Secans
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Beiträge von Secans

    Ich kenne tatsächlich kaum Blödsinn, das einzige was sich in dem Alter zeigt, ist, dass total gerne Dinge angekaut werden wenn man sich „langweilt“, was sich im Erwachsenenalter bislang immer wieder erledigt hatte.


    Mein Malinois ist krank gewesen fiel im Sport immer mal aus, einfach nicht sein so sein Jahr, der ist ja jetzt 2,5 und da merke ich, dass er in den Sportfreien Phasen wesentlich unausgeglichener, reaktiver und auch außenfokussierter ist. So, als würde er sich ein Ventil suchen. Das kenne ich von ihm in Trainingsphasen gar nicht, der ist im Alltag eigentlich total unkompliziert.

    Außerdem geht der Trend in der Bevölkerung zu Begleithunden und nicht zu ernsten Hunden. Was boomt sind die ganzen Pudelmischungen.

    Und mir fehlt da doch die Phantasie mir die ganzen bissigen Pudel und doodle vorzustellen.

    Auch Pudelmischlinge müssen erzogen werden, es geht dabei doch überhaupt nicht um Schwerverbrecher. Und die Erziehung wie sie momentan propagiert wird, funktioniert nicht. Ganz offensichtlich nicht, weil Hundehalter immer unbeliebter werden. Insbesondere weiche Hunde profitieren übrigens immens von sachlichen Korrekturen, die sie explizit nicht mit ihrem Hundeführer in Verbindung bringen.


    Da ist aber doch Teletac überhaupt keine Lösung. Was sollen die ganz normalen Menschen damit?

    Das ist doch mehr eine Frage dessen, wie gut die Leute sich mit ihrem Hund auseinandersetzen und damit welcher Hund zu ihnen passt und womit sie zurechtkommen können.

    Das ist eine perfekte Welt, wie es sie nie geben wird. Und das vorher kann man nicht mit dem nachher vergleichen, die Hunde sind dann nämlich da. Es ist eine Utopie, dass eine Welt realistisch wäre, in der sich jeder den passenden Hund aussucht.


    Und was ist der passende Hund überhaupt? Wie gesagt, ich rede nicht mal von Schwerverbrechern, sondern von einfachem Gehorsam, der schon ein Problem darstellt bei ganz normalen Hunden. Die Hundeschulen sind voll, wir haben eigentlich eine Kompetenz und Hilfestellung wie noch nie und trotzdem klappt es offenbar breitflächig nicht, die Portale und Pflegestellen quellen über mit ganz normalen Hunden denen man erziehungstechnisch nicht Herr wird.


    Rückruf, Jagdverhalten, Freilauf, Leinenführigkeit, bissl Benehmen, viel mehr braucht es nicht und das klappt schon sehr oft mit ganz normalen Hunden nicht. Da wird ein Lebenlang trainiert, ohne wirklichen Erfolg in den Bereichen.


    Mein Nachbar hat zum Beispiel einen solchen Pudel, das Tier läuft frei, hört aber kein Stück oder nur dann, wenn nichts wichtigeres da ist. Alles mit Motivation und er schimpft auch mal, aber die ist doch nicht doof und weiß genau dass Herrchen ohne Leine überhaupt keinen Zugriff auf sie hat und machtlos ist. In einer Welt voller anderer Menschen, Hunde und Straßen.

    Beweise! Und in welchem deutschen Tierheim werden Hunde weg gespritzt?

    Selbst Hunde die getötet haben werden nicht einfach so mal eben weggespritzt.

    Und was für ein ekelhafter Ausdruck wegspritzen.


    Selten so einen Unfug gelesen.

    Warte es ab, es wird kommen. Weil man nicht mehr weiß wohin mit den ganzen Hunden, die nicht funktionieren wie ein Plüschtier.


