Ruebchen Moderator
  • Mitglied seit 15. Oktober 2020

Beiträge von Ruebchen

    Negative Verstärkung kann der Hundeführer dosieren, negative Strafe nicht.

    Das würde ich so bestätigen.

    Oder hast du ein Beispiel, mit dem man diese Behauptung kippen könnte?


    Meine Gedanken:

    Die negative Verstärkung geht ja immer mit einem Reiz ei hnher der im Vorfeld schon gesetzt wird (um ihn dann aufzulösen). Diesen Reiz kann man variieren.


    Bei der negativen Strafe geht das nicht... entweder gebe ich dem Hund zb. den Ball oder ich gebe ihn ihm nicht... ich kann ihm den Ball nicht bloß ein bisschen nicht geben. :D

    Ich kenne zwar Ivan Balabanov, aber mit "seinem System" hab ich mich jetzt noch nie befasst.


    Aber den von dir FrankT. beschriebenen Ansatz finde ich gut. Wobei ich der Meinung bin, dass der Gebrauch von ausschließlich EINEM Quadranten der Lerntheorie (in dem Fall negative Bestrafung) nicht funktioniert.

    Es ist im laufe der Ausbildung immer ein Zusammenspiel aller vier Quadranten (bedenke, dass ein strenges "NEIN!" für einen Hund auch schon als eine positive Strafe empfunden werden kann).


    Die negative Bestrafung nutze ich bei Ero in der UO auch sehr gerne, ich würde sagen 90% aller nötigen Korrekturen setze ich so.


    Aber man muss auch dazu sagen:

    wenn man so arbeiten will, ist man drauf angewiesen, dass man einen Hund hat der 'ne gute Arbeitseinstellung hat.

    Entweder von Natur aus, oder im Aufbau eben gut vermittelt bekommen.

    Ein Hund der kein Bock auf die Arbeit an sich oder deinen Ball hat, wird sich auch nicht dran stören, wenn du ihm den vorenthälst. 8o

    Da guckst du dann in die Röhre...

    Aber wir müssen erst zurück bringen üben, sie läuft ja weg damit und wartet in Entfernung ob ich ihr auf das Spiel einsteigen und hinten nach laufe, und da hat sie Geduld!!

    Flexileine drauf :thumbup:



    aber das Holz hab ich für beide!!!

    Ich muss ein eigenes Holz für sie besorgen. Das werd ich zusätzlich noch ausprobieren!

    Das würde ich auf jeden Fall machen, könnte wirklich sein, dass das für die junge einen Unterschied macht!

    Und in der BGH darf man ja sowieso immer sein eigenes Holz nehmen. ^^ :thumbup:

    Kathy den alten (ranghöheren) Hund bei so Spiel- & Beutegeschichten die später für dir Ausbildung noch wichtig werden mitrennen, mitmischen und den jungen unterbuttern lassen, ist halt echt pures Gift =O 🙈


    Die Weißen sind eh schon so sensibel und nicht mit übermassen an Trieb gesegnet. Ich würde ab sofort viel mit der jungen Spielen, aber alleine. Mit allem, aber nicht mit dem Holz. Beutetrieb und Freude an der Sache fördern ... wenn sie was im Maul rumträgt (auch im Alltag, egal was) LOBEN bis der Arzt kommt.


    Wenn sie daAuftaut würde ich parallel dazu wieder mit dem ruhigen halten beginnen, aber wie Axman geschrieben hat, vielleicht gar nicht mit dem Holz sondern mit was, was sie noch nicht kennt. Ein dickes Stück Gartenschlauch vielleicht... erst wieder auf's Holz gehen, wenn sie begriffen hat, was du eigentlich willst.


    Klicken zum Halten ist gut, aber timing ist halt alles. Wobei ich nichtmal glaube, dass du immer falsch geklickt hast, sondern wahrscheinlich immer nach derselben (kurzen) Zeitspanne.


    Klar musst du am Anfang schneller bestätigen aber dich zusehen, dass du so schnell wie möglich zeitliche Variation rein bringst, damit sie es dir eben nicht nach x Sekunden von selbst wieder ausspuckt.


    Ero bei den Ersten Haltepbungen mit etwa 6 Monaten (da waren wir schon um die 3 Wochen dran)

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    Fast fertiges Bringen dann knapp 1,5 Jahre(!!) später:

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    Aus heute Abend wurde morgen früh =O


    Also ich hatte 2 dünne (3cm Durchmesser) Stoffbeißwürste. Ero war auch ganz groß darin, die erste immer ganz kurz bevor er die zweite schnappte auszuspucken.
    Ab und zu hat er unbewusst zufällig Beide erwischt, hatte es dann aber echt einfach nicht gecheckt, dass er grad 2 im Maul hat.

