Ruebchen Moderator
  • Mitglied seit 15. Oktober 2020

Beiträge von Ruebchen

    Secans da hast du natürlich Recht.


    Wenn man es genau nimmt, hat Ero das Bellen auch über eine "Art Helfertreiben" gelernt... Hund aktiviert Helfer ohne Beuteobjekt, die Bestätigung erfolgt durch vertreiben des Helfers.

    Erst später wurde das dann sauber in den Ärmel kanalisiert.

    Nur haben wir eben ganz entspannt mit 13 Monaten angefangen, und halt völlig unaufgeregt. Was mir beim Helfertreiben wie Heuwinkl es bekannt gemacht hat missfällt, ist dieses künstliche, reaktive, aufgekratzte Arbeiten bei dem (zu) junge Hunde einfach nurnoch völlig hohl drehen und wie zu sagst, überlastet sind.


    Meine häufigste Beobachtung ist, dass der Einstieg vom Helfer nicht gut gefunden wird und die Welpen schon bei der ersten Einheit überlastet werden

    Nicht nur Welpen... Generell finde ich, dass viele Hunde unabhängig von der Methode nicht be- sondern ÜBERlastet werden... Jeder will einen wahnsinns-Brecher, und hat man den zufällig wirklich, dann meinen viele "da geht noch was", man will trotzdem immer noch ein bisschen mehr, und packt dann oft ein Quäntchen zu viel drauf.


    Lieber führe ich meinen Hund ein Leben lang sauber auf 90% seiner Möglichkeiten, als auf 101% und es fällt mir dann alles auf die Füße wenn der 3 ist...

    Wenn bei der auf dem Platz der Groschen gefallen ist, dass die Hunde am Rand sie nix angehen, dann merkt man sofort deutlich wieviel mehr und besser ihre Konzentration ist und wieviel mehr Spass es ihr selbst bringt "freier" durch den Parcour zu laufen.

    In dem Fall würde ich nicht irgendwie durch Sanktionen an völlig anderer Stelle (Umgang zu Hause, beim Alltagsgassi, ??) an einem vermeintlichen "Territorial- oder Besitzverhalten" des Hundes arbeiten, sondern daran arbeiten, dass ich den Hund in dieser Situation am Platz schlicht schneller und besser in den "Arbeitsmodus" bekomme. :/

    Einen AL Labbi könnte ich mir hier eigentlich besser vorstellen, einfach weil da züchterisch doch mehr Wert auf Wesen gelegt wird. Schussfestigkeit, freundliches Wesen, selektion auf hohe Impulskontrolle und das Arbeiten im Gelände sowie auch das Arbeiten neben anderen Hunden. Außerdem die jagdliche Selektion auf eine hervorragende Nasenleistung. Der Jagdtrieb ist ja sowieso super gut zu lenken, da Spezialisten für Arbeiten nach dem Schuss. Alternativ auch AL Spaniel als relativ weiche Stöberhunde.

    Das war auch mein Gedanke.


    Aber Secans Cattle Dogs sind doch nicht bekannt dafür nett und weich zu sein?


    Ich kenne die als "knüppelharte Ficker" (sorry :D :D ), immerhin legen die sich regelmäßig mit Rindern an, weisen diese zu Recht, etc.

    Hart, stur, eigenständig, reserviert... das sind Eigenschaften die ich jetzt dem Cattle Dog zugeschrieben hätte, im Standart ist auch von Schutztrieb die Rede. :/


    Edit: hatte die letzten paar Postings übersehen. :D
    Mir geht's wie Mona ^^

    Genauso nervig finde ich, dass man sich als Hundehalter unsichtbar machen soll. Je unauffälliger desto perfekter ist man. Gruselig. Einfach nur gruselig. Als müsste man sich dafür entschuldigen dass man einen Hund hält.

    Das kotzt mich auch an. Egal wo du hinkommst, mit Hund biste sowieso immer schon der Depp... und wehe, dein Hund Atmet etwas zu stark oder lässt nen' Furz. :rolleyes:

    Pepper ich bin da mittlerweile einfach skeptisch, weil in den letzten Jahren einfach wahnsinnig viele "Verhaltensanalysten" wie Pilze aus'm Boden sprießen und da oft Problemchen gebacken werden, wo keine sind. Man will die Leute ja bei Laune halten, und wenn alles fluppt ist's ja fast schon langweilig.

    Also saugt man sich ganz subtiles passives Aggressions- oder Territorialverhalten aus den Fingern, das kann man ja nahezu jedem Hund irgendwo unterstellen.


    Ich sage nicht, dass es in dem Fall so war, ich kenne ja den Trainer nicht.

    Aber ich finde das hat einfach ein "G'schmäckle", eben WEIL ich es so verstanden habe, dass nette sich jetzt Gedanken/Sorgen um etwas macht, was vor diesem Analysetermin nie ein Problem war, weder im Umgang mit dem Hund, noch in der Öffentlichkeit.

    Ich meine, wir reden hier ja auch nicht von einem knapp 2,5 Jährigen intakten Rüden... Lexy ist ja schon 7 Jahre oder so, und gefestigt in ihrer Art und ihren Verhalten. Es war alles gut, und jetzt kommt jemand daher und macht daraus mal eben "Problemverhalten". :rolleyes:

    Ja, und was beweist, dass der Hund, in dem Falle Lexy, sein Frauchen als SEINE Ressource, also praktisch seinen Besitz ansieht?

    Irgendeine fremde Trainerin, die mal eben kurz drauf geguckt hat behauptet das halt ... weil der Hund jetzt seiner HF mal vor den Füßen rum latscht, ist er direkt territorial und verteidigt seine Ressource Mensch?