    Du meinst, man müsste den TS-Uschis nur erklären dass es ganz toll wäre den Straftätern im Tierheim zur Rehabilitierung ein Stromhalsband umzuhängen, damit sie dann endlich die ganzen Hunde aus Spanien und Rumänien ankarren können weil dann so viele Plätze freiwerden? Und ganz nebenbei dürfen die Hundesportler ENDLICH legal auf ihren Kötern rumknallen. Was für ein Win-Win!

    Nö, ich meine ganz normale Menschen und die Erziehung ganz normaler Hunde. Es gibt nicht genug Plätze mehr um Hunde zu Verwahren. Denn das ist es, was häufig nur noch passiert, man sucht das perfekte Zuhause für einen Hund, der die eigenen Erwartungen nicht erfüllt, dieses Zuhause gibt es aber nicht und das Ende ist, dass die Hunde verwahrt werden.


    Und es ist erschreckend, wo das Ganze anfängt. Bei simplen Jagdverhalten zum Beispiel.


    Wir leben nicht in einer perfekten Welt, wo jeder Hundehalter der perfekte Hundetrainer ist und nur positive Verstärkung benötigt, wer das behauptet, der hat wenig gesehen. Und genauso wenig haben wir die perfekten Hunde die sich nur darüber trainieren lassen.


    Das hat auch nichts mit Auslandstierschutz zu tun, die Hunde von dort sind ja nun auch nicht alle zwangsläufig super kompliziert.

    Du beziehst dich auf Behörden, ich mich auf Ottonormalo.

    Ich hab kein Problem wirkliche Diensthunde entsprechend ausbilden zu lassen.

    Ich denke die Zulassung der Geräte würde massig Hunden im Tierschutz ein normales Leben ermöglichen, bei ganz normalen Matthildas und Lieschen Müllers.


    Aber die werden dann in Zukunft lieber weggespritzt um die platzenden Tierheime zu entlasten.

    dein Argument dafür das die Zuchtselektion im SV gut funktioniert war

    Ne, du hast mich gefragt, welche Zuchtstrategie ich gut finde, ich hab dir geschrieben was ich sinnvoll finde und der Vergleich zum SV kam dann von dir.


    Ich schrieb auf deinen Einwand, dass die Leistung da doch auch nicht immer top ist, dass zumindest die Nervenstärke weitaus besser ist als bei Ausstellungslinien anderer Rassen. Ich hab nie geschrieben, dass der SV das ultimative Selektionssystem hätte und das da alles toll wäre. Noch schrieb ich über irgendeinen Verein, sondern darüber was ich für eine gute Systematik erachte. Die Umsetzung in der Realität ist doch eh wieder was was an den Menschen hängt, wenn am Ende eh alles verschenkt wird, bringts eh nichts.


    Gute, schlechte und sehr gute Hunde gibt es in jedem Verband, es geht darum eine breite Basis an sehr guten Hunden züchterisch zu erreichen. Welche Hunde aus welchen Vereinen ich mag, behalte ich da gerne für mich. ;)


    Nein, für gute Nerven braucht man keine Prüfungen, aber für Prüfungen braucht es wenigstens ein grundlegendes Nervenkostüm. Wie gesagt, wir reden von Mindestanforderungen. Niemand schreibt, dass ein IGP-1 Hund super krass wäre und keine Defizite hätte.

    Es gibt genug Rassen ohne "diese Dinge", die extrem Nervenstark sind z.B. Molosser, das hat doch nichts mit der Zuchtselektion durch eine IGP Prüfung oder Körung zu tun. Da kann man unterschiedliche Rassen nicht einfach so miteinander vergleichen.

    Ein Molosser ist ein ganz anderer Hundetyp.

    Und natürlich kann man Gebrauchshunde untereinander vergleichen. Genauso wie ich Vorsteher untereinander vergleichen kann. Oder Terrier. Dass verschiedene Hundetypen hingegen unterschiedliche Aufgaben haben ist klar. Eine Bracke vergleiche ich ja auch nicht mit einem Retriever. Der Aufgabenbereich verändert sich doch aber nicht, nur weil ich eine andere Rasse kaufe. Mal abgesehen von Schwerpunkten durch regionale Gegebenheiten (Wald vs Feldrevier), aber die grundsätzlichen Anlagen verändern sich dadurch nicht. Aber nur weil ich statt einem DK einen DL kaufe wird aus meinem Feldrevier kein Waldrevier. Finde Jagdhunde grade anschaulicher.


