Secans
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Beiträge von Secans

    Könnte nochmal jemand so nett sein und genau beschreiben, wie ein Fährtenleger die Winkel tritt? Also ich weiss zwar, technisch, laut den Zeichnungen wie es sein soll, aber wie gross sind die Abstände zwischen den Tritten am Winkel?

    So wie er es für richtig hält. Auf Prüfung kann leider alles passieren, ich übe deshalb alle Möglichen Formen und Farben von Winkeln. Bishin zu doppelt ausgetreten, mit Abriss, Schleifspuren...

    Wenn du rausgefunden hast wie das geht (insgesamt langsamer sein), bitte schreib uns das Rezept hier!!!!!

    Ich glaube nicht, dass man das noch hinkriegt, vor allem bei einem schon so fortgeschrittenen Hund mit so vielen Suchkilometern auf dem Buckel, aber es ist auf jeden Fall ein interessantes Projekt.

    :D Das mache ich. Ich mache mir da auch keinen Stress mit, es wäre halt schön und an irgendwas muss man doch auch arbeiten, aber nun auch kein Drama, wenn sich im Herbst nichts verändert hat.



    Ist es nicht so, dass man das Suchtempo quasi festlegt, wenn man mit dem Welpen beginnt? Dass man es geschickt so macht, dass der Hund von Anfang an langsam sucht? Ich rede nicht aus Erfahrung, da ich nie das Glück hatte, meine Hunde im Welpenalter in Fährte starten zu können aber meinen Nachforschungen und vom Hören zufolge scheint es so zu sein. Bei uns in der Gegend gibt es ein paar HF, deren Hunde fährten auf beneidenswerte Weise OHNE Leine.

    Der Aufbau war in jedem Falle suboptimal, heute baue ich anders auf und Suchtempo ist tatsächliches eines der ersten Punkte auf dem Lehrplan.

    Einen Hund der ohne Leine fährtet, kenne ich auch. Dieser Hund kennt das Kommando "langsam" und verlangsamt daraufhin sein Tempo.

    Ich habe vor einiger Zeit eine Idee bei einem erfolgreichen Hundetrainer hier in Spanien gesehen und bei Axel ausprobiert. Klappt sehr gut.


    Wenn der Hund am GS liegt, streichelt man den Hund und legt, für den Hund unbemerkt ein oder mehrere Leckerli UNTER den Hund, natürlich nicht zu weit hinten. Beim Aufstehen macht man den Hund darauf aufmerksamt, dass unter ihm Leckerli liegt und hilft ihm, gerade nach hinten unten, diese aufzusammeln. Das nimmt den Schwung nach vorne aus der "nach dem GS Aktion".


    Im weiteren Verlauf habe ich dann dem Axel Leckerli nach dem GS erst ausgelegt, als er die GS schon verwiesen hat (bzw. mache ich es jetzt auch noch immer wieder mal). Hund liegt und wartet auf Wiederansatz, ich lege Leckerli in den nächsten Fussabdruck und vielleiiiicht noch den zweitnächsten, sage "Warte" und dann "Suuuch".

    Den Ansatz finde ich klasse, da werde ich mal ausprobieren, ob ich das auch so unbemerkt kann wie es sein muss ^^

    Ich danke euch für den Input.


    Ich werde die Fährten jetzt eher gestalten wie bei einem Junghund und gezielt am Tempo arbeiten und nicht darüber gehen, dass ich die Schwierigkeit der Fährte steigere oder Unvorhergesehenes einbaue. Am GS werde ich den Wiederansatz erstmal so arbeiten, wie von Mona beschrieben, das klingt gut.

    Secans ich denke du hast zwei Möglichkeiten. Entweder du lebst mit dem hohen etwas ungleichmäßigen Tempo und nimmst die drei bis vier Punkte in Kauf, die du dadurch verlierst. Oder du gehst nochmal ein paar Schritte zurück und arbeitest prinzipiell am Tempo. So wie es sich anhört sind alle deine Probleme Folgen des zu hohen Grundtempos

    Vor der nächsten Prüfung haben wir ausreichend Zeit, so dass der Weg auf jeden Fall sein wird, sich nur auf das Grundtempo zu fokussieren. Als Rückschritt betrachte ich das gar nicht. :)

    Ansonsten arbeite ich momentan nur an Bildern. Unterschiedliche Winkel, Unterschiedliche GS und unterschiedliche Lagen des GS. Teilweise absolut nicht PO-konform.

    Versteht mich nicht falsch, ich baue auch mit Futter auf und es hilft natürlich auch an vielen Stellen, aber an dem Punkt kommt ich da bei unserem aktuellen Stand gefühlt an die Grenzen. Letztendlich muss sich das Verhalten ja auch auf Prüfung bewähren und das ist dann leider immer wieder der Punkt, dass es im Training wunderbar ist, wir aber nicht mal zum abbauen kommen, weil sie durch das viele Futter gefühlt noch aufgeregter wird und dann einfach ist wie sie ist :D Beim Ansatz klappt es natürlich gut, sie verweilt da sehr intensiv. Aber nach dem GS oder Winkel soll sie ja eher nicht verweilen ^^

    Bei vielen Hunden scheint das ja mit dem Futter nach dem GS zur Entschleunigung zu funktionieren, bei meiner hat sich im Kopf verankert -ähh nach dem GS kommt Futter - warum soll ich mich dann erst an dem doofen GS ablegen.

    Dazu sei gesagt dass ich mittlerweile eh mit relativ wenig bis gar keinem Futter arbeite.

    Ja, genau. Futter entschleunigt das Ganze hier auch weniger. Und dazu kommt, dass es auf Prüfung einfach nicht hält, weil ich noch kein Futter finden konnte, dessen Anwesenheit sie nicht mitschneidet. Auch die ganzen Dinge mit GS gegen Futter tauschen, Augen zuhalten und co habe ich schon durch. Es ist perfekt im Training, aber sie merkt sofort, wenn da kein Futter mehr liegt und fällt direkt ins alte Verhalten.


    GS sind super, mit Futter danach habe ich auch Angst, dass sie das überlaufen anfängt.

    SD mit fast 7 jährigen Hund beginnen oder lassen? Eventuell zu einer anderen OG gehen bei der ich auch vom Helfer als Hundeführerin ernst genommen werde? Wobei ich sonst super mit ihm (den Helfer) gut klar komme und ich die Leute der OG auch gerne mag.

    Ich würde mir einen anderen Helfer suchen, der da weniger gewese macht und entspannter ist. Einfach zu schlechte Erfahrungen damit gemacht, dass der Helfer bei solchen Aussagen zu viele Vorteile hat und dadurch die Arbeit leidet.

    Durch alles unberechenbare wie Winkel kurz nach Gegenstand etc bekommt man dann leider wieder mehr prüfen, was dir zumindest bei IGP Fährten auch wieder gezogen wird. Das würde ich deswegen nicht zu oft machen. Ich (versuche :D ) das Grundtempo über die Leine zu kontrollieren, sobald der Hund schneller wird, korrigiere ich.

    Ja, das ist auch wieder eine befürchtung. Irgendwann macht man sich ja echt viel Kopf :D

    Wir haben auch nicht das Problem, dass sie Futter übersuchen würde. Sie riecht es, sie ist nicht unkonzentriert oder unaufmerksam. Sie ist nicht kopflos schnell, sie macht ja auch super Winkel.


    Aber es wirkt dadurch einfach "ruckelig". Ich muss ihr irgendwie vermitteln, dass sie langsamer sein soll. :D :S

    Eine Zeitlang habe ich auch verstecktes Futter nach den GS gelegt, in der Hoffnung, dass sie damit nicht so reindonnert beim Wiederansatz. Aber sie riecht es und es hält dann auf Prüfung einfach nicht. Selbst eingetretenes Futter nimmt sie wahr, wenn es zu dicht am GS liegt, was es ja müsste, damit es einen Effekt hat. Auch bei der Arbeit mit den Kongstücken finde ich krass, wie gut Hunde das wahrnehmen. Die Stücke sind teilweise 1mm groß, eingetreten und der Hund kann sie riechen.

    habe das gleiche Problem jetzt auf der Prüfung deutlich bemerkt, nach GS und Winkel gehts erstmal etwas zu flott weiter, Hera hüpft förmlich wieder in die Fährte.

    Da Mona s Konzept bei der Hera die GS wieder unwichtiger werden lassen würde habe ich mir überlegt mal eine Zeit lang im Training ganz kurz nach dem GS einen Winkel zu legen bzw. nach dem Winkel einen GS.

    Vielleicht erhöht das mit der Zeit die Aufmerksamkeit?

    Oh, das klingt sehr nach Rica. Ich hab eine zeitlang mit kleinen Verweisern gearbeitet. Sehr klein geschnittener Kong, viel kleiner als normale GS. Das hat das intensive Suchen auch sehr gut gefördert. Das wäre auch etwas, was ich wieder ins Training aufnehmen könnte.


    EDIT: Hast du schon mal probiert, die Fährten extrem lang zu legen? In der Hoffnung, dass der Hund dann lernt sich besser einzuteilen? War auch eine Überlegung von mir :/

    Nein, daraus ergibt sich kein Winkelproblem, vorausgesetzt der Hund hat kein prinzipielles Winkelproblem. Du machst das ja auch nur solange, bis sie es erwartet, dann reduziert du es wieder. Du könntest auch versuchen, das Futter offen zu legen, also nicht eindrücken, das sie nicht zu langsam wird, damit du keinen Tempounterschied bekommst, wenn sie sonst eher flott ist. Weiter weg vom Winkel würde ich es nicht legen, bei mir hat das eher dazu geführt, das die Hunde noch schneller wurden

    Danke, dann probiere ich das mal aus. Ja, das weiter raus legen fördert auf jeden Fall das schneller werden. Vielleicht kann ich da ja auch generell einfach mehr variieren, mal liegt es weiter, mal dichter hinterm Winkel.


    Das Thema haben wir ja generell, bei den Winkeln war es nur ein Beispiel. Uns wurde immer angekreidet, dass der Hund sich konstanter im Tempo zeigen müsste. Aber es ist wirklich Detailarbeit, unsere Prüfungen waren konstant im niedrigen V, wetter- und bodenunabhängig.


    Durch das Bestätigen nach den Winkeln, ist sie schon sehr auf der Suche nach Winkeln, prüft auch entsprechend viel, was das Tempo sicherlich auch so unkonstant werden lässt, weil sie eben ein schnelles Grundtempo aufweist.


    Deshalb würde ich gerne das Grundtempo verlangsamen, damit die Unterschiede nicht so krass ausfallen.

    Ein Vorschlag war auch, seitens der Vereinskollegen, die Fährte eine ganze Zeit unberechenbarer zu gestalten. Grade nach den Frühjahrsprüfungen ist sie natürlich sehr "im Schema".

    Probiert habe ich bislang: Futter nach dem Winkel, mit sehr wenig Geruch, 8-10 Schritte danach oder eine Stange in den Boden gebohrt. Allerdings immer nur ein Stück.


    Treppen nach dem Winkel, ohne Futter.


    Bremsen über die Leine, aber da hat sie schon so ein wenig raus, ob ich hinter ihr bin oder wir 10 Meter Leine haben, die ich noch nicht so führen kann, dass ich sie dann auch bremse. Die Leine hängt dann durch und dann hat sie natürlich genug "Spiel".


    Achja, ich Fährte auf Kettenhalsband, ohne Böttcher. Das Böttcher wird ja an sich gerne zum bremsen empfohlen, vielleicht auch eine Möglichkeit für uns?