ach ja, ich hab vor kurzem einen tipp von unserem jäger hier aus dem revier bekommen, als er mich fragte, warum er uns nicht mehr im wald begegnet.
Ich erzählte ihm was passiert war und er sagte daraufhin, dass man die hunde ganz viel mit den wildtieren konfrontieren sollte (klar, an der leine), dass die wildtiere für die hunde selbstverständlicher werden.
Nur leider hab ich die zeit nicht, dass ich mich täglich in den wald mit sam begebe und dort warte, bis mal ein reh, fuchs oder hase auftaucht.
Klar könnte ich in einen wildtierpark mit ihm gehen (wir haben hier sogar ein bisschen weiter weg einen), aber ob da nicht der schuss nach hinten losgehn würde. Weil die bleiben bestimmt nicht stehn, wenn sam zum bellen anfangen würde. Das glaube ich, tut er dann bestimmt.
Im Endeffekt mach ich das mit Kiara auch. Gerade wenn wir in der Au unterwegs sind haben wir an entsprechenden Stellen sehr gute Chance auf Rehe zu treffen. Passt man die Tageszeit an fast 100 %. Gestern waren wir späterer Nachmittag, da kamen wir dann schon ein wenig in die Dämmerung und natürlich sind wir einem Reh begegnet. Das eignet sich schon gut zum trainieren. Je mehr Begegnungen desto unaufgeregter reagiert der Hund.
Tierpark ist nicht das selbe. Vor allem flüchten da die Tiere meist nicht mehr. Im Gegenteil, die kommen an den Zaun und betteln. Zumindest in dem Tierpark wo wir öfter sind, da kommt zB das Damwild an den Zaun und schnüffeln den Hund an, die wiederum findet das jetzt irgendwie komisch, weil eigentlich laufen die doch davon????!!!!! Dann ist sie plötzlich ein kleiner Angsthase und versteckt sich hinter mir. Also das eignet sich weniger zum Antijagdtraining. ![]()
Bass23 bei Kiara bezieht sich das Jagdverhalten auf Rehe und Hasen (auch unsere Zwergkaninchen, die frei in Garten leben und täglich vor ihr herum hoppeln) und fremde Katzen, naja auch die eigenen draußen wenn sie so doof sind und laufen.
Die Hühner waren nach einer oder zwei ordentlichen Ansagen schnell erledigt. Aber die Kaninchen werden wir im Leben nicht raus bringen. Mittlerweile hat sie sich so weit im Griff, dass sie in meiner Anwesenheit nur schaut, aber wehe eines der Kaninchen läuft ihr über den Weg wenn ich weiter weg bin. Da gibt's kein Halten und auch kein abrufen mehr.
Damit müssen wir und die Kaninchen leben, die lernen auch und verstecken sich, sobald der Hund in Sichtweite kommt. Sie wissen genau wo der Hund nicht hin kommt und im Notfall sind sie schneller. Ich glaube ja, würden sie einfach stehen bleibe würde Kiara genau wie bei den Katzen einfach davor stehen und blöd gucken.
Also hier hilft nichts mit Kleinvieh anzufangen um das Jagen abzugewöhnen.
In ihrer Pupertätsphase meinte sie sogar die Kühe jagen zu können. Das beste Antijagdtraining sind Tiere, die es zwar spaßig finden Mal kurz einen Runde zu laufen, sich dann um zu drehen und finden jetzt sind sie mit dem hinter her laufen dran. Ich kann euch sagen, der Hund wird schnell, seeehr schnell!!! Die Idee Kühe zu jagen hat sich schnell von selbst erledigt. Bevor hier der Aufschrei kommt, wie ich den Hund in eine Weide laufen lasse, das waren unsere eigenen Rinder. ![]()
Leider hat sich das Gelernte nicht auf Rehe übertragen lassen. ![]()