    Am Ende jeder Trainingseinheit war ich ganz verschwitzt und der Hund hatte immer noch nichts gelernt. :D


    Ich habe dann eine dünne gegen ein identisches Modell (in Material, Farbe, Länge) ausgetauscht, welches aber dicker (6cm) war. Soll man laut Scherk zwar nicht machen, weil das u.U. die Wertigkeit der Beiden Objekte zueinander verändert, aber das hat bei Ero den Unterschied ausgemacht. Habe ihn immer erst mit der dünnen angespielt und dann schon nach dem Buch mit der zweiten weiter gemacht. Der Unterschied war aber, WENN er zufällig mal aus Versehen BEIDE in der Gusch hatte, hat er das plötzlich wahrgenommen (weil Maul ganz schön doll voll :D ) und so hat er erstmals verstanden WOFÜR ich ihn lobe und mich hier so zum Affen mache... ging dann nochmal 2 - 3 Wochen und dann hatte er es raus und erstmals bewusst beide Würste nacheinander aufgesammelt. :love:
    Von da an ging es von selber und ich konnte ihn plötzlich auch zu Hause im Alltag immer öfter beobachten wie er im Spiel mit sich selber versucht hat alle möglichen (und unmöglichen! :D ) Gegenstände zusammen ins Maul zu bekommen <3
    Wenn er es dann geschafft hat, wurde er noch sehr lange Zeit natürlich unheimlich doll gelobt wie toll er gesammelt hat ^^

    @Asmi

    Diese Größenanforderungen stehen so im Gutachten zur Haltung von Säugetieren des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (2014).


    Ob gefährliche Tiere hehalten werden dürfen und ob sie Meldepflichtig sind, steht in der Gefahrentierverodnung.

    Die ist wie gesagt Ländersache, und viele Bundesländer haben nur eine sehr lasche oder garkeine.

    Sagt das nicht, die Kontrolle ist Ländersache, es gibt Bundesländer, da ist die Löwenhaltung z.b. schlicht GARNICHT geregelt. :D

    Nichtmal eine Meldepflicht gibt es. (Zb. Ba-Wü, NRW)


    Man dürfte sich also rein theorethisch einfach einen Löwen kaufen und halten... so lange keiner bei entsprechender Stelle eine konkrete Beschwerde einreicht (die dann natürlich geprüft werden MUSS) wäre das dann so auch erstmal einfach gestattet.

    Wird es gemeldet, muss man nachweisen dass man für das Tier alle nötigen Papiere hat, und dass das Gehege alle Anforderungen erfüllt:

    Mind. 200m² (empfohlen werden aber 500m², uhhhh :rolleyes: ) Außengehege für 1 Päärchen + 20m² frei zugängliches Innengehege, 4m Hoher Zaun mit Überhang + Stromsicherung.

    Ein Wassergraben tuts aber auch, wenn "die Außenkante genügend Sicherheit bietet". :D


    Find' ich jetzt ehrlich gesagt nicht soo unglaublich aufwändig/unmachbar auch für Privatpersonen.

    Was macht es für die aktuelle Diskussion für einen Unterscheid ob ein Hund, welcher körperlich drangsaliert wird, aus einem Trieb oder Instinkt heraus handelt?

    Je nachdem wer der Diskussionspartner ist einen sehr großen. Gebildeteren Menschen gegenüber outest Du Dich dadurch als jemand der nicht wirklich weiß worüber er gerade diskutiert, d.h. sich mit der Thematik gar nicht wirklich näher beschäftigt hat.

    Wir gehen von MR als Diskussionspartner aus *hust* 8)

    Axman Wenn du dich mal durch's Internet wühlst wirst du auch viele Veröffentlichungen finden, dass es Triebe so wie wir sie benennen grundsätzlich gar nicht gibt... :/
    Also auch keinen Beute- oder Jagdtrieb zum Beispiel. Das nennt man jetzt wohl Beutefangverhalten.
    Weil das ja auch kein innerer Antrieb sei, sondern von einem Äußeren Reiz (davon rennender Hase zb.) ausgelöst wird.
    Demnach gäbe es dann nurnoch 2 "echte" Triebe: Den Futtertrieb und den Sexualtrieb. :/


    Meiner Meinung nach ist das in DEM Zusammenhang hier aber auch bloß Wortklauberei.

    Was macht es für die aktuelle Diskussion für einen Unterscheid ob ein Hund, welcher körperlich drangsaliert wird, aus einem Trieb oder Instinkt heraus handelt?
    Die u.U. fatle Konsequenz, die Baumann ja sehr gut beschrieben hat, bleibt dieselbe... abgesehen davon, so oder so sollte man so nicht(mehr) ausbilden.



    Ich verstehe es so, dass ein Trieb eher etwas ist, was vom Individuum selbst iniziiert wird, bzw der Befriedigung eines Bedürfnisses dient. Da zählt Selbstverteidigung eher nicht dazu.

    Aber da könnte man jetzt ja auch wieder hergehen und sagen: körperliche Unversehrtheit und eigenes Wohlbefinden ist ein Bedürfnis eines jeden Lebewesens.
    Damit wäre durch den Akt der Selbstverteidigung die für einen Trieb kennzeichnende Handlung gegeben, die zur Erfüllung des oben genannten Bedürfnisses dient. (Bedürfniserfüllung = Trieb?) :/


    Versteh' mich nicht falsch, ich will mich hier nicht hinstellen und sagen, dass Thomas Baumann Quatsch erzählt. Das sind bloß meine Gedanken die mich zu dem Entschluss führen, dass vieles auch auf die Art und Weise wie man etwas betrachtet oder auslegt so oder so eingestuft werden kann.

    Ich glaube da könnte man ewig rumklamausern. ^^


    Das einzige was mich wirklich gestört hat an dem Beitragt ist eben, dass er die Aggression als solche im Sport komplett verteufelt hat. Aggression ist erstmal auch nur natürliches und legitimes Verhalten. Er reitet ewig auf der sozialen Aggression herum, aber was ist mit der Frustrationsaggression?

    Ich finde die hat auch im Sport durchaus ihre Berechtigung, und dadurch wird auch kein Hund zur asozialen Beißmaschine...