Wenn ein Hund so trainierbar ist, dass auch seine "schlechteren" Veranlagungen umtrainiert werden können oder verdeckt bleiben, ist das nicht auch eine Qualität, die der Hund hat?
Ich glaube da missverstehen wir uns.
Es geht bei der Selektion ja darum, im Ergebnis ein möglichst perfektes Grundfundament zu erreichen.
Sobald ein Welpe geboren wird, beginnt die Umwelt auf ihn einzuwirken. Alles was er jetzt wahrnimmt prägt ihn, formt ihn. Wo willst du denn den Schlussstrich ziehen? Also dass keiner den Welpen anfasst (geht gar nicht), bis 6 Monate? Bis 1 Jahr? Bis 2 Jahre? Würde man die Welpen/Hunde bis dahin in einer grossen Kiste einsperren, bzw. Raum ohne Aussenreize?
Nein, das ist natürlich nicht möglich. Darum ging es aber auch m.E. nicht. Ich glaube es geht eher um die sg. operande Konditionierung, die halt nicht stattfinden soll.
Wie sollte man es also denn machen?
Lt. Matthias Dögel ist das schwedische Konzept schon der richtige Weg. Die Hunde kommen als Welpen in ganz normale Familien und nach einem Jahr werde sie mehreren, für den Hund völlig unbekannte Prüfungen unterzogen (Kurzfassung).
Ich glaube insgesamt ist es halt viel viel viel komplizierter als man so versucht diese Dinge auf ein paar Schlagworte oder Slogans zu limitieren.
Ja total. Daher macht Dögel auch immer wieder klar, welchen Umfang das schwedische Konzept hat.
Da werden nicht nur 10 Hunde/Jahr gesichtet, um am Ende was brsuchbares zu erhalten.
Ihr könnt mich gerne korrigieren, in dem Unfang wie in Schweden habe ich es sonst noch nie gehört, das das Thema Diensthund-Nachwuchs angegangen wird.
Alleine was das an Geld kostet.
Hier in Deutschland höre ich immer nur das Gegenteil.
Axman Hast Du Dir den Podcast angehört? 😉