Hierzu kann ich sagen, dass ich die tiefe Nase Axel nie beibringen musste. Ich habe ja mal geschrieben, dass er die Nase nicht mal hochgenommen hat um eine vom Rebhuhn ÜBERFLOGENE Strecke zu verfolgen.
Vielleicht ist die IGP Fährtensuche ja nur individuell "unnatürlich" im Sinne von verschiedenen im einzelnen Hund natürlich angeborenen Methoden?
Das wäre ausserdem ein Meinungskompromiss😉😍
In meinem schlauen Fährtenlehrbuch werden die Hunde in verschiedene Suchtypen eingeteilt. Dort heisst es, dass die Hunde individuell (aber auch durch Ausbildung) gewohnheitsmässig....
.... ich beschreibe es so:
Der Geruch an so einer Fährte ist ja verschiedenen zB zeitlichen oder örtlichen Umständen und Veränderungen unterworfen.
Hunde werden häufig (unbeabsichtigt) darauf konditioniert oder haben von alleine eine Vorliebe dafür nur die residualen Körpergerüche des Fährtenlegers zu erspüren und verfolgen, anstatt den (wie bei IGP gewünscht) eigentlichen Bodengeruch der sich durch das Darauftreten bildet. Körpergerüche sind großräumiger verteilt und verflüchtigen sich schneller, das verfolgen der Fährte ist ungenauer und vage.
Ich kann mir vorstellen, dass hier schon am Anfang der Ausbildung "Fehlkonditionierung" stattfinden kann, weil wir ja oft einfach nicht wissen was genau der Hund jetzt eigentlich mit der Belohnung verknüpft.
Ich sehe bei deinen Beschreibungen, Micha369 , vor allem ein Motivationsproblem, wie oben schon andere beschrieben haben. So wie es sich anhört, würde ich auch wieder zurück zu niedrigeren Ansprüchen, sehr viel höherer Erfolgsrate für deinen Hund, mit viel Lob, evtl Spielzeug. Spielzeug kann bei dem einen Hund durchaus funktionieren in der Fährte während es den anderen nervös macht, muss man immer im einzelnen sehen und abwägen, finde ich.
Ich könnte mir vorstellen, um beim Motivationstraining zu bleiben, evtl das ganze Fährtenereignis durch Spielen am Fährtengelände aufzumöbeln um Witos emotionalen Zustand für die Fährte etwas zu puschen. Vielleicht ist er auf Fääährte gääähn emotional konditioniert.
Aber all diese Dinge sind so schwer von der Ferne aus zu beurteilen. Ich finde auch, ein Fährtenseminar mit genauer Einschätzung des Hund/HF Teams könnte was bringen.
Ich bin gerade in Deutschland zu Besuch bei Familie und schreibe vom Händy, örks.