Mona
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Beiträge von Mona

    Beim Richten muss auch immer abgewägt werden ob die geforderten Leistungen durch tierschutzkonforme Ausbildungsmethoden überhaupt erreicht werden können. Bzw. in wie weit für die Höchstbewertung Leistungen gefordert werden die eigentlich nur durch eine tierschutzrelevante Ausbildung erzielt werden können (bzw. durch diese sehr viel leichter).

    Das ist das immer wiederkehrende Argument, das Hunde auf diesem Niveau nur mit Gerät ausgebildet werden können, was einfach nicht stimmt. Wenn beim Richten deutliche Zeichen von Stress konsequent gezogen würden und nur Hunde die frei und offen sind hohe Punkte bekämen, würde sich das Problem in den meisten Fällen von alleine erledigen.

    Ich weiß das es einige wenige gibt, die mit Gerät so ausbilden können, das man es hinterher nicht sieht, aber den meisten Hunden sieht man es an, wie sie ausgebildet wurden. Wenn dafür weiter hohe Punkte vergeben werden, wird sich nie etwas ändern, egal wie streng gerichtet wird.

    Ich bin auch absolut dafür, das auf solchen Prüfungen jede Sparte von mindestens zwei Richtern gerichtet wird, um zumindest ein bisschen mehr Objektivität zu bekommen.

    Dann läuft aber was gewaltig falsch in der aktuellen Auslegung.

    Wenn selbst die Weltspitze des Sports es kaum noch schafft es zu erreichen, sollte man vielleicht mal in sich gehen, ob man es nicht langsam übertreibt.

    Warum? Das ist doch ein Frage der Einstellung. Wenn ich akzeptiere, das mit einem Tier Perfektion nicht oder nur in absoluten Ausnahmefällen zu erreichen ist, ist es doch gar kein Problem mehr, wenn die Besten der Welt mit einer sehr guten Leistung abschneiden und es nur ganz selten mal ein V gibt. Es kommt doch nur darauf an, das der Beste gewinnt.

    Das Problem ist einfach, das bei Ortsgruppenprüfungen oft nicht realistisch gerichtet wird und man, wenn nichts gravierend schief läuft, schon ein hohes SG oder sogar ein V bekommt.

    So kann man aber bei den großen Prüfungen nicht Richten, dann hätten fast alle ein V ;)

    Ich finde ein V in der Unterordnung ist realistisch aber auch fast nicht zu erreichen, dafür ist eine Unterordnung viel zu komplex.

    Ich hab mir das Video von Chuck Felones auch angesehen und finde die Bewertung nachvollziehbar und nicht sonderlich streng, ist ja schließlich auch eine WM. Da waren einige grobe Dinge (kein Sitz, starkes Anstoßen im Vorsitz, streifen an der Hürde) und viele Kleinigkeiten (z.B. alle Abschlüsse schräg). Wenn man da zusätzlich noch gezogen hätte, das der Hund bei vielen Übungen deutlich Streß gezeigt hat und nicht offen war, hätte man durchaus auch noch mehr ziehen können.

    Wie gesagt, ich bin ja jetzt schon ziemlich lange dabei und kenne das auch anders. Z.B. bei den "Gebrauchshunden" zig "nachgeworfene" Vs auf der DM, während Du im selben Jahr diese auf der BSP an einer Hand abzählen konntest.

    Das es früher so war, glaube ich dir sofort, aber die letzten paar Jahre empfinde ich es eher so, das auf der SV BSP die Punkte recht großzügig vergeben werden

    BSP heißt es beim SV

    Alle anderen Vereine und Verbände haben ne DM. ;)

    Der DVG hat auch eine BSP

    Das hat nix mit'm DMC zu tun, sondern mit diesem speziellen Richter.

    er mag da extrem sein, aber generell wird im DMC schon strenger gerichtet als in den anderen Verbänden

    Es gibt immer mal das eine oder andere Jahr in dem überzogen gerichtet wird. Generell meine ich aber nicht nur die WUSV-WM, sondern auch die FCI-WM. Damit dass dort, im Vergleich zu BSP und VDH-DM, normalerweise etwas humaner gerichtet wird.

    Für mich wird bei der VDH-DM und der FCI-WM ziemlich ähnlich gerichtet, immer ein bisschen abhängig davon aus welchem Verband der Richter ist. Bei der SV-BSP (WUSV habe ich noch nie verfolgt, kann ich nicht beurteilen) wird schon deutlich weniger streng gerichtet und über vieles hinweggesehen.

    Waschbär du meinst wahrscheinlich die WUSV-WM und nicht die FCI-WM. Auf der FCI-WM wurde gerade der Schutzdienst dieses Jahr sehr streng gerichtet (war ein DMC Richter), da gab es gerade mal einmal 94, einmal 93 und einmal 92 Punkte.

    Ich finde generell wird im SV eher nett gerichtet verglichen mit den anderen Verbänden.

    Für so viele Hunde ähnliches Fährtengelände zu haben ist aber auch wirklich schwierig, das Problem hast du bei fast jeder größeren Prüfung, das du da Glück oder Pech haben kannst.

    Das auf dem Pick-up ins Gelände fahren finde ich noch ziemlich harmlos verglichen mit dem, was man so alles hört von den Leuten, die schon öfter bei der FCI-WM dabei waren. Vom Stein der auf dem Gegenstand liegt, damit er nicht weg fliegt, bis zur Fährte die unterm Stacheldrahtzaun durchgeht ist da alles dabei.

    Zum letzten Versteck nicht finden, da sind Hundeführer aus allen möglichen Nationen dabei, für manche ist das die erste Prüfung in diesem Rahmen. Wenn man es dann gar nicht kennt fürs Probetraining nur ein paar Minuten zu haben und sich die optimal einzuteilen und zu nutzen, passiert es dir ganz schnell, das du im Training gar nicht bis zum Verbellversteck kommst. Wenn du dir mal Videos von z.B. Landesmeisterschaften oder auch BSPs anschaust, passiert das da auch gar nicht so selten, das die Hunde den Helfer nicht finden, zumal wenn dann auch noch viele Leute am Rand stehen. Das ist schon auch ein Problem der noch nicht vorhandenen Routine.

    Zum Richten, ich wäre generell dafür, das bei größeren Prüfungen zwei Richter pro Sparte Richten.

    Das hört sich doch schon sehr gut an!

    Ich bin am Anfang immer ganz nah am Hund, damit ich blockieren kann, wenn sie mit den Füßen von der Fährte runter wollen. Mit der Nase prüfen dürfen sie natürlich, aber nicht von der Fährte runter. Dann kann es dir auch erstmal nicht passieren, das sie umdrehen und zurück kommen. Die Leine länger lasse ich erst, wenn das Suchen schon recht sicher ist.

    Secans dein Argument dafür das die Zuchtselektion im SV gut funktioniert war

    Im Vergleich zu Rassen ohne diese Dinge, steht die Hochzucht vom Nervenkostüm her aber wesentlich besser da.

    darauf habe ich mich bezogen, für gute Nerven braucht man keine Prüfung und keine Körung. Das die Gebrauchshundeeigenschaften durch das System nur bedingt erhalten werden, sieht man an vielen HZ Hunden.

    Im Gegensatz dazu gibt es in den Verbänden ohne Prüfung oder Körung als Voraussetzung wie dem BSD, viele sehr gute Hunde.

    Das man Gebrauchshundeeigenschaften nur erhält, wenn man einen Großteil der Hunde ausbildet und im Sport oder Dienst führt, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.

    Für mich funktioniert nur weder das System im DMC noch im SV so gut, das es dazu beiträgt die Hunde zu verbessern, im Vergleich zu den Verbänden die diese Anforderungen nicht haben.

    Im Vergleich zu Rassen ohne diese Dinge, steht die Hochzucht vom Nervenkostüm her aber wesentlich besser da.

    Es gibt genug Rassen ohne "diese Dinge", die extrem Nervenstark sind z.B. Molosser, das hat doch nichts mit der Zuchtselektion durch eine IGP Prüfung oder Körung zu tun. Da kann man unterschiedliche Rassen nicht einfach so miteinander vergleichen.

    Aber wenn man seinen Hund gern hat und auch nur den einen hat, und nicht noch drölfzog andere Rüden, bzw. Hunde im Stall, wie manch' anderer Sportler oder Rüdenbesitzer, will man den halt auch nicht verheizen, bzw. Macht sich da zumindest mal Gedanken um sinnlose PO Änderungen, denn darum ging's im Ursprung! :rolleyes:

    Ich denke wir haben unsere Hunde alle gerne und wollen sie nicht verheizen. Trotzdem, gerade weil ich mir Gedanken darüber mache, finde ich es absolut sinnvoll die Hürde bei 1 m zu belassen, um die Gebrauchshundeeigenschaften um die es in der Prüfung ja gehen soll, abzufragen. Das viele DSH ein Problem mit der 1 m Hürde haben ist für mich kein Argument die Hürde niedriger zu machen, sondern vermehrt mit Hunden, wie zum Beispiel deinem Ero zu züchten, die das Problem nicht haben, um das wieder in den Griff zu bekommen.

    Ob man seinen Hund jetzt jede Woche Springen lassen muss, da sind wir halt unterschiedlicher Meinung :)

    Ich sehe im gesamten Schutzdienst ein viel höheres Risiko was Verletzungen angeht

    Ja, sehe ich genauso. Auch da ist für mich weniger mehr und ich mache die Teile mit dem ganz hohen Verletzungsrisiko extrem selten

    Naja, eine Standardzucht ist eben Gesundheit, Formwert und eine grundsätzliche Wesensbeurteilung bzw. Sozialtest.


    Standardzucht ist dann mit entsprechenden Titel und Ausstellungsbewertungen.


    Leistungszucht dann mit AKZ und zwar keine BH, sondern IGP, Mondio gerne auch Dienst.


    Körzucht dann mit entsprechender Körung.

    So wird es im SV doch weitestgehend gehandhabt, da ist doch fast alles Körzucht.

    Aber wenn man sich dann die Hunde anschaut, findet man doch alle Varianten von absoluter Schlaftablette, die für den Sport nicht zu gebrauchen ist bis zur absoluten Granate mit Weltmeister Qualität.

    Ich würde sagen, das funktioniert nicht wirklich, dafür ist die Streuung viel zu groß und es gibt zu viele Hunde ohne nennenswerte Gebrauchshundeeigenschaften die aber auch Körzucht sind.