer Hund kann eine große Herausforderung werden und ihn als Senior länger alleine zu lassen, nachdem er das bislang nicht sein musste, ist für den Hund auch keine gute Situation. Ob die Kinder dann mit 14/ 16 Jahren wirklich Lust haben, den Hundesitter zu spielen oder lieber Freunde treffen und ihren Hobbys nachgehen wollen, kann ich nicht beurteilen, aber ich erinnere mich an meine Kindheit und Jugend, in der es immer Diskussionen gab, wer mit dem Hund Gassi gehen muss. Meine Schwester arbeitete auch, als sie sich entschied, eine Schäferhund-Mix-Hündin bei sich aufzunehmen. Ihre beiden Jungs, die beim Einzug der Hündin schon 11 und 13 Jahre alt waren, verloren auch rasch das Interesse an dem Hund und empfanden es eher als lästige Pflicht, mal mit dem Hund rauszugehen, wenn ihre Mutter arbeitete ... ich will gar nicht wissen, wie oft die arme Hundemaus stundenlang hätte einhalten müssen, wäre meine Mutter dann nicht als Hundesitterin eingesprungen und jeden Tag zusammen mit ihrem Hund zu meiner Schwester gefahren, damit der Hund meiner Schwester genügend Bewegung bekommt und nicht zu lange allein ist.


    Einen Hund zu sich zu nehmen ist eine Entscheidung für eine sehr lange Zeit, die zu überblicken immer schwer sein wird. Nicht umsonst sagt man, dass wenn man den lieben Gott zum Lachen bringen will, man Pläne schmieden sollte.


    Hundesport ist auch ein tolles Hobby, aber ich war letzten Sonntag von 9 Uhr bis 13.30 Uhr von Zuhause weg, weil ich mit unserer Jüngsten die Welpengruppe besucht habe. Mein Mann war zum Glück mit dabei und amüsierte sich gut, aber ich weiß, wie anstrengend die Zeit war, als unsere Tochter noch klein war und ich unsere drei Pferde zu versorgen hatte. Mein Mann fand es nämlich nicht so toll, wenn ich ihm abends, wenn er nach Hause kam, unsere Tochter in den Arm drückte und zum Training mit den Pferden verschwand.


    Irgendwann hing der Haussegen so schief, dass ich mir eine Reitbeteiligung suchte, um wenigstens am Wochenende den ganzen Tag zuhause bleiben zu können. Ernsthaft betriebener Hundesport ist nicht weniger zeitintensiv und ich wäre mit zwei Kindern wohl ab und zu an meine Grenzen gekommen, hätte ich nicht die Unterstützung meiner Eltern gehabt, die sich freuten, ihr Enkelkind mal einen Nachmittags betreuen zu dürfen, während ich dann Zeit für Hunde und Pferde hatte.


    Die Frage wird also immer sein, ob ein aktiver Hund in Euer Leben passt, wieviel Zeit Dein Mann investieren möchte, um Dir den Rücken frei zu halten, wenn Du mit dem Hund arbeitest und wie Du die Betreuung der Kinder in dieser Zeit organisieren kannst.


    Ich weiß, dass der Wunsch nach einem Hund groß sein kann und man ihn sich gerne erfüllen möchte. Die Frage ist nur, ob ein kleinerer Hund, der auch die Zustimmung Deines Mannes hätte und vielleicht eher der Couchpotatoe sein wird, der nicht gram ist, wenn er auch nur mal mit einer Stunde Gassigang zufirieden sein muss, nicht doch die bessere Entscheidung ist. Wenn Du nämlich schon überlegst, ob Dich die Sauberkeitserziehung eines Welpen zeitlich überfordert, dann fürchte ich, dass eine einjährige Hündin nicht weniger Zeit fordert, als ein Welpe, den man zwei Wochen lang alle zwei Stunden vor die Tür setzen muss, bis er auch mal länger einhalten kann und verstanden hat, dass die Geschäftchen draußen verrichtet werden müssen.


    Ich finde unsere fast 13 Woche alte Welpin ist deutlich weniger anstrengend, als meine 19 Monate alte Hündin, die körperlich und geistig ausgelastet werden will, um ausgeglichen zu sein und keine Ideen entwickelt, wie das Sofa schreddern, weil ihr langweilig ist.


    Haare und Schmutz kann man eindämmen, wenn man den Hund regelmäßig bürstet und nach dem Gassigang die Pfoten und den Bauch abtrocknet, damit der Sand im Handtuch bleibt und keine Dünen bildet. Aber auch das erfordert Zeit ...


    Besuch, der keine Hunde mag, haben wir zwar hin und wieder, weil mein Mann als Architekt auch Bauherren empfängt und unser Bürogebäude auf dem gleichen Grundstück steht, wie unser Wohnhaus. Aber wer in unseren Wohnbereich kommt, der muss mit Haaren, Sand und Hundeduft leben und wenn er das nicht kann, dann sollte er eben nicht zu uns kommen.


    Aber ich lebe für meine Tiere und die stehen bei mir an erster Stelle. Darum kann ich mit Einschränkungen leben, die ich durch meine Tiere habe. Aber Zeit und Energie hat niemand unbegrenzt und man muss sorgsam überlegen, für was man sie gerne investiert, ohne dass irgendwann ein schlechtes Gefühl aufkommt.