Aber, der Läufer hätte ja seinen spurt 100 m weiter erst anfangen können, dann wäre er vor uns gewesen und das darf und ist auch kein Problem.
Teil des Intervalltrainings ist es, eben genau das nicht zu tun, sondern zu einem bestimmten Zeitpunkt in den nächsten Sprint zu gehen (abhängig von Intesität des Sprints und Pulsentwicklung). Ich als Tiermensch würde meinen Sprint trotzdem verschieben, aus Rücksicht und Selbsterhaltungstrieb, aber muss zugeben, dass ich das auch beim 3. Hund ggf nicht mehr wollen würde. Und man kann es eben nicht verlangen.
Da kann man nicht davon ausgehen, seiner Tätigkeit ohne Störung nachgehen zu können. Wenn ich mit meinem Hund was ungestört trainieren will, muss ich das halt im Garten oder auf dem Platz machen. Wenn der Läufer seinen Trainingsplan ungestört durchziehen will, muss er das vielleicht auf der Laufbahn machen 🤷♀️
Moment, ungestört würde ja bedeuten, der Läufer hätte Anspruch darauf gehabt, dass jemand mit seinem Hund aus dem Weg geht, damit er nicht drum herum laufen muss. Der Anspruch besteht selbstverständlich nicht im öffentlichen Raum. Wollte er ungestört trainieren, müsste er aufs Laufband oder den Platz, ja. Aber aus seiner Sicht hat er ja niemanden gestört, er ist ja nicht in den Hund rein gerannt. Er hat sich also schon auf die Gegebenheiten eingestellt, aber außer Acht gelassen, dass ein Hund eben auch eine Reaktion zeigt die er nicht einplant. Es gibt genug Menschen, die sagen, dass Hunde, die nicht so bombenfest sind (wir müssen nicht darüber diskutieren, ob überhaupt irgendein Hund so bombenfest sein kann dass er niemals unvorhergesehen reagieren kann) eben immer Maulkorb tragen müssen. Wollen wir solche Diskussionen nicht, halte ich es für nicht schlau, Aussagen zu treffen wie "Ein Jogger ist in hohem Tempo vorbei gelaufen, der hat kein Gewissen und das war gefährlich", denn was dann verboten wird sind die Hunde und nicht die Jogger.
Man SOLLTE erwarten können, nicht von anderen Leuten oder deren Hunden belästigt oder gar gebissen zu werden, andersrum sollte man aber auch erwarten dürfen, dass Sportler und Spaziergänger einen nicht belästigen oder gefährden.
Absolut, aber der Läufer hat niemanden gefährdet. Er ist ja nur gelaufen, die potenzielle Gefahr ging von dem Hund aus.
Auch Kinder machen manchmal Sachen, mit denen keiner rechnet, damit muss ich als kinderfreier Mensch auch rechnen
Deshalb fordere ich ja nun auch nicht die Verbannung von Kindern aus dem öffentlichen Raum. Leben und leben lassen.
Hätten wir den Hauch einer Chance, die Kinder aus dem öffentlichen Raum zu verbannen, ich würde sofort unterschreiben
Kinder und Hunde sind in ihren Rechten aber nicht gleich gesetzt.
Was mich an solchen Dingen immer so ärgert ist, dass man das alles doch durch Kommunikation im Vorfeld lösen und entschärfen kann. Wenn man schon seinen Sprint nicht verschieben kann und will, warum nicht das Rad vorschicken und kurz bescheid sagen, warum nicht aus einiger Entfernung rufen?
Das wäre zB eine richtig gute Lösung gewesen, wovon sogar alle hätten profitieren können. Rufen ist bei dem Puls allerdings unrealistisch
Aber wenn man schon eine Begleitung hat, könnte man sie nutzen, aber die scheinen halt echt absolut keine Ahnung gehabt zu haben. Deshalb hätte man vielleicht etwas bewirken können wenn man die Radfahrerin freundlich anspricht und das Problem schildert. Wobei auch das nach hinten los gehen kann, jedenfalls ich töne immer rum, dass ich meinen Hund in jeder Alltagssituation unter Kontrolle habe und er deshalb für niemanden eine Gefahr darstellt... Ich möchte nämlich keine schärferen Auflagen für Hunde, sondern hätte nichts dagegen auch die Leinenpflicht ggf zu überdenken nach einer abgelegten Prüfung.
Hier ist es einfach so, dass ein Radfahrer JEDERZEIT bremsen können muss. Das ist etwas, was die allermeisten Radfahrer nicht kapieren. Sie müssen ihre Geschwindigkeit so anpassen, dass sie bremsen oder ausweichen können. Wenn sich eine unklare Situation präsentiert, müssen sie so langsam fahren oder ggf. absteigen, dass niemand gefährdet wird. Ist einfach so.
Ja, ich wäre auch stinkesauer gewesen wenn jemand in mein Pferd reinbrettert - natürlich müssen die bremsen können, aber sie mussten es nur, weil ich mein Pferd nicht ausreichen kontrollieren konnte. Aber er muss es ja lernen dürfen und das geht nur in real life. Und mein Pferd hat auf dem Radweg halt nichts verloren
also im Idealfall. Ich will ja auch keine Radfahrer auf Reitwegen liegen haben. So weit sind wir mit dem Springen einfach noch nicht. Trotzdem bin ich froh, wenn jemand nett abbremst oder gar absteigt, und mich nicht noch blöd anmacht, ich hab mich doof genug gefühlt.
Als Münsteraner fällt mir dazu folgendes ein:
Als Ex Münsteranerin stimme ich zu
Führerscheinprüfung im Ludgerikreisel ist eine besondere Prüfung. (Die Radfahrer kommen ja nicht plötzlich aus dem Gebüsch..." (Zitat Fahrlehrer). Doch! Genau das tun sie!!!