Soweit ich weiss unterliegt der Beutetrieb einer Ermüdung auf den Reiz, das heisst Beutetrieb nimmt mit der Zeit ab wenn der Reiz wiederholt immer der Gleiche ist, während Aggression nicht in dieses Schema fällt.
Aggression ist immer abrufbar, auch wiederholt und unterliegt nur einer körperlichen Ermüdung, eben wenn der Hund körperlich müde wird.
Daher nutzt man wohl die beiden Triebe in unterschiedlicher Konstellation damit sie sich ergänzen und gegenseitig verstärken, bzw erfrischen, in gewisser Weise.
Ich konnte bei Axel schon vor einiger Zeit feststellen, dass er zB beim Verbellen im Beutetrieb zu "gemütlich" geworden war, wenn wir hier ein bisschen mehr Stoff geben, wird die ganze Sache zackiger. Axel ist, auf meinen Wunsch hin, praktisch komplett im Beutetrieb gearbeitet.
Da man mir aber ganz am Anfang sagte, dass Axel ordentlich Aggression hat (irgendwie blöd ausgedrückt, ich weiss), wollte ich die SD Arbeit hauptsächlich im Beutetrieb mit ihm durchlaufen, weil ich mir ausgemalt hatte, dass auch ich damit erstmal besser zurecht komme. Jetzt, wo wir (Axel und ich) immer klarer haben, wie die Abläufe sind und worum es geht, uns sicherer fühlen, etc., können wir langsam immer mehr in die Aggression gehen. So meine Idee.
Für mich steht immer die Kontrolle an erster Stelle. Ich bin damit am Anfang ein bisschen angeeckt in meiner Gruppe, weil alle gesagt haben "neiiiin, mit zuviel Kontrolle kann der Hund nicht das zeigen was er drauf hat!". War mir aber wurscht. Wenn er dadurch nicht zeigt was er drauf hat, dann hat ers eben nicht drauf. Punkt. Ein Englischer Vollblüter verlernt nicht das Rennen nur weil er am Anfang des geritten werdens nicht rennen darf. Lass ihn EINMAL rennen und dann haste den Salat. Also erst die Bremsen und die Lenkung einbauen, dann Stoff geben. Ob das auch bei Hunden so ist wird die Zeit zeigen. ![]()
Übrigens hat Axel gestern meinem Helfer ein Bauchnabel Piercing verpasst
Liegt daran wenn Helfer zu wenig Klamotten tragen und der Bauch vorsteht
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