    Aber es ist in der Tat so, dass es sich in vielen Bereichen bei wenigen Rasse „ballt“ und die anderen Rassepopulationen in den Bereich Liebhaberei fallen und man im Leistungsbereich nicht selten bis zu erhebliche Abstriche hinnehmen muss im Vergleich zum Platzhirsch.


    Welche gute Arbeitsrasse hat sich denn jemals bewährt, ohne Selektion über Prüfungen und/oder Realnutzung?


    Wenn man davon abkommt, muss man sich die Frage stellen, was denn nun das Zuchtziel sei. Das kann man natürlich verändern.


    Aber doch bitte nicht sagen, man züchte Gebrauchshunde im Leistungsbereich wenn die Hunde da weder aktiv geführt noch geprüft werden. Ganz einfach.

    Wir haben ja im Verein diskutiert, dass eine Wettkampf-IGP-3 cool gewesen wäre. Da würde ich eine Hürde auf 80cm total ok finden. Dann hat der Hund das bis dahin mehrfach gezeigt und wird im Leben als Sporthund aber etwas mehr geschont.


    Oder auch ergänzende Spring-Prüfungen wo man einfach sieht wie der Hund veranlagt ist.

    Grade im Hinblick auf dauerhafte Belastbarkeit finde ich nichts so aussagekräftig wie Hunde, die Saison für Saison abliefern. Hier finde ich den Hundesport unheimlich bereichernd für die Zucht. Es ist keine Momentaufnahme, sondern kontinuierliche Leistungsfähigkeit und auch -Bereitschaft.


    Was verschleiß angeht würde ich mir aber auch manchmal drum herum

    Moderne Absätze wünschen. Warmup, Cooldown, Technik, usw. Können schon sehr viel ausmachen was das Thema Verheizen angeht.

    Ich denke so wirklich Einigkeit und Datenlage gibt es da aber auch nicht in der Welt der Hundephysios.


    Die letzte Studie zum Thema Aufzucht stellt ja auch vieles in den Schatten was man als „zu belastend“ gedacht hatte.

    Die ganze Hürden Diskussion finde ich aber erst Recht verrückt, wenn da über Belastung diskutiert wird, aber auf der anderen Seite wird beim Training x-Mal der Ball geworfen wo der Hund unkontrolliert springt, stoppt und wendet… womit ich nicht sagen will, dass das hier jemanden betrifft! Aber bei einer Meterhürde die keine Bretter- oder Aluwand ist, ist alles so viel kontrollierter als in jedem Spiel unter Hunde oder bei vielen Arten zu Bestätigen.

    Ich habe nur gesagt, dass ich es Schwachsinnig finde, die Kletterwand auf 160cm herabzusetzen

    Ich finde den Punkt tatsächlich egal, weil das ganze Konzept doch nur der Kompromiss zur Palisade darstellt und historisch gewachsen ist. 160 dämpft natürlich Ausbildungsfehler wenn ein Hund gelernt hat, wo oben zu springen…


    chimpft aber trotzdem oft darüber, denn die Belastung ist auch für einen gesunden Hund mit guter Technik bei solchen Sprüngen enorm, und das ist über die Jahre halt nicht das Gelbe vom Ei.

    Hier muss man fairerweise sagen, dass der ganze Sport nun mal belastet. Jeder Leistungssport belastet. Beim Menschen ist das nichts anderes. Schutzdienst nochmal weitaus mehr als Unterordnung.


    Damit wird man seinen Frieden finden müssen, oder andere Sportarten wählen wo man mehr Einfluss hat. Aber wo fängt man an und hört man auf? Die schnellen Hunde machen sich theoretisch auch bei den Stops im Obedience kaputt, da wird nicht weniger diskutiert.