Am Montag sagte mir meine Schwester, dass sie der Sache noch diese Woche gibt und wenn Lotte weiterhin so ein Elend ist, dann würde sie es ins Auge fassen, das Leid zu beenden. So könne man einen Hund nicht leiden lassen.
Gestern nachmittag bekam sie einen Anruf von der Tierklinik, dass die Proben auf Bakterien, Blutproben und Biopsien kein Ergebnis gebracht haben.
Lupus ist prinzipiell auch vom Tisch. Die TK erklärte, dass ein Cocktail von Bakterien überall auf den Wunden siedele, und eine Feststellung, um welche es sich dabei im einzelnen handelt, nicht möglich sei.
Die Blutproben auf sämtliche Mittelmeerkrankheiten kamen wie erwartet negativ zurück. Die TK, bzw. die Dermatologin, kann sich keinen Reim auf die Symptome machen.
Meiner Schwester wurde gesagt, dass sie jetzt die Lotte auch noch auf Pilz untersuchen wollten. Meine Schwester und ich sind etwas verwundert, denn eigentlich hätten wir erwartet, dass das direkt gemacht worden wäre. Ebenso wie eine eingehende Untersuchung des Innenraumes des Maules, der Zähne und des Rachens, als Lotte in Narkose war. Teuer genug war es ja.
Die TÄ versuchte lediglich bei der nicht narkotisierten Lotte ins Maul zu gucken, obwohl meine Schwester erklärt hatte, dass sich die Hündin nicht von einem behandschuhten Fremden ins Maul gucken lasse, sondern nur von meiner Schwester.....
Gestern abend dann, erzählte meine Schwester, dass Lotte zum ersten Mal wieder ihren Erzfeind, den A. Shepherd der immer morgens am Garten vorbeigeht, verbellt hat und etwas später ihre Rudelkameradin anknurrte. Jippiiii! Endlich wieder die alten grätzigen Taten von Lotte!!!
Wir werten das als ein sehr gutes Zeichen gegenüber der totalen Apathie. Die TÄ hatte vorher erklärt, dass bei derart drastischen Symptomen es doch etliche Zeit dauern kann, bis Medikation anschlägt.
Einige Wunden trocknen jetzt ab und schliessen sich langsam nur die Ohren bereiten noch grosse Sorgen.
Da man nicht feststellen kann welche Bakterien beteiligt sind, kann man auch kein exakt passendes Antibiotikum anwenden. Meine Schwester soll die derzeitige Medikation noch weiterführen.