Körpersprache, Körperspannung macht unglaublich viel aus und häufig reflektieren die Hundeführer nicht, wie luschig sie neben ihrem Tier latschen. Da passt kein Kommando zur gezeigten Ernsthaftigkeit. Klar hat jemand, der Körperspannung zeigt, auch eine feste Hand. Und dann gibt es sicher Hunde, die nicht einfach zu führen sind. Ich glaube, DSH sind nicht unbedingt Anfängerhunde, oder?
Ich sehe es auch immer wieder bei uns auf dem HuPla. Der Trainer nimmt die Leine und der Hund tut, was von ihm erwartet wird. Da kann man gut sehen, dass es fast immer der HuFü ist, der seine Vorstellungen nicht durchsetzen kann, weil er keine Präsenz zeigt.
100% meine Meinung!
Oder um es mit Dieter Nuhr (aus einem Programm irgendwo in den 90ern über Erziehung seiner Kinder): "Sie müssen nur "glauben", das Du sie schlägst!"
Der Begriff "Anfängerhund" wird mir inzwischen aber zu häufig im falschen Kontext benutzt.
Meist wird damit gemeint, das der Hund leicht oder schwer zu erziehen ist. Das halte ich für falsch. Jeder Hund muss konsequent & liebevoll erzogen/überhaupt erzogen werden. Nur sind die Auswirkung bei Mißerfolg bei einem DSH um Längen größer als bei einem Dackel oder Mischling von 20cm Höhe.
Omi holt sich einen Dackel, erzieht ihn falsch bis gar nicht. Dackel geht jeden anderen Hund an und schnappt nach Kindern, macht sein Ding. Eigentlich ne Vollkatastrophe.
Aber Omi kann ihn bequem an der Leine halten oder zur Not unter den Arm nehmen. Also kein Problem. Zuhause ist er ja total schmusig. ![]()
Ich klammere in dieser Diskussion Hunde mit Verhaltensauffälligkeiten einmal aus, sonst diskutieren wir endlos.
Also Hund ist "klar im Kopf", nicht angstbesetzt.
Davon ausgehend ist m.M. nach ein DSH (siehe Pepper) sogar sehr leicht zu erziehen.
Es braucht "nur" Konsequenz & Liebe mit dem Ergebnis beim Hund: Vertrauen und Bindung.
Fertig! Er hat einen großen "Will to please", orientiert sich an seinem Menschen, ist durch sein Vertrauen souverän und entspannt.
Klar, damit ist er dann kein Mantrailer oder Rettungshund, bringt keine Medallien im IGP nach Hause. Aber er ist dann ein kontrollierbarer, nicht-aggressiver Hund der im urbanen Leben eines Menschen seinen Platz hat.
Am Ende sind die Hunde die wir auf unseren Spaziergängen treffen immer die Spiegel ihrer Menschen am anderen Ende ihrer Leine.
Aber das einzusehen und an sich selbst zu arbeiten ist so unsagbar schwer für viele, das es dann
a) der Jagdtrieb ist
b) der Biss eines Schäferhundes war
c) die Rasse an sich ist, bei der das nicht geht
Manchmal aber treffe ich auf Menschen, die ganz ehrlich sagen "ja, so konsequent war ich nicht. Das würde ich beim nächsten Hund auch anders machen."
Heute noch...Frau und Man mit einer 7 Jahre alten Labrador Hündin.
Aber hey, 2 Kinder, Familie, Schule, Kindergarten.
Dafür war Lillo (der Hund) super.
Ich würde niemals solche Menschen verurteilen.
Aber den Quatsch von "der Hund ist so weil" höre ich mir nicht mehr an. 🙄