    Vielleicht genießt er einfach die Nähe seines Menschen, und will nichts verpassen wie Axman das schon angesprochen hat. Nur weil der Hund nicht unbedingt fremde Hunde in seinem nähren Umkreis haben will, muss er deswegen ja nicht direkt eine Ressource verteidigen wollen.


    Da fängt's bei mir schon an, ich zweifle schon an der Interpretationsweise. :)

    Hmm, ich verstehe grade nicht wieso das Verhalten als etwas negatives dargestellt/ausgelegt wird.


    Sie beeinträchtigt dem dem Verhalten ja nicht DICH, sondern schränkt lediglich fremde potentielle Störenfriede ein, bzw. blockt diese. Ist doch fein.

    Was anderes wäre es jetzt, wenn sie aktive Aggressionen am den Tag legen würde, aber das ist ja nicht der Fall.


    Klar, man kann sagen "der Hund ist territorial und sieht dich als seine Ressource, das ist was schlechtes".

    Man kann aber auch sagen "der Hund empfindet ein starkes wir-Gefühl, bildet mit dir eine Einheit, orientiert sich dabei an dir, und macht keine Probleme." ^^


    Du kannst ja mal testen, ob du sie mit Kommando auf "Stand by" schalten kannst, indem du sie z.B. irgendwo ablegst und dann gehst du auf den anderen Hund zu, und nimmst Kontakt zu ihm auf. Das sollte natürlich möglich sein, wann immer du möchtest. Funktioniert das, und sie akzeptiert dein Wort, würde ich einen Teufel tun und da was korrigieren. :S

    diese Fröhlichkeit kann ich ja nicht konditionieren.

    Doch!! :D :D <3


    Das wird jetzt wieder unromantisch aber Emotionen und Gefühle lassen sich konditionieren.

    So ist es, man kann sogar Emotionen und das "sich gut fühlen" konditionieren. :)

    Macht man sich im Sport ja auch zunutze... seit nunmehr 5 Jahren ist Ero konditioniert auf den wunderbaren Satz "Burli, tun wir was?!"
    Hört er den, zeigt er sofort große Freude und empfindet angenehme Emotionen... sogar die Herzrate erhört sich (nachgewiesen am EKG als wir den Herz-US gemacht haben!) ^^ <3

    Mit Katzen war es bei meinen Hunden auch immer so, wer sitzen bleibt ist uninteressant, wer weg läuft will gejagt werden. Es gibt aber genug Bäume, Zäune und andere Verstecke, so dass wir nie eine brenzlige Situation hatten

    Hier würde man sich auch alle holen die regungslos sitzen, wenn ich nichts dagegen sagen würde. ^^

    Bäume helfen auch nur so Semi, Ero hat mal eine sich in Sicherheit wiegende von nem' Baum runter geholt...

    Also Katzenhass wird hier GANZ groß geschrieben. :D :D :D


    Gut, ein Laster muss man wohl haben.. 8o

    Spannend, wie sie auch von Tier zu Tier unterscheiden.

    Was bei Kathy 's Kiara die Rehe sind, sind bei Ero die Katzen. :D


    Lange galt:

    Wenn er eine sieht, und ich bin schnell genug kommt er, aber wenn Katze samt Hund schon durchgestartet sind... ist der Hund erstmal weg, kommt dann nach so ner' Minute wieder angeschissen. :rolleyes:


    Mittlerweile ist es so, dass er bei Katzensichtungen mehr implodiert als explodiert: er macht einen Satz nach vorne, stellt die Bürste und bellt/grunzt/rotzt einmal kurz in besagte Richtung, wie ein tollwütiger Werwolf. Dann steht er da und glotzt mich über die Schulter verstohlen an, weil er genau weiß, dass er die Pfoten von der Katze lassen muss. Bis er dann wieder hinguckt, sind schlaue Katzen eh schon verschwunden... Die dämlichen Exemplare hocken immernoch an derselben Stelle und glotzen. :rolleyes:

    Da nehme ich ihn dann an die Leine und gehe 20, 30m weiter, danach kann ich ihn wieder abmachen.


    Bei allem Anderen was draußen so kreucht und fleucht guckt er, und geht ohne jegliche Einwirkung durch mich einfach weiter seiner Wege.

    Ich oute mich auch mal als faule Socke... Meine Welpen laufen bei mir von Anfang an frei... Ich nutze den Folgetrieb und hochwertige Belohnungen + sehr viel Emotion um möglichst schnell einen schon recht sicheren und positiven Rückruf zu etablieren.

    Ich achte auch darauf möglichst Bedürfnisorientiert zu bestätigen.


    Zeitlich parallel dazu, aber praktisch komplett losgelöst davon "installiere" ich auch sehr früh ein negatives Abbruchsignal.


    In dieser Zeit meide ich Spazierrouten wo mit krassen Ablenkungen zu rechnen ist... Sitzen o.g. Punkte schon recht gut, bewaffne ich mich mit Jackpot-Dosen gefüllt mit Nassfutter und Ball und wage mich in ablenkungsreichere Gefilde. Am liebsten starten wir mit Enten, die kicken nicht so sehr wie Hasen oder Rehe. :D

    Hat noch nie nicht funktioniert, Ero kann bei Rehsichtung ohne Leine bleiben, und vorbeigehen. A.J. und Homer davor genauso.


    Btw., habe ich meinen Post nicht mit "ich bin faul" gestartet?

    Ich korrigiere, ich bin nur zu faul um mit Schleppleine zu gehen, davon ab betreibe ich gut Aufwand damit die Pappenheimer möglichst viel ohne Leine laufen können und dabei keinen Blödsinn machen. :D