Bei jungen Rüden muss man halt aufpassen. Entweder nimmt man den Rüden weit genug vor der ersten überregionalen Veranstaltung oder erst danach, WENN er sich denn gut gezeigt hat. Ich würde keinen jiungen Rüden kurz vor seinen ersten Veranstaltungen einsetzen weil das Fenster da sehr kritisch ist dass der Hype ganz plötzlich komplett einbricht.
Secans
- Mitglied seit 11. April 2023
- Letzte Aktivität:
- Community und Forum zum Thema Deutsche Schäferhunde und artverwandte Hunderassen
Beiträge von Secans
-
-
Ja im RSV ist das so und auch die FCI Empfehlung sieht so aus. Trifft übrigens nicht nur den Deutschen Schäferhund sondern auch den Belgier. Nicht das es wieder heißt dort sei ja alles besser.
Ehrlich gesagt hat mich aber noch kein RSV Hund überzeugen können den ich erlebt habe.
-
Letztendlich verstehe ich den Artikel aber auch nicht. Meine Auswertung kommt ja auf einen ganz anderen Wert als der der dort genannt wird. Außerdem steht in keiner AT ein IK, da steht maximal drin welche Inzuchten bis 5 vorhanden sind. Alles vorher muss man halt recherchieren, sonst sind AT künftig Bücher. Ist doch klar, erwartet man ernsthaft dass jede Inzucht in der AT stehen soll? Wie soll das denn gehen wenn viele schon von 5 Generationen offenbar überfordert sind. Das SV Doxs ist das erste digitale Zuchtbuch welches den AVK auf 8 Generationen ausrechnet und auflistet. So modern ist kein einziger Maliverein nach meinem Kenntnisstand.
-
Ja, der genetische IK. Aber von welchen Problemen sprichst du konkret? Ich meine damit keine Zahl auf dem Papier. Ich bin mir meinen Schäferhunden gesundheitlich mehr als zufrieden, trotz konkret 14% genetischen IK (ich hab das auswerten lassen bei meinen Hunden).
-
Ich finde nicht, das Ero übernutzt ist. Bei WD sind jetzt 35 Würfe in Europa eingetragen (korrigiert mich gerne). Man darf ja nicht vergessen dass die Population vom DSH wirklich riesig ist, vor allem im Vergleich mit anderen Rassen.
-
Persönlich würde ich mir eine härtere Zuchtauslese wünschen. Gerne auch neben der IGP über den Körweg.
-
Gerade bei den sportlich ambitionierten gibt es halt Sachen, die allenfalls mühsam sind, wenn der Hund sie mitbringt oder auch nicht mitbringt. Ich bin selber auch der Typ, der versucht, das beste aus dem Hund zu machen ohne ständig zu jammern. Aber das ist oft auch abhängig davon, in welcher Liga man unterwegs ist.
Ich finde eher dass es Geschmacksache ist. Das ist mir bei der Rüdenwahl auch sehr wichtig, man hat ja ein Zuchtziel innerhalb des Rassestandards welches man verfolgt.
Alles anzeigenFinde ich gut, hier einen eigenen Faden zu öffnen!
Und finde es auch wichtig, daß Thema anzugehen. In meinen Augen haben wir bereits ein genetisches Problem, das sich in den nächsten Jahren noch verschärfen wird.
Dieses Problem aber allein auf die Züchter abzuwälzen, ist aber unfair und finanziell für die meisten wohl auch nicht stemmbar. Ich sehe hier schon den Verband in der Pflicht, es würde viel Druck von den Züchtern nehmen, wenn die Bedeckungszahlen pro Rüde limitiert würden.
Weshalb der Fokus rein genetisch gesehen ( im Hinblick auf das genetische Nadelöhr) auf den Rüden liegt, hat den Grund, dass ein Rüde Im Laufe seines Lebens viel mehr Nachkommen zeugen kann als eine Hündin.
Als privater Käufer oder Züchter muss ich hingegen die Hündin sehr wohl prüfen, da sie im Endeffekt etwa 60 % vererbt.
Ich selber habe bei meinem aktuellen Hund die Mutter sehr genau angeschaut. Auch hier habe ich mit einem relativ unbekannten Vater, der allerdings nicht mehr für die Zucht zur Verfügung steht, da mittlerweile als Diensthund arbeitet, einen überraschend guten Hund bekommen. Und genauso oft erleben Bekannte auch Enttäuschungen mit ihren Hunden. Da hier aber von Umwelt über die Mutterhündin bis zum Umgang durch den Besitzer viel mit rein spielt, ist das auch ein weitläufiges Kapitel. Was hingegen real ist, sind eben die vielen Verwandtschaften, mit denen wir zu kämpfen haben. Daher finde ich den Diskussionsfaden hier sehr interessant und wichtig
Mich würde interessieren worin sich diese Probleme deiner Meinung nach äußern? Ich finde limitierte Bedeckzahlen würden den Druck nochmal erhöhen massiv junge Rüden einzusetzen und sicherlich die Welpenpreise nochmal enorm treiben. Ich denke nicht dass das ein passender Weg für den SV ist. Wichtiger wäre es meiner Meinung nach die Trennung Stockhaar und Lagstock anzugehen sowie die künstliche Besaamung zu ermöglichen.
-
Ich finde die Diskussion super spannend und berechtigt, finde es aber nicht gut, dass grundsätzlich immer alle nur auf die Rüden gucken... Sowohl wenn Nachkommen gute Eigenschaften zeigen, als auch wenn Würfe in die Hose gehen. Die Mutter ist mehr als nur ein Gefäß das den Wurf 2 Monate lang austrägt.
Und nicht zu vergessen: die Aufzucht!
Aber es ist so. Die Mutter wird so, so häufig vergessen es wird ständig auf die Rüden reduziert. Im guten wie im schlechten. Und so einfach ist es eben nicht.
-
Aber lieber ein bekanntes Problem als ein unbekanntes
Da sagst du was!
Ich mag den Rüden, wie du schon sagst er hat schon sehr bestechende Vorzüge, ich finde die Rüdenwahl aktuell aber auch zugegeben schwer und auch schwer zu planen.
-
Oder man könnte künstliche Befruchtung und damit die Möglichkeit von Samenimport aus Übersee erlauben, oder man könnte LstH x StH Verpaarungen erlauben ... Oder, oder. Würde alles den Genpool wieder etwas auffrischen ohne direkt Fremdrassen einzukreuzen.
Ich vermisse diese Möglichkeiten. Es würde den Druck rausnehmen das ein rüde weg sein könnte der einem gefällt, man könnte sich Samen hinlegen und erstmal abwarten und da meine Hündin Langstock trägt kommt für mich kein Träger infrage WEIL ich damit in einem anderen Zuchtbuch wäre wenn ich eine Hündin behalte und genaus die die mir gefällt (oder hat alle aus dem Wurf) Langstock sind. Rückverpaaren unmöglich. Wäre ein Fakt der mir egal ist wenn ich einfach wieder Stockhaar nutzen könnte.
-
Das Ohr war ein Unfall
Naja, es sind ja beide Ohren nicht i.O. das eine Ohr ist weich, das andere in Schildspanner.
Beide verunfallt? Ich wär da Vorsichtig als Züchter, eben was da in der F2 und 3 so bei rumkommen könnte.
Ich weiß nicht was stimmt, man hört halt vieles.
Aber lieber ein bekanntes Problem als ein unbekanntes. Irgendwas ist ja doch meistens überall

-
nö, fand ich angenehm. Nur:die Frage, was da an genetischem Engpass passiert, jetzt nicht im Einzelnen, sondern im Großen, wenn da hunderte Halbgeschwister im Umlauf sind, ist halt damit nicht beantwortet
Man muss natürlich selektieren. Ich denke nicht dass dieser quantitative Fakt ausschlaggebend ist, sondern das Problem eher ist wenn die Menschen anfangen unehrlich zu werden und Hunde in der Zucht landen die nicht gesund sind.
Sehr viele Hunde gehen ja sowieso nie in die Zucht. Weder decken sie, noch bekommen sie einen Wurf. Bei mir bleibt eine Hündin aus dem Wurf und mir stehen damit immer noch genug andere Linien offen.
Einerseits sollte man natürlich bedenken was hinterher in der Zucht passiert, andererseits kann ich jeden Welpenkäufer verstehen der einfach nur einen soliden Sporthund möchte und deshalb auf Rüden setzt die entsprechend nachweislich vererben.
Eine Hündin aus diesem Wurf wird nie in die Zucht gehen, eine wird bei mir bleiben und eine geht ins entfernte Ausland zur Blutsauffrischung vor Ort. Die 4. Hündin wird man sehen.
Ich denke nicht das mein bescheidener Zwinger den nächsten Deckrüden stellen wird, sondern die Rüden werden als solide Sporthunde ihre Halter einfach sehr glücklich machen

-
Ich finde den Spike in Kombination mit meiner Hündin prima. Meine Hündin ist ja nicht „durchseucht“ von Popular Sires. Der angedachte Rüde fürs nächste Mal steht im Ausland und seine Würfe kann man hier an einer Hand abzählen. Also auch für sowas bin ich durchaus offen WENN der Rüde mich überzeugt! Ich bin gespannt wie die Nachfrage ist, ich selbst würde eine Hündin daraus behalten wenn eine fällt und ich den Wurf realisieren kann. Keine der aktuellen Popular Sires wäre vertreten.
Ich bin kein Gegner von Linienzucht, sondern plädiere dafür gute und gesunde Hunde in die Zucht zu nehmen. Es ist momentan aber schwer mit den Rüden, weil auch einfach viel verkauft wird und ich möchte eigentlich weg davon Rüden zu nehmen die noch nicht Beständigkeit gezeigt haben. Da ergibt sich aber so ein wenig dass die natürlich gerne und viel genutzt werden, zumal wenn sich die Nachzucht so gut zeigt. Irgendeinen Tod muss man leider sterben.
Ich hoffe meine Antwort wirkt nicht harsch! Sie ist so nicht gemeint und mich stört die Frage auch absolut nicht

-
Secans : was hat dich bewogen, einen anderen Rüden zu wählen?
Zum einen die bessere Resonanz, die meisten meiner Interessenten wollen graue Hunde kaufen, selbst schwarz ist mitunter schwieriger, bzw. springen da Leute ab auch schwarz-braun ist bei mir nicht so gefragt. Ist schade, aber ist wie es ist. Es gibt einfach grade sehr viel schwarze Hunde. Teilweise würde ich sehr gerne schwarze Rüden einsetzen, aber das lasse ich direkt bleiben. Deshalb bleibt auch vorerst keine schwarze Hündin mehr.
Überzeugt hatte mich, dass ich verschiedenen Nachzuchten nach dem Rüden persönlich kenne und dass der Rüde kein Newcomer ist. Auch die Blutlinie mag ich so leiden, aber das ist ja Geschmacksache und dafür gibt es ja zum Glück verschiedene Linien.
Meine Wahl für den nächsten Wurf steht ja auch schon fest, da werde ich die Wurfplanung auch recht früh veröffentlichen um zu schauen ob an der Verbindung überhaupt Interesse besteht. Bei so No-Names wie mir mit unscheinbarer Hündin finde ich es nicht verkehrt eine Planung erstmal zu veröffentlichen und das Feedback bisschen abzuklopfen.