Ich unterschreibe heutzutage ebenfalls unter der Abteilung "Gehorsam".
Damals war ich sehr auf der Linie "die zugrundeliegende Emotion verändern durch Desensibilisierung und Gegenkonditionierung" und das war sicherlich auch nicht schlecht und hat einiges gebracht aber am Ende stelle ich fest, dass ich fast schon behaupten möchte, dass mir die Emotion meines Hundes in dem Moment schnurz ist, er hat verdammt nochmal die Schnauze zu halten und da zu bleiben wo ich sage, so lange wie ich sage. Räusper
Egal stimmt wahrscheinlich nicht wirklich, oder? Ich denke es hängt viel damit zusammen, wie man seinen Hund einschätzt. Mir wurde durch eine Reihe Vorkommnisse sehr deutlich, dass mein Hund keineswegs "unsicher", "traumatisiert" ist oder unter "mangelnder Führung" leidet, sondern dass er absolut klar entscheidet, welches Verhalten er in welcher Situation zeigen möchte. Und schlicht gerne rumprollt. Es macht ihr einfach Spaß. Auf der Basis ist mir auch egal was sie dabei fühlt, aber wäre sie jetzt zB 4 mal an der Leine gerissen worden und würde danach ausrasten, wäre mir ihre Emotion nicht egal.
Ich glaub viele unterschätzen ihre Hunde da auch einfach und meinen, es kann ja nur Unsicherheit etc sein, weil Hund ist ja garantiert unschuldig weil kein Hund kommt aggressiv auf die Welt bla bla. Und Hundi macht sich ein schönes Leben ![]()
Ich wurde mal blöd angemacht wegen Halti Training, a la "Nichtmal gucken darf der Hund wohin er will, Kadavergehorsam von Schäferhundemenschen etc" , aber ich finde auch ein möglicherweise frisch aus Bulgarien gekommenen Tierschutzhund der eh nicht Gassi will weil er sich mit Territorialverhalten auskennt muss sich dann nicht noch von einem jungen Prollo fixieren lassen. Ist einfach nicht nett. Und je unsicherer der andere, desto mehr Spaß macht es dem Jungschäfi ![]()