Schön, dass du dich hier nochmal meldest, uns an eurer Entwicklung teilhaben lässt und anscheinend auch das ein oder andere positive Erlebnis mit deinem Hund machen konntest.
Ich zolle dir Respekt dafür, dass du die Beziehung zwischen dir und deinem Hund so reflektiert beschreiben kannst, damit hast du bereits eine große Hürde genommen und bringst es ja auch schon recht gut auf den Punkt, dass eure Naturelle recht konträr sind und ihr euch deshalb aneinander reibt.
Ob dein Hund nun ein besonders "schwieriger Rassevertreter" ist, ist schwer zu beurteilen, da er bei Dritten ja offenbar "besser in der Spur ist".
Aber ob nun mit diesem Hund oder mit einem x-beliebigen anderen Hund:
der Hund ist ein Lebewesen, das sich in einer hierarchischen Struktur am wohlsten fühlt ... jeder Hund benötigt die immer gleichen Regeln, nach denen er sich richten kann ... Ausnahmen von diesen Regeln (die übrigens jeder ganz nach seinem Gutdünken für sich selbst definieren kann), verwirren einen Hund bloß. Du kannst ihm halt nicht erläutern, dass er zu Ostern und zu Weihnachten aufs Sofa darf und den Rest der Zeit nicht, denn Hunde haben für so etwas kein Verständnis.
Ein Hund muss auch nicht mit anderen Hunden spielen oder Sozialkontakte machen, um glücklich zu sein ... es gibt viele Hunde, die das weder brauchen noch wollen ... und das unkontrollierte rumgekugele auf den 0815 Hundewiesen dieser Welt, ist für die meisten Hunde eher Stress als Zugewinn.