Mich stört dabei trotzdem, dass Gesundheit auf ein HD-Ergebnis reduziert wird, das nicht immer genetisch bedingt sein muss.
Ich möchte da mal auf den Menschen zurückkommen: in meiner Familie mütterlichseits haben eigentlich alle HD.
Heutzutage werden Kinder direkt nach der Geburt bereits untersucht, was die Hüften angeht. Bei meiner Tochter hieß es vor rd. 21 Jahren: Hüften okay. Aber leider ist dem nicht so. Schon vor über 3 Jahren wurde festgestellt, dass meine Tochter doch die HD
geerbt hat und schon in so jungen Menschenjahren Problem damit hat (zu diversen anderen Problemen, leider
).
Auch ich habe die HD geerbt, damit aber erst nach rd. 50 Jahren tatsächlich Probleme bekommen.
Und beim Hund sehe ich das ähnlich. Es kann einen HD-Befund geben, aber es kann genauso gut sein, dass der gar keine
Auswirkungen hat. Und es kann ein scheinbar gesunder Welpe sein was HD angeht und erst später kommen dann da doch
Probleme.
Der DSH wird immer wieder nur auf die HD-Problematik reduziert. Für mich ist es eine Krankheit neben vielen, die
nun leider auftreten kann, aber nicht muss. Das versucht wird von verantwortungsvollen Züchtern, dieses Defizit auszumerzen
ist lobenswert. Aber das kann nur langsam über mehrere Generationen gehen.
Der DSH ist wirklich mehr als nur ein Hund, der HD bekommen könnte. Es es ist schade, dass er sogar von Laien oft sofort mit HD in Verbindung gebracht